Berühmte Hygieniker

200. Geburtstag von Max von Pettenkofer

Max von Pettenkofer

Heute, am 3. Dezember 2018, jährt sich der Geburtstag von Max von Pettenkofer zum 200. mal. Max von Pettenkofer, geboren am 3. Dezember 1818 in Lichtenheim bei Neuburg an der Donau, war ein deutscher Chemiker. Er war der erste Hygieniker Deutschlands und wird auch als „Vater der Hygiene“ bezeichnet.

Von Pettenkofer lebt in München und studiert dort unter anderem Pharmazie, Chemie und Medizin. Er promoviert in Chirurgie und approbiert zusätzlich als Apotheker. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beruft ihn im Jahr 1847, im Alter von 29 Jahren, als Professor für medizinische Chemie.

Errungenschaften von Max von Pettenkofer

Pettenkofers Wahlheimat München leidet seinerzeit unter erheblichen Cholera-Epidemien und er wird beauftragt deren Ursache herauszufinden. Nach heutigen Standards ist die Stand alles andere als hygienisch, Abwasser und Viehzucht machen die öffentlichen Straßen zur Kloake. Pettenkofer erforscht die Lebensumstände der Münchener und kommt zum Ergebnis, dass die Ursachen der Cholera-Erkrankungen auf die genannten hygienischen Umstände der Stadt zurückzuführen sind und dass eine Veränderung dessen sie in den Griff bekommen kann. Er begründet damit die Wissenschaft der Hygiene.

Im Jahr 1865 gründet er das Institut für Hygiene an der LMU, dessen Namensträger er posthum wird. Als erster Professor dieses Instituts wird er selbst benannt.

Pettenkofers damals radikale Ansichten, die Stadt mit einer unterirdischen Kanalisation zu versorgen sowie die Schlachtung zu zentralisieren, stoßen auf großen Widerstand. Die Kosten für Umbau von Plätzen und Straßen sowie die Zentralisierung dieser Gewerbe waren mit immensen Kosten und Aufwänden verbunden. Ein großer Teil seiner Arbeit und sein Erbe ist der Kampf und die Überzeugungsarbeit gegen diese Widerstände, die, wie wir alle heute wissen, mit Erfolg gekrönt war.

Trotz seines Erfolgs blieb Pettenkofer auch als Wissenschaftler ergeizig. Entgegen der Ansicht seines Rivalen Robert Kochs, ist Pettenkofer der Meinung, dass der Ausbruch der Cholera immer auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist. Als Beweis nimmt er selber Cholera-Erreger zu sich, die ohne seine Immunisierung im Kindsalter, vermutlich tödlich gewesen wäre und sein Beweis damit hinfällig war.

Pettenkofer stirbt 1901 in München und geht als großer Hygieniker in die Geschichte ein.

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