Coronavirus
Impfung

Meduplus beantwortet häufig gestellte Fragen zur COVID-19-Schutzimpfung

19 durch Impfung vermeidbare Krankheiten

Am 08.01.2021 wurde die Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung veröffentlicht. Im Folgenden soll ein umfassender Überblick über die wichtigsten Neuerungen bezüglich der Impfung bereitgestellt sowie die wesentlichen Fragen zur Impfung beantwortet werden.

Welche Gruppen sind bei der Verteilung des COVID-19-Impfstoffes zu bevorzugen?

  • BewohnerInnen von Senioren- und Altenpflegeheimen
  • Personen im Alter von ≥ 80 Jahren
  • Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen
  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege
  • Andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den BewohnerInnen

Wichtig sei hierbei anzumerken, dass diese Priorisierungsempfehlung ihre Gültigkeit verliert, sobald ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Das mittelfristige Ziel bestehe darin, der gesamte Gesellschaft gleichberechtigt einen Impfstoff zur Verfügung zu stellen.

Wie sicher ist der neue COVID-19-Impfstoff?

Zunächst einmal ist es wichtig, zu betonen, dass ein Impfstoff erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht wird und auch danach eine ständige Überwachung erfolgt. Die beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von BioNTech/Pfizer, COVID-19-Impfstoff von Moderna) werden hinsichtlich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit als gleichwertig eingeschätzt. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen.

„Insbesondere schwere unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden, traten in der Impfstoff- und Placebogruppe gleich häufig auf. Weder in der Impfstoff- noch in der Placebogruppe traten Todesfälle auf, die auf die Injektion des Impfstoffs oder der Kochsalzlösung zurückzuführen waren.“ (RKI, 2021)

Auf Basis der derzeit vorliegenden Daten wird darüber hinaus kein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende Wirkungen für Personen mit z.B. Asthma, Neurodermitis und allergischer Schnupfen angenommen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auch bei dem neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 sehr seltene Nebenwirkungen erst im Verlauf der Surveillance erfasst werden.

Müssen Personen, die eine SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht haben, geimpft werden?

Aktuell geht man davon aus, dass diese Personen über einen gewissen Schutz verfügen. Da jedoch keine Daten über die Dauer und Qualität des Schutzes vorliegen, und da sich eine Auffrischimpfung auch nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion in den Zulassungsstudien der beiden mRNA-Impfstoffe zunächst auch als unproblematisch herausstellte, empfiehlt die STIKO grundsätzlich eine solche Auffrischimpfung durchzuführen, sobald der Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Das liegt daran, dass es aktuell unmöglich sei, einzuschätzen, ob eine hohe Anzahl der zumindest einmalig Geimpften, mehr schwere Erkrankungen und Todesfälle verhindert als eine hohe Anzahl an zweimalig geimpften Patienten der Hochrisikogruppen. Die Empfehlung bleibt somit vorerst dabei, die zweite Impfstoffdosis in einem Mindestabstand von 21 (BioNTech) bzw. 28 (Moderna) Tagen und nicht später als 42 Tage nach der ersten Impfstoffdosis zu verabreichen.

Die STIKO spricht derzeit aufgrund mangelnder Daten der COVID-19-Impfung im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Stillzeit keine direkte Impfempfehlung aus. Bei einem hohen Risiko, durch Vorerkrankungen etc., soll jedoch je nach Einzelfall bewertet und gehandelt werden. In erster Linie sei die akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch und es sei sehr unwahrscheinlich, dass diese in der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt.

Warum steht der Impfstoff zunächst nur Erwachsenen zur Verfügung?

Bei Kindern und Jugendlichen konnten die vorhandenen Impfstoffe noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden. Außerdem liegt der Fokus zunächst darauf, diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Außerdem kann das Infektionsgeschehen so insgesamt trotzdem zurückgedrängt werden, sodass Kinder ebenfalls geschützt werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung vom 08.01.2021 Link

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