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Coronavirus, Influenza, Virale Infektionen

Gurgeln als sinnvolle Ergänzung zu den Präventionsmaßnahmen AHA+L

corona immunität

Warum hilft das Gurgeln im Kampf gegen das Corona Virus?

Gurgeln als sinnvolle Ergänzung zu den Präventionsmaßnahmen AHA+L? Ja, Sie haben schon richtig gehört. Die DGKH spricht eine eindeutige Empfehlung für viruzides Gurgeln und viruzide Nasensprays im Kampf gegen das SARS CoV-2 Virus aus.

Die Vorbeugungsmaßnahmen gegen eine Infektion sind in Zeiten der Pandemie entscheidend, denn ein Großteil der Infizierten verbreitet das Virus schon bevor überhaupt erste Symptome bei ihnen einsetzen. Mit Abstandswahrung, dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutz, der Händedesinfektion und der Belüftung von Innenräumen wurde zu Beginn der Pandemie ein guter Grundstein in Sachen Prävention gesetzt, eine ganz simple Präventionsmaßnahme wurde dabei jedoch völlig aus den Augen verloren:

Antiseptisches Gurgeln und nasale Antiseptik reduzieren die Viruslast an den Eintrittspforten erheblich und verringern damit nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, sondern beeinflussen auch den Schweregrad der Infektion (vgl. DGKH, 2020).

In der Vergangenheit war es üblich Gurgeln zur Behandlung und zur Verringerung bakterieller/viraler Infektionen einzusetzen und in Japan und Korea wird diese Maßnahme schon zu Zeiten der Schweinegrippe sowie seit Beginn der Corona Pandemie propagiert und ausdrücklich empfohlen. Damit ist Gurgeln eine der simpelsten und trotzdem effektiven Präventionsmaßnahmen, die hier in Deutschland vielleicht grade aufgrund ihres simplen Charakters bisher kaum genutzt wird.

Wissensstand zur viruziden Wirksamkeit und Langzeitfolgen

Es wurde nachgewiesen, dass Nasensprays auf Basis von Carragelose und PVP-Iod > 0,23%, Mundwässer auf Basis ätherischer Öle, Grüner Tee, Granatapfel- und Aroniasaft sowie Salbeiextrakt viruzid wirksam sind und darüber hinaus eine sinnvolle Präventionsmaßnahme zum Schutz vor eine Infektion mit SARS CoV-2 darstellen. In der nachfolgende Infografik sind die einzeln Mittel für das viruzide Gurgeln bzw. für die nasale Antiseptik einmal gegenübergestellt worden.

viruzides Gurgeln

Beim Gurgeln mit Carragelose, Ethanol + ätherische Öle, Kochsalzlösungen oder Grünem Tee besteht kein nennenswertes Risiko. Beim Gurgeln mit PVP-Iod muss man hingegen schon vorsichtiger sein, aufgrund der täglich empfohlen Aufnahmemenge bzw. möglichen Allergien und Kontraindikation. Die lediglich Anwendung von PVP-Iod in der Mundhöhle in Konzentrationen von bis zu 2,5% soll aber für bis zu 5 Monate dennoch sicher sein.
Bei Octenidin kann ein mögliches Risiko von zunächst nicht bemerkbaren Langzeitnebenwirkungen bisher nicht ausgeschlossen werden.

Empfehlungen der DGKH für Bevölkerung und medizinisches Personal

Gurgeln dient als sinnvolle Präventionsmaßnahme, wenn sie vor gemeinschaftlichen Aktivitäten, Essenseinahmen, bei Familientreffen, bei beruflichen Gruppentreffen, Gottesdiensten und sonstigen religiösen Feiern, Beerdigungen usw. Anwendung findet. Für medizinisches Personal in Gesundheitseinrichtungen, wie Pflegeheimen, Krankenhäusern und Artpraxen, wird empfohlen zu Hause und zusätzlich noch ein weiteres Mal in der Einrichtung zu gurgeln. Beim Ausspeien der Gurgellösung muss eine Kontamination der Umgebung durch weitere Hygienemaßnahmen unbedingt vermieden werden.

gurgeln gegen corona

Quellen und weiterführende Literatur

  • Empfehlung der DGKH: Viruzides Gurgeln und viruzider Nasenspray vom 07.12.2020 Link
  • meduplus Microlearning Coronavirus Link

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Coronavirus, Frage der Woche

Frage der Woche: Wie haben sich Versorgungsleistungen für chronisch Kranke durch Covid-19 geändert?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: „Wie haben sich Angebot und Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen für chronisch kranke Menschen nach Einführung von SARS-CoV-2-Maßnahmen geändert?“

In einem Beitrag im Journal of Health Monitoring beschreiben Forscher des Robert Koch-Instituts, wie sich die Versorgungslage in Deutschland für chronisch kranke Menschen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie verändert hat.

In der Bestandsaufnahme für Patient*innen mit ausgewählten nichtübertragbaren Krankheiten liegen Daten im Zeitraum zwischen Anfang März und Mitte Juni 2020 in Deutschland vor. Der Fokus lag dort auf Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und psychischen Störungen.

Anpassung des Versorgungsangebots überall

Wenig überraschend kam es in allen betrachteten Krankheitsgruppen zu umfassenden Anpassungen des Versorgungsangebots. Empirische Daten liegen überwiegend für den stationären Bereich vor und zeigen einen deutlichen Rückgang stationärer Behandlungen im März/April 2020 im Bereich der Onkologie und der Kardiologie sowie bei psychischen Störungen.

In der Onkologie wurde die Dringlichkeit chirurgischer Behandlungen von Krebserkrankungen in Leitlinien priorisiert. Ebenso wurde vorgeschlagen, bei Chemotherapien auf weniger toxische Medikamente zurückzugreifen, auf Infusionen zu verzichten und auf die Verabreichung in Tablettenform auszuweichen.

Auch für Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kam es zu Änderungen. So wurden Krankenhausbetten zur Akutversorgung von Schlaganfällen oder von Patient*innen mit akuten Brustschmerzen teilweise in Intensivbetten umgewandelt. Nach Aussagen der Fachgesellschaften konnte die Versorgung von akuten kardiovaskulären Erkrankungen bislang jedoch vollständig gewährleistet werden. Bei bestimmten Prozeduren war dies jedoch teilweise erst nach einer Wartezeit von zwei bis drei Wochen.

Zu einer Abnahme stationärer Behandlungen um 49% im Vergleich zum Vorjahr kam es im Bereich der Psychischen und Verhaltensstörungen. Stationäre Aufnahmen in psychiatrische (Tages-)Kliniken oder Entzugseinrichtungen wurden eingeschränkt und Behandlungstermine verschoben, jedoch wurden ebenfalls stationäre Maßnahmen durch ambulante ersetzt.

Umfassende Anpassungen auch im ambulanten Bereich

Im ambulanten Bereich liegen leider vergleichbar wenig Daten vor. Rückläufige ambulante Behandlungen bei Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus könnten jedoch auf Veränderungen der Versorgungsangebote und der Inanspruchnahme zurückgehen. Zutrittsbeschränkungen in, zum Beispiel, der Onkologie für Besuchs- und Begleitpersonen im stationären und ambulanten Bereich wurden von Patient*innen als belastend bewertet. Viele Fachgesellschaften, aber auch Patientenorganisationen riefen Patient*innen auf, die Behandlung ihrer chronischen Erkrankung nicht aus Sorge vor Ansteckungen zu vernachlässigen. Nachsorge- und Behandlungstermine sollen weiterhin wahrgenommen werden.

Weitere Auswirkungen

Zu den gesundheitlichen Auswirkungen der beobachteten Veränderungen in Versorgungsangebot und Inanspruchnahme liegen bisher wenige empirische Daten vor. Auch das RKI wagt hier keine Vermutungen: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Deutschland die Anzahl behandelter Personen mit Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und psychischen Störungen während der frühen Phase der COVID-19-Pandemie zurückgegangen ist. Welchen Beitrag hier Veränderungen des Versorgungsangebotes und ein Rückgang der Inanspruchnahme haben, muss weiter geklärt werden, um daraus für zukünftige Krisen zu lernen“.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI: Epidemiologisches Bulletin 46/2020 Link
  • Journal of Health Monitoring: Versorgung von chronisch Kranken in Deutschland – Herausforderungen in Zeiten der COVID-19-Pandemie Link

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Coronavirus, Frage der Woche

Antibiotika-Tag 2020: Deutschlands Strategie gegen Antibiotikaresistenzen

Bild zum Thema Antibiotikaresistenzen

Alljährlich ist am 18. November europäische Antibiotikatag. Dieser Tag ist eine europäische Initiative zur Förderung der öffentlichen Gesundheit und soll laut der Webseite des Antibiotikatages „das Bewusstsein für die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotikaresistenzen schärfen und über die umsichtige Anwendung von Antibiotika informieren“. Denn mehr und mehr Patienten weltweit infizieren sich mit antibiotikaresistenten Bakterien. So stellen Antibiotikaresistenzen eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. Der umsichtige Einsatz von Antibiotika hingegen kann dazu beitragen, dass Antibiotika auch weiterhin wirksam bleiben. Deutschland beteiligt sich am Kampf gegen Antibiotikaresistenzen mit einem eigenen Programm – der DART.

DART – Deutschlands Strategie gegen Antibiotikaresistenzen

DART, die deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie, wurde 2015 gemeinsam durch die Bundesministerien für Gesundheit (BMG), Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie Bildung und Forschung (BMBF) erarbeitet und vom Bundeskabinett beschlossen. Ziel von DART ist die Bündelungen von Maßnahmen gegen Antibiotikaresistenzen sowohl in der Humanmedizin als auch im veterinärmedizinischen Bereich. Die Bundesregierung hat nun ein Update dazu für 2020 veröffentlicht.

Denn auch wenn im Jahre 2020 zweifelsohne das Corona-Virus das dominierende Gesundheitsthema in Deutschland und dem Rest der Welt war, sind Antibiotikaresistenzen ein äußerst ernst zu nehmendes Problem. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen uns Antibiotika zur Verfügung, mit der wir eine Vielzahl von bakteriellen Infektionen wirksam behandeln können. Die Effizienz dieser Antibiotika ist jedoch nichts, auf das wir uns ewig verlassen können. Denn Antibiotika-Resistenzen entstehen, wenn Bakterien sich so verändern, dass diese sich gegen die Wirkung von Antibiotika schützen können. Und die Anzahl dieser „resistenten“ Bakterien hat weltweit in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Was wurde erreicht

Seitdem die Bundesregierung die Idee zu DART 2008 vorlegte, hat sie vieles bewegt. Implementiert und ausgebaut wurden Überwachungssysteme, mit deren Hilfe Expertinnen und Experten Daten zur Antibiotika-Resistenz und zum Verbrauch erfassen und auswerten können. Diese Daten können Ärztinnen und Ärzte über aktuelle Entwicklungen informieren und sie dabei unterstützen, ihr Verordnungsverhalten zu verändern. Denn ein großer Faktor bei der Entstehung von Antibiotikaresistenzen ist eine allzu lockere Verschreibungspraxis bei Antibiotika. Das klassische Beispiel hier sind Erkältungskrankheiten, welche größtenteils durch Viren ausgelöst werden, für die aber öfter „vorsorglich“ Antibiotika verschrieben wurden.

Gesetzesänderungen wie die Änderung des Infektionsschutzgesetzes 2011 und des Arzneimittelgesetzes 2013, haben es ebenfalls ermöglicht, Strategien umzusetzen und Instrumente auszubauen. So sinken beispielsweise seit drei Jahren die Raten der Infektionen mit MRSA in Deutschland.

DART 2020: Ausblick

Trotz der bereits bestehenden Erfolge müssen Konzepte und Maßnahmen konsequent weiterentwickelt und neue Entwicklungen im Resistenzgeschehen beobachtet und bewertet werden. Dies war Anlass für die Bundesregierung, DART nun weiterzuentwickeln und die Ziele neu zu justieren. Die neuen Ziele lauten:

Zoonosen erforschen: Die Erkenntnis, dass die Gesundheit von Menschen und Tieren bei Infektionskrankheiten eng miteinander verwoben ist, ist richtungsweisend für alle zukünftigen Maßnahmen und Aktivitäten. So wurde eine Nationale Forschungsplattform für Zoonosen gegründet.

Resistenz-Entwicklungen frühzeitig erkennen: Überwachungssysteme werden ausgebaut, um neue Erreger und Resistenzen frühzeitig zu erkennen und repräsentative Daten für ganz Deutschland zu erhalten, die auch der Forschung zur Verfügung stehen.

Therapie-Optionen erhalten und verbessern: Das Antibiotika-Verbrauchs-Monitoring wird weiter ausgebaut. Diese Daten bilden auf nationaler Ebene die Grundlage für Interventionsmaßnahmen bei Antibiotikaresistenzen.

Infektionsketten frühzeitig unterbrechen und Infektionen vermeiden: Eine Verbesserung der Diagnostik sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin wird angestrebt und die Umsetzung von Hygienemaßnahmen gefördert.

Bewusstsein fördern und Kompetenzen stärken: Wissenslücken zu Antibiotikaresistenzen müssen sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch bei Ärztinnen und Ärzten, Tierärztinnen und Tierärzten sowie Angehörigen anderer Gesundheitsberufe durch zielgruppenspezifische Informationen geschlossen werden.

Forschung und Entwicklung unterstützen: Forschung leistet einen wichtigen Beitrag, um die zunehmende Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen einzudämmen. Darum werden alle entsprechenden Forschungsbereiche in der Human- und Veterinärmedizin gestärkt – von der Grundlagenforschung über klinische Forschung, Forschung zu Public-Health-Fragen bis hin zur Forschung in Zusammenarbeit mit der Gesundheits-, Land- und Lebensmittelwirtschaft. Interdisziplinäre Forschungsvorhaben werden voran-gebracht. Auch in der Arzneimittelforschung muss die Forschung und Entwicklung von neuen Antiinfektiva vorangetrieben werden. Das Thema wird im Rahmen des Pharmadialogs aufgegriffen.

Quellen und weiterführende Literatur

Europäischer Antibiotikatag Link
DART Bericht 2020
DART Bericht 2019

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Coronavirus, Frage der Woche

Frage der Woche: Wie verhalte ich mich als Arzt/Ärztin bei einem Verdachtsfall auf COVID-19?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: „Wie verhalte ich mich als Arzt/Ärztin bei einem Verdachtsfall auf COVID-19?“

Die nationale Teststrategie empfiehlt das Fall-basierte Testen bzw. das Fall-basierte Nicht-Testen.

Anlässlich der bevorstehenden kalten Jahreszeit stehen viele Arztpraxen vor einer großen Herausforderung: die SARS-CoV-2-Infektionen steigen und zusätzlich sind respiratorische Symptome unabhängig von Covid-19 in der Erkältungssaison keine Seltenheit. Es gilt, mit bestimmten Testkriterien und gezielt eingesetzten Maßnahmen stets das Ziel zu verfolgen, dass Fälle mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf rechtzeitig erkannt sowie Ausbrüche verhindert werden.

Testen oder Nicht-Testen?

Fall-basiertes Testen

Ein Test ist durchzuführen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Schwere respiratorische Symptome
  • Störung des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Ungeklärte Erkrankungssymptome und Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall
  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere, falls die betroffene Person
    • einer Risikogruppe zu zuordnen ist
    • in einer Arztpraxis, Klinik etc. tätig ist
    • in letzter Zeit einer erhöhter Expositionswahrscheinlichkeit ausgesetzt war
    • in letzter Zeit bzw. aktuell zu vielen Personen Kontakt hatte/hat und eine Weiterverbreitung wahrscheinlich ist

Laut RKI wird eine Testung empfohlen, wenn mindestens ein Hauptkriterium bzw. mehr als zwei Teilkriterien erfüllt sind.

Fall-basiertes Nicht-Testen

Wie schon erwähnt, sieht die nationale Teststrategie nicht vor, dass alle Patienten mit jeglicher respiratorischer Symptomatik getestet werden, auch wenn ein alleiniger Schnupfen, Ausdruck einer SARS-CoV-2-Infektion sein kann. Daher sollten Personen, die aufgrund des Nicht-Erfüllens der oben genannten Kriterien nicht getestet werden, unbedingt dazu angehalten werden, sich trotzdem so zu verhalten, als wenn sie eine COVID-19-Erkrankung hätten.

Eine Orientierungshilfe

Das RKI hat eine Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte veröffentlicht, die in Form eines Flussschemas die notwendigen Maßnahmen und Testkriterien zusammenfasst:

Quellen und weiterführende Literatur

  • Empfehlungen des RKI vom 03.11.2020 Link
  • Flussschema: Maßnahmen und Testkriterien bei COVID-19-Verdacht, 03.11.2020 Link

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Impfung, Influenza

Frage der Woche: Gilt die Grippeschutzimpfung als die beste Schutzmaßnahme gegen die saisonale Influenza?

Unsere Frage der Woche lautet: Gilt die Grippeschutzimpfung als die beste Schutzmaßnahme gegen die saisonale Influenza?

Ja, eine Studie des RKI zeigt, dass die Impfung bei ca. 2/3 der Geimpften wirkt und nachweislich den besten Schutz gegen die Grippe liefert. Die AHA + L Regeln ersetzt sie allerdings nicht.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bereits seit einigen Jahren allen Personen mit chronischen Grundleiden, Schwangeren, Personen ab einem Alter von 60 Jahren und medizinischem Personal sich jährlich gegen die saisonale Influenza impfen zu lassen.

In diesem Jahr ist der Ansturm auf die Praxen diesbezüglich jedoch besonders groß. Der Grund: Die Corona-Pandemie. Immer mehr Menschen und auch vermehrt Personen außerhalb dieser Risikogruppen möchten die Grippeschutzimpfung in diesem, doch etwas besonderem, Jahr in Anspruch nehmen.

Eine Studie des RKI veröffentlichte nun kürzlich Schätzwerte zur Wirksamkeit der saisonalen Influenzaimpfung (Impfeffektivität) gegen eine laborbestätigte Erkrankung durch Influenza während der Saison 2019/20 bei ambulant behandelten Patienten in Deutschland. Die Ergebnisse zeigten eine erhöhte Impfwirksamkeit im Vergleich zur Vorsaison. Die Wirksamkeit wurde darüber hinaus für jeden der drei in der Saison 2019/20 zirkulierenden Influenzatypen bzw. Subtypen bestätigt.

Bestimmt das Alter die Wirksamkeit der Impfung?

Die Studie des RKI kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Für Kinder bis 14 Jahre wurde eine Wirksamkeit von 69 % festgestellt.
  • Bei 15–59-Jährigen konnten 70% der Influenzaerkrankungen verhindert werden.
  • Eine Wirksamkeit von 62 % bei Personen älter als 60 Jahre deutet auf eine abnehmende Wirksamkeit der Impfung mit zunehmendem Alter hin.

Selbstverständlich kann die Impfung nicht alle Geimpften vor einer Erkrankung schützen, es hat sich jedoch gezeigt, dass die Impfeffektivität des saisonalen Influenzaimpfstoffs insgesamt bei 62% für alle Altersgruppen lag. Die Grippeschutzimpfung wirkt also bei ca. 2/3 der Geimpften und gilt damit als beste Präventionsmaßnahme gegen die Infektionserkrankung.

Wie kann ich mich sonst noch vor der Grippe schützen?

Die AHA+L-Regeln wurden in erster Linie zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona Virus ins Leben gerufen. Für alle Personen, ob geimpft oder nicht gilt jedoch auch zum Schutz vor der Influenza:

  • Abstand halten
  • Händehygiene
  • Alltagsmasken
  • Lüften bei Aufenthalt in Innenräumen

Diese präventive Maßnahmen können das Risiko einer Ansteckung nachweislich deutlich minimieren.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 45/ 2020 vom 05.10.2020 Link

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Coronavirus, Händehygiene

Desinfektionsmittel – eine Übersicht über die verschiedenen Rezepturen

Desinfektion_Blog

Die SARS-CoV-2-Pandemie wirft seit Beginn viele Fragen auf. Insbesondere in Sachen Händedesinfektion gibt es einige Aspekte zu beachten, die bisher zu wenig kommuniziert wurden. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die Welt der Desinfektionsmittel.

Was macht ein gutes Desinfektionsmittel aus ?

Damit ein Desinfektionsmittel als solches deklariert wird, sollte es die folgenden sechs Punkte erfüllen:

  1. Bei der hygienischen Händedesinfektion sollte die Wirksamkeit von 3 ml innerhalb von 30 Sekunden eintreten.
  2. Bei der chirurgischen Händedesinfektion sollte aus praktischen Gründen eine Einwirkungszeit von 90 Sekunden nicht überschritten werden.
  3. Das Mittel sollte nicht nur resistent gegenüber Bakterien und Hefen sein,
  4. sondern idealerweise auch gegen Viren und
  5. es darf keine gefährliche Stoffe beinhalten.
  6. Zusätzlich sollte eine gute Hautverträglichkeit bei häufiger Verwendung gewährleistet sein.

Der Markt der Desinfektionsmittel

Desinfektionsmittel unterscheiden sich vor allem in ihrer Wirksamkeit. Man spricht von bakterizid, levurozid, begrenzt viruzid, begrenzt viruzid PLUS und viruzid, somit sollte je nach Anwendungsbereich auf diese Kennzeichnung geachtet werden.

Nicht nur auf Grund des Corona Virus, sondern auch durch die jährlich auftretende Grippewelle, schwirren mittlerweile viele Desinfektionsmittel auf dem Markt herum, für deren Wirkstoffe und Verträglichkeit keine wissenschaftlichen Tests vorliegen. Häufig wird zusätzlich die benötigte Einwirkungszeit und Menge nicht beachtet und Verbraucher fühlen sich fälschlicherweise geschützt.

Die Desinfektion mit rein alkoholischen Präparaten wird häufig als die effektivste Methode angesehen, hierbei muss allerdings bedacht werden, dass die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe häufig eine Austrocknung der Haut begünstigt.

Die WHO – Rezepturen

Der große Vorteil der WHO – Rezepturen ist die hohe Hautverträglichkeit dank des Feuchthaltemittels Glyzerol. Für die ersten beiden Versionen WHO I + II wurde allerdings festgestellt, dass die Wirkung erst nach 2 × 3 ml für 2 × 30 Sekunden einsetzt. Das heißt, es ist die doppelte Menge und eine doppelte Einwirkungszeit notwendig. Darüber hinaus konnte für die chirurgische Händedesinfektion keine ausreichende Wirksamkeit in 5 Minuten nachgewiesen werden. 

Die Rezeptur wurde daraufhin noch einmal überarbeitet und daraus ergaben sich zwei modifizierte Rezepturen, in denen der Wirkstoffgehalt erhöht sowie der Glyzerolgehalt reduziert wurde (von 1,45 % auf 0,725 %). Die endgültige Rezeptur erwies sich für die hygienische Händedesinfektion in 30 Sekunden als wirksam. Zusätzlich wurde nachgewiesen, dass die Wirkung der Rezeptur ebenfalls innerhalb von 30 Sekunden auch bei Coronaviren, dem HCV, dem Influenzavirus A(H1N1), dem Zikavirus und dem Ebolavirus einsetzt. Auch für die chirurgische Händedesinfektion ist die modifizierte Rezeptur geeignet, allerdings muss mit 5 Minuten Einwirkungszeit gerechnet werden. 

Welche Rezeptur ist die richtige?

Der Knappheit an Desinfektionsmittel kann durch Eigenherstellung entgegen gewirkt werden. Dafür sollten die modifizierten Rezepturen WHO I + II  als bevorzugt angesehen werden. Die alkoholischen Varianten sind in der Medizin und in der Pflege durchaus etabliert und auch in ihrer Wirksamkeit belegt. Auf eine zusätzliche Hautpflege sollte jedoch unbedingt geachtet werden. Für den alltäglichen, privaten Gebrauch gilt, wer sich gründlich und regelmäßig die Hände waschen kann, braucht kein Desinfektionsmittel in der Tasche zu haben.

Quellen

  • RKI Epidemiologisches Bulletin 19/2020 vom 07.05.2020 Link

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Coronavirus

Corona-Test: Wer wird wann getestet und wie wird dies durch Ärzte abgerechnet?

Corona-Test

Mit der Ausweitung der Corona-Testungen durch Bund und Länder sind viele neue Vorgaben zu  beachten. Aktuell herrscht bezüglich der Testung auf SARS-CoV-2 daher viel Unsicherheit unter Medizinern sowie in der Bevölkerung. In diesem Beitrag beantworten wir Ihnen die wichtigsten Antworten zum Thema Corona-Test und stellen Ihnen hierzu auch die aktuelle Übersicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor.

Wer wird getestet?

  • Personen mit Symptomen 
  • Personen mit der Anzeige „Erhöhtes Risiko“ der Corona-Warn-App 
  • aus dem Ausland Einreisende  
  • Personen, die vom Öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragt werden (Pflegeheime, Schulen, Reha-Einrichtungen)
  • symptomfreie Personen, die z.B. als Lehrer oder Erzieher tätig sind (Vereinbarung der Bundesländer)

Wann wird getestet?

Bei Einreisenden aus dem Ausland kann die Testung innerhalb von 72 Stunden nach Einreise erfolgen.

Wie wird durch Vertragsärzte abgerechnet?

Im Wesentlichen gibt es die fünf geschilderten Testszenarien, die in dem Schema der KBV dargestellt sind. Symptomatische Personen und Personen mit einem „erhöhten Risiko“ der Corona-Warn-App werden über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abgerechnet. Zur Beauftragung des Labors nutzen Praxen das Formular 10C, das für die vertragsärztliche Versorgung bereitsteht.

Bei dem Corona-Test aufgrund von Symptomen oder einer Warnung durch die App gelten die Regelungen nur für GKV-Versicherte. Anders verhält es sich bei den Tests, die nach der Rechtsverordnung (RVO) des Bundesgesundheitsministeriums bei Personen ohne Symptome möglich sind. Die dort getroffenen Regelungen gelten für GKV-Versicherte und für Nicht-GKV-Versicherte.

Für Reise-Rückkehrer und bei Beauftragung zum Corona-Test durch den öffentlichen Gesundheitsdienst nutzen Ärzte das Formular OEGD, das für solche nicht vertragsärztlichen Fälle eingeführt wurde. Jedes dieser Formulare enthält, genauso wie das Formular 10C, einen persönlichen QR-Code, mit dem der Getestete sein Ergebnis über die Corona-Warn-App einsehen kann. Dazu muss er dem vorab zustimmen.

 

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Quellen

  • Praxisnachrichten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Link
  • meduplus Microlearning Coronavirus Link

Fragen und Kontakt

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Hygiene, Virale Infektionen

Was gilt bei der Auswahl von Desinfektionsmitteln bei Arbeiten mit gentechnisch veränderten Viren?

gentechnisch veränderte Viren

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gingen zum Thema Desinfektionsmittel und deren Wirkspektren gegen Viren vermehrt Fragen unserer Kunden ein. In diesem Beitrag widmen wir uns nun dem speziellen Thema des Einsatzes von Desinfektionsmitteln bei Arbeiten mit gentechnisch veränderten Viren.

Was sind gentechnisch veränderte Viren bzw. GVO?

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind entsprechend der Richtlinie 2001/18/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 12. März 2001 (Freisetzungsrichtlinie) definiert. Die genetischen Veränderungen an Organismen können auf unterschiedliche Weise herbeigeführt werden:

  • Durch gezieltes Abschalten einzelner Gene
  • Durch den Einbau von arteigenen oder artfremden Genen. Letzteres ist mit Rekombinationstechniken möglich
  • Durch direktes Einführen von Erbgut fremder Arten, Zellfusion oder Hybridisierungsverfahren.

Wofür werden GVO aktuell in der Medizin eingesetzt?

  • Biomedizinische Grundlagenforschung
  • Arzneimittel- und Impfstoffherstellung
  • Diagnostik
  • Gentherapie

Wie erfolgt die Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels?

Generell gilt bei Viren, dass sich der Wirkbereich von Desinfektionsmitteln nach der Virusstruktur richtet. Die Beschaffenheit der Virushülle bzw. des Viruskapsids (im Fall von unbehüllten Viren) entscheidet über die Infektiosität von Viruspartikeln. Dies trifft auch auf virale GVO zu. Da Desinfektionsmittel primär die Virushülle und/ oder das Kapsid von Viruspartikeln angreifen, erfolgt die Auswahl des Desinfektionsmittels bei rekombinanten Viren in Abhängigkeit des Ursprungs der Virushülle bzw. des Kapsids.

In Deutschland bieten Desinfektionsmittellisten, wie die des VAH19 oder der DVG20 Unterstützung bei der Wahl des richtigen Desinfektionsmittels.

Behüllte vs. unbehüllte Viren: Welches Desinfektionsmittel ist anzuwenden?

Behüllte rekombinante Viren bzw. virale Vektoren:

  • Enthalten in ihrer Hülle häufig veränderte virale Proteine oder weitere zusätzlich exprimierte Proteine -> hierdurch ist jedoch keine wesentliche Änderung der Stabilität der Lipidhülle ggü. Desinfektionsmitteln zu erwarten
  • Bei Arbeiten mit GVO, die auf behüllten Viren basieren, sind Desinfektionsmittel mit dem Wirkspektrum „begrenzt viruzid“ ausreichend

Unbehüllte rekombinante Viren:

  1. lipophile unbehüllte rekombinante Viren: Adeno-, Noro- und Rotaviren  -> Verwendung von Desinfektionsmitteln mit dem Wirkbereich „begrenzt viruzid PLUS“
  2. hydrophile unbehüllte rekombinante Viren: z.B. Parvoviren -> Verwendung von Desinfektionsmitteln mit dem Wirkbereich „viruzid“

Die vollständige Übersicht aus dem Epidemiologischen Bulletin 36/2020 zu den Wirkbereichen von Desinfektionsmitteln bei gentechnisch veränderten Viren finden Sie hier zum Download:

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Quellen

  • RKI Epidemiologisches Bulletin 36/2020 vom 03.09.2020 Link
  • meduplus Smart Learning® Kurs Hygienebeauftragter Arzt Link

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Coronavirus

Coronavirus-Update für die Reisezeit

Coronavirus-Update Reisezeit
    • Nachdem der Flugverkehr ab Mitte Juni 2020 wieder zugenommen hat, wurden von der informellen AG Flugsicherheit in Deutschland einige wichtige Informationen und Hinweise zum sicheren Flugverkehr während der andauernden Coronavirus-Pandemie zusammengestellt. Im folgenden Beitrag haben wir alle relevanten Tipps für Sie zusammengefasst.

      Verdacht auf COVID-19

      Das Robert Koch-Institut (RKI) erachtet die generelle Durchführung von Screenings an Flughäfen für nicht zielführend. Es sollte lediglich anlass- bzw. symptombezogen, das heißt bei begründetem Verdacht auf COVID-19, eine Testung durchgeführt werden.

      Folgende Symptome begründen einen Verdacht auf COVID-19:

      • Fieber
      • neu aufgetretener Husten
      • Geruchs- oder Geschmacksverlust
      • Atemnot

      Verhalten am Flughafen

      Bei begründetem Verdacht sollte eine unmittelbare Testung des Indexfalles (idealerweise flughafennah) durchgeführt werden. Dabei sollte sich der Indexfall in einem abgetrennten Bereich aufhalten bis das Ergebnis vorliegt.

      • Falls der Pilot einen COVID-19-Verdachtsfall meldet, findet eine Beurteilung an Bord bzw. in einem geeigneten Raum im Flughafenbereich statt.

      Verhalten im Flugzeug

      Im Flugzeug sind Klimatisierung und Belüftung sicherzustellen, sobald sich Personen an Bord befinden.

      • Abstandsregeln sind beim Ein- und Aussteigen zu beachten und im Flugzeug soweit wie möglich einzuhalten, so ist beispielsweise auf die Vermeidung einer Schlangenbildung vor der Bordtoilette zu achten.
      • Beim Ein- und Aussteigen sowie im Flugzeug ist durchgehend mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen. Auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken (FFP: filtering face piece) ohne Ausatemventil sind möglich. Kinder unter 6 Jahren sind davon ausgenommen. Wer eine MNB aus medizinischen Gründen nicht tragen kann, darf das Luftfahrzeug mit ärztlichem Attest nutzen.
      • Die MNB kann zum Essen und Trinken während des Fluges kurzzeitig abgenommen werden. Mahlzeiten sollen jedoch möglichst nicht simultan von Sitznachbarn eingenommen werden, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt wohnen.
      • Bei einem Indexfall sind in der Regel nur die direkten Sitznachbarn potenzielle Kontaktpersonen der Kategorie I, die übrigen Passagiere in der gleichen Sitzreihe, den zwei Sitzreihen davor und dahinter werden als potenzielle Kontaktpersonen der Kategorie II eingestuft.

      Hier geht es zur aktuellen Infografik des RKI zur Kontaktpersonennachverfolgung:

      DOWNLOAD

      Quellen

      • Epidemiologisches Bulletin 29/2020; Götsch U et al. Hinweise für COVID-19-Prozesse im Flugverkehr Link
      • meduplus Microlearning Coronavirus Link

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Berühmte Hygieniker, Virale Infektionen

77. Todestag von Karl Landsteiner

Karl Landsteiner

Heute, am 26. Juni 2020, jährt sich der Todestag von Karl Landsteiner zum 77. Mal. Der österreichisch-US-amerikanische Arzt und Bakteriologe hat sich vor allem im Bereich der Immunologie und Serologie einen Namen gemacht. Zu seinen größten Errungenschaften zählt die Entdeckung des AB0-Blutgruppensystems. Für diese Entdeckung wurde Landsteiner 1930 mit dem  Nobelpreis für Medizin oder Physiologie geehrt. Doch auch die Entdeckung des Poliovirus verdanken wir dem vielseitigen Wissenschaftler.

Errungenschaften von Karl Landsteiner

Karl Landsteiner begann seine medizinische Laufbahn in Wien. Dort schloss er 1891 sein Medizinstudium mit der Promotion ab und studierte anschließend Chemie in Würzburg, München und Zürich. Zurück in Wien spezialisierte er sich im Bereich der Chirurgie und war als Assistent von Max von Gruber (1853-1927) am Hygieneinstitut der Universität Wien tätig, wo er u.a. die Syphilis-Diagnostik nach Wassermann verfeinerte. Weiterhin legte er die Grundlagen für die spätere (1984/85) Entwicklung des Impfstoffes gegen die Kinderlähmung des Forschers Jonas Edward Salk (1914-1995).

Im Jahr 1901 entdeckte Landsteiner, dass das Blut verschiedener Personen beim Vermischen verklumpt. Weitere Arbeiten führten schließlich zu der Entdeckung der drei Blutgruppen A, B und 0. Diese Erkenntnis ist besonders bei Bluttransfusionen und Operationen sehr wichtig. Für die Entdeckung der Blutgruppen erhielt Landsteiner 1930 den Nobelpreis für Medizin.

1937 entdeckte Landsteiner zusammen mit Alexander Solomon Wiener den Rhesusfaktor.

Entdeckung des Poliovirus

In Wien hat Landsteiner gemeinsam mit Erwin Popper herausgefunden, dass es sich bei dem infektiösen Agens der Poliomyelitis um ein Virus handelt.

Im Jahr 1908 gelang Landsteiner der Nachweis, dass durch Überimpfung von Rückenmarkextrakt eines an Kinderlähmung verstorbenen Jungen eine Infektion von Affen erfolgt. Im Folgejahr verkündete Landsteiner zusammen mit Popper, dass das Poliovirus den Erreger der spinalen Kinderlähmung darstellt und begann anschließend an der Entwicklung eines Impfstoffes mitzuwirken.

Quellen und weiterführende Literatur

    • Karl Landsteiner The Nobel Prize Link
    • Polio polio.ch Link

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Coronavirus, Diagnostik

Welttag des Labors 2020

Welttag des Labors 2020

Labordiagnostik ist einer der wichtigsten Bestandteile der heutigen Medizin – sie ermöglicht es, dass Krankheiten sicher diagnostiziert werden. Die Labordiagnostik ebnet somit den Weg zu lebensrettenden Therapien bzw. zur Einleitung von Isolierungsmaßnahmen, um wie im Fall von COVID-19 andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Gerade in Zeiten einer Infektionskrankheit wie COVID-19 wird uns der Stellenwert der medizinischen Diagnostik bewusst. Daher möchten wir heute auf die Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in medizinischen Laboren aufmerksam machen.

Diagnostik von SARS-CoV-2

Wir möchten den heutigen Welttag des Labors 2020 dazu nutzen, um die Diagnostik des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) vorzustellen. Ausführliche Informationen zur Diagnostik, Übertragung und zum Hygieneverhalten erhalten Sie in unserem GRATIS Microlearning zum Coronavirus.

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 sollten je nach klinischer Situation möglichst Proben parallel aus den oberen und den tiefen Atemwegen entnommen werden.

Obere Atemwege:

  • Nasopharynx-Abstrich oder -Spülung
  • Oropharynx-Abstrich

Tiefe Atemwege:

  • Bronchoalveoläre Lavage
  • Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert; Arbeitsschutz beachten)
  • Trachealsekret

Bei Abstrichen muss beachtet werden, dass für den Virusnachweis geeignete Tupfer verwendet werden („Virustupfer“ mit entsprechendem Transport-Medium oder notfalls trockene Tupfer mit kleiner Menge NaCl-Lösung; kein Agar-Tupfer). Für Hinweise zur korrekten Durchführung der Probennahme sehen Sie sich die WHO-Quellen am Ende der Seite an.

Der Erregernachweis im eingeschickten Probenmaterial erfolgt mittels Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR). Für eine labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 wurden PCR-Nachweissysteme u.a. auch vom Konsiliarlabor für Coronaviren (Charité Berlin) entwickelt und vorläufig validiert. Nähere Angaben sind über die Webseite der WHO zu Coronaviren verfügbar.

Proben zur Untersuchung können auch an das Konsiliarlabor für Coronaviren verschickt werden.

Microlearning Coronavirus  – perfekt geschult in 10 min!

Mit Klick auf den nachstehenden Button gelangen Sie zu unserem gratis Microlearning Coronavirus für Ärzte, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte und medizinisches Hilfspersonal:

MICROLEARNING COVID-19

Damit ist Ihr Praxis- und Klinikpersonal im Fall eines Ausbruchs optimal geschult. Für eine weiterführende Hygieneschulung zu mehr relevanten Themen für Praxis und Klinik empfiehlt sich auch unser E-Learning Grundkurs Hygiene. Diesen bieten wir für die Zielgruppen Arzt, Pflegekraft, MFA und Hilfspersonal an.

Quellen & Weitere Informationen

  • World Health Organization: Laboratory testing for SARS-CoV-2 Link
  • World Health Organization: Laboratory biosafety guidance related to coronavirus disease 2019 (COVID-19) Link
  • Robert Koch-Institut: Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARSCoV-2
    12.03.2020 Link

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Coronavirus, Hygiene

Aktuelle Schwereeinschätzung zu COVID-19

COVID-19 Maßnahmen in der ambulanten Versorgung
  • Seit mehreren Wochen breitet sich das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 weltweit aus. Zahlen zu schweren Verläufen aus den verschiedenen Ländern unterscheiden sich stark. Es stellt sich daher die Frage nach einer aktuellen Schwereeinschätzung, die wir im Folgenden anhand von Vergleichsdaten zu Pneumonien aus dem Krankenhaussentinel für schwere akute Atemwegserkrankungen am RKI (ICOSARI) zusammenfassen möchten.

    COVID-19: Aktuelle Schwereeinschätzung

    Zur Beurteilung der Schwere von Epidemien und Pandemien durch respiratorisch übertragbare Erkrankungen, zu denen die Erkrankungen Influenza sowie COVID-19 gehören, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Kriterien entwickelt (s.u.).

    WHO-Kriterien zur Beaurteilung der Schwere von Epidemien/ Pandemien

    • Epidemisches Potenzial/Übertragbarkeit des Erregers in der Bevölkerung (Transmissibility)
    • Epidemiologisches (Schwere)-Profil (Seriousness of Disease)
    • Ressourcenbelastung im Gesundheitsversorgungssystem (Impact)

    Daten aus vielen Ländern festigen die Erkenntnis, dass die Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 mit einer Basisreproduktionszahl (R0) von 2 – 3 höher ist als bei Influenza. Dagegen sind die Daten zum Anteil schwerer Verläufe aus den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Dies könnte an den unterschiedlichen Bezugsgrößen liegen, die für die Berechnung genutzt wurden, d.h. ob die Berechnung des Anteils der schweren Erkrankungen und Todesfälle auf der Zahl an infizierten, leichten oder schweren erfolgt. Auf diese Bezugsgröße wiederum hat die Falldefinition einen großen Einfluss. Die Falldefinition gibt vor welche Personen auf SARS-CoV-2 getestet werden sollen.

    Vergleich von Pneumonie-Daten

    In der RKI-Analyse wurden publizierte Fallserien hospitalisierter COVID-19-Patienten aus den chinesischen Städten Wuhan, Peking, Shenzen und den Provinzen Hubei und Zhejiang mit einer Referenzgruppe von Pneumoniepatienten  aus 73 Krankenhäusern des ICOSARI-Sentinels zu Beginn der jährlichen saisonalen Grippewelle 2015 –2019 ausgewertet. Als Schweregrad (bzw. Schwereparameter) wurde der jeweilige Anteil der Pneumoniepatienten mit akutem Atemnotsyndrom (ARDS), Beatmung, Intensivpflichtigkeit und tödlichem Krankheitsverlauf den Angaben in den Publikationen aus China gegenübergestellt.

    Ein deutliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass COVID-19-Patienten jünger waren als die Pneumoniepatienten in Deutschland während der Influenzasaison. Auch der Anteil an Patienten ohne Vorerkrankungen ist bei COVID-19-Patienten höher als man bei Patienten mit Pneumoniediagnose während saisonaler Influenzawellen beobachtet hat. Es hat sich zudem bestätigt, dass ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 haben.

    Update zum korrekten Hygieneverhalten bei COVID-19 – in nur 10 Minuten!

    Aufgrund der sehr ernsten und sich schnell entwickelnden Situation ist es insbesondere für Mitarbeiter in Einrichtungen des Gesundheitswesens von großer Bedeutung die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zum korrekten Hygieneverhalten bei Verdacht auf oder bestätigter Coronavirus-Infektion zu kennen und diese einzuhalten.

    ML CORONAVIRUS

    Hierfür haben wir die aktuellen Empfehlungen für Sie in unserem Microlearning Coronavirus zusammengestellt. Der Kurs wird zudem täglich aktualisiert. Dank der professionellen Unterstützung durch unseren Autor und Hygieneexperten sowie KRINKO-Mitglied Prof. Dr. med. habil. Axel Kramer können wir Ihre gesamte Belegschaft in unserem kostenlosen E-Learning zum korrekten Hygieneverhalten beim Coronavirus schulen – und das in nur 10 Minuten.

    Damit ist Ihr Praxis- und Klinikpersonal im Fall eines Ausbruchs optimal geschult. Für eine weiterführende Hygieneschulung zu mehr relevanten Themen für Praxis und Klinik empfiehlt sich auch unser E-Learning Grundkurs Hygiene. Diesen bieten wir für die Zielgruppen Arzt, Pflegekraft, MFA und Hilfspersonal an.

    Quellen & Weitere Informationen

    • Robert Koch-Institut Zentrale Seite zum neuartigen Coronavirus Link
    • Robert Koch-Institut COVID-19 Steckbrief Link
    • RKI Epidemiologisches Bulletin 14/2020 vom 02.04.2020 Link
    • Meduplus Microlearning Influenza Link

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Coronavirus, Hygiene

Aktuelles Update zu COVID-19: Hygiene-Maßnahmen in der Versorgung

COVID-19 Maßnahmen in der ambulanten Versorgung
  • Aktuell treten weltweit Krankheitsfälle durch ein neuartiges Coronavirus COVID-19 (auch bekannt unter den Namen Coronavirus SARS-CoV-2 und 2019-nCoV) auf. Aus der anfänglichen Epidemie in China ist nun eine Pandemie geworden. Was jetzt konkret zu beachten ist, lesen Sie im folgenden Beitrag.

    Neuartiges Coronavirus: Aktuelle Situation & Maßnahmen in der Versorgung

    Das Robert Koch-Institut empfiehlt aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr potenziell mit dem Coronavirus infizierten Personen ärztliche Konsultation per Telefonie durchzuführen, anstatt die Praxis aufzusuchen. Dadurch steigt derzeit auch die Nachfrage nach Telemedizin deutlich. Der große Vorteil: Arzt und Patient können problemlos kommunizieren, kommen jedoch nicht miteinander in Kontakt, wodurch eine Weiterverbreitung des Virus unterbunden wird.

    Ambulante Versorgung / Arztpraxis

    • Bei Verdacht auf eine Infektion ist der betroffene Patient bis zur Einweisung in ein Krankenhaus bzw. bis zur stationären Aufnahme in einem separaten Raum, isoliert von anderen Patienten, unterzubringen. Personen, die direkt Kontakt zum Patienten haben, sollen sich mit einem Schutzkittel, Schutzbrille, Einweghandschuhen und einem geeigneten Atemschutz (mindestens FFP2-Atemschutzmaske) schützen.
    • Direkt nach der Einweisung des Patienten soll eine Desinfektion der Kontaktflächen mit einem mindestens begrenzt viruziden Mittel erfolgen.

    Update zum korrekten Hygieneverhalten bei COVID-19 – in nur 10 Minuten!

    Aufgrund der sehr ernsten und sich schnell entwickelnden Situation ist es insbesondere für Mitarbeiter in Einrichtungen des Gesundheitswesens von großer Bedeutung die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zum korrekten Hygieneverhalten bei Verdacht auf oder bestätigter Coronavirus-Infektion zu kennen und diese einzuhalten.

    ML CORONAVIRUS

    Hierfür haben wir die aktuellen Empfehlungen für Sie in unserem Microlearning Coronavirus zusammengestellt. Gerade haben wir ein erstes großes Update des Kurses vorgenommen. Der Kurs wird zudem täglich aktualisiert. Dank der professionellen Unterstützung durch unseren Autor und Hygieneexperten sowie KRINKO-Mitglied Prof. Dr. med. habil. Axel Kramer können wir Ihre gesamte Belegschaft in unserem kostenlosen E-Learning zum korrekten Hygieneverhalten beim Coronavirus schulen – und das in nur 10 Minuten.

    Mit Klick auf den oben stehenden Button gelangen Sie zu unserem gratis Microlearning Coronavirus für Ärzte, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte und medizinisches Hilfspersonal:

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    Quellen & Weitere Informationen

    • Robert Koch-Institut Zentrale Seite zum neuartigen Coronavirus Link
    • Robert Koch-Institut FAQ Coronavirus Stand Link
    • Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit bestätigter Infektion durch COVID-19 Link
    • Meduplus Microlearning Influenza Link

     

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Coronavirus, Hygiene

meduplus und Deutsche Arzt AG: Gemeinsam gegen COVID-19

DAAG und meduplus: Gemeinsam gegen Coronaviren
  • Smart Learning® Dienstleister meduplus und die Deutsche Arzt AG bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19. Gemeinsames Ziel ist neben der Unterbrechung der Infektionskette die adäquate Betreuung von Betroffenen.

    Berlin, 06.03.2020

    Meduplus, Anbieter innovativer digitaler Fortbildungsformate im Gesundheits­bereich, und die Deutsche Arzt AG, Gesundheitsdienstleister mit innovativen Versorgungslösungen aus Essen, beschließen eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19. Dazu bündeln sie ihre Angebote zur Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und die Video­sprechstunde „sprechstunde.online“ und bieten diese für die Zeit der Coronakrise kostenfrei an.

    Meduplus veröffentlichte als erster Fortbildungsdienstleister bereits im Februar 2020 ein kostenfreies Microlearning zum Coronavirus COVID-19. Der Kurs basiert auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), wird täglich aktualisiert und ist gleichermaßen für Ärzte, Pflegepersonal, MFA und med. Assistenzpersonal, insbesondere den Krankentransport, geeignet.

    Der Onlinekurs unterstützt die Hygieneverantwortlichen in Kliniken und Praxen und macht medizinisches Fachpersonal innerhalb kürzester Zeit fit für hygienisch korrektes Verhalten im Umgang mit Patienten, bei denen der Verdacht oder der Nachweis einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2 und 2019-nCoV) besteht.

    Die zertifizierte sprechstunde.online der Deutschen Arzt AG ist ein etabliertes Digitalprodukt zur Durchführung von Videokonsultationen. Das Essener Unternehmen stellt bereits seit Februar als erster Anbieter Arztpraxen den Videodienst bis zum Ende der Coronakrise kostenlos zur Verfügung. Damit wird sowohl eine kontaktlose Ersteinschätzung, als auch die Betreuung von Verdachtsfällen und Infizierten ermöglicht, für die eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde. Mit Smartphone oder Tablet kann daran jeder teilhaben.

    Der Nutzen des Videotools sprechstunde.online ist für alle Beteiligten hoch: Der Betroffene erhält schnelle Hilfe in einer für ihn schwierigen Situation. Betreuende Ärzte und medizinische Heilberufe können ihrem Versorgungsauftrag auch unter Quarantänebedingungen nachkommen, ohne andere Patienten, das Praxisteam und sich selbst einem Infektionsrisiko auszusetzen.

    Deutsche Arzt AG und meduplus möchten mit der kostenfreien Bündelung ihrer Produkte einen wirksamen Beitrag zur Unterbrechung der Infektionskette mit COVID-19 und vor allem zu einer adäquaten und risikoreduzierten Betreuung von Patienten und Angehörigen leisten.

    Weitere Informationen finden Sie auf der gemeinsamen Webseite

    Meduplus GmbH

    Meduplus wurde 2015 von zwei Chirurgen gegründet. Mit der Smart Learning® Methode hat meduplus ein individuelles und adaptives Lernsystem für medizinisches Fachpersonal (Ärzte, Pflege, Med. Fachangestellte) entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fortbildungsangeboten berücksichtigt Smart Learning® vorhandenes Vorwissen und ermöglicht motivierende Lernerlebnisse.

    Meduplus macht Kliniken und Praxen sicherer. Medizinisches Personal wird dabei nach höchsten Standards trainiert. Mit kontinuierlichen Updates und Microlearnings garantiert meduplus einen nachhaltigen Lernerfolg und die Transformation neuen Wissens in den beruflichen Alltag.

    Meduplus steht für mehr Individualität, Effizienz und Praxisnähe in der medizinischen Fortbildung.

    Kontakt
    Dr. med. Jörg Ansorg
    Meduplus GmbH
    Kursfürstendamm 194, 10707 Berlin

    Telefon:     030/555792551
    Mobil:        0171/2675820
    E-Mail:       ansorg@meduplus.de

    Deutsche Arzt AG

    Mit einem stark wachsenden Versorgungsnetzwerk von derzeit rund 900 eingebundenen niedergelassenen Ärzten, 130 Physiotherapieeinrichtungen, Versorgungsverträgen mit großen gesetzlichen Krankenkassen, einer Allianz mit dem größten orthopädischen Berufsverband und mit bereits etablierten digitalen Assistenzsystemen wie der Videosprechstunde, Online-Therapie und Online-Prävention verfügt die Deutsche Arzt AG über eine der innovativsten Versorgungslösungen im ambulanten orthopädischen Bereich.

    Sprechstunde.online ist ein etablierter, KBV-zertifizierter Videodienst für Ärzte und Behandler. Die Anwendung hat sich bereits in großen Pilotprojekten mit Partnern wie der Bundeswehr bewährt und wurde seinerzeit in einer Entwicklungspartnerschaft mit dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) entwickelt. Zudem ist sprechstunde.online vollständig in das BVOU Patientenportal Orthinform integriert, das Gesundheitsinformationen zum Bewegungsapparat mit einer qualifizierten Arzt- und Expertensuche vereint.

    Kontakt
    Andrea Niehaus
    Prokuristin
    Deutsche Arzt AG
    Im Teelbruch 122, 45219 Essen

    Mobil:        151 27604751
    Telefon:     020 54 / 9 38 56 9102
    Telefax:      020 54 / 9 38 56 6633
    E-Mail:       a.niehaus@daag.de

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Coronavirus, Hygiene

Hygieneverhalten bei COVID-19: Microlearning Coronavirus

Hygieneverhalten beim Coronavirus

Aktuell treten weltweit Krankheitsfälle (auch Pneumonien) durch ein neuartiges Coronavirus COVID-19 (auch bekannt unter den Namen Coronavirus SARS-CoV-2 und 2019-nCoV) auf. Ursprung der Pandemie stellte die Metropole Wuhan mit einer Einwohnerzahl von 11 Millionen sowie die zugehörige Provinz Hubei dar. Auch andere Länder haben inzwischen über Fälle berichtet, darunter seit Januar 2020 auch Deutschland. Die Anzahl der Infizierten steigt stetig. Das neuartige Coronavirus ist stark ansteckend.

Neuartiges Coronavirus: Aktuelle Situation

Erkrankungen mit neuartigen Erregern sind sehr schwer einzuschätzen. Laut Robert Koch-Institut handelt es sich global um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Lage. Für eine finale Einschätzung der Schwere der neuen Atemwegserkrankung sind aktuell noch nicht genügend Daten vorliegend. Schwere und tödliche Krankheitsverläufe wurden bei einem Teil der Fälle beobachtet. Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind denkbar.

Lernen Sie alles Wichtige zum Hygieneverhalten bei COVID-19 – in nur 10 Minuten!

Aufgrund der sehr ernsten und sich schnell entwickelnden Situation ist es insbesondere für Mitarbeiter in Einrichtungen des Gesundheitswesens von großer Bedeutung die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zum korrekten Hygieneverhalten bei Verdacht auf oder bestätigter Coronavirus-Infektion zu kennen und diese anzuwenden.

Hierfür haben wir die aktuellen Empfehlungen für Sie in unserem Microlearning Coronavirus zusammengestellt. Dank der professionellen Unterstützung durch unseren Autor und Hygieneexperten sowie KRINKO-Mitglied Prof. Dr. med. habil. Axel Kramer können wir Ihre gesamte Belegschaft in unserem kostenlosen E-Learning zum korrekten Hygieneverhalten beim Coronavirus schulen – und das in nur 10 Minuten.

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Quellen & Weitere Informationen

  • Robert Koch-Institut Zentrale Seite zum neuartigen Coronavirus Link
  • Robert Koch-Institut FAQ Coronavirus Stand Link
  • Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit bestätigter Infektion durch COVID-19 Link
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Impfung, Influenza

Mit Virtual Reality zum #Impfluencer

hashtag impfluencer

Der Schutz vor Influenza ist besonders im Gesundheitswesen sehr ernst zu nehmen. Wie stark die Auswirkungen von Influenza auf die eigene Gesundheit sowie auf das Umfeld sind wurde kürzlich in einer Studie mittels Virtual Reality simuliert. Es wurde in der Studie untersucht, ob die immersive Virtual Reality (VR) Simulation als Kommunikationstool zur Erhöhung der Influenza-Impfraten eingesetzt werden könnte.  Die an der University of Georgia und der Oak Ridge Associated Universities (Tennessee) durchgeführte Studie ist die erste ihrer Art: Zum ersten Mal wurde VR als Kommunikationswerkzeug zur Verbesserung der Influenza-Impfraten untersucht.

Virtual Reality als Kommunikationstool

Die Bedeutung der digitalen Medien und Kommunikationstools für die Verbreitung von Medizinwissen in der Bevölkerung ist enorm. Der Einsatz von Virtual Reality könnte dabei gänzlich neue Möglichkeiten eröffnen. Simulationen zu Gesundheitsthemen und insbesondere zu Ansteckung und Erkrankung könnten ein wirkungsvolles Instrument darstellen. In der VR-Studie zu Influenza wurden dabei drei verschiedene Szenarien zur Influenza Infektion simuliert. Im ersten Fall wurde eine Simulation dazu durchgeführt, wie bei einer Infektion eine Weiterverbreitung erfolgt. Eine weitere Simulation widmet sich dem Fall, dass Kinder oder ältere Personen infiziert werden. In einer dritten Simulation wird schließlich gezeigt wie eine Impfung die geimpfte Person sowie andere schützen kann. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass VR in der Tat ein effektives Kommunikationswerkzeug zur Aufklärung im Bereich von Impfungen ist. Die Teilnehmer werden stärker als Teil des Geschehens eingebunden und ihre eigene Rolle in der Prävention von Krankheiten bzw. deren Weiterverbreitung wird ihnen deutlicher.

Werden Sie mit uns dank Microlearning und Augmented Reality zum #Impfluencer

Auch meduplus setzt sich dafür ein das Bewusstsein für das Thema Influenza zu stärken und auf innovative und teils auch spielerische Weise die gesamte Belegschaft zu erreichen. Noch bis zum Jahresende gibt es unser Microlearning Influenza gratis. Fordern Sie außerdem unsere Augmented-Reality-Postkarten zu Influenza an und erhalten Sie nach Abschluss unserer kurzen Wissens-Auffrischung zum Thema Influenza 20% Rabatt auf unser gesamtes Kursangebot im Bereich Hygiene. Hier geht es zu unserem Microlearning Influenza

 

Jetzt starten!

Kollegen anstecken und Kopf impfen

Alle Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen sollten über diese wenigen, aber überaus wichtigen, Regeln zum Verhalten beim Auftreten von Influenza Bescheid wissen. Seien Sie ein Impfluencer: Fordern Sie kostenfrei über die oben verlinkte Seite Augmented-Reality-Postkarten an. Diese können sie Ihren Kollegen und Mitarbeitern geben. Darauf findet sich eine Anleitung, wie man in den Kurs gelangt.

Sind Sie bereits ein #Impfluencer? Teilen Sie unsere Beiträge auf Twitter und Facebook mit Ihren Kollegen, nutzen Sie dazu einfach die folgenden Beiträge:

Quellen und weiterführende Literatur

  • G. J. Nowak, N. J. Evans, B.W. Wojdynski et al. „Using immersive virtual reality to improve the beliefs and intentions of influenza vaccine avoidant 18-to-49-year-olds: Considerations, effects, and lessons learned“; Vaccine 12/2019 Link
  • meduplus Microlearning Influenza Link

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Impfung, Influenza

Frage der Woche: Ist die Grippeschutzimpfung für medizinisches Personal empfohlen?

Praxisschließung
  • „Ist die Grippeschutzimpfung für medizinisches Personal empfohlen?“

    – Frage eines meduplus Kunden

    Die Grippeschutzimpfung ist durch die STIKO für medizinisches Personal empfohlen.

    Die echte Grippe (Influenza) ist keine einfache Erkältung („grippaler Infekt“), sondern eine ernsthafte Erkrankung. Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290.000 bis 650.000 Menschen an durch Influenzaviren hervorgerufenen Atemwegserkrankungen. Insbesondere ist die Grippeschutzimpfung neben Älteren, Schwangeren und chronisch kranken Patienten auch für medizinisches und pflegerisches Personal empfohlen. Personal im Alten- und Pflegeheim, im Kreissaal, auf der Intensivstation und auch in der Praxis hat engen Kontakt zu schutzbedürftigen Patienten. Eine Impfung ist hier daher durch die Ständige Impfkommission des RKI (STIKO) empfohlen.

    Erhöhtes Risiko bei häufigem Kontakt zu Patienten

    Medizinisches und pflegerisches Personal hat engen Kontakt zu Patienten und deren Angehörigen und daher ein erhöhtes Risiko, selbst an Grippe zu erkranken. Zudem können Grippeviren übertragen werden, ohne dass es bemerkt wird. Entweder weil die Grippe nur leicht verläuft, oder keine typischen Krankheitszeichen auftreten. Eine Grippeimpfung des medizinischen Personals senkt das Risiko einer Grippeerkrankung und einer -ansteckung anderer drastisch. Besonders kranke Personen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen haben ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen – insbesondere für Lungenentzündungen durch bakterielle Superinfektionen. Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung daher für medizinisches Personal.

    Quellen und weiterführende Literatur

    • STIKO Schutzimpfung gegen Influenza Link
News
Bakterielle Infektionen, Hygiene, Hygienetipp, Virale Infektionen

Lebensmittelinfektionen: Campylobacter auf dem Vormarsch

Campylobacter Lebensmittelinfektionen

D

Sommerzeit ist Keimzeit. Dies trifft insbesondere auch auf Bakterien und Viren zu, die im Sommer ein erhöhtes Risiko darstellen unsere Lebensmittel zu kontaminieren. Laut WHO können über 200 verschiedene Krankheiten durch kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. Als Erreger kommen Bakterien, Parasiten, Viren sowie Toxine vor. Weltweit sind schätzungsweise 2 Millionen Todesfälle jedes Jahr auf die Einnahme kontaminierter Lebensmittel zurückzuführen.

Erreger von Lebensmittelinfektionen & Prävalenz in Deutschland und Europa

In Deutschland sind die bedeutendsten bakteriellen Erreger Salmonellen, Campylobacter, Yersinia und darmpathogene E. coli-Stämme.  2017 wurden in Deutschland 69.461 Fälle an Campylobacter-Infektionen registriert. Davon wurden 4.961 in Sachsen, 2.099 in Thüringen und 1.690 in Sachsen-Anhalt verzeichnet (Quelle: Robert-Koch-Institut). Damit ist die Campylobacter-Enteritis bereits die häufigste durch Bakterien verursachte meldepflichtige Krankheit in Deutschland.

Daneben sind unter den viralen Erregern vor allem Rotaviren, Adenoviren sowie Noroviren von hoher Relevanz. Insgesamt rund 15 Millionen Lebensmittelinfektionen jährlich sind in Europa auf Noroviren zurückzuführen. Diese Erreger können auch durch Kontakt mit Erkrankten oder kontaminierte Oberflächen übertragen werden.

Knapp fünf Millionen Campylobacter-Infektionen treten jährlich in Europa auf. Etwa eine Million Lebensmittelinfektionen sind auf die Toxoplasmose zurückzuführen, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii ausgelöst wird.

Weltweit sind Lebensmittelinfektionen noch ein deutlich größeres Problem als in Europa, insbesondere in Regionen, in denen Lebensmittelproduzenten und Händler keine so strikten Hygienevorschriften einhalten müssen. Ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelinfektionen besteht insbesondere für Kinder, ältere, kranke und immungeschwächte Menschen.

Wie kann man Lebensmittelinfektionen vorbeugen?

Eine Vorbeugung ist durch die Einhaltung erhöhter Hygienevorschriften bei der Lebensmittelverarbeitung möglich. Insbesondere bei der Verarbeitung von rohen und gekochten Lebensmitteln sollte auf die Vermeidung von Kreuzkontaminationen geachtet werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • WHO; World Health Day 2015: Food safety – the global view; Link
  • RKI; Campylobacter Enteritis; Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt; Link

Weitere interessante Themen

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News
Influenza

WHO veröffentlicht „Globale Influenza-Strategie 2019 – 2030“

Influenza

Die WHO hat die „Globale Influenza-Strategie 2019 – 2030“ veröffentlicht, denn sie ist sich sicher: Eine erneute Influenza-Pandemie wird kommen. Die Frage ist nur wann. „Die Bedrohung durch eine Influenza-Pandemie ist allgegenwärtig“, so Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die WHO hat daher mit der Veröffentlichung der „Globalen Influenza-Strategie 2019-2030“ reagiert. Ziele der Strategie sind die Vorbeugung der saisonalen Grippe, die Reduktion des Risikos einer Viren-Übertragung von Tier auf Mensch sowie die Vorbereitung auf die nächste Pandemie.

WHO warnt vor Influenza-Pandemie, die sich schneller ausbreitet als je zuvor

Zur Wachsamkeit vor einer erneuten Influenza-Pandemie ruft auch die Erinnerung an die „spanische Grippe“, die genau vor 100 Jahren wütete und weltweit für den Tod von bis zu 50 Millionen Menschen verantwortlich war. Auch in den Jahren nach der schweren Pandemie von 1918 – 1920 kam es immer wieder zu größeren Ausbrüchen – so etwa 1957 – 1958 (1 bis 4 Millionen Tote), 1968 – 1969 (1 bis 4 Millionen Tote) und 2009 – 2010 (100.000 bis 400.000 Tote).

Heute gibt es laut WHO jedes Jahr schätzungsweise eine Milliarde Grippeerkrankungen weltweit; drei bis fünf Millionen davon mit schwerem Verlauf. Die WHO warnt in ihrem Papier zur „Global Influenza Strategy 2019-2030“ davor, dass sich die nächste Pandemie angesichts der zunehmenden Globalisierung, Urbanisierung und Mobilität weiter und schneller ausbreiten könnte als je zuvor.

Ziele der Globalen Influenza-Strategie 2019 – 2030

Die konkreten Ziele der WHO bis zum Jahr 2030 sind folgende:

  1. Verstärkung der Forschung und der Innovationen: Entwicklung eines besseren Verständnisses für den Prozess der Virusübertragung von Tier auf Mensch, Entwicklung neuartiger Diagnostika, universellerer Impfstoffe und verbesserter Therapien.
  2. Aufstellung eines evidenzbasierten Influenza-Programms für jedes Land, das auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst ist und das System (national und global) auf einen Ausbruch vorbereitet.
  3. Ausweitung von Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Erkrankung: z.B. durch Erhöhung der Impfraten
  4. Vorbereitung der Länder auf eine Pandemie: Stärkung von regionaler, nationaler, globaler und multisektoraler Kollaborationen, sodass frühzeitiger und wirksamer auf eine Pandemie reagiert werden kann.

Quellen und weiterführende Informationen

  • meduplus Smart Learning© Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte, MFA und Hilfspersonal Link
  • WHO Globale Influenza Strategie 2019 – 2030 Link
News
Influenza

Impfung für den Kopf: Microlearning Influenza

Kosten von Nosokomialen Infektionen

Die jährliche Grippewelle führt regelhaft zu zehntausenden Krankheitsfällen. Ein Teil der Betroffenen muss stationär behandelt werden oder wird wegen anderer Diagnosen ins Krankenhaus aufgenommen und bringt eine virulente Influenza mit. Zur Auffrischung des Hygiene-Know-Hows im Umgang mit Influenza-Patienten in Klinik und Praxis stellt meduplus das Microlearning Influenza kostenfrei zur Verfügung.

Influenza-Welle 2019

In dieser Woche meldet das RKI 14.000 bestätigte Influenza-Fälle seit Anfang des Jahres. Die Grippewelle 2018 wurde vom Robert Koch-Institut als besonders schwer bezeichnet. Sie verursachte neun Millionen Arztbesuche und rund 45.000 Krankenhauseinweisungen.

Auch wenn es im Jahr 2019 nicht einem solch enormen Ausbruch aussieht, stellt das endemische Auftreten von Influenza für Praxen, MVZ und Krankenhäuser eine große Herausforderung dar, die zusätzlich zum Tagesgeschäft bewältigt werden muss. Deshalb lohnt es, alle Mitarbeiter bereits vorab fit zu machen und das hygienisch korrekte Verhalten bei Influenza zu rekapitulieren.

Microlearning Influenza

Das Microlearning Influenza reaktiviert in einem 10-minütigen E-Learning-Kurs das Hygienewissen rund um die Influenza. Es richtet sich gleichermaßen an Ärzte, Pflegekräfte und Medizinische Fachangestellte.

Durch die Nutzung auf beliebigen mobilen und stationären Endgeräten ist dieses Know-How jederzeit für die Nutzer abrufbar und läßt sich mit Kolleginnen und Kollegen teilen. Das Wissen aller Mitarbeiter wird aufgefrischt und aktualisiert. Das medizinische Personal in Kliniken und Praxen wird für Gefährdungen sensibilisiert und reagiert von Anfang an angemessen und professionell.

Meduplus nutzt Microlearnings als Ergänzung zur kontinuierlichen Fortbildung im Rahmen seiner Hygienefortbildungen für Ärzte, Pflegekräfte und Medizinische Fachangestellte (MFA). Sie rekapitulieren wichtige Teilaspekte des Hygienewissens und werden saisonal (z.B. für Influenza und Noroviren) oder bei regionalen Herausforderungen (z.B. Ausbruchsituationen mit MRSA, VRE oder MRGN) eingesetzt.

Als Ergänzung stehen die Microlearnings allen Nutzern der meduplus Grundkurse Hygiene kostenfrei zur Verfügung. Hygienebeauftragte Ärzte, Pflegekräfte und MFA können die Microlearnings in den Schulungen ihrer nachgeordneten Mitarbeiter einsetzen, um sie rasch und vollständig für anstehende Herausforderungen fit zu machen.

Kostenfrei Anmelden

News
Impfung, Influenza

Influenza: Grippeschutzimpfung bei Kindern

Patientenschutz beim Legen peripherer Venenkatheter

Vergangenen Monat berichtet das Robert Koch-Institut von der schweren Grippewelle im Winter 2017/2018. So gab es etwa neun Millionen influenzabedingten Arztbesuche und rund 45.000 influenzabedingten Krankenhauseinweisungen. Eine Influenza kann besonders bei älteren Menschen einen schweren bis tödlichen Verlauf nehmen. Dieser Artikel behandelt die Grippeschutzimpfung bei Kindern. Hier finden Sie Informationen zur Grippeschutzimpfung bei Erwachsenen und in Alten- und Pflegeheimen.

Kinder mit chronischen Erkrankungen haben ein höheres Risiko, an einer echten Virusgrippe (Influenza) schwer zu erkranken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher Kindern, die an einer chronischen Erkrankung leiden, jedes Jahr im Herbst eine Impfung gegen Grippe.

Influenza: Grippeschutzimpfung bei Kindern

Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung allen Kindern, die bei einer Grippeerkrankung ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben. Dazu gehören Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen, wie zum Beispiel:

  • chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma, Mucoviszidose und andere)
  • chronische Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen Stoffwechselkrankheiten, z. B. Diabetes mellitus
  • Kinder mit angeborener oder erworbener Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Behandlung, z.B. bei HIV, Tumoren, Immundefekten
  • Kinder, die mit chronisch kranken oder immunsupprimierten Kindern oder Erwachsenen in einem Haushalt leben und diese daher anstecken könnten.

Als Risikopersonen gelten hierbei unter anderem Kinder und Erwachsene mit Grunderkrankungen, bei denen es Hinweise gibt, dass die Grippeimpfung deutlich schlechter wirkt (beispielsweise bei dialysepflichtiger Nierenerkrankung oder angeborener bzw. erworbener Schwäche des Immunsystems).

Die Grippeschutzimpfung hat viele Vorteile: Weniger schwere Grippeerkrankungen und Folgeerkrankungen (bspw. Lungenentzündung) und weniger Krankenhausaufenthalte durch Grippeerkrankungen. Neben der Senkung des eigenen Erkrankungsrisikos können auch Personen im Umfeld geschützt werden, die selbst nicht geimpft werden können.

Mehr Informationen zu Sicherheit und Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung bei Kindern stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit dem
Robert Koch-Institut (RKI) im Rahmen der Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ zur Verfügung. Für Einrichtungen des Gesundheitswesens gibt es kostenlose Broschüren und Poster, zumeist auch auf Englisch, Russisch, Türkisch und Arabisch. Die Materialien können hier bestellt werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Grundkurs Hygiene 2018 für Ärzte, Kapitel 6.3 „Saisonale Influenza“ Link
  • Grundkurs Hygiene 2018 für MFA, Kapitel 5.3 „Saisonale Influenza“ Link
  • Influenza (Robert Koch-Institut) Link
  • Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts (12.09.2018) Link
News
Influenza

Influenza Welle 2018: 42.400 Fälle in der letzten Woche

WHO Globale Influenza-Strategie 2019 - 2030

Die diesjährige Influenza Welle ist leicht rückläufig aber immer noch spürbar. 42.400 Neuerkrankungen meldet das Robert Koch-Institut allein in der vergangenen Woche. Insgesamt sind bisher in dieser Saison 165.500 Patienten an echter Grippe erkrankt.

Saisonal auftretende Krankheitswellen wie Influenza oder Noroviren stellen für Gesundheitseinrichtungen eine große Herausforderung dar. Für Mitarbeiter gibt es wenig Routine. Im Falle eines Ausbruchs müssen besondere Hygienemaßnahmen ergriffen werden. Gut geschultes Personal – von Ärzten über Pflege bis zum medizinischen Hilfspersonal – ist entscheidend, um schnell und vor allem richtig zu reagieren.

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