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Impfung

Borreliose

Der Monat Mai gilt weltweit als Borreliose-Monat. Wir wollen den Mai daher nutzen, um auf die von Zecken übertragbaren Erkrankungen Borreliose sowie FSME aufmerksam zu machen. Gerade in Zeiten von COVID-19 ist das Thema besonders wichtig, da nun viele Urlaube in den heimischen Wald verlegt werden und das Risiko von Zeckenstichen steigt.

Durch Zecken übertragbare Borreliose-Bakterien

In Berlin ist die Zahl der gemeldeten Borreliose-Fälle in den vergangenen Jahren gestiegen. 2021 wurden dem Robert Koch-Institut 994 Fälle der durch Zeckenstiche ausgelösten Krankheit gemeldet. 2020 waren es 959 Fälle und im Jahr 2019 lag die Zahl bei 851 Fällen.

„Die Leute haben sich durch die vermehrten Besuche im Grünen verstärkt Zeckenstichen ausgesetzt“, sagte der Geschäftsführer der tick-radar GmbH, die sich bundesweit mit Forschungsprojekten zu Zecken beschäftigt. 2017 und 2018 waren dem RKI jeweils weniger als 800 Fälle gemeldet worden.

Die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger in Deutschland sind Borreliose-Bakterien. Jede dritte Zecke kann aktuellen Angaben zufolge Borrelien und andere krankmachende Bakterien übertragen. Jährlich sind zehntausende Menschen betroffen. Die Gefahr einer Übertragung ist umso höher, je länger die Zecke am Wirt saugen kann. Die bakterielle Erkrankung ist nicht ansteckend und lässt sich mit Antibiotika behandeln. Während es gegen FSME eine Impfung gibt, existiert diese nicht gegen die Borreliose.

Borreliose: Vorkommen und Symptome

Problematisch ist es zudem die Symptome der Borreliose zu erkennen. Dazu gehören relativ untypische Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. Ein typisches Krankheitszeichen ist die sogenannte Wanderröte. Dabei zeigt sich im Bereich des Stichs eine großflächige und kreisförmige Rötung.

Das Vorkommen von Borrelien in Zecken ist sehr unterschieldich und kann bis zu 30% betragen. Nach Untersuchungen aus Deutschland und der Schweiz wurde nach einem Zeckenstich bei 2,6 bis 5,6% der Betroffenen eine Borrelien-Infektion nachgewiesen. Insgesamt ist bei 0,3 bis 1,4% der Zeckenstiche mit Krankheitssymptomen zu rechnen.

Durch Zecken übertragbare FSME-Viren

Aktiv sind Zecken ab einer Temperatur von etwa 8 Grad. Abhängig von Art und Stadium kann man Zecken das ganze Jahr über finden. Die Zecke klettert auf eine exponierte Stelle wie einen Grashalm oder ein Gebüsch oder herumliegendes Totholz. Wenn ein Tier oder ein Mensch vorbeikommt, wird sie bei Kontakt abgestreift und hält sich fest.

Neben den Borreliose-Bakterien ist ein weiterer Krankheitserreger, der durch Zecken übertragen werden kann, das FSME-Virus. Das FSME-Virus kann eine Frühsommer-Meningoenzephalitis auslösen und kommt hauptsächlich im süddeutschen Raum vor. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die lebensgefährlich sein kann. Erkrankte müssen mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen.

Vorbeugung ist besser als Heilung

Zur Behandlung der Borreliose stehen zwar Antibiotika zur Verfügung, doch generell gilt, dass ein Zeckenbiss gar nicht erst auftreten sollte, um die Gefahren der Borreliose zu vermeiden.

Im Gegensatz zur Borreliose ist FSME nicht ursächlich behandelbar. „Ärzte können in der Folge nur die Symptome lindern, beispielsweise Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen“, erklärt Prof. Dr. med. Tomas Jelinek, Medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT). Daher ist es wichtig, das Risiko einer Erkrankung von Anfang an zu verringern.

Zum Schutz gegen FSME steht eine aus drei Teilimpfungen bestehende Schutzimpfung zur Verfügung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts „für Personen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben und für Personen, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und dabei gegenüber Zecken exponiert sind“ empfohlen wird.

Quellen und weiterführende Literatur

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