Coronavirus
Impfung

Angepasste Empfehlungen der STIKO unter Berücksichtigung der Delta-Variante

Europäische Impfwoche

Die neusten Entwicklungen in Bezug auf die SARS-CoV-2 Pandemie nahm die STIKO unter Anderem zum Anlass, um ihre Empfehlungen in Bezug auf die Impfung zu überarbeiten und anzupassen. Wir gehen in diesem Blogbeitrag auf drei dieser Änderungen ein.

1. Welchen Einfluss hat die Delta-Variante auf die Impfung?

Die WHO bestätigt, dass die SARS-CoV-2-Variante Delta zu den besorgniserregenden Virusvarianten gehört. Immerhin soll die Variante 40 % – 60 % infektiöser sein als die Alpha-Variante. Somit wird davon ausgegangen, dass Delta bis Ende August 2021 der Auslöser von 90 % der Neuinfektionen sein wird. Zur Frage, ob Infektionen mit der Delta-Variante zu allgemein mehr schweren Verläufen führen, gibt es bisher unterschiedliche Ansichten. Es wird jedoch angenommen, dass man sich mithilfe einer vollständigen Impfserie fast ebenso gut vor der den schweren Verläufen der Delta-Variante schützen kann, wie dies bei den anderen bereits bekannten Virusvarianten der Fall ist.

2. Warum wird nun eine heterologe Impfserie empfohlen?

Eine heterologe Impfserie bedeutet, dass die 1. Impfung mit Vaxzevria etwa nach 4 Wochen gefolgt wird von einem mRNA-Impfstoff (Comirnaty oder Spikevax). Es konnte nachgewiesen werden, dass die Immunantwort nach einem solchen heterologem Impfschema deutlich stärker sowie vermutlich auch dauerhafter ausfällt, als nach einer homologen Vax/Vax-Impfserie. Damit ähnelt die Immunantwort in sehr vielen Studien der homologen mRNA-Impfung, in einzelnen Studien fällt sie sogar etwas besser aus.

Auf Grundlage dieser klinischen Evidenz und auch mit dem Hintergrund, dass somit ein vollständiger Impfschutz schneller erreicht werden kann, empfiehlt die STIKO nun allen, auch den über 60-Jährigen, eine heterologe Impfserie einer homologen Vax/Vax-Impfserie vorzuziehen, um so die Gefahr der aufkommenden Delta-Variante eindämmen zu können.

3. Welcher Impfabstand wird aktuell empfohlen?

Die STIKO hat die empfohlenen Impfabstände der COVID-19-Impfung erneut angepasst. Das hat zum einen mit der sich ausbreitenden Delta-Variante und zum anderen mit der besseren Verfügbarkeit der Impfstoffe in Deutschland zu tun.

mRNA-Impfstoffe

Unter Berücksichtigung der Delta-Variante, sollte frühestmöglich ein vollständiger Impfschutz erreicht werden, um sich vor schweren Verläufen zu schützen und die beste Balance zwischen einem sehr guten Individualschutz und einem optimalen Bevölkerungsschutz zu erzielen. Daher sieht die neuste Empfehlung für die mRNA-Impfstoffe einen Abstand von 3–6 (Comirnaty) bzw. 4–6 (Spikevax) Wochen vor.

Vektor-Impfstoffe

Bei einer homologen Impfserie mit Vaxzevria bleibt ein Impfabstand von 9–12 Wochen empfohlen. Sie stellt einen guten Kompromiss zwischen Immunogenität und zeitnahem Abschluss von Impfserien zum Schutz gegen die Delta-Variante dar. Wie oben bereits erwähnt, kann und sollte die heterologe Impfserie hingegen schon nach vier Wochen abgeschlossen werden.

Quellen und weiterführende Literatur

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen den Original-Text des Robert Koch-Instituts

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