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„Der Nobelpreis für Medizin geht an…“

… die Entdecker des Hepatitis-C-Virus.

Am heutigen Montag hat die Nobelversammlung am Karolinska-Institut in Stockholm die drei Wissenschaftler Harvey J. Alter, Michael Houghton und Charles M. Rice für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus zu den Gewinnern des diesjährigen Nobelpreises für Physiologie oder Medizin ernannt.

Aus diesem Anlass informiert Sie der folgende Blogbeitrag über den Hepatitis Virus und gibt eine Überblick über die verschieden Arten.

„Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“

Die chronische Hepatitis-B-Infektion ist selten heilbar, jedoch gut kontrollierbar. Dagegen ist Hepatitis C heute so gut wie immer vollständig heilbar. Im Fokus des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher, die noch unentdeckten Infizierten zu finden, um diese frühzeitig zu behandeln, vor Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzuschränken. Nachfolgend geben wir einen steckbriefartigen Überblick über die 5 bekannten Hepatitis-Viren.

Hepatitis A

  • Ansteckung: Schmierinfektion, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht.
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HAV-IgM und anti-HAV-IgG
  • Therapie: nur symptomatisch
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 1,4 Millionen jährlich

Hepatitis B

  • Ansteckung: über Blut/ Körperflüssigkeiten, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose auftreten.
  • Diagnose: zuerst erfolgt ein Bluttest auf die Virushülle (HBs-Antigen) und Antikörper als Immunreaktion (anti-HBs und anti-HBc). Mit diesen drei Werten kann man bereits erkennen, ob jemand infiziert ist, ausgeheilt war, gesund und/oder geimpft ist. Bei chronischer Infektion wird vor allem die HBV-DNA-Viruslast überwacht.
  • Therapie: verfügbar – Antivirale Medikamente gegen Hepatitis B können das Virus sehr gut unterdrücken, aber nicht ganz ausheilen. Daher müssen sie in der Regel dauerhaft  eingenommen werden. Heilende Hepatitis-B-Therapien zu finden, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 257 Millionen

Hepatitis C

  • Ansteckung: über Blut
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen auftreten.
  • Diagnose: zunächst Bluttest auf Antikörper (anti-HCV). Wenn die Antikörper positiv sind, wird ein aufwändigerer Test auf HCV-RNA, das Erbmaterial des Virus, gemacht
  • Therapie: verfügbar, HCV ist heute fast immer dauerhaft heilbar
  • Schutzimpfung: nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 71 Millionen

Hepatitis D

  • Ansteckung: über Blut, sexuell
  • Symptome/ Beschwerden: die akute Hepatitis D kann wie die akute Hepatitis B ohne Symptome verlaufen. Meist treten jedoch Übelkeit, Müdigkeit, Fieber und eventuell Gelbsucht auf.
  • Diagnose: Ohne Hepatitis B-Diagnose (positives HBs-Antigen, siehe oben) braucht man nicht auf Hepatitis D zu testen. Wenn man erstmals positiv auf Hepatitis B getestet wird, oder wenn später bei chronischer Hepatitis B ein Verdacht besteht, sollte immer auch nach Antikörpern gegen das D-Virus (anti-HDV) gesucht werden. Wenn diese Antikörper positiv sind, erfolgt ein Test auf das Erbmaterial des Virus, die HDV-RNA.
  • Therapie: Aktuell sind noch keine Medikamente offiziell für Hepatitis D zugelassen.
  • Schutzimpfung: indirekt verfügbar über Hepatitis B-Schutzimpfung: Diese schützt auch vor Hepatitis D, da das Delta-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus existieren kann.
  • Infektionszahl weltweit: 15 Millionen

Hepatitis E

  • Ansteckung: in Deutschland insbesondere durch rohes Fleisch von Haus- und Wildschweinen und Rotwild
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle akute Gelbsucht
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HEV-IgM und anti-HEV-IgG. Bei konkretem Verdacht kann auch ein direkter Test auf das Erbmaterial des Hepatitis-E-Virus erfolgen
  • Therapie: Es gibt bislang keine offizielle zugelassene Therapie.
  • Schutzimpfung: hierzulande nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 20 Millionen jährlich

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link 27. Juli 2020
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link 27. Juli 2020
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link 27. Juli 2020

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Frage der Woche: Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: „Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?“

Nicht unbedingt. Eine Studie zeigt: Toleranzen gegenüber bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln sind keine Seltenheit.

Antiseptik und Desinfektion sind ohne Frage von hohem Nutzen in der Prävention nosokomialer Infektionen. Eine ausführliche Literaturstudie des RKI hat nun aber ergeben, dass Infektionserreger gegenüber ausgewählten bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln unempfindlicher werden, sich also sogenannte Toleranzen entwickeln können. Darüber hinaus sind Kreuztoleranzen bzw. -resistenzen möglich, sodass sich parallel Toleranzen zu anderen bioziden Wirkstoffen sowie Antibiotika entwickeln können.

Zu diesen Bakterien zählt zum Beispiel Chlorhexidindigluconat (CHG), eine antimikrobiell wirksame Substanz, welche in der Patientenversorgung nicht selten eingesetzt wird. Weitere bedeutsame Beispiele sind Triclosan und Benzalkoniumchlorid. Für Kliniken weisen die drei eine besonders hohe Relevanz und Verwendung auf.

Kann man auf biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln verzichten?

„Ein biozider Wirkstoff, der bei Bakterienspezies mit großer klinischer Relevanz starke und stabile Toleranzen auslösen kann, jedoch keinen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit leistet bzw. keinen Nutzen für den Patienten aufweist, ist verzichtbar.“ (Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020).

Um die antimikrobielle Wirksamkeit von Desinfektionsmittel und Antiseptika nicht zu verlieren, sollten in jedem Fall Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen werden. Dafür geben wir Ihnen nun ein paar Hinweise an die Hand:

Aufgrund niedriger Wundinfektion – und Septikraten, eignen sich Produkte auf Basis von Alkohol mit Zusatz eines nachweislich wirksamen Wirkstoffs, wie z.B. CHG, besonders gut für die Hautantiseptik. Zur Wundantiseptik weisen Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit sowie PVP-Iod das niedrigste Potenzial zur Toleranzbildung auf. Für die Desinfektion von großen Flächen, sollten Desinfektionsmittel auf Basis von Peroxiden oder Natriumhypochlorit bzw. Alkoholen bei kleinen Flächen das Mittel der Wahl sein.

Achten Sie bei Ihrem Händedesinfektionsmittel auf eine ausreichend wirksame Konzentration an Alkoholen, Hautpflegestoffen und Wasser. Unverzichtbar ist zudem eine gute Hautverträglichkeit, insbesondere bei häufiger Anwendung. Bei alkoholischen Händedesinfektionsmitteln, die weitere biozide Wirkstoffe enthalten, zeigt sich keine verbesserte Wirksamkeit, sondern eher ein Risiko für Nebenwirkungen. Daher sollte und kann ganz bewusst auf diese verzichten werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020 vom 24.09.2020 Link
  • meduplus Grundkurs Händehygiene für Ärzte 2020 Link

Mehr Informationen und Beratung

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Antiseptik auf dem Auge

Antiseptik auf dem Auge

Das menschliche Auge ist ständig Krankheitserregern und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Infektionen können sich entwickeln, wenn das Auge solche schädigenden Einflüsse nicht mehr eigenständig abwehren kann. Unter Antisepsis werden alle lokal angewandten Maßnahmen zur Abtötung oder Inaktivierung von Mikroorganismen am oder im lebenden Gewebe verstanden. Wie auch bei Haut- und Schleimhautdurchtrennung ist die Antiseptik auf dem Auge ebenfalls obligat vor Eingriffen indiziert.

Grundsätzliches zur Antiseptik

Antiseptika werden aus mehreren Gründen verwendet. Zum einen erfolgt die Anwendung aus prophylaktischer Indikation – als sogenannte prophylaktische Antiseptik -, um einer unerwünschten Kolonisation oder Infektion vorzubeugen. Weiterhin werden Antiseptika aus therapeutischer Indikation angewandt – sogenannte therapeutische Antiseptik – , um eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren oder eine Infektion zu behandeln.

Zielsetzung der prophylaktischen Antiseptik ist die Infektionsverhütung durch:

  • Unterbindung des Erregertransfers von kontaminierten bzw. kolonisierten Körperbereichen in mikrobiell nicht besiedelte Körperbereiche,
  • Abtötung von Krankheitserregern im Applikationsbereich, um eine nachfolgende Infektion zu unterbinden bzw. eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren,
  • Normalisierung einer Dysbiose bzw.
  • Abtötung potentieller Pathogene nach akzidenteller Kontamination.

Die Hautantiseptik ist vor allen durchtrennenden Eingriffen der Haut notwendig, das heißt vor Injektion, Punktion, vor präoperativer Durchtrennung und vor dem Legen von Gefäßkathetern. Ferner ist sie bei liegendem Gefäßkatheter indiziert. Bei Kolonisation von Patienten mit MRSA dient sie der Dekolonisation und bei der antiseptischen Waschung von Intensivplegepatienten der Herabsetzung des Risikos der Weiterverbreitung kritischer Erreger, insbesondere von MRE.

Antiseptik auf dem Auge

Auch vor der Durchtrennung von Schleimhaut und Auge ist die Antiseptik indiziert:

  • Indikation obligat: präoperative Behandlung (PVP-Iod 1,25 %, Polihexanid 0,02%)
  • Akzidentelle Kontamination: Spülung mit PVP-Iod 2,5 %
  • Epidemiologische Risikosituation: intra-, und postoperative Prophylaxe okulärer Infektionen (PVP-Iod)

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ Kapitel 6.3 Link
  • KRINKO: Prävention postoperativer Wundinfektionen Link
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Welt-Hepatitis-Tag – „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“

Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen

Heute, am 28. Juli 2020, wird der Welt-Hepatitis-Tag unter dem Motto „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ begangen. 290 Millionen der von Hepatitis Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion. Im Mittelpunkt des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher die Diagnose bislang unentdeckter Infektionsfälle.

„Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“

Die chronische Hepatitis-B-Infektion ist selten heilbar, jedoch gut kontrollierbar. Dagegen ist Hepatitis C heute so gut wie immer vollständig heilbar. Im Fokus des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher, die noch unentdeckten Infizierten zu finden, um diese frühzeitig zu behandeln, vor Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzuschränken. Nachfolgend geben wir einen steckbriefartigen Überblick über die 5 bekannten Hepatitis-Viren.

Hepatitis A

  • Ansteckung: Schmierinfektion, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht.
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HAV-IgM und anti-HAV-IgG
  • Therapie: nur symptomatisch
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 1,4 Millionen jährlich

Hepatitis B

  • Ansteckung: über Blut/ Körperflüssigkeiten, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose auftreten.
  • Diagnose: Zunächst Bluttest auf die Virushülle (HBs-Antigen) und Antikörper als Immunreaktion (anti-HBs und anti-HBc). Mit diesen drei Werten kann man bereits erkennen, ob jemand infiziert ist, ausgeheilt war, gesund und/oder geimpft ist. Bei chronischer Infektion wird vor allem die HBV-DNA-Viruslast überwacht.
  • Therapie: verfügbar – Antivirale Medikamente gegen Hepatitis B können das Virus sehr gut unterdrücken, aber nicht ganz ausheilen. Daher müssen sie in der Regel dauerhaft  eingenommen werden. Heilende Hepatitis-B-Therapien zu finden, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 257 Millionen

Hepatitis C

  • Ansteckung: über Blut
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen auftreten.
  • Diagnose: zunächst Bluttest auf Antikörper (anti-HCV). Wenn die Antikörper positiv sind, wird ein aufwändigerer Test auf HCV-RNA, das Erbmaterial des Virus, gemacht
  • Therapie: verfügbar, HCV ist heute fast immer dauerhaft heilbar
  • Schutzimpfung: nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 71 Millionen

Hepatitis D

  • Ansteckung: über Blut, sexuell
  • Symptome/ Beschwerden: 
  • Diagnose: Ohne Hepatitis B-Diagnose (positives HBs-Antigen, siehe oben) braucht man nicht auf Hepatitis D zu testen. Wenn man erstmals positiv auf Hepatitis B getestet wird, oder wenn später bei chronischer Hepatitis B ein Verdacht besteht, sollte immer auch nach Antikörpern gegen das D-Virus (anti-HDV) gesucht werden. Wenn diese Antikörper positiv sind, erfolgt ein Test auf das Erbmaterial des Virus, die HDV-RNA.
  • Therapie: Aktuell sind noch keine Medikamente offiziell für Hepatitis D zugelassen.
  • Schutzimpfung: indirekt verfügbar über Hepatitis B-Schutzimpfung: Diese schützt auch vor Hepatitis D, da das Delta-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus existieren kann.
  • Infektionszahl weltweit: 15 Millionen

Hepatitis E

  • Ansteckung: in Deutschland insbesondere durch rohes Fleisch von Haus- und Wildschweinen und Rotwild
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle akute Gelbsucht
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HEV-IgM und anti-HEV-IgG. Bei konkretem Verdacht kann auch ein direkter Test auf das Erbmaterial des Hepatitis-E-Virus erfolgen
  • Therapie: Es gibt bislang keine offizielle zugelassene Therapie.
  • Schutzimpfung: hierzulande nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 20 Millionen jährlich

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link 27. Juli 2020
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link 27. Juli 2020
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link 27. Juli 2020

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Noroviren

Noroviren

Laut WHO können über 200 verschiedene Krankheiten durch kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. In diesem Blog-Beitrag widmen wir uns einem speziellen Erreger von Lebensmittelinfektionen – dem Norovirus – und stellen einen zeit- und kostensparenden Weg der Personalschulung mittels Microlearning Norovirus vor.

Noroviren

Insgesamt rund 15 Millionen Lebensmittelinfektionen jährlich sind in Europa auf Noroviren zurückzuführen. Somit sind Noroviren Hauptverursacher für nicht bakterielle akute Gastroenteritiden. Noroviren werden meist über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch übertragen. Auch rohe Lebensmittel wie Salat, Obst, Krabben, Muscheln und weitere können belastet sein und zu einer Infektion führen. Eine Übertragung über verunreinigte Gegenstände ist ebenfalls möglich.

In Deutschland sind Infektionen mit Noroviren nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 6 und § 7 meldepflichtig.

Neben den Influenzaviren gehören Noroviren zu den am häufigsten in Deutschland gemeldeten Erregern. In den Jahren 2010 bis 2019 wurden jedes Jahr durchschnittlich 94.000 Norovirus-Infektionen durch die Gesundheitsämter über die jeweiligen Landesgesundheitsbehörden an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt.

In der RKI-Auswertung für 2019 waren bei 183 der 203 analysierten Norovirus-assoziierten Ausbrüchen Informationen über die Einrichtung, in der der Ausbruch stattfand, vorhanden. Hierbei fiel auf, dass besonders häufig Alten- und Pflegeheime (n=71), gefolgt von Kindereinrichtungen wie beispielsweise Schulen, Horte und Kindertagesstätten (n=69) betroffen waren. Hinzu kamen Proben von 26 Norovirus-Ausbrüchen in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen, sowie zehn Norovirus-Ausbrüche in Restaurants und vier Ausbrüche in Hotels.

Häufigkeit Noroviren Einrichtungen

Abb.1 Häufigkeit von Noroviren in verschiedenen Einrichtungen (Quelle: RKI)

Schulen Sie Ihr Personal GRATIS mit dem Microlearning Norovirus

Ein hoher Kenntnisstand zu Norovirus-Infektionen beim Personal in Gesundheitseinrichtungen ist essenziell für das Ausbruchsmanagement. Nur mit gut geschultem Personal, können die erforderlichen Präventionsmaßnahmen ohne Zeitverlust sichergestellt werden.

Bis Ende Juli ist das Microlearning Noroviren für Sie kostenlos.

ML NOROVIRUS

 

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 24/2020 vom 11.Juni 2020; Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt; Link
  • Ahmed et al. 2019: Global Prevalence of Norovirus in Cases of Gastroenteritis: A Systematic Review and Meta-Analysis Link

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Europäischer Antibiotika-Tag 2019: Erste Studie zum Wissensstand des Medizinpersonals

Antibiotika-Tag 2019
  • Heute, am 18. November, ist Europäischer Antibiotika-Tag. Dieser jährlich stattfindende Tag soll auf die Bedeutung des bewussten Umgangs mit Antibiotika erinnern und auf die Gefahr durch Antibiotikaresistenzen aufmerksam machen. Anlässlich des heutigen Tages hat das ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) die Ergebnisse der ersten, multinationalen Studie zum Wissensstand des europäischen Medizinpersonals zum Thema Antibiotika veröffentlicht. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie.

    ECDC-Umfrage zum Wissensstand des Medizinpersonals zum Thema Antibiotika

    Die EU-weite Online-Befragung richtete sich an alle Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich und umfasste 43 Fragen. Die Fragen zum Thema Antibiotika/ Antibiotikaresistenzen betrafen den Wissensstand, die Einstellung und das Verhalten der Mitarbeiter. Ziel der Umfrage war es ein besseres Verständnis für die Fähigkeiten, Möglichkeiten und die Motivation zum umsichtigen Gebrauch von Antibiotika zu erlangen, um zukünftige Maßnahmen im Bereich Politik/ Bildung und Kommunikation effektiv unterstützen zu können.

    Es nahmen 18.365 Ärzte, Pflegekräfte und Med. Hilfskräfte an der Befragung teil. Insgesamt konnten europaweit nur 58 % der Befragten alle Fragen korrekt beantworten. Die Unterschiede der einzelnen Länder und Berufsgruppen waren erheblich.

    Umfrageergebnisse

    Insgesamt zeigen die Ergebnisse der ECDC-Studie, dass der Wissensstand des Medizinpersonals zu Antibiotika und Antibiotikaresistenzen gut ist, es jedoch an der richtigen Umsetzung in der Praxis mangelt. Insbesondere, bei der Verschreibung und Verbesserung der Infektionsprävention besteht Handlungsbedarf, so die Einschätzung von Vytenis Andriukaitis, europäischer Beauftragter für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

    Über 89 % der Teilnehmer haben eine Verbindung zwischen der Verschreibung, Ausgabe und Verabreichung von Antibiotika und der Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen bestätigt.

    Die Bedeutung der „5 Momente der Händehygiene“ als Abwehrmittel im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen wurde am stärksten von der Gruppe der Pflegekräfte erkannt.

    Vorgaben für die praktische Umsetzung

    Die Ergebnisse der am Europäischen Antibiotika-Tag 2019 veröffentlichten Studie zeigen, dass in der praktischen Umsetzung des richtigen Antibiotikagebrauchs noch erhablicher Verbesserungsbedarf besteht, auch wenn der theoretische Kenntnisstand insgesamt über alle Länder und Berufsgruppen hinweg hoch ist. Eine weitere Erkenntnis ist, dass der Zugang zu Informationsmaterialien für Patienten bzw. Kollegen verbessert werden muss.

    Quellen und weiterführende Literatur

    • Survey of healthcare workers’ knowledge, attitudes and behaviours on antibiotics, antibiotic use and antibiotic resistance in the EU/EEA, Technical report, 18. November 2019; Link
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Neue Daten zur MRSA-Häufigkeit in Deutschland

Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt

Daten zur Überwachung der Resistenzentwicklung gegenüber Antibiotika werden durch die nationale Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut
(RKI) gesammelt. Es werden sowohl Daten aus der stationären als auch aus der ambulanten Versorgung einbezogen. Die aktuellen Daten des Surveillance-Systems bestätigen einen weiteren Rückgang von MRSA in Deutschland.

MRSA Daten in Deutschland und Europa

In Deutschland lag der Anteil von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) an allen S.-aureus-Isolaten aus allen Probenmaterialien bei 23,8% im Jahr 2010 und sank 2018 auf 13,3 %. In der ambulanten Versorgung fiel der Anteil von 13% im Jahr 2010 auf 7,7% im Jahr 2018.

Zur Einsortierung in den europäischen Rahmen werden die erhobenen ARS-Resistenzdaten auch an das EARS-Net, das European Antimicrobial Resistance Surveillance Network, übertragen. Im europäischen Durchschnitt ist der Anteil von 18 % im Jahr 2013 auf 16,9 % im Jahr 2017 gesunken. Jedoch gibt es weiterhin eine starke Diskrepanz zwischen den Niedrigprävalenzländern wie unter anderem Norwegen, Dänemark, Niederlande und den Hochprävalenzländern im südeuropäischen Raum (u.a. Portugal, Griechenland). In Letzteren lag der Anteil im Jahr 2017 weiterhin bei über 35 %.

In Deutschland sowie im europäischen Durchschnitt sind die MRSA-Prävalenzen rückläufig. Dennoch stellt das NRZ eine unverändert hohe Zahl an  S.-aureus-/MRSA-Einsendungen fest. Es überwiegen weiterhin Einsendungen von Isolaten der Linien t003/ST225/„Rhein-HessenMRSA“ und t032/ST22/„Barnim-MRSA“. Diese wurden deutschlandweit nachgewiesen. Bestimmte KoResistenzen (Fluorchinolone, Makrolide) sind bei MRSA in den Jahren 2017/2018 wie bereits in den Jahren zuvor rückläufig. Dagegen besteht für Tetracyclin ein leichter Anstieg.

Kostenloses Microlearning zu Hygienemaßnahmen bei MRSA

Die Fortbildung von medizinischem Personal ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sachgemäßen Einsatz von Antibiotika. Dies schreibt auch das Bundesministerium für Gesundheit in seinem 10-Punkte-Plan zur Vermeidung behandlungsassoziierter Infektionen und Antibiotika-Resistenzen fest.

Meduplus bietet in E-Learning- und Blended Learning Schulungen vielfache Fortbildungsformen an, die das Thema MRSA behandeln.

 

 

Eine sehr effiziente Möglichkeit das Wissen in dem Bereich aufzufrischen und bei Ausbrüchen in kürzester Zeit die gesamte Belegschaft zu schulen bietet unser Microlearning MRSA. In 20 Minuten wird hier alles Wichtige zum richtigen Hygieneverhalten bei MRSA vermittelt.

 

Quellen und weiterführende Informationen

  • RKI Epidemiologisches Bulletin Nr. 42 vom 17.10.2019 Link
  • Bundesgesundheitsministerium: Infektionskrankheiten/ MRSA Link
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meduplus auf der XPOMET 2019

XPOMET 2019

Die XPOMET 2019 ist die globale Plattform für das Gesundheitssystem der nächsten Generation. Das dreitägige Technologie- und Medizinfestival für Fachpublikum und interessierte Bürger vom 10. bis 12. Oktober 2019 in der Arena in Treptow/Berlin, bildet eine Plattform für innovative Unternehmen, um neue transdisziplinäre Lösungen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften in Medizin und Lebenswissenschaften zu entdecken und zu fördern.

Wir sind an allen drei Tagen mit einem Stand vor Ort, Sie finden uns an Stand 3/Next Generation Area. Bei uns am Stand finden Sie exklusive Angebote für XPOMET Besucher. Es gibt zudem die Möglichkeit beim Meet the Expert unseren Geschäftsführer und absoluten E-Learning Experten Dr. Jörg Ansorg zu treffen. Außerdem bietet unser Gewinnspiel ansteckende Preise.

Tolle Angebote für Teilnehmer der XPOMET 2019

Wir haben exklusive Angebote für Teilnehmer der XPOMET 2019. Kommen Sie am Stand vorbei und informieren Sie sich darüber, wie Sie mit professionellen Schulungen Ihre Mitarbeiter mit digitalem Lernen auf den neuesten Stand bringen.

Pflichtschulungen mit meduplus

Gewinnspiel

An unserem Stand haben Sie die Chance unsere ansteckenden Riesenmikroben zu gewinnen. Sie sind nicht vor Ort und wollen trotzdem mitmachen? Das Quiz und die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Zum Gewinnspiel

Hygienefortbildungen mit meduplus

Ob Sie nur wenige Mitarbeiter oder eine ganze Klinik schulen wollen: Bei der Fortbildung von Hygienebeauftragten in der Pflege stehen wir Ihnen mit unserem innovativen Schulungsansatz gepaart mit unserer langjährigen Schulungserfahrung zur Seite. Kontaktieren Sie uns sehr gerne für weitere Informationen zu unserem Kurs. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

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Aktuelle Daten zu VRE in Deutschland

VRE in Deutschland

Aktuelle Daten zu Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VREF) der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI) wurden kürzlich für den Zeitraum 2012 bis 2017 ausgewertet. Die abgeleiteten Trends wurden auch aus den Analysen vom KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen) bestätigt. Die Ergebnisse der Analysen weisen auf einen Anstieg von VREF auf Intensiv- und Operativstationen deutscher Krankenhäuser hin. SARI-Daten zeigen, dass sich der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% erhöhte; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Daten aus ARS, KISS und SARI

Zur mikrobiologischen Diagnostik sind in den Laboren in Deutschland standardisierte Verfahren etabliert. Resistenzdaten, die aus der Routinediagnostik erhalten werden, fließen zu einem relevanten Anteil in die Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI).

In der Analyse der ARS-Daten von 2012 bis 2017 wurden insgesamt 35.906 E.-faecium-Isolate aus 148 Krankenhäusern berücksichtigt. Die Daten zeigen, dass seit 2014 der Anteil von VREF von 11,2% auf 26,1%  im Jahr 2017 angestiegen ist. Dabei ist der Anstieg überwiegend im südwest- und südostdeutschen Raum auffällig. Die absolute Anzahl an E.-faecium-Isolaten, die eine Vancomycin-Resistenz aufzeigen, ist kontinuierlich über den analysierten Zeitraum angestiegen – von 631 im Jahr 2012 auf 1.634 im Jahr 2017 – was darauf hinweist, dass auch die Anzahl an Infektionen mit VREF in Krankenhäusern in Deutschland zugenommen hat.

Eine multivariable Regressionsanalyse der zugrundeliegenden Daten zeigt zudem, dass Patienten der Altersgruppe 40–59 Jahre einen höheren Anteil von VREF aufweisen als jüngere Patienten.

Ähnliche Trends resultierten aus einer Auswertung der Surveillancedaten aus KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen. Anhand der SARI Daten ist auf deutschen Intensivstationen der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% angestiegen; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Status Quo und Ausblick

Momentan liegt die Vancomycin-Resistenzrate von isolierten E. faecium in Deutschland über dem europäischen Durchschnitt. Das rechtzeitige Erkennen von Resistenztrends gegen
„Reserveantibiotika“ ist eine wichtige Aufgabe eines NRZ (Frühwarnfunktion) und ein wichtiger erster Schritt, um den negativen Trend umzukehren. VRE stehen auf der globalen Prioritätenliste der WHO für Antibiotika-resistente Bakterien, für die dringend neue Antibiotika erforscht werden müssen, weit oben.

Aus individualmedizinischer Sicht, aus Sicht der Krankenhaushygiene und aus Public Health Sicht muss einer Ausbreitung von VRE entgegengewirkt werden.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin Nr. 35 vom 29.08.2019 Link
  • RKI; Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE):Was ist aus Public Health Sicht notwendig, um die Verbreitung zu bekämpfen? Tim Eckmanns, Robert Koch-Institut; Fortbildung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst; Berlin, 12. April 2018; Link
  • RKI: Antibiotika-Resistenz-Surveillance Link
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Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

Die Prävalenz von Infektionen mit Carbapenem-resistenten gramnegativen Erregern (CPE) ist seit einigen Jahren auch in Deutschland steigend. Dies betrifft Enterobacteriaceae wie Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli sowie nicht fermentierende Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter baumannii. Eine deutliche Zunahme von CPE mit den Carbapenemase-Typen NDM-5 und OXA-244 ist seit 2017 in Deutschland festzustellen.

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE) – Steigende Prävalenz in Deutschland

Da Carbapeneme bis dato der Goldstandard zur systemischen Therapie schwerer Infektionen gramnegativer Keime waren, stellen Carbapenem-Resistenzen eine große Herausforderung dar und schränken die Therapieoptionen enorm ein. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Nationale Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger (NRZ) haben nun eine weiterführende Untersuchung eingeleitet. Diese umfasst die epidemiologische Analyse der Fälle und eine Erregertypisierung der Isolate. Erste Ergebnisse deuten auf eine Ausbreitung von genetisch sehr eng verwandten OXA-244-produzierenden Escherichia coli hin.

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE) besitzen die Fähigkeit bestimmte Antibiotika zu spalten und somit unwirksam zu machen. Diese Fähigkeit verdanken sie dem Enzym Carbapenemase. Dieses ist in der Lage eine Vielzahl gut wirksamer Antibiotika zu spalten. In der Folge stehen häufig nur noch wenige Therapieoptionen zur Verfügung, die noch dazu weniger wirksam sind als Carbapeneme und zum Teil auch stärkere Nebenwirkungen aufweisen.

Zu den Erkrankungen, die prinzipiell durch CPE hervorgerufen werden können, zählen Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündungen (Peritonitis), Lungenentzündungen (Pneumonie), Blutvergiftungen (Sepsis) oder Wundinfektionen.

NRZ – Kostenlose Untersuchungen zur Abklärung

Das NRZ bietet Untersuchungen zur Abklärung des Verdachts auf Carbapenemasen bei EnterobacteralesAcinetobacter baumannii und Pseudomonas aeruginosa an.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte und MFA Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 18. Juli 2019/ Nr. 29 Link
  • NRZ für gramnegative Krankenhauserreger Link
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Vancomycin resistente Enterokokken

In Deutschland ist seit einigen Jahren eine steigende Anzahl invasiver VRE-Infektionen zu beobachten. Dies zeigen unter anderem Daten des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Enterokokken. Forscher des Robert Koch-Instituts haben kürzlich den Effekt von VRE auf die Krankheitslast in Europa modelliert.

Untersuchung der Krankheitslast durch VRE und MRE

Als Indikator für die Abschätzung der Krankheitslast durch Vancomycin resistente Enterokokken (VRE) und multiresistente Erreger (MRE) wurde der Disability-Adjusted-Life-Years-Score (DALYS) verwendet. Der DALYS Score quantifiziert die infolge einer Infektion verlorenen Lebensjahre bzw. Lebensjahre mit eingeschränkter Lebensqualität (Years of Life Lost bzw. Years of Live Lived with Disability). Insgesamt zeigt die Modellierung, dass die durch VRE verursachte Krankheitslast geringer ist als durch MRE. Allerdings ist für VRE eine Tendenz zu steigenden Fallzahlen in Europa festzustellen, insbesondere in Deutschland.

Insgesamt weisen Enterokokken eine geringe intrinsische Virulenz auf. Jedoch sind Blutstrominfektionen mit VRE mit einer relevanten Letalität verbunden. Vor allem Infektionen mit E. faecium sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert.

Starke regionale Unterschiede in der Prävalenz

Daten aus dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) von 2007–2016 legen eine deutschlandweite Ausbreitung von VRE nahe. Während in den Jahren 2007 –2014 noch von einem sogenannten „VRE-Gürtel“ gesprochen wurde, der auf die erhöhte Prävalenz in Mitteldeutschland und Nordrhein-Westfalen zurückging, ist VRE in Deutschland mittlerweile als endemisch anzusehen. Dennoch sind die auftretenden Fallzahlen in Deutschland je nach Region sehr unterschiedlich. So ist insbesondere im Südwesten des Landes eine hohe Fallzahl von VRE zu verzeichnen, wohingegen die MRSA-Fallzahlen im Nordosten höher sind.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Epidemiologisches Bulletin Nr. 27 vom 04.07.2019; Link
  • Remschmidt C, Schroder C, Behnke M, Gastmeier P, Geffers C, Kramer TS: Continuous increase of vancomycin resistance in enterococci causing nosocomial infections in Germany – 10 years of surveillance. Antimicrob Resist Infect Control 2018; 7: 54  MEDLINEPubMed Central Link
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Neue KRINKO-Empfehlung zu Clostridioides difficile

Eine neue Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) des Robert Koch-Instituts wurde kürzlich veröffentlicht. Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigsten Hinweise informieren, die anhand von Ergebnissen internationaler Studien in der neuen Empfehlung zusammengetragen wurden.

Clostridioides difficile – Übertragung

Clostridioides difficile (C. difficile) Infektionen machen in Deutschland 10 % aller nosokomialer Infektionen aus. C. difficile ist ein grampositives, obligat anaerobes, fakultativ pathogenes Stäbchenbakterium. Als Sporenbildner ist C. difficile sehr umweltresistent. Die Sporen sind gegen Austrocknung, Hitze und Desinfektionsmittel resistent und spielen eine entscheidene Rolle bei der Übertragung. Gerade die Tatsache, dass die Sporen durch routinemäßig verwendete Desinfektionsmittel nicht sicher inaktiviert werden, stellt die Krankenhaushygiene vor große Herausforderungen.

Hygienemaßnahmen und Fortbildung

Zusätzlich zur Einhaltung der Basishygiene-Maßnahmen, die bei allen Patienten unabhängig von einer bekannten Infektion berücksichtigt werden müssen, sind bei Patienten mit C. difficile zur Vermeidung der Weiterverbreitung spezielle Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Die frühzeitige Erkennung und Isolierung von C. difficile Patienten (- selbt, wenn nur der Verdacht besteht -) ist hierbei von besonders großer Bedeutung.

Interventionsstudien mit multimodalen Strategien wurden durchgeführt, um den Effekt von Fortbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern auf die Inzidenz von C. difficile zu bewerten. Weiterhin wurden Studien mit Reinigungskräften durchgeführt. Es konnte eindeutig gezeigt werden, dass eine Fortbildung des Reinigungspersonals eine stark verbesserte Reinigungsleistung zur Folge hatte. Entscheidend ist ein kontinuierliches Training der Mitarbeiter. Dies wird beispielsweise durch unseren Grundkurs Hygiene und die dazu entwickelten Microlearning-Einheiten ermöglicht. Hier werden ihre Mitarbeiter optimal in der C.difficile Prävention geschult.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bundesgesundheitsblatt 2019; 62: 906-923; Link
  • Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) (2017). Deutsche nationale Punkt-Prävalenzerhebungzu nosokomialen Infektionen und Antibiotika-Anwendung 2016. Abschlussbericht. Zugegriffen: 21. Febr. 2019 Link
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Pseudomonas aeruginosa: Europaweit größter Ausbruch in Kölner Radiologiepraxis?

Pseudomonas aeruginosa

In einer Radiologiepraxis in Köln könnten sich 28 Patienten beim Setzen von Spritzen gegen Rückenschmerzen mit dem Erreger Pseudomonas aeruginosa infiziert haben. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies einer der schwerwiegendsten Fälle von Pseudomonas aeruginosa-Infektionen in Europa.

Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa ist ein gramnegatives Stäbchenbakterium der Gattung Pseudomonas. Der Name bezieht sich dabei auf die blau-grüne (aerugo = Grünspan) Färbung des Eiters bei eitrigen Infektionskrankheiten. Der Keim ist für etwa ein Zehntel aller Infektionen mit Krankenhauskeimen verantwortlich. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann er beispielsweise zu Lungenentzündungen, Harnwegs- und Wundinfektionen oder einer häufig tödlichen Bakteriämie führen.

P. aeruginosa kann gegen mehrere Antibiotika resistent sein und ist unter anderem in der Lage Antibiotika-Wirkstoffe unschädlich zu machen, indem er ihre Molekül-Strukturen in unwirksame Bausteine umformt. Auch können sich die Bakterien „verstecken“: Mithilfe eines selbstproduzierten Biofilms schirmen sich die Bakterien gegen Antibiotika ab und verhindern das Aufspüren der Erreger durch Zellen des menschlichen Immunsystems.

Ausbruch in Kölner Radiologiepraxis

Laut Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie in der Klinik für Innere Medizin der Uniklinik Köln, und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI), sprechen die Umstände und der Umfang des Ausbruches dafür, dass in der betroffenen Praxis ein Hygieneproblem im Rahmen der angewendeten medizinischen Maßnahme aufgetreten ist. Worin dieses Problem genau bestand, ist bisher nicht bekannt.

Peter Walger, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), nannte den Ausbruch in Köln einen der größten Ausbrüche in ganz Europa. Walger erklärte, dass der Erreger Pseudomonas aeruginosa „zu schwersten Infektionen und potenziell auch zum Tod führen kann“. Weltweit warnen laut Walger alle verantwortlichen Institutionen vor einer dramatischen Zunahme von Todesfällen durch Infektionen, die durch multiresistente Erreger verursacht werden.

Allem Anschein nach infizierten sich die Patienten über Spritzen, die im Rahmen einer Schmerztherapie verabreicht wurden. Zum derzeitigen Zeitpunkt dauern die Untersuchungen des Gesundheitsamtes noch an.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt Link
  • Artikel „Infektiologe hält Ausbruch eines Keims in Kölner Praxis für größten Fall in Europa“ Kölner Stadtanzeiger Link

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Neue WHO-Empfehlungen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose

Behandlung der multiresistenten Tuberkulose

Am 24. März wurde der Welttuberkulosetag begangen. Tuberkulose stellt noch immer ein globales Problem dar. Gerade die Entwicklung von Resistenzen ist eine der größten Herausforderungen im Kampf gegen die Erkrankung. Die WHO hat kürzlich neue Empfehlungen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose / Rifampicin-resistenter Tuberkulose (MDR-/RR-TB) herausgegeben, welche sich auch auf die neue deutsche S2k-Leitlinie „Tuberkulose im Erwachsenenalter“  auswirken werden. Im Folgenden geben wir einen Überblick zu den Veränderungen der neuen WHO-Empfehlungen.

Neue WHO-Empfehlungen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose

Die vorhandenen Substanzen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose / Rifampicin-resistenten Tuberkulose (MDR-/RR-TB) wurden in den neuen WHO-Empfehlungen in drei Kategorien eingeteilt und hinsichtlich ihrer relativen Wichtigkeit für das Therapieergebnis sowie unter Berücksichtigung der jeweiligen Nebenwirkungsprofile neu bewertet.

GruppeMedikamente
Gruppe A:
Enthalten alle 3 Medikamente
Levofloxacin (ODER Moxifloxacin)
Bedaquilin
Linezolid
Gruppe B:
Entweder nur eins oder beide Medikamente werden hinzugefügt
Clofazimin
Cycloserin (ODER
Terizidon)
Gruppe C:
Zur Ergänzung der Behandlung und wenn Medikamente aus Gruppe A und B nicht eingesetzt werden können
Ethambutol
Delamanid
Pyrazinamid
Imipenem-cilastation
(ODER Meropenem)
Amikacin
(ODER Streptomycin)
Ethionamid (ODER
Prothionamid)
p-Aminosalicylsäure

 

Zu den priorisierten Substanzen (Gruppe A) gehören nun neben den Fluorchinolonen Levofloxacin und Moxifloxacin auch Bedaquilin und Linezolid. In den ersten sechs Monaten der Therapie einer MDR-/ RR-TB sollten mindestens vier, danach mindestens drei sicher wirksame Substanzen zum Einsatz kommen. Die Medikamente der Gruppe C (Amikacin und alternativ Streptomycin) sollten nur noch als mögliche Alternative berücksichtigt werden, wenn eine der Substanzen aus Gruppe A und B entfallen muss und eine entsprechende Sensibilität vorliegt. Die injizierbaren Substanzen Kanamycin und Capreomycin sollen nicht länger verabreicht werden, da diese vermehrt mit Therapieversagen und Rückfällen assoziiert waren. Vor Behandlungsbeginn einer MDR- / RR-TB soll auf jeden Fall zunächst eine Resistenz gegenüber Fluorchinolonen und Aminoglykosiden ausgeschlossen werden.

Einordnung der neuen WHO-Empfehlungen für Deutschland

Die S2k-Leitlinie zur Behandlung der Tuberkulose im Erwachsenenalter behält auch weiterhin Gültigkeit. Vor dem Hintergrund der neuen WHO-Empfehlungen ergeben sich jedoch im Hinblick auf die Behandlung der MDR-/RR-TB folgende Ergänzungen:

(1) Einführung einer 5-fach-Therapie bestehend aus Bedaquilin, Linezolid, Levo- oder Moxifloxacin, Clofazimin und Terizidon nach molekularbiologischem Nachweis einer Rifampicin-Resistenz  und fehlendem Nachweis von Fluorchinolon-Resistenzen (gyrA Gen Position 90, 91 und 94 Wildtyp)

(2) Im Fall eines molekularbiologischen Nachweises einer Fluorchinolon-Resistenz: Implantation eines intravenösen Portsystems und initiale Therapie mit Bedaquilin, Linezolid, Clofazimin, Terizidon, Amikacin oder Meropenem/Amoxicillin-Clavulansäure

(3) Anpassung der Therapie nach Verfügbarkeit der umfassenden genotypischen und später phänotypischen Resistenztestung mit dem Ziel, mindestens fünf wirksame Substanzen initial zu verabreichen. Die Wahl zusätzlicher Medikamente erfolgt in Abhängigkeit der Ergebnisse der Resistenztestung: Pyrazinamid, Protionamid, Delamanid, PAS, Ethambutol, Carbapenem, Amikacin.

Das von der WHO genannte „Kurzzeitregime“ wird in der aktuellen S2k-Leitlinie „Tuberkulose im Erwachsenenalter“ für Deutschland nicht empfohlen. Die Empfehlung für Amikacin ist von der WHO eingeschränkt, jedoch ist Amikacin in Deutschland weiterhin für die Therapie empfohlen, wenn ein Behandlungsregime aus Medikamenten der Gruppen A und B nicht zusammengestellt werden kann, die Ergebnisse der Antibiotikaresistenz-Testung eine Wirksamkeit des Medikaments nahe legen und sichergestellt werden kann, dass ein engmaschiges Monitoring erfolgt, um die Entwicklung von Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Quellen und weiterführende Informationen

  • meduplus Smart Learning© Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte, MFA und Hilfspersonal Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin; Ausgabe 11/12 2019 Link
  • Schaberg T, Bauer T, Brinkmann F, et al.: S2k-Leitlinie: Tuberkulose im Erwachsenenalter. Pneumologie 2017;71(06):325–97. Link

 

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Welttuberkulosetag 2019: It’s time

Mycobacterium tuberculosis
  • Der 24. März markiert, wie jedes Jahr, den Welttuberkulosetag 2019. An diesem Tag des Jahres 1882 hat Robert Koch das Bakterium, das für die weltweit tödlichste Infektionskrankheit verantwortlich ist, identifiziert. Von da an rückte die Diagnostizierbarkeit und Therapierbarkeit der Erkrankung in den Fokus. Heute, 137 Jahre später, ist Tuberkulose zwar schnell und einfach zu diagnostizieren und auch die Behandlungsmethoden sind sehr effektiv, doch noch immer ist Tuberkulose ein globales Problem von verheerendem Ausmaß.

    Motto zum Welttuberkulosetag 2019: „It’s time“

    Das Motto zum Welttuberkulosetag 2019 heißt zu Recht: „It’s time“. Es ist an der Zeit diese Erkrankung vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern in den Griff zu bekommen, denn in diesen Ländern sind die negativen gesundheitlichen Folgen ebenso wie die sozialen und ökonomischen Folgen am größten.

    Vor allem soll der diesjährige Welttuberkulosetag den globalen Entscheidern die Dringlichkeit zu Handeln verdeutlichen. Die World Health Organization (WHO) führt daher anlässlich des heutigen Tages einige Punkte auf, die besonders wichtig sind, um der Erkrankung weltweit Herr zu werden. Hierzu zählt vor allem eine Aufskalierung von Präventions- und Behandlungsmaßnahmen, die Sicherstellung von ausreichender und langfristiger Finanzierung der Forschung sowie die Aufhebung der Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener.

    Die WHO hat gemeinsam mit Partnern die Initiative mit dem Namen „Find. Treat. All. #EndTB“ mit dem Ziel gegründet die Tuberkulose-Antwort zu beschleunigen und weltweit Zugang zu Medikation (im Sinne der generellen Sicherstellung von universeller Gesundheitsversorgung) zu gewährleisten.

    Neue Entwicklungen in der Tuberkulosediagnostik und -therapie

    Auch aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Diagnose und Überwachung von Tuberkulose sollen am heutigen Tag beleuchtet werden, dabei liegt besonderer Fokus auf der Biomarker- und Impfstoffentwickung sowie dem Einsatz der Gesamtgenomsequenzierung in der Tuberkulosesurveillance. Zudem arbeiten Kölner Forscher auch an einer Immuntherapie, die unterstützend zur Antibiotikabehandlung eingesetzt werden könnte. Dadurch ließe sich die Behandlungsdauer verkürzen und auch die Folgeschäden verringern.

    Schulung des Personals

    Tuberkulose ist in Deutschland keine alltägliche Krankheit. Gerade aus diesem Grund ist es umso wichtiger bei Auftreten eines Tuberkulose-Falls souverän und sicher zu handeln. Ist Ihr Personal ausreichend geschult? In unserem Grundkurs Hygiene für alle Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei Tuberkulose-Patienten und zum Selbstschutz des Personals. Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar. Per Microlearning können Sie Ihre Teilnehmer auch gezielt bei Auftreten der Krankheit vorbereiten.

    Quellen und weiterführende Informationen

    • meduplus Smart Learning© Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte, MFA und Hilfspersonal Link
    • WHO World Tuberculosis Day 2019  Link
    • WHO Joint Initiative „Find. Treat. All. #EndTB“  Link
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Tuberkuloseausbruch an einer Dresdner Schule

Tuberkuloseausbruch an Dresdener Schule
  • Tuberkulose zählt heute in Deutschland zu den seltenen Erkrankungen. Sie ist nicht hochinfektiös und gut therapierbar. Dennoch ist im Umgang mit betroffenen Personen auf Vorsichtsmaßnahmen zu achten, um einen Tuberkuloseausbruch zu verhindern.

    Am 19.03.2019 wurde in Deutschland erstmals der vom Robert Koch-Institut ausgerufene Tag des Gesundheitsamtes begangen und gerade ein aktueller Fall aus einer Dresdner Schule zeigt einmal mehr welche tragende Rolle das Gesundheitsamt für die öffentliche Gesundheitswahrung – auch in der Tuberkuloseprävention – einnimmt.

    Tuberkuloseausbruch: Was ist zu tun?

    Der Fall der Dresdner Schule (2017/2018) unterstreicht die Bedeutung einer schnellen Untersuchungseinleitung bei Registrierung eines Tuberkulosefalls. Nachdem das Gesundheitsamt Dresden über einen Tuberkulosefall an der Dresdner Schule unterrichtet wurde, wurden unverzüglich wichtige Maßnahmen zur Umgebungsuntersuchung in die Wege geleitet. Zuerst wurden enge Kontaktpersonen aus Familie und Freundeskreis untersucht. An der Schule wurden zudem 70 weitere Kontaktpersonen ermittelt. Das Ergebnis der Umgebungsuntersuchung lieferte zunächst 14 positive IGRA (Interferon-Gamma Release Assay) Befunde . Ein anschließender Thoraxröntgen im Gesundheitsamt zeigte bei 3 Personen auffällige Befunde, die mikrobiologisch als Tuberkulose bestätigt wurden. Da es sich bei einer der Personen um eine Lehrkraft handelte, wurde der Kontaktpersonenkreis stark ausgeweitet. Eine erneute Umgebungsuntersuchung schloss alle Schüler und Lehrkräfte der betroffenen Schule ein. Es wurden folglich weitere 2 Tuberkulosefälle identifiziert.

    Öffentlichkeitsarbeit als wichtiges Instrument der Prävention

    Das Vorgehen des Gesundheitsamtes Dresden ermöglichte eine schnelle medizinische Beratung der Betroffenen sowie der Angehörigen und aller Kontaktpersonen. Es wurde zeitnah eine Informationsseite auf der Webseite der Stadt Dresden eingerichtet und die Bevölkerung so laufend über den aktuellen Sachstand informiert.

    Am 24.03. wird der Welttuberkulosetag begangen. Ein wichtiger Tag, um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen welche verheerenden Folgen Tuberkulose weltweit noch immer hat. Global betrachtet ist Tuberkulose die Infektionskrankheit, die jährlich die meisten Todesfälle fordert. Trotz großer Fortschritte in der Eindämmung der Erkrankung in den letzten Jahrzehnten, bleibt Tuberkulose eine weltweite Herausforderung, die es endlich zu überwinden gilt.

    Grundkurs Hygiene 2019 – Microlearning Tuberkulose

    Tuberkulose ist eine seltene Krankheit, beim Auftreten muss trotzdem jeder Handgriff sitzen. In unserem Grundkurs Hygiene für alle Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei Tuberkulose-Patienten und zum Selbstschutz des Personals. Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar. Ist Ihr Personal ausreichend geschult?

    Mit unserem Microlearning Tuberkulose können Sie ihre gesamte Belegschaft auch innerhalb von wenigen Augenblicken schulen. Kostenlos für alle Teilnehmer des Grundkurses. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

    Quellen und weiterführende Informationen

    • meduplus Smart Learning© Hygienebeauftragter Arzt Link
    • Epidemiologisches Bulletin des RKI, Ausgabe 11/12 2019  Link
    • Informationsseite auf der Website der Stadt Dresden Link

     

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Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt

Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt

Die Ankündigung einer Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt kann zu großer Verunsicherung des Praxisbetreibers führen. Die Furcht vor überkorrekten Kontrolleuren und der Gefahr der Schließung der Praxis haben sich über die Jahre manifestiert. Zu Unrecht, sieht sich das Gesundheitsamt doch erst einmal als Berater auf der Seite des Praxisbetreibers, wie das neue Leitbild des ÖGD erklärt.

Wir haben in diesem Artikel zusammengefasst, welche Praxen von Begehungen betroffen sein können, was überprüft wird und welche Mängel dabei besonders häufig gefunden werden.

Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt: Welche Praxen sind betroffen?

Einrichtungen für ambulantes Operieren (AOZ) und Dialyseeinrichtungen unterliegen der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt. Dadurch werden diese regelmäßig überprüft. Grundsätzlich kann aber auch in jeder anderen Arztpraxis vom Gesundheitsamt überprüft werden, ob die Hygienevorschriften eingehalten werden. Dies kommt vor allen Dingen dann vor, wenn eine Meldung oder eine Beschwerde vorliegt.

In einigen Bundesländern haben die Gesundheitsämter proaktiv damit begonnen bspw. Allgemeinmediziner und andere niedergelassene Ärzte zu kontaktieren und das Gespräch zu suchen um der Meldung von Hygienemängeln vorzubeugen. Hier kann nach Ankündigung ebenfalls eine Begehung durchgeführt werden.

Grundsätzlich werden Begehungen nicht ohne vorherige schriftliche Ankündigung durchgeführt, es sei denn, es werden gravierende Hygienemängel vermutet.

Was wird überprüft?

Mit der Ankündigung der Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt wird in der Regel eine schriftliche Selbstauskunft sowie wichtige Dokumentationen angefordert. In den meisten Fällen wird dabei um Einsicht in Hygieneplan und Reinigungs-/Desinfektionsplan gebeten. Hierbei ist wichtig, dass der Hygieneplan speziell für die Praxis erstellt wurde. Eine allgemeine, unbearbeitete Vorlage aus dem Internet wird nicht ausreichen und aller Voraussicht nach als Mangel eingestuft.

Am Tag der Begehung erscheint ein Behördenmitarbeiter in der Praxis. Die Begehung wird meistens vom Praxisbetreiber bzw. dem/der Hygienebeauftragten begleitet. Dabei werden
die Räumlichkeiten kontrolliert, Mitarbeiter zu verschiedenen Abläufen befragt und die Dokumentationen überprüft.

Besonders wichtig dabei sind die Abläufe zu:

  • Händedesinfektion
  • Flächendesinfektion
  • Aufbereitung von Medizinprodukten

Beim Thema Aufbereitung von Medizinprodukten liegt der Fokus zunächst darauf, ob überhaupt aufbereitet werden muss oder ob ausschließlich Einmalprodukte verwendet werden. Wird aufbereitet, werden die verwendeten Methoden überprüft. Hierbei geht das Spektrum von manueller Aufbereitung einiger unkritischer Medizinprodukte bis hin zur maschinellen Aufbereitung kritischer Medizinprodukte, sowie der jeweiligen Einstufung von Medizinprodukten. Zusätzlich wird der Schulungsstand der Mitarbeiter überprüft.

Welche Mängel werden besonders oft festgestellt?

In einer vom Stadtgesundheitsamt Frankfurt veröffentlichen Liste werden die häufigsten Mängel genannt. Einige davon haben wir unten aufgelistet:

Händedesinfektion

  • Es werden Ringe, Armreifen und/oder Uhren getragen.
  • Die Händedesinfektion wird fehlerhaft durchgeführt.
  • Die Einwirkzeit des Händedesinfektionsmittels ist nicht bekannt.

Mängel bei der Flächendesinfektion

  • Flächendesinfektionsmittel ist nicht VAH – gelistet
  • Die Lösung wird falsch angesetzt, da keine genaue Arbeitsanweisung besteht (z. B. keine schriftliche Arbeitsanweisung für die Reinigungskraft vorhanden).
  • Es werden nicht arbeitstäglich frische Wechselmops/Putztücher verwendet, sondern Wiederverwendung bereits benutzter Reinigungsutensilien.

Mängel Instrumentendesinfektion /-reinigung

  • Instrumentendesinfektionsmittel nicht VAH – gelistet.
  • Die Lösung wird falsch angesetzt, da keine genaue Anleitung/Dosiertabelle vorhanden ist (z. B. 3L Wasser + 30 ml Desinfektionsmittel = 1%ige Lösung)
  • Instrumente kritisch B werden manuell aufbereitet (maschinelle Aufbereitung ist zwingend vorgeschrieben)

Schulung des Personals

Die meisten der genannten Mängel lassen sich durch eine Mischung aus guten Prozessen (Hygiene- und Desinfektionsplan) und einem guten Schulungsstand beim Thema Hygiene verhindern. So spart man sich am Ende kurzfristige Nachschulungen, zusätzliche Begehungen und somit im Endeffekt bares Geld. Mit meduplus machen Sie Ihr Personal fit für Begehungen, beispielsweise mit dem Grundkurs Hygiene 2019 für alle Mitarbeiter. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der perfekten Kurse für Ihre Praxis.

Alle Kurse

Quellen und weiterführende Informationen

  • RKI: Tag des Gesundheitsamtes Link
  • Überwachungen und Begehungen von Arztpraxen durch behörden in Informationen zu gesetzlichen Grundlagen und Checklisten Ausgabe 11/2016 Link
  • Erfahrungen des Gesundheitsamtes – Mängel in der Arztpraxis Stand 10/2010 Link
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Antiseptik auf dem Auge

Antiseptik auf dem Auge

Unter Antisepsis werden alle lokal angewandten Maßnahmen zur Abtötung oder Inaktivierung von Mikroorganismen am oder im lebenden Gewebe verstanden. Wie auch bei Haut- und Schleimhautdurchtrennung ist die Antiseptik auf dem Auge ebenfalls obligat vor Eingriffen indiziert.

Antiseptika werden aus mehreren Gründen verwendet. Zum einen erfolgt die Anwendung aus prophylaktischer Indikation – als sogenannte prophylaktische Antiseptik -, um einer unerwünschten Kolonisation oder Infektion vorzubeugen. Weiterhin werden Antiseptika aus therapeutischer Indikation angewandt – sogenannte therapeutische Antiseptik – , um eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren oder eine Infektion zu behandeln.

Grundsätzliches zur Antiseptik

Zielsetzung der prophylaktischen Antiseptik ist die Infektionsverhütung durch:

  • Unterbindung des Erregertransfers von kontaminierten bzw. kolonisierten Körperbereichen in mikrobiell nicht besiedelte Körperbereiche,
  • Abtötung von Krankheitserregern im Applikationsbereich, um eine nachfolgende Infektion zu unterbinden bzw. eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren,
  • Normalisierung einer Dysbiose bzw.
  • Abtötung potentieller Pathogene nach akzidenteller Kontamination.

Die Hautantiseptik ist vor allen durchtrennenden Eingriffen der Haut notwendig, das heißt vor Injektion, Punktion, vor präoperativer Durchtrennung und vor dem Legen von Gefäßkathetern. Ferner ist sie bei liegendem Gefäßkatheter indiziert. Bei Kolonisation von Patienten mit MRSA dient sie der Dekolonisation und bei der antiseptischen Waschung von Intensivplegepatienten der Herabsetzung des Risikos der Weiterverbreitung kritischer Erreger, insbesondere von MRE.

Antiseptik auf dem Auge

Auch vor der Durchtrennung von Schleimhaut und Auge ist die Antiseptik indiziert:

  • Indikation obligat: präoperative Behandlung (PVP-Iod 1,25 %, Polihexanid 0,02%)
  • Akzidentelle Kontamination: Spülung mit PVP-Iod 2,5 %
  • Epidemiologische Risikosituation: intra-, und postoperative Prophylaxe okulärer Infektionen (PVP-Iod)

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ Kapitel 6.3 Link
  • KRINKO: Prävention postoperativer Wundinfektionen Link

Bild: Syda Productions / Adobe Stock

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Anpassung der Klassifizierung multiresistenter Gram-negativer Bakterien (MRGN)

MRGN-Empfehlung

Multiresistente Gram-negative Bakterien (MRGN) sind Bakterien mit der Fähigkeit Betalaktamasen zu bilden und damit eine Resistenz gegen Betalaktam-Antibiotika zu entwickeln. Aufgrund der weltweit ansteigenden Prävalenz von MRGN werden die Gram-negativen Erreger als die nächste große, lange übersehene Herausforderung der antimikrobiellen Therapie gesehen.

Die im folgenden Text genannten Änderungen der Empfehlungen sind bereits in die Inhalte aller meduplus Kurse eingearbeitet.

Das European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) hat die Kategorie „I“ bei der Antibiotika-Resistenzbestimmung neu definiert:

  • I: „sensibel bei erhöhter (Increased) Exposition“
  • S: „sensibel bei normaler Exposition“
  • R: Resistent (unverändert)

„S“ und „I“ enthalten nun auch eine Dosierungsempfehlung. Das neue „I“ steht damit nicht mehr nur für die Bedeutung intermediär, sondern für „sensibel bei erhöhter (Increased) Dosierung/Exposition“. „S“ bedeutet ab sofort „sensibel bei normaler Dosierung/Exposition“.

Anpassung der Klassifizierung multiresistenter Gram-negativer Bakterien (MRGN)

(R = resistent, I = sensibel bei erhöhter (Increased) Dosierung/Exposition, S = sensibel bei normaler Dosierung)
AntibiotikagruppeLeitsubstanzEnterobacteralesPseudomonas aeruginosaAcinetobacter baumannii
3MRGN14MRGN23MRGN14MRGN23MRGN14MRGN2
AcylureidopenicillinePiperacillinRRNur eine der 4
Antibiotikagruppen
wirksam (S oder I)
RRR
3./4. Generations-CephalosporineCefotaxim und/
oder Ceftazidim
RRRRR
CarbapenemeImipenem und/
oder Meropenem
S oder IRRS oder IR
FluorchinoloneCiprofloxacinRRRRR
oder Nachweis
einer
Carbapenemase3
oder Nachweis
einer
Carbapenemase3
oder Nachweis
einer
Carbapenemase3
13MRGN (Multiresistente gramnegative Stäbchen mit Resistenz gegen 3 der 4 Antibiotikagruppen)
24MRGN (Multiresistente gramnegative Stäbchen mit Resistenz gegen 4 der 4 Antibiotikagruppen)
3Unabhängig vom Ergebnis der phänotypischen Resistenzbestimmung für Carbapeneme sowie der anderen drei Substanzklassen

In der bisherigen MRGN Definition wurden die Kategorien „resistent“ und „intermediär“ für Berichte zur Antibiotikaresistenz als „nicht sensibel“ gruppiert. Dies ist nun nicht mehr sinnvoll, daher wurde die Definition von MRGN angepasst. Nach dieser neuen Definition sollen bei Verwendung des EUCAST Systems nur die mit „R“ bewerteten Antibiotikagruppen für die Klassifizierung als MRGN verwendet werden. Bei einer Carbapenemase sollen die genannten Erreger immer als 4MRGN bewertet werden.

Entsprechend der RKI Empfehlung „Hygienemaßnahmen bei Infektionen oder Besiedlung mit multiresistenten gramnegativen Stäbchen“ soll das Labor weiterhin auf dem Befund die Klassifizierung als 3MRGN oder 4MRGN mitteilen, damit die notwendigen Hygienemaßnahmen unabhängig von der Labormethodik schnellstmöglich umgesetzt werden können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ Kapitel 10.4 Link
  • Nationales Antibiotika-Sensitivitätstest-Komitee (NAK) „Das Neue I“ Link
  • Epidemiologisches Bulletin des RKI 9/2019 Link
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Vermeintlicher Widerspruch: MRSA-Empfehlung zum Transport von mit MRSA besiedelten Patienten

MRSA besiedelten Patienten

Die KRINKO hat in der letzten Woche die MRSA-Empfehlung zum Transport von mit MRSA besiedelten Patienten aktualisiert. Inhaltlich haben sich die Empfehlungen nicht verändert, trotzdem erhofft man sich durch die Änderung die Aufklärung eines vermeintlichen Widerspruchs, der durch die bisherigen Empfehlungen immer wieder aufkam und Inhalt vieler Anfragen an das RKI war.

MRSA-Empfehlung zum Transport von mit MRSA besiedelten Patienten

MRSA-Patienten dürfen den öffentlichen Nahverkehr, Taxen und „nichtqualifizierten“ Krankentransport nutzen. Basis dessen ist, dass MRSA-Patienten keinerlei Einschränkungen außerhalb von medizinischen Einrichtungen unterliegen.

Begründet wird diese Empfehlung damit, dass medizinisch-pflegerische Kontakte in dieser Art von Transportmitteln grundsätzlich nicht vorkommen. Soziale Kontakte gehen nicht mit einem erhöhten MRSA-Übertragungsrisiko einher. Somit kann man davon ausgehen, dass die Gefahr einer Übertragung auf das Personal sowie die nachfolgend transportierten Patienten , des Taxis, Busses oder sonstigen Transportfahrzeugs, nicht gegeben ist.

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA)

Der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ist ein bedeutsamer Erreger von Krankenhausinfektionen. MRSA kommt weltweit vor und besiedelt häufig Patienten im Krankenhaus. MRSA ist multiresistent gegen alle β-Laktamantibiotika (Penicilline, Cephalosporine, Cabapeneme).

Gemeinsames Merkmal aller Risikogruppen für die MRSA-Trägerschaft ist der häufige und enge Kontakt mit anderen Trägern bzw. mit medizinischen Einrichtungen und/oder Antibiotika. Damit sind diese Patienten einem besonders hohen Selektions- und Kolonisationsdruck unterworfen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeaufrtagter Arzt“ Link
  • „Empfehlung zur Prävention und Kontrolle von Methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-Stämmen (MRSA) in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen“ Punkt 2.8 (KRINKO)
  • Epidemiologisches Bulletin des RKI 8/2019 Link
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Kosten von nosokomialen Infektionen (NI)

Kosten von Nosokomialen Infektionen

Bei Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektionen) gibt es keinen Hinweis darauf, dass diese bei der Aufnahme des Patienten ins Krankenhaus bereits vorhanden bzw. in der Inkubation waren. Die Infektion hat sich zudem frühestens nach 72h manifestiert. Krankenhausinfektionen belasten nicht nur den Patienten durch Schmerzen und Beschwerden. Sie sind auf Grund verschiedene Faktoren auch oftmals sehr teuer für das Krankenhaus. Die Kosten von nosokomialen Infektionen (NI) werden in diesem Beitrag erläutert.

Krankenhausinfektionen sind oftmals Harnwegsfekte, Sepsis, Lungenentzündungen bei künstlicher Beatmung (HAP/VAP) und postoperative Wundinfektionen (SSI).

In den 25 Staaten der Europäischen Union gibt es jedes Jahr ca. 3 Millionen nosokomiale Infektionen mit (nach Schätzungen der DGKH) bis zu 100.000 Todesfällen. In Deutschland (82 Mio. Einwohner) werden 17 Mio. Patienten jährlich stationär aufgenommen. Hochgerechnet 595.000 Patienten infizieren sich jährlich nosokomial, für 29.750 davon ist die Infektion tödlich.

Kosten von Nosokomialen Infektionen (NI)

Der größte Kostenfaktor bei Patienten mit NI ist die Verlängerung der Krankenhausverweildauer. Weitere Kosten von NI werden durch zusätzliche infektionsbedingte diagnostische und therapeutische Maßnahmen begründet. Opportunitätskosten sind Kosten, die durch gesperrte, nicht belegungsfähige Betten sowie durch Störungen der Krankenhauslogistik aufgrund der Blockade zentraler Diagnostik- und Therapiebereiche verursacht werden. Dazu kommen indirekte (z. B. durch Verdienstausfall bzw. Verlust der Arbeitskraft) und intangible Kosten (z. B. durch erhöhte Morbidität bzw. Schmerzen).

Als zusätzliche direkte Gesamtkosten wurden für den stationären Sektor aufgrund von Hochrechnungen der Techniker Krankenkasse Kosten zwischen 70 Mio. – 1,26 Mrd. kalkuliert. Dies ist rückzuführen auf folgende Einzelpositionen:

  • ca. 17.500 € je Versicherten mit MRE-Befundung und Jahr im Krankenhaus,
  • im ambulanten Sektor pro MRSA-Fall 1.296 €,
  • im Altenpflegeheim für MRSA/MRGN 12.682 €

Rechnet man mit einer durchschnittlichen Reduzierungsmöglichkeit der NI um ein Drittel wird deutlich, welcher hohe ökonomische Nutzen durch Hygiene erreichbar ist. Allerdings schlägt sich das mehr gesamtgesellschaftlich nieder und nicht in vollem Umfang für das einzelne Krankenhaus.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeaufrtagter Arzt“ Link
  • Leisten R, Ott N. Krankenhaus- und Praxishygiene aus wirtschaftlicher Sicht. In: Kramer A, Assadian O, Exner M, Hübner NO, Simon A (Hrsg) Krankenhaus- und Praxishygiene. 3. Aufl. München: Elsevier Urban Fischer, 2016, 692-696.
  • Hübner C, Hübner NO, Hopert K, Maletzki S, Flessa S. Analysis of MRSA-attributed costs of hospitalized patients in Germany. Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 2014; 33(10): 1817-1822.
  • Oberdörfer H, C. Hübner, Linder, S. Fleßa. Mehrkosten bei der Versorgung von Patienten mit multiresistenten Erregern – Eine Analyse aus Sicht einer gesetzlichen Krankenversicherung, Gesundheitswesen 2015; 77(11): 854-860.
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Frage der Woche: Niedergelassener Arzt mit MRSA – Was tun?

Hygienebeauftragte in der Pflege

„Niedergelassener Arzt mit MRSA: Welche Handlungsempfehlungen gibt es, wenn bei niedergelassenen Ärzten positive MRSA-Abstriche gefunden werden?“

– Frage während eines meduplus Präsenztag

Niedergelassener Arzt mit MRSA

Im Interesse der Patientensicherheit soll eine Dekolonisation durchgeführt werden. Diese beinhaltet ein Maßnahmenbündel, das die Dekolonisierung von Nase, Rachen und Haut in Verbindung mit Dekontaminationsmaßnahmen der Umgebung vereint.

Falls Mupirocin im V. nasi eingesetzt werden soll, ist die Resistenz zu überprüfen, um ggf. ein Antiseptikum einzusetzen, sofern eine Resistenz des Stammes gegen Mupirocin gegeben ist.

Positive MRSA-Abstriche bedeuten kein Arbeitsverbot

Es gibt kein Arbeitsverbot. Unter folgenden Voraussetzungen kann der Arzt in der Patientenversorgung tätig sein:

  • 3-mal täglich Applikation der antiseptischen Nasensalbe, zweckmäßigerweise die Applikation am Praxisbeginn, die zweite nach der Mittagpause und die dritte am Abend zu Hause.
  • Bei Vorliegen eines respiratorischen Infekts ist zusätzlich während der Sprechstunde ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Sofern immunsupprimierte Patienten versorgt werden, sollte aus Sicherheitsgründen ebenfalls ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Gleiches gilt für invasive Eingriffe.
  • Vor invasiven Eingriffen empfiehlt es sich, den Patient aus forensischen Gründen über den MRSA-Trägerstatus und die getroffenen Schutzmaßnahmen zu informieren.
  • Die Indikationen zur Händedesinfektion sind sorgfältig einzuhalten, insbesondere vor jedem neuen Patientenkontakt.
  • Die private Kleidung sollte täglich gewechselt werden. Zur Patientenversorgung sollte über die Berufskleidung ein langärmliger Schutzkittel angelegt werden.

– Prof. Dr. med. Axel Kramer (Mitglied der KRINKO)

Frage der Woche und andere interessante Themen

Auf den Abschlußkolloquien und in der meduplus Community, die in jedem meduplus Kurs enthalten ist, werden viele Fragen gestellt. Die interessantesten veröffentlichen wir hier.

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Pflichtschulungen mit meduplus

Die sogenannten „Pflichtschulungen“ sind für Arbeitgeber ein aufwändiges Thema. Gerade in den gesundheits- und lebensbedrohlichen Bereichen Notfälle, Hygiene, Brandschutz und Arbeitsschutz ist es aber sehr sinnvoll, einmal im Jahr zu schulen – schließlich lernt der Mensch auch durch Wiederholung.

In der Realität sind diese Schulungen aber oft nicht sehr sinnvoll. Qualitativ hängen sie sehr vom Wissensstand und didaktischen Sachverstand des jeweiligen Trainers ab. Zudem müssen alle Mitarbeiter zur gleichen Zeit verfügbar sein, gerade in Einrichtungen des Gesundheitswesens ein unmögliches Unterfangen. Von der Motivation der Mitarbeiter den Vorträgen wirklich zu folgen, mal ganz abgesehen.

Machen Sie es für alle Beteiligten einfacher und buchen Sie unser zeit- und ortsabhängige E-Learning-Lösung:

  • Alle Pflichtfortbildungen für Ihre Mitarbeiter
  • Schnell und zeiteffizient dank E-Learning
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Ihre Vorteile

  • Von Medizinern für Mediziner – Lernen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen
  • Aktuelle Inhalte und laufende Updates
  • Reduzierte Abwesenheitszeit Ihres Personals mit nachhaltigem Lernerfolg
  • E-Learning nach der meduplus Smart Learning® Methode
  • Für 1, 100 oder 1.000 Mitarbeiter ohne Softwareinstallation sofort starten!
  • Online und mobil, bei der Arbeit, auf dem Heimweg oder zu Hause, verfügbar auf allen Endgeräten (BYOD)

Paket Pflichtschulungen

Aus diesem Grund haben wir ein Paket zusammengestellt, das Sie für Ihre Mitarbeiter buchen. Ihre Mitarbeiter melden sich bei uns an und erledigen ihre Pflichtschulungen online. Das kann während der Arbeit, auf dem Heimweg oder zu Hause vom Sofa gemacht werden – je nach Präferenz. Unser System funktioniert auf jedem Endgerät, vom PC bis zum Smartphone!

Jährlich müssen folgende Bereiche geschult werden:

  • Hygiene 2019 für Ärzte, Pflegekräfte, MFA und med. Hilfspersonal
  • Arbeitsschutz 2019
  • Brandschutz 2019
  • Notfallmanagement, Erste Hilfe, Basic Life Support (BLS) 2019

Dieses Paket kostet 60€ / Jahr und Teilnehmer.

Paket Pflichtschulungen Plus

Nicht jährlich, aber regelmäßig müssen zudem die Bereiche Datenschutz, Dokumentation und Gleichbehandlung gelehrt werden. Eine jährliche Wiederholung der Themen kann aber sicherlich nicht schaden!

  • Alle Kurse des Pakets Pflichtschulungen
  • Schweigepflicht, Dokumentation Datenschutz 2019
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) 2019

Dieses Paket kostet 70€ / Jahr und Teilnehmer.

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Von Hunden und Männern: Wie hygienisch sind Bärte?

Bärte und Hunde - sind Hunde hygienisch? Wie wichtig ist Barthygiene?

Ist es hygienisch unbedenklich, Hunde im selben MRT zu scannen wie Menschen? Laut einer Untersuchung von Forschern aus der Schweiz ist dies der Fall, sofern der Scanner danach entsprechend gereinigt wird. Ein deutlich höheres Infektionsrisiko können allerdings die Bärte männlicher Patienten darstellen.

Bärte deutlich unhygienischer als Hundepelz

Die Luzerner Ärzte nahmen Bartproben und Mundabstriche von 18 Männern und Nacken- und Maulabstriche von 30 Hunden und ließen sie bakteriologisch untersuchen. Die Männer waren im Schnitt 36, die Hunde 3,8 Jahre alt, was einem ähnlichen Alter entspricht. Nach dem jeweiligen MRT-Scan wurden die Scanner ebenfalls bakteriologisch untersucht.

Die drei Hauptergebnisse der Untersuchung lauten:

  • Bärtige Männer tragen signifikant mehr Mikroben als Hunde
  • Hunde können im selben MRT gescannt werden wie Menschen
  • Hygienemängel, in diesem Fall bei der Reinigung des MRT, sind ein relevantes Risiko für Patienten

Tatsächlich wurde ein MRT Scanner besser gereinigt, nachdem ein Hund dort untersucht wurde. Ob, wie von der Ärztezeitung vorgeschlagen, das Scannen von Hunden zur Verbesserung der Hygiene beiträgt, wurde bisher aber noch nicht bestätigt.

Geschichte des bärtigen Arztes in medizinischen Studien

Die Frage, ob Ärzte Bart tragen dürfen oder nicht, ist immer wieder im Fokus medizinischer Studien. Hier ein Überblick über entsprechende.

1967

Die Autoren testeten die Hypothese, dass ein bärtiger Mann, der in einem mikrobiologischen Labor arbeitet, sein Umfeld einem Infektionsrisiko aussetzt, wenn sein Bart von infektiösen Mikroorganismen kontaminiert ist. Die Studie ergab, dass Bärte (4 TN) Mikroorganismen und Toxine trotz Waschen mit Wasser und Seife zurückbehielten.

Microbiological Laboratory Hazard of Bearded Men, Appl Microbiol. 1967 Jul; 15(4): 899–906.

1978

Dieser Artikel untersuchte, ob Träger von Keimen die Luft in OP-Sälen kontaminieren und somit Wundinfektionen auslösen können. Unter den 3.039 Studienteilnehmern trugen 15,5 % Staphylokokkus Aureus in den Barthaaren. Waren kontaminierte Probanden anwesend, war auch die Luft kontaminiert.

Results of routine tests for the detection of dispersers of Staphylococcus aureus (Abstract). Arch Chir Neerl. 1978;30(3):141-50.

2000

Die Studie untersuchte die Wirksamkeit von chirurgischen Masken zur Verhinderung bakterieller Kontamination. Bärtige Probanden gaben selbst mit Masken, im Vergleich zu nicht-bärtigen Probanden, deutlich mehr Bakterien ab.

The effect of facial hair and sex on the dispersal of bacteria below a masked subject. Anaesthesia. 2000 Feb;55(2):173-6

2014

Die Studie untersuchte über 400 männliche Klinikmitarbeiter – mit und ohne Bart. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Bartträger nicht potenziell mehr Bakterien als ihre frisch rasierten Kollegen beherbergen. In einigen Fällen waren sauber rasierte Personen sogar signifikant häufiger mit potenziellen nosokomialen Pathogenen besiedelt.

Bacterial ecology of hospital workers’ facial hair: a cross-sectional study

2016

Die Autoren der Studie verglichen‚ ob bärtige Probanden ein und glatt rasierte Probanden hinter chirurgischen Schutzmasken, unterschiedliche Mengen von Bakterien abgaben. Im Vergleich zu
nichtbärtigen Chirurgen, die Masken trugen, schien es bei den bärtigen Chirurgen keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Abgeben bakterielle Erreger zu geben.

Beard or Not to Beard? Bacterial Shedding Among Surgeons. Orthopedics. 2016 Mar-Apr;39(2):e290-4. doi: 10.3928/01477447-20160301-01. Epub 2016 Mar 4.

Quellen & Weitere Informationen

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Reiseassoziierte Krankheiten 2017

Reiseassoziierte Krankheiten 2017

Reiseassoziierte Krankheiten, sind jene Krankheiten, die vermehrt durch Reisende nach Deutschland eingeführt werden. Bekannte Beispiele für solche Krankheiten sind unter anderem Malaria, Shigellose oder das Denguefieber.

Viele dieser Krankheiten sind nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig. Basierend auf den Meldedaten veröffentlicht das Robert Koch-Institut im aktuellen Epidemiologischen Bulletin 44/2018 einen Überblick über die im Jahr 2017 gemeldeten Krankheiten.

Reiseassoziierte Krankheiten 2017

Im Jahr 2017 wurden 956 Malaria-Erkrankungen übermittelt, von denen sich der Großteil (68%) in einem afrikanischen Land infiziert hat. Zumeist in Nigeria, Kamerun oder Ghana. Insgesamt sind die Fallzahlen gegenüber dem Jahr 2016 fast unverändert.

Gleiches gilt für die Shigellose, deren Fallzahl ebenfalls fast unverändert bleibt. In 2016 hatten sich 427 Personen infiziert, was gleichzeitig den niedrigsten Stand darstellt. Zum Vergleich waren es im Jahr 2001 noch 1.605.

Die Zahl der gemeldeten Erkrankungen mit Denguefieber ist deutlich zurückgegangen. 2017 waren es 635 Fällen im Gegensatz zu fast 1.000 im Jahr 2016. Auch die Infektionszahlen des gefürchteten Zikavirus sind von 222 Fällen im Jahr 2016 auf 69 zurückgegangen.

Im Jahr 2017 wurden überhaupt keine Erkrankungen mit sowohl Viralem Hämorrhagische Fieber als auch Läuserückfallfieber verzeichnet.

Weitere Zahlen können Sie dem Bericht des RKI entnehmen, den Link finden Sie unten. Dieser enthält noch die Zahlen zu:

  • Typhus,
  • Paratyphus,
  • Brucellose,
  • Trichinellose,
  • Cholera,
  • Fleckfieber,
  • Lepra,
  • Chigungunya-Fieber und andere Arbovirosen sowie Leishmaniose.

Quellen & Weitere Informationen

  • Reiseassoziierte Krankheiten im Infektionskrankheiten A-Z (RKI) Link
  • Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Institut 44/2018 Link

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Kampf gegen Krankenhauskeime: Der Patient gehört mit ins Boot

Patient gehört ins Boot

Während im häuslichen Milieu die Kolonisation von Gesunden mit MRE keine besondere Bedeutung hat und keine speziellen Hygienemaßnahmen erfordert, ändert sich die Situation schlagartig bei häuslicher Pflege chronisch kranker Personen oder bei Aufnahme als Patient in ein Krankenhaus.

Daher ist es angeraten, in Gesundheitseinrichtungen den Patienten und seine engen Kontaktpersonen (Besucher) wenn möglich nicht nur als unwissende Passagiere, sondern als kompetente Partner und Verbündete an Bord des gemeinsamen Bootes der Infektionsprävention zu nehmen.

Der Patient gehört mit ins Boot

Aktivierung muss mit Aufklärung verbunden werden. Der Patient wird immer dann Compliance zeigen, wenn man ihn als kooperativen Partner (Empowerment) für den gesamten Behandlungsprozess gewinnen kann. Verständliche, mitfühlende Sprache seitens des Teams tragen dazu bei, dass der Patient aktiv mitarbeiten kann.

Wenn dem Patienten einfache Grundregeln des hygienebewussten Verhaltens im Krankenhaus vermittelt werden, die ihn und seine Mitpatienten vor Krankenhauskeimen schützen, fühlt er sich ernstgenommen und sicher aufgehoben (Akzeptanz). Letztlich unterstützt dies auch den Heilungsprozess.

Die Angehörigen des Patienten können insbesondere bei der Betreuung und Pflege des eigenen Kindes maßgeblich selbst zur Infektionsprävention beitragen, aber – bei nicht angemessenem Verhalten – auch Infektionen übertragen.

AHOI Infektionsschutz

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde an der Uni Greifswald „AHOI – Der Patient gehört mit ins Boot“ ins Leben gerufen. Basierend auf den drei Säulen Compliance, Empowerment und Akzeptanz wurde damit begonnen die Patienten aktiv und systematisch mit in die Infektionsprävention einzubeziehen.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. AHOI erfüllt den Einbindungswunsch bei Patienten und Mitarbeitern, Interventionen sind praktisch umsetzbar, Materialien kommen stationär und ambulant gut an und erste Ergebnisse zeigen Verbesserung im Rollenverständnis und Wahrnehmung eigener Möglichkeiten. Ahoi ist Gewinner des Lohfert-Preis 2018.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Hygienebeauftragter Arzt, Kapitel 21 „Einbeziehung des Patienten und seiner Angehörigen“ Link
  • Hygienebeauftragte Pflege, Kapitel 20 „Einbeziehung des Patienten und seiner Angehörigen“ Link
  • AHOI Infektionsschutz (Link)
  • KMA Online (2018) „Christoph Lohfert Stiftung vergibt Lohfert-Preis 2018“ (Link)

Hygienetipp und andere interessante Themen

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Aktuelle Epidemiologie der Masern in Deutschland

steigende Masernfälle

Masern werden regelmäßig unterschätzt, sowohl in der Schwere der Erkrankung als auch die Möglichkeit des Auftretens von Komplikationen. Dabei gehören sie zu den ansteckendsten Infektionen des Menschen. Mit 90.000 Todesfällen im Jahr 2016 (weltweit), stellen Masern nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen vor allen Dingern kleiner Kinder unter 5 Jahren dar. Das RKI stellt seinen Bericht zur Epidemiologie der Masern vor.

Aktuelle Epidemiologie der Masern in Deutschland

Im Kampf gegen die Masern konnte zwischen den Jahren 2001 bis 2003, dank der Einführung der Meldepflicht und steigender Impfquoten, die Anzahl der Fälle von 6.040 auf 780 gesenkt werden. Seitdem ist keine Tendenz eines weiteren Rückgangs festgestellt worden, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Jahren mit wenigen Masernfällen folgen ausgedehnte Ausbrüche und viele Masernfälle. Zudem sind die Fallzahlen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Beispielsweise treten Masern seltener in Ländern mit einer niedrigen Bevölkerungsdichte auf, also beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland oder Sachsen-Anhalt. Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen verzeichnen hingegen mehr Fälle.

Um das Ziel der Elimination, festgehalten im Nationalen Aktionsplan 2015–2020 zur Elimination der Masern und Röteln, zu halten, sind laut RKI drei Maßnahmen nötig:

  1. Möglichst vollständige Immunisierung der Bevölkerung
  2. Verbesserung des Managements der Ausbrüche
  3. Gute Qualität der an das RKI gemeldeten Daten

Auch wenn das RKI die Impfquoten von Kindern im Bundesdurchschnitt grundsätzlich gut einschätzt, gibt es einige Land- und Stadtkreise sowie Bevölkerungsgruppen, bei denen diese zu verbessern sei. Dies betrifft kleine Kinder und Erwachsene, mit und ohne Migrationshintergrund. Das RKI ruft daher alle Beteiligten der Gesundheitsversorgung auf durch gezielte Maßnahmen die Impfquote nachhaltig zu verbessern. Im oben genannten Aktionsplan finden sich dazu einige Ideen.

Maßnahmen bei Masern

Wie bei fast allen Erregern gilt auch bei Masern: Die strikte Einhaltung der Basishygiene ist bei allen Patienten die Grundlage einer wirksamen Prävention der Weiterverbreitung. Unter Umständen kann eine Isolierung des Patienten erforderlich sein. Für das gesamte medizinische Personal wird die Schutzimpfung dringend empfohlen. Masern sind meldepflichtig.

Quellen und weiterführende Informationen

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Nosokomiale Infektionen: Umfrage zu Präventionsmaßnahmen

Nosokomiale Infektionen: Umfrage zu Präventionsmaßnahmen

Meduplus führt gemeinsam mit dem Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Greifswald sowie einer Vielzahl von Berufsverbänden eine Umfrage bei Fachärzten zur Bewertung von Hygienemaßnahmen zur Prävention nosokomialer Infektionen durch.

Dabei werden Fachärzte verschiedener Disziplinen in Klinik und Praxis gleichermaßen angesprochen. Ganz besonders interessiert uns dabei die Einschätzung der „Profis“ im Hygienebereich, den Hygienebeauftragten Ärzten, Pflegekräften und MFA.

Ihre Teilnahme hilft uns, eine realistische Einschätzung über den Präventionswert diverser fachlicher und gesetzgeberischer Maßnahmen aus Anwenderperspektive zu erhalten. Die Teilnahme an dieser Umfrage dauert nur drei bis vier Minuten.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und unterstützen Sie unsere Arbeit rund um die Patientensicherheit.

Zur Teilnahme klicken Sie bitte hier:

Jetzt teilnehmen

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MRGN Bericht 2017: Steigende Zahl von eingesendeten Proben zur Carbapenemase Abklärung

Proben zur Carbapenemase Abklärung

Multiresistente Gram-negative Bakterien (MRGN) sind Bakterien mit der Fähigkeit Betalaktamasen zu bilden und damit eine Resistenz gegen Betalaktam-Antibiotika zu entwickeln. Ist ein Gram-negatives Bakterium gegen 3 der 4 Antibiotikagruppen resistent, bezeichnet man es als 3MRGN, ist es gegen alle Gruppen resistent, als 4MRGN. Bei 3MRGN ist meist noch die Klasse der Carbapeneme wirksam.

Der Nachweis von Carbapenemasen, um genau zu sein, einer “Carbapenem-Nichtempfindlichkeit” bei bestimmten Erregern ist seit 2016 in Deutschland meldepflichtig. Proben zur Carbapenemase Abklärung werden von mikrobiologischen Instituten an das Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für gramnegative Krankenhauserreger geschickt.

Steigende Zahl von Proben zur Carbapenemase Abklärung

Laut Bericht des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für gramnegative Krankenhauserreger wurden im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2017 aus allen deutschen Bundesländern Proben zur Carbapenemase Abklärung eingeschickt. Dabei wurde auch im Jahr 2017 wieder die Zahl der Einsendungen aus dem Vorjahr übertroffen. Sie stieg von 7.402 auf 8.014.

Das Robert Koch-Institut hebt dabei besonders die merkliche Zunahme von jenen Proben als besorgniserregend hervor, die mehr als eine Carbapenemase produzieren. Diese Eigenschaft geht meist mit einer tiefergehenden Einschränkung der Therapiemöglichkeiten einher.

Im Bericht wird eine unbedingte Fortführung dieser intensiven Surveillance empfohlen, damit solche Entwicklungen auch in Zukunft bemerkt werden und Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Aufgrund der weltweit ansteigenden Prävalenz von MRGN werden die Gram-negativen Erreger als die nächste große, lange übersehene Herausforderung der antimikrobiellen Therapie gesehen.

Maßnahmen bei MRGN

Wie bei fast allen Erregern gilt auch bei MRGN: Die strikte Einhaltung der Basishygiene ist bei allen Patienten die Grundlage einer wirksamen Prävention der Weiterverbreitung.

Quellen und weiterführende Informationen

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Pschyrembel Online als Glossar in allen meduplus Kursen

In allen meduplus Smart Learning® Kursen ist ab sofort der Pschyrembel als Glossar integriert. Eine Kurzbeschreibung des Fachbegriffs aus dem Pschyrembel poppt bei Klick oder Berührung auf, über einen Button gelangt man zur ausführlichen Version auf Pschyrembel Online.

meduplus Kunden erhalten zudem eine dreimonatige Mitgliedschaft bei Pschyrembel Online.

meduplus & Pschyrembel Online

Seit 125 Jahren verlassen sich Mediziner auf die präzisen Artikel im Standardwerk Pschyrembel. Wir sind stolz auf das Vertrauen, dass uns von Seiten des de Gruyter Verlags mit dieser Kooperation entgegengebracht wird.

Das Pschyrembel Fachwörterbuch ist ab sofort in allen meduplus Kursen enthalten. Wie bisher werden Fachbegriffe in den Kursen unterstrichen. Sobald die Maus darüber bewegt wird, erscheint eiune Kurzdefinition des Begriffs. Reicht diese Kurzdefinition nicht aus, kommt man per Klick direkt an die passende Stelle im Onlineportal des Pschyrembel.

Wir freuen uns zudem, dass der Pschyrembel Online von meduplus Kunden 3 Monate lang kostenfrei genutzt werden darf. Dies bietet die optimale Ergänzung beim Lernen in unseren Kursen und für das Abschlußkolloquium.

Zum Angebot

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Update der FSME-Risikogebiete in Deutschland

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) hat ein Update der FSME-Risikogebiete in Deutschland herausgegeben. Diese Einteilung nach Kreisgebieten wird als Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Eindämmung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) herausgegeben.

Gemäß dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) werden dem RKI FSME-Erkrankungsdaten aus den Jahren 2002-2017 übermittelt. Diese Daten sind die Basis für die Karte der Risikogebiete.

Update der FSME-Risikogebiete in Deutschland

Das größte Risiko für eine FSME-Infektion besteht im Süden von Deutschland, allen voran in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Abweichend von dieser Regel gibt es einzelne Risikogebiete, bspw. in Mittelhessen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Neu sind folgende Kreise:

  • Sachsen (3): Landkreise Erzgebirgskreis, Bautzen und Zwickau
  • Thüringen (2): Landkreis Ilm-Kreis und Stadtkreis Suhl
  • Bayern (5): Landkreise München, Günzburg, Augsburg, Weilheim Schongau und Starnberg

Inklusive der 10 neuen Kreise sind nun 156 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Der recht hohe Anstieg ist auf die hohe FSME-Inzidenz im letzten Jahr zurückzuführen. Alle neuen Risikogebiete grenzen an bestehende Risikogebiete in Deutschland oder Tschechien.

Auch außerhalb der betroffenen Gebiete an FSME denken

Das RKI empfiehlt überall in Deutschland differenzialdiagnostisch an FSME zu denken. Auch außerhalb von FSME-Risikogebieten werden vereinzelt FSME-Erkrankungen beobachtet.

Impfung: 97% der gemeldeten FSME-Fälle sind nicht geimpft

Die STIKO empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten zeckenexponiert sind.

Bis ca. 2009/2010 nahmen die Impfungen in den betroffenen Gebieten zu, während sie in den letzten Jahren stagnierten oder sogar abnehmen. Die Mehrzahl (97%) der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten war gar nicht oder unzureichend geimpft. Ein hoher Anteil der auftretenden FSME-Erkrankungen könnte also durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten mit hoher FSME-Inzidenz verhindert werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Epidemiologischen Bulletin des RKI. Haben Sie Fragen? Sie können hier mit uns Kontakt aufnehmen.

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Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD)

Grundkurs Hygiene 2018 MFA

Die C. difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD) ist eine Durchfallerkrankung, die oft als eine Form der Antibiotika-assoziierten Diarrhoe auftritt, aber nicht mit ihr gleichgesetzt werden darf.

Risikogruppen & Übertragungsweg

Bis etwa 3 % der gesunden Erwachsenen und bis zu 7 % der Krankenhauspatienten sind Träger von C. difficile ohne entsprechende Symptome. Die Auslösung der CDAD erfolgt in erster Linie durch Antibiotikatherapie nach etwa 3 bis 10 Tagen, wobei das Risiko von der Art des eingesetzten Antibiotikums abhängig ist. Weitere Risikofaktoren für das Auftreten einer CDAD sind internistische Grundkrankheiten, Eingriffe oder Medikamente. CDAD ist hochansteckend und der Infektionsweg ist oral. Die fäkal-orale Autoinfektion ist möglich und wurde vor allem beim älteren Patienten beobachtet.

Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) – Was tun?

Den betreffenden Patienten möglichst in einem separatem Raum unterbringen, zumindest während des akuten Durchfalls. Über die Notwendigkeit der gründlichen Händewaschung vor Kontakt mit anderen Patienten aufklären, insbesondere nach WC-Benutzung. Kontakt zu Besuchern und insbesondere Kindkontakt nur nach Beratung zulassen. Umgebungs-, Fußboden- und Schlußdesinfektion

IIm Ausbruchsfall, das heißt bei wahrscheinlichen Übertragungen, sowohl zwischen Patienten und medizinischem Personal, als auch indirekt über das Krankenhausumfeld (z.B. kontaminierte Oberflächen) ist es wichtig, die Erreger zu typisieren. Was noch zur Ausbruchsuntersuchung erforderlich ist, hat das Robert Koch-Institut im Epidemiologischen Bulletin vom 5. April 2018 zusammengefasst.

Personal schulen

C. difficile assoziierte Diarrhö ist keine alltägliche Krankheit, aber beim Auftreten muss jeder Handgriff sitzen. Ist Ihr Personal ausreichend geschult? In unserem Grundkurs Hygiene für alle Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei CDAD-Patienten und zum Selbstschutz des Personals. Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar. Per Microlearning können Sie Ihre Teilnehmer auch gezielt bei Auftreten der Krankheit vorbereiten.

Bild © Kateryna_Kon / Adobe Stock

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Hygienebeauftragter Arzt Update 2018

Grundkurs Hygiene 2018 MFA

Das Hygienebeauftragter Arzt Update 2018 steht ab sofort zur Verfügung. Neukunden buchen automatisch den neuen Kurs, Bestandskunden haben Zugriff auf die Inhalte.

Hygienebeauftragter Arzt Update 2018

Seit Anfang April 2018 steht das Update des Kurses Hygienebeauftragter Arzt (HBA) für alle Bestands- und Neukunden zur Verfügung. Die Revision der Inhalte wurde von Professor Kramer in Zusammenarbeit mit unserem wissenschaftlichen Beirat vorgenommen. Dabei wurde der gesamte Kurs mit allen 21 Modulen auf Aktualität geprüft und überarbeitet. In nahezu allen Modulen wurden Passagen bis ganze Unterkapitel ergänzt oder aktualisiert.

Bestandskunden

Auf Grund der umfangreichen Änderungen haben wir uns entschieden, den Onlinekurs „Hygienebeauftragter Arzt“ komplett neu aufzusetzen. Allen Bestandskunden wird der neue Kurs kostenfrei in den Account eingebucht. Sie können über den Button “Meine Kurse” zwischen dem bisherigen Kurs und dem neuen wechseln.

Achtung: Nutzer, die den bisherigen Kurs noch nicht abgeschlossen haben, sollten diesen auf alle Fälle zu Ende machen, um den aktuellen Lernstand nicht zu verlieren. Der neue Kurs steht Ihnen dann für weitere 2 Jahre zur Verfügung. Sollten Sie den bisherigen Kurs bereits gebucht, aber noch nicht weit fortgeschritten sein, können Sie alternativ auch mit dem neuen Kurs beginnen.

Die aktualisierten Inhalte stehen auch Nutzern zur Verfügung, die den HBA-Kurs bereits abgeschlossen haben. Unser erklärtes Ziel ist der nachhaltige Trainingserfolg. Dies schließt kontinuierliche Updates ein. Wir wollen, dass unsere Teilnehmer auch nach Abschluß des Kurses auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft bleiben.

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Kurs Hygienebeauftragte MFA Berlin am 17. April 2018

Grundkurs Hygiene 2018 MFA

Präsenztag Hygienebeauftragte MFA Berlin: Am Dienstag, 17. April 2018 findet das nächste Abschlußkolloquium zu unserem meduplus Smart-Learning® Kurs „Hygienebeauftragte MFA“ statt.

Alle Teilnehmer absolvieren zuvor den E-Learning-Teil. Dafür sind ca. 16 Stunden Lernzeit einzuplanen. Im Kurs vor Ort wird das Wissen gefestigt und spezifische Fragestellungen aus der Praxis diskutiert. Der Seminartag endet mit einem Abschlußtestat sowie der Ausgabe der Zertifikate.

Kurs Hygienebeauftragte Medizinische Fachangestellte (HB-MFA)

Mit Frau Kathrin Mann (PRO.Q.MA Gesundheitsmanagement) konnten wir eine starke Partnerin für den Kurs Hygienebeauftragte MFA Berlin gewinnen. Frau Mann ist seit Jahren in der Weiterbildung von Hygienebeauftragten aktiv und Teil des wissenschaftlichen Beirats von meduplus. Für den Kurs Hygienebeauftragte MFA ist sie sowohl für die Inhalte des E-Learning Teils, als auch für die Präsenztage vor Ort verantwortlich. Mehr Informationen finden Sie hier.

Präsenztage und Buchung

Nach erfolgreichem Abschluß der E-Learning-Phase können sich die Teilnehmer zu einem der bundesweit stattfindenden Abschlußseminare anmelden.

Die nächsten Termine für das Abschlußkolloquium sind:

  • Dienstag, 17.04.2018, Berlin
  • Dienstag, 12.06.2018, München
  • Mittwoch, 10.10.2018, Düsseldorf

Weitere Termine können bei Meduplus erfragt werden.

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meduplus und HygNova gemeinsam gegen Infektionen

meduplus und hygnova

Ein starkes Team für die Hygiene: meduplus und HygNova. Das Foto zeigt meduplus Geschäftsführer Dr. Ansorg (mitte) mit Dr. Khaljani (rechts), Geschäftsführer von HygNova, auf dem Bundeskongress Chirurgie 2018; gemeinsam mit Frau Mann (links, PRO.Q.MA Gesundheitsmanagement UG), die bei meduplus für die Fortbildungen für MFA zuständig ist.

HygNova

HygNova bietet neuartige Methoden zum Monitoring von Händedesinfektionen an. Das Besondere dabei ist, dass das Personal keine tragbaren Sensoren mitführen muss und mit Sensorik sowie besonderen Mustererkennungsalgorithmen erstmalig weltweit anonym alle 5 WHO-Momente der Händedesinfektion abgeleitet werden können.

Die gesammelten Informationen sind für Hygiene-Experten permanent verfügbar. Da das zentrale Thema Hygiene aber auf breite Schultern gestellt werden muss, freuen wir insbesondere über die neue und enge Kooperation mit HygNova.

meduplus und HygNova: Ein starkes Team

Da die Initiatoren von HygNova, genauso wie bei meduplus, Mediziner sind, orientieren sich die Angebote präzise an den Bedürfnissen des medizinischen Personals. Aktuelles Wissen wird modern und effizient vermittelt, so dass insgesamt die Behandlungsqualität für Patienten steigen kann.

Improve Plus & Advance Plus: Der nächste Schritt gegen resistente Keime

Zusammen entwickeln HygNova und Meduplus ein multimodales Interventionsprogramm Advance Plus, welches die bewährten Vorteile von Meduplus Smart Learning® mit der lückenlosen Überprüfbarkeit der Händedesinfektionsquote von HygNova verbindet. Laden Sie gerne die Informationen zu unserem Programm für Kliniken und/oder Praxen herunter:

Für Kliniken

IMPROVE PLUS

Für Praxen

ADVANCE PLUS

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Abschlußkolloquium Hygienebeauftragter Arzt in Ludwigshafen

Am 02. und 03. März 2018, findet das Abschlußkolloquium Hygienebeauftragter Arzt in Ludwigshafen nach der meduplus Smart Learning®-Methode statt. Auch dieses Abschlußkolloquium wird in Kooperation mit dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) organisiert. Die Leitung übernimmt erstmalig PD Dr. Klaus Schröppel (medhyg), der seit letztem Jahr Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von meduplus ist.

Abschlußkolloquium Hygienebeauftragter Arzt in Ludwigshafen

Der Kurs ist mit 61 CME-Punkten zertifiziert und findet im BG Krankenhaus Ludwigshafen statt. Die vollständige Adresse lautet:

BG Krankenhaus Ludwigshafen
Ludwig-Guttmann-Str. 13
67071 Ludwigshafen

Mehr Informationen und Buchung

Bitte beachten Sie, dass vor der Anmeldung zum Abschlußkurs der E-Learning-Teil abgeschlossen sein muss. Möchten Sie mehrere Teilnehmer anmelden? Kontaktieren Sie uns gern für ein individuelles Angebot.

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Müssen RDG jährlich validiert werden?

RDG

Müssen Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) jährlich validiert werden?

Nein.

Validierung von Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG)

Ein Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) ist ein Gerät zur maschinellen Aufbereitung von wiederverwertbaren Medizinprodukten. Auf Grund der vollständigen Validierbarkeit sind RDG, wenn möglich, vorrangig anzuwenden.

Bei der Revalidierung gibt es keine amtliche Verpflichtung zu einem bestimmten Turnus (zum Beispiel jährlich). Wenn man bestimmte Software zur Überprüfung installiert, kann die Revalierung SO LANGE ENTFALLEN, wie die Werte übereinstimmen. Das heißt, unter Umständen, viele Jahre.

Haben Sie es gewußt? – Sehr gut!

Aber wissen auch alle Kolleginnen und Kollegen im Ärzte- und Pflegeteam so gut Bescheid wie Sie?

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Abschlußkolloquium Hygienebeauftragter Arzt in Stuttgart

Ende diesen Monats, am 24. und 25. November 2017, findet das Abschlußkolloquium Hygienebeauftragter Arzt nach der meduplus Smart Learning®-Methode in Stuttgart statt. Auch dieses Abschlußkolloquium wird in Kooperation mit dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) organisiert. Die Leitung übernimmt erstmalig PD Dr. Klaus Schröppel (medhyg), der seit diesem Jahr Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von meduplus ist.

Der Kurs ist mit 60 CME-Punkten zertifiziert und findet im Diakonissenmutterhaus der Olgaschwestern in Stuttgart statt. Die vollständige Adresse lautet:

Diakonissenmutterhaus der Olgaschwestern
Hackstraße 60
70190 Stuttgart

Mehr Informationen und Buchung

Bitte beachten Sie, dass vor der Anmeldung zum Abschlußkurs der E-Learning-Teil abgeschlossen sein muss. Sie finden die Anmeldung auf dem Dashboard.

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Neuer Kurs: Hygienebeauftragte Medizinische Fachangestellte (MFA)

Händehygiene 2018 MFA

Hygienebeauftragte Medizinische Fachangestellte (MFA) können ab sofort mit der Smart-Learning-Methode® ausgebildet werden. Diese neue Fortbildungsmethode entlastet Budgets und Dienstpläne von Gesundheitseinrichtungen bei gesetzlich vorgeschriebenen Hygieneschulungen.

Mit Frau Kathrin Mann (PRO.Q.MA Gesundheitsmanagement) konnten wir eine starke Partnerin für den Kurs gewinnen. Frau Mann ist seit Jahren in der Weiterbildung von Hygienebeauftragten aktiv und Teil des wissenschaftlichen Beirats von meduplus. Für den Kurs Hygienebeauftragte MFA ist sie sowohl für die Inhalte des E-Learning Teils, als auch für die Präsenztage vor Ort verantwortlich.

Kurs Hygienebeauftragte Medizinische Fachangestellte (HB-MFA)

  • Nach dem Curriculum Dt. Ges. für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Bayerischen Landesärztekammer
  • 3 umfangreiche Module
    1. Hygienemanagement betrieblich-organisatorisch (Modul 1)
    2. Maßnahmen der Infektionsprävention (Modul 2)
    3. Infektionserreger, Multiresistenz, Ausbruchsprävention und -management (Modul 3)
  • Blended Learning nach der meduplus Smart Learning® Methode
  • Abschluß mit dem Zertifikat „Hygienebeauftragte MFA“
  • Insgesamt 24 UE Fortbildung
  • Nur 1 statt 3 Tage Präsenz
  • Auch als Refresher-Kurs für erfahrene Hygienebeauftragte MFA verfügbar

Die HB-MFA-Qualifikation wurde streng nach den Vorgaben im Curriculum für Hygienebeauftragte Medizinische Fachangestellte der Bayerischen Landesärztekammer und der KV Bayern entwickelt.

Es bestehen Kooperationen mit vielen ärztlichen Berufsverbänden, die auch für Mitarbeiter von Mitgliedern rabattierte Preise anbieten. Kontaktieren Sie uns oder Ihren Berufsverband für weitere Informationen.

meduplus Smart Learning

meduplus Smart Learning® besteht aus drei perfekt aufeinander abgestimmten Teilen:

  1. Ein modernes E-Learning System mit exzellenter Didaktik
  2. Deutlich verkürzte Präsenzveranstaltungen
  3. Kontinuierliche Updates & Lern-Community

Mit Hilfe der ausgeklügelten Software wird das vorhandene Vorwissen ebenso berücksichtigt wie der individuelle Lernfortschritt. Wo Wissenslücken bestehen, werden Lernmodule zur Vertiefung angeboten. Bestehendes Vorwissen wird belohnt und führt zu deutlich verkürzten Lernzeiten.

Es bestehen Kooperationen mit vielen ärztlichen Berufsverbänden, die auch für Mitarbeiter von Mitgliedern rabattierte Preise anbieten. Kontaktieren Sie uns oder Ihren Berufsverband für weitere Informationen.

Präsenztage und Buchung

Nach erfolgreichem Abschluß der E-Learning-Phase können sich die Teilnehmer zu einem der bundesweit stattfindenden Abschlußseminare anmelden. Die nächsten Termine für das Abschlußkolloquium sind:

  • Mittwoch, 18.10.2017, Berlin
  • Mittwoch, 29.11.2017, München
  • Donnerstag, 7.12.2017, Hamburg

Auch die Termine für 2018 stehen bereits fest und können bei Meduplus erfragt werden.

Jetzt buchen!

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Test content for internal Blog

This section shows news, updates as well as legal changes within the topic of hospital hygiene.

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Zusätzlicher HBA Präsenztag für Niedergelassene Ärzte

Kurse für Ärzte

Auf Grund der großen Nachfrage findet am 3. und 4. November 2017 ein weiterer Hygienebeauftragter Arzt HBA Präsenztag (Mehr Informationen) 2017 in Hannover unter Leitung von Professor Kramer (Universitätsklinikum Greifswald) und Dr. Peter Kalbe statt. Der Kurs ist mit 60 CME-Punkten zertifiziert.

Bei dem Kurs handelt es sich um einen HBA-Spezialkurs mit Fokus auf die ambulante Versorgung. Das Abschlußkolloquium eignet sich aber auch für in der Klinik tätige Ärzte und schließt mit dem Zertifikat „Hygienebeauftragter Arzt“ ab.

Bitte beachten Sie, dass vor der Anmeldung zum Abschlußkurs der E-Learning-Teil abgeschlossen sein muss.

Möchten Sie mehrere Teilnehmer anmelden? Kontaktieren Sie uns gern für ein individuelles Angebot.

Zur Anmeldung loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten auf www.meduplus.de ein. Nach dem Einloggen finden Sie alle Termine auf der rechten unteren Seite.

HBA Präsenztag: Hygienebeauftragter Arzt 2017 & 2018

Datum Ort
13. – 14.10.2017 Berlin
03. – 04.11.2017 Hannover (Spezialkurs für Niedergelassene)
23. – 24.02.2018 Dortmund (Spezialkurs für Gastroenterologen)
23. – 24.03.2018 Berlin
04. – 05.05.2018 Berlin
19. – 20.10.2018 Berlin
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30. Kongress der Surgical Infection Society 2017 (SIS-E)

Surgical Infection Society

Vom 7.-9. Juni 2017 findet in Hamburg der 30. Kongress der Surgical Infection Society (SIS-E) statt. Am 7. Juni findet der Empfang in der Elbphilharmonie statt.

Für die Teilnahme am Kongress erhalten Sie 20 Fortbildungspunkte.

Das finale Programm können Sie hier herunterladen.

Grußwort des Präsidenten

„Tradition and Future – the theme of this years Congress on Surgical Infections – where the Tradition of this society meets the Future of surgical infections. New insights in antibiotics, in multidrug resistance, in anstomotic leakages are examples for daily challenges in our hospitals all over Europe.
Over two days, the congress programme will update you with insightful presentations and Pro-Con debates by experts in the field of surgical infections.“

– Jörg Schröder (Congress Organiser / SIS-E President)

Surgical Infection Society (SIS-E)

Die Surgical Infection Society Europe (SIS-E) positioniert sich als einzige europäische Gesellschaft, die sich auf die Prävention, Diagnose und Behandlung von (post-) operativen Wundinfektionen spezialisiert hat. Die Teilnahme am Kongress bietet das ideale Update und internationale Expertise auf höchstem Niveau.

Die Haupt-Themenfelder des diesjährigen Kongress sind:

  • Vakuumtherapie am offenen Abdomen
  • Neue Erkenntnisse in der rationalen Antibiotikatherapie
  • Herausforderung multiresistente Erreger in der Chirurgie: Welche Zusatzmaßnahmen machen Sinn?
  • Management von Sepsis und septischem Schock
  • Neue Perspektiven bei Anastomoseninsuffizienz
  • Management großer Bauchwandhernien
  • Weichteil- und Knocheninfektionen
  • Prävention von Wundinfektionen

Die Registrierung ist bis zum 1. Juni 2017 hier möglich.

Kongresswebseite
Kongressprogramm

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70% der katheterassoziierten Blutstrominfektionen (CABSI) vermeidbar

CABSI vermeidbar

Durch geeignete infektionspräventive Maßnahmen können bis zu 70 Prozent der katheterassoziierten Blutstrominfektionen (CABSI) vermieden werden, so die Krankenhaushygienikerin Svenja Liebler, Ingelheim, beim Symposium „Mehr Sicherheit in Anästhesie und Intensivmedizin – was sollte man wissen?“.

Für die effektivere Vermeidung dieser Infektionen, hat die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert Koch-Institut ihre Empfehlungen umfangreich aktualisiert und im Januar 2017 veröffentlicht.

Empfehlung ist Teil des meduplus Updates 2017

Als Mitglied der KRINKO hat unser Hauptautor Professor Kramer diese Empfehlung mit erarbeitet. In unserem Update 2017 sind die Empfehlungen somit selbstverständlich schon enthalten.

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Gute Noten für das Abschlusskolloquium

Kurse für Ärzte

Vom 3.-4. Februar 2017 fand das Abschlusskolloquium zum meduplus Smart-Learning-Kurs für Hygienebeauftragte Ärzte in Berlin statt. Zuvor hatten alle Teilnehmer den Online Kurs bereits erfolgreich abgeschlossen. Gewohnt routiniert konnte Professor Kramer aus Greifswald das sehr interdisziplinäre Publikum in seinen Bann ziehen und für das Thema Hygiene begeistern. Insgesamt wurden an diesem Wochenende knapp 60 Teilnehmer fortgebildet.

Evaluierung des Abschlusskolloquium

Die Evaluierungs-Ergebnisse der Teilnehmer bestätigen nun diese positive Einschätzung. Professor Kramer war es bereits in vorherigen Präsenzttagen, nach Aussage einzelner Teilnehmer, möglich das „Interesse für dieses ‚trockene‘ Thema zu wecken“. Andere lobten die Praxisorientierung und die Qualität der Inhalte sowie die fachliche Kompetenz von Professor Kramer.

„Sehr erkenntnisreiche Fortbildung, sehr gute Präsentation,
sehr empfehlenswert!“

– ein Teilnehmer über das Abschlusskolloquium

Auch in der Gesamtbeurteilung schnitt der Kurs gut ab. Im Schnitt wurde der Kurs mit der Note 1,4 bewertet.

Gute Noten für den neuen Online Kurs

Von großem Interesse für die Veranstalter war auch die Bewertung des neuen meduplus E-Learning-Angebots. Nachdem etwa 1.000 Hygienebeauftragte Ärzte über den Kurs im [eCME-Center] fortgebildet worden waren, konnte der didaktisch aufgearbeitete Kurs von meduplus Ende letzten Jahres allen Teilnehmern zur verfügung gestellt werden.

Dabei ergaben sich gute Notenwerte aus der Aktualität (Sehr Gut: 42%, Gut: 53%), Strukturierung (Sehr gut: 11%, Gut: 68%) sowie bei der Flexibilität des Lernens (Sehr Gut: 53%, Gut: 42%). Genau diese Punkte waren der Grund, weshalb das neue Lernkonzept meduplus Smart Learning ins Leben gerufen wurde.

Unabhängig vom Kurs waren sich jedoch alle Teilnehmer in zwei Punkten einig: Es sollten mehr Kurse mit E-Learning-Teil angeboten werden und der Kurs kann bedingungslos weiterempfohlen werden.

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Präsenztag: 3. & 4. Februar 2017 (Berlin)

Präsenztag Hygienebeauftragter Arzt

Am 3. und 4. Februar findet der erste Präsenztag 2017 zur Erlangung des Titels Hygienebeauftragter Arzt in Berlin unter Leitung von Professor Kramer (Universitätsklinikum Greifswald) statt.

Es sind noch wenige Restplätze verfügbar.

Die Anmeldung ist bis Mittwoch, 1. Februar 2017 möglich. Bitte beachten Sie, dass vor der Anmeldung der E-Learning-Teil abgeschlossen sein muss.

Nach Abschluss aller Fragen sowie des Testats, können Sie sich auf dem Dashboard zu dem gewünschten Präsenztag anmelden.

Präsenztag Hygienebeauftragter Arzt 2017

Weitere Termine 2017 für den Präsenztag Hygienebeauftragter Arzt:

05.-06. Mai 2017, Berlin
07.-08. Oktober 2017, Berlin

Mehr Informationen und Beratung

Gerne stehen wir auch telefonisch zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

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BDC-Pressemitteilung: Debatte um Krankenhaushygiene

nicht erfüllte Hygieneempfehlungen

Diskreditierung statt Patientenaufklärung

Berlin, 19. Januar 2017: Chirurgen kritisieren die Berichte des Recherchenetzwerkes „Correctiv“ und des ARD-Magazins „Plusminus“ zur Hygiene in deutschen Krankenhäusern. Transparenz sei das Motiv der kürzlich veröffentlichten Auswertung der Krankenhausqualitätsberichte und Daten des BKK Landesverbandes Nordwest. Wieviel Nutzen diese vermeintliche Transparenz auf Grundlage veralteter Daten für Patienten wirklich hat ist fraglich. Klar ist, seit der Veröffentlichung stehen einige Krankenhäuser auf der „roten Liste“. Diese Einteilung ist zweifelhaft und wird vom Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) kritisiert.

„Es werden einige Krankenhäuser auf der Übersichtskarte fälschlicherweise an den Pranger gestellt“, erklärt Vizepräsidentin des BDC Prof. Dr. med. Julia Seifert. „Patienten werden verunsichert und nicht gestärkt.“

Als Ergebnis der Auswertung können Patienten über „Correctiv“ auf eine Übersichtskarte zugreifen, die rot und grün markierte Krankenhäuser zeigt – also welches Krankenhaus im Jahr 2014 „Minimalkriterien“ an Hygienepersonal erfüllt und welches nicht. Grundlage dafür sind Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) des Robert Koch-Institutes von 2009. Diese Empfehlungen werden allerdings falsch dargestellt: denn laut KRINKO-Empfehlung müssen Krankenhäuser ab 400 Betten ausschließlich einen Krankenhaushygieniker beauftragen – in der Auswertung heißt es aber, dass diese 400-Betten-Grenze auch für hygienebeauftragte Ärzte und Pfleger gelte.

„Die Auswertung vermittelt, dass Hygienestandards in rot markierten Kliniken nicht ausreichend seien – Krankenhäuser werden diskreditiert“, so Seifert. „Ausreichendes Hygiene-Fachpersonal in Kliniken ist auf jeden Fall notwendig. Maßgeblich sind allerdings auch die generelle Personalausstattung sowie die Arbeitsauslastung innerhalb der Krankenhäuser“, erklärt Seifert. „Denn auch das Hygiene-Fachpersonal ist machtlos, wenn die Zeit fehlt, um z. T. aufwendige Hygienestandards einzuhalten. Politik und Krankenhausleitungen müssen die Rahmenbedingungen schaffen, sodass sich alle Angestellten im Krankenhaus mehr Zeit für Hygienemaßnahmen nehmen können.“

Bis zum 31.12.2016 wurde bewusst eine bundesweite Übergangsregelung zur Umsetzung der KRINKO-Empfehlungen geschaffen, da zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novellierungen der Hygieneverordnungen klar war, dass nicht ausreichend Personal aus- bzw. weitergebildet werden könne. Die Übergangsregelung war 2014, also zum Zeitpunkt der Datenerhebung, noch in Kraft. Diese Regelung wird in der Auswertung ebenfalls nicht beachtet.

(Berlin, 19.01.2017)

Zum Artikel im Blog des BDC

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Axel Kramer: Erneute Berufung in die KRINKO

Infektionsprävention bei Gefäßkathetern

Im Dezember 2016 ist Professor Kramer vom Bundesministerium für Gesundheit erneut in die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) berufen worden. Dies teilte das Ministerium mit.

Die Erneute Berufung in die KRINKO ist für drei Jahre gültig und erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit in Abstimmung mit den obersten Landesgesundheitsbehörden. In einem Schreiben wurde Professor Kramer für das bisherige Engagement gedankt und die besten Wünsche für den weiteren Erfolg ausgesprochen.

Prof. Dr. Axel Kramer

Prof. Dr. med. habil. Axel Kramer ist hauptamtlich Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin und leitet seit 1990 das Institut für Hygiene und Umweltmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. In dieser Funktion vereint er die Lehrtätigkeit mit Forschung und der hygienischen Betreuung des Greifswalder Universitätsklinikums. Er ist Gründungsmitglied und Präsident der „Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene“ (DGKH).

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von meduplus

Prof. Dr. med. habil. Axel Kramer ist Referent, Hauptautor des Skriptes und festes Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von meduplus. Er ist inhaltlich hauptverantwortlich für die Kurse Hygienebeauftragter Arzt und Hygienebeauftragte in der Pflege.

Als Referent der meduplus-Abschlußkoloquien ist er bei unseren Teilnehmern hochgeschätzt und steht auch nach Abschluß der Kurse mit Rat und Tat zur Verfügung.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?

Hier finden Sie unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Kontakt

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Diskussion um die Nichterfüllung der Hygieneempfehlungen

Nach Recherchen des ARD-Magazins „Plusminus“ und des Recherchezentrums Corrective.org wird 26% der Kliniken vorgeworfen die Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts nicht zu erfüllen.

Der Bericht stellt heraus, dass die Anforderungen und Richtlinien des RKI und des Gesundheitsministeriums aufgrund der aktuellen Personalsituation nicht befriedigend abgedeckt werden können. Ausgebildete Krankenhaushygieniker fehlen in vielen Kliniken und die relativ langwierige Ausbildung kann nicht einfach in Crashkursen nachgeholt werden.

Hygienebauftragte Ärzte und Pflegekräfte

Beim Mittelbau des Hygienefachpersonals, also bei den Hygieneverantwortlichen Ärzten und Pflegekräften, sind leichter Fortschritte zu machen. Hier können die Kliniken und Praxen ihren Bedarf durch gezielte Schulungsmaßnahmen selbst decken. Deshalb werden die Vorgaben des RKI bezüglich der Hygieneverantwortlichen Ärzte und Pflegekräfte von einem Großteil der Kliniken eingehalten und geschultes Personal vorgehalten.

meduplus Smart Learning Methode

Als Dienstleister zur Ausbildung von Hygienebeauftragten Ärzten und Pflegekräften sind wir genau in diesem Segment tätig und unterstützen Kliniken im gesamten Bundesgebiet dabei, Hygienebeauftragte auszubilden und sie kontinuierlich fortzubilden.

Dazu haben wir die Meduplus Smart Learning Methode entwickelt. Sie vermittelt und aktualisiert das erforderliche Fachwissen von Hygienebeauftragten Ärzten und Pflegekräften in 3 Schritten:

  1. Blended-Learning-Fortbildung zum Hygienebeauftragten (E-Learning plus Präsenzveranstaltung mit Prüfung)
  2. Kontinuierliche Updates und Community für Hygienebeauftragte
  3. Lehrmaterialien für Hygienebeauftragte zur Vermittlung von Hygiene-Fachwissen bei nachgeordneten Mitarbeitern im Ärzte- und Pflegebereich

Gemeinsam mit unseren Partnern, allen voran die Berufsverbande der Chirurgen, Internisten, Urologen, Dermatologen und Anästhesisten, haben wir bereits über 1.000 Hygienebeauftragte ausgebildet und versorgen sie kontinuierlich mit aktuellem Fachwissen.

Wir beraten Sie bei der Fortbildung von Hygienebeauftragten

Wir beraten Kliniken, Praxen, Pflegeeinrichtungen und Verbände und bieten Volumenlizenzen und Rahmenverträge. Unsere Experten entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Schulungskonzept für Ärzte, Pflege- und Assistenzpersonal. Kontaktieren Sie uns mit konkreten Fragen. Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter können weiterhelfen und Fragen beantworten.

Kontakt

Weiterführende Links

KRINKO-Empfehlung des Robert-Koch-Instituts
„Schlampige Hygiene im Krankenhaus führt zu mehr Toten als im Straßenverkehr“ – Corrective.org
„Streit um Einhaltung der Hygienevorschriften in Kliniken“ – Ärzteblatt

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Herzlich Willkommen bei meduplus Smart-Learning

Neuberufung in KRINKO: Axel Kramer

Liebe Nutzer des [eCME-Center],
wir freuen uns Sie bei meduplus Smart Learning zu begrüßen.

Als Bestandskunde im [eCME-Center] haben Sie ein exklusives, kostenfreies Upgrade erhalten. Ihre Nutzerdaten wurden automatisch zu meduplus übertragen.

Mit der folgenden Einführung wollen wir Sie mit meduplus Smart Learning vertraut machen. Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und folgen Sie uns auf eine kurze Rundtour.

Was ist neu?

Das alte System hat in vielen Punkten nicht unseren Anforderungen genügt. Deshalb haben wir noch einmal alles komplett überarbeitet und herausgekommen ist meduplus Smart Learning. Ein neuartiges Blended-Learning-Konzept. Dieses setzt sich zusammen aus:

  1. Einem modernen E-Learning System mit exzellenter Didaktik
  2. Deutlich verkürzten Präsenzveranstaltungen
  3. Kontinuierlichen Updates & Lern-Community

Mit Hilfe der ausgeklügelten Software wird das vorhandene Vorwissen ebenso berücksichtigt wie der individuelle Lernfortschritt. Wo Wissenslücken bestehen, werden Lernmodule zur Vertiefung angeboten. Bestehendes Vorwissen wird belohnt und führt zu deutlich verkürzten Lerneinheiten. Mehr Lesen

Wie geht es los?

Wir empfehlen zunächst, dass Sie Ihre persönlichen Daten überprüfen. Diese Daten finden sich später auch auf Ihrem Zertifikat wieder. Sie finden diese im linken Menü, ganz unten unter Profil.

Zudem sollten Sie ein Profilbild hochladen. Mit diesem ist es für andere Teilnehmer in der Community einfacher, Sie zu erkennen.

Danach können Sie direkt mit dem Lernen anfangen. Im ersten Kapitel findet sich ein Tutorial mit einer Erklärung des Systems und seiner Besonderheiten. Zudem finden Sie dort Hilfestellungen zur Kurz- und Langversion. Klicken Sie hier um in das Einführungskapitel zu gelangen.

Haben Sie Fragen? Die wichtigsten Fragen zu unserem System haben wir hier beantwortet. Gerne steht Ihnen zudem unser Support-Team unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:
E info@meduplus.de
T +49 (0) 30 – 555 792 555

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Frage der Woche: Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: „Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?“

Nicht unbedingt. Eine Studie zeigt: Toleranzen gegenüber bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln sind keine Seltenheit.

Antiseptik und Desinfektion sind ohne Frage von hohem Nutzen in der Prävention nosokomialer Infektionen. Eine ausführliche Literaturstudie des RKI hat nun aber ergeben, dass Infektionserreger gegenüber ausgewählten bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln unempfindlicher werden, sich also sogenannte Toleranzen entwickeln können. Darüber hinaus sind Kreuztoleranzen bzw. -resistenzen möglich, sodass sich parallel Toleranzen zu anderen bioziden Wirkstoffen sowie Antibiotika entwickeln können.

Zu diesen Bakterien zählt zum Beispiel Chlorhexidindigluconat (CHG), eine antimikrobiell wirksame Substanz, welche in der Patientenversorgung nicht selten eingesetzt wird. Weitere bedeutsame Beispiele sind Triclosan und Benzalkoniumchlorid. Für Kliniken weisen die drei eine besonders hohe Relevanz und Verwendung auf.

Kann man auf biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln verzichten?

„Ein biozider Wirkstoff, der bei Bakterienspezies mit großer klinischer Relevanz starke und stabile Toleranzen auslösen kann, jedoch keinen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit leistet bzw. keinen Nutzen für den Patienten aufweist, ist verzichtbar.“ (Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020).

Um die antimikrobielle Wirksamkeit von Desinfektionsmittel und Antiseptika nicht zu verlieren, sollten in jedem Fall Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen werden. Dafür geben wir Ihnen nun ein paar Hinweise an die Hand:

Aufgrund niedriger Wundinfektion – und Septikraten, eignen sich Produkte auf Basis von Alkohol mit Zusatz eines nachweislich wirksamen Wirkstoffs, wie z.B. CHG, besonders gut für die Hautantiseptik. Zur Wundantiseptik weisen Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit sowie PVP-Iod das niedrigste Potenzial zur Toleranzbildung auf. Für die Desinfektion von großen Flächen, sollten Desinfektionsmittel auf Basis von Peroxiden oder Natriumhypochlorit bzw. Alkoholen bei kleinen Flächen das Mittel der Wahl sein.

Achten Sie bei Ihrem Händedesinfektionsmittel auf eine ausreichend wirksame Konzentration an Alkoholen, Hautpflegestoffen und Wasser. Unverzichtbar ist zudem eine gute Hautverträglichkeit, insbesondere bei häufiger Anwendung. Bei alkoholischen Händedesinfektionsmitteln, die weitere biozide Wirkstoffe enthalten, zeigt sich keine verbesserte Wirksamkeit, sondern eher ein Risiko für Nebenwirkungen. Daher sollte und kann ganz bewusst auf diese verzichten werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020 vom 24.09.2020 Link
  • meduplus Grundkurs Händehygiene für Ärzte 2020 Link

Mehr Informationen und Beratung

Fordern Sie unverbindlich weitere Informationen zu unserem Schulungsprogramm an. Einfach unten eintragen! Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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Präsenztag: Hygienebeauftragte in der Pflege

Am Freitag, den 18.11.2016, haben wir in Berlin unsere ersten Teilnehmer des Kurses „Hygienebeauftragte in der Pflege“ fortgebildet. Das meduplus Smart Learning-Konzept stieß geschlossen auf gute Resonanz. Alle Teilnehmer haben den Kurs mit Erfolg abgeschlossen.

Erstes Abschlußkolloquium für Hygienebeauftragte in der Pflege

Pünktlich um 9:00 Uhr wurde der Tag von meduplus Geschäftsführer Dr. Jörg Ansorg eröffnet. Als routinierte Referentin konnte Frau Bettina Kramer gewonnen werden, ihres Zeichens Fachkrankenschwester für Hygiene und Umweltmedizin und verantwortlich für Hygiene in der Pflege am Vivantes Klinikum Berlin.

Hygienebeauftragte Pflege Präsenztag

Im ruhigen Ambiente des Novotel Berlin Tiergarten wurden zunächst die Grundlagen besprochen und, durch geschickte Fragen durch die Referentin, mögliche Problemgebiete der Teilnehmer erforscht. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen der Pflege. So war es für alle Beteiligten hochinteressant, die verschiedenen Vorgehensweisen und Vorschriften zu verbinden.

Praktische Übung am Händedesinfektions-Simulator

Beim Desinfektions-Check wurde den Teilnehmern sprichwörtlich auf die Finger geschaut – erreicht die hygienische Händedesinfektion wirklich die gesamte Hand?

Hygienebeauftragte Pflege Präsenztag

Gegen Ende wurden mit einem Testat auch letzte Wissenslücken überprüft. Mit dem Ergebnis, dass wir unsere Teilnehmer geschlossen beglückwünschen können! Alle haben Ihren Abschluss gemacht und das Zertifikat Hygienebeauftragte in der Pflege / Link Nurse erhalten.

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Präsenztag Hygienebeauftragter Arzt

meduplus Präsenztag

Vom 7.-8. Oktober fand der abschließende Präsenztag zu unserem Modul mit Abschluss Hygienebeauftragter Arzt in Berlin statt. Gewohnt routiniert konnte Professor Kramer aus Greifswald das sehr interdisziplinäre Publikum in seinen Bann ziehen und für das Thema Hygiene begeistern. Mit knapp 100 Teilnehmern war der Präsenztag ausgebucht.

Die Evaluierungen der Teilnehmer bestätigen nun diese Einschätzung, Professor Kramer war es, nach Aussage einzelner Teilnehmer, möglich das „Interesse für dieses ‚trockene‘ Thema zu wecken“. Andere lobten die Praxisorientierung und die Qualität der Inhalte sowie die fachliche Kompetenz von Professor Kramer.

„[…] hervorragend, unterhaltsam, informativ, praxisorientiert mit vielen Gelegenheiten für konkrete Probleme und Fragen!““
– ein Teilnehmer über den Präsenztag

Gute Noten für das Abschlusscoloquium Hygienebeauftragter Arzt

Entsprechend gut fielen die Benotungen aus:

Kategorie Note
Erkenntnisgewinn 1,2
Praxisrelevanz 1,2
Inhalt 1,0
Gesamtmittelwert 1,2

Bei so viel Lob gab es auch Kritik für das alte E-Learning-Modul. Dieser Präsenztag war der letzte, bei dem die Teilnehmer das alte E-Learning-Modul vorher abschließen mussten. Ab sofort werden die Schulungen des BDC nun auch über Meduplus im neuen und moderenen Smart Learning Modul angeboten.

meduplus Smart Learning

Der meduplus Smart Learning-Ansatz besteht aus drei perfekt aufeinander abgestimmten Teilen:

  1. Ein modernes E-Learning System mit exzellenter Didaktik
  2. Deutlich verkürzte Präsenzveranstaltungen
  3. Kontinuierliche Updates & Lern-Community

Mit Hilfe der ausgeklügelten Software wird das vorhandene Vorwissen ebenso berücksichtigt wie der individuelle Lernfortschritt. Wo Wissenslücken bestehen, werden Lernmodule zur Vertiefung angeboten. Bestehendes Vorwissen wird belohnt und führt zu deutlich verkürzten Lerneinheiten.

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Neues Lernen in der Medizin

Hygienebeauftragter Arzt, Hygienebeauftragte Pflegekraft, Hygienebeauftragte MFA

Berliner Unternehmen entlastet Budgets und Dienstpläne von Gesundheitseinrichtungen bei gesetzlich vorgeschriebenen Hygieneschulungen

Hygienebeauftragte Ärzte (HBA) und Hygienebeauftragte Pflegekräfte (HBP)

Die Prävention nosokomialer Infektionen ist eine bedeutsame Herausforderung im deutschen Gesundheitssystem. Längst empfehlen führende Forschungseinrichtungen, wie das Robert-Koch-Institut, und der Gesetzgeber die Fortbildung von Ärzten, Pflege- und Assistenzpersonal zu Hygienebeauftragten in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Praxen. Diese haben die Aufgabe, das am Patienten tätige medizinische Fachpersonal kontinuierlich und lückenlos zu Hygienethemen zu Schulen.

Das Problem: Etablierte Fortbildungen mit persönlicher Präsenz dauern bis zu fünf Tage und belasten Dienstpläne und Budgets durch Abwesenheiten und hohe Seminar- und Reisekosten.

Meduplus Smart Learning Methode

Eine Lösung für dieses Problem stellt das Berliner Unternehmen meduplus nun unter dem Namen Smart Learning vor. Meduplus verbindet dabei die Elemente E-Learning, exzellente Didaktik, verkürzte Präsenzveranstaltungen und kontinuierliche Updates zu einem abgestimmten Fortbildungspaket. Diese innovativen Lernmethoden werden mit einer ausgeklügelten Software auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Teilnehmers abgestimmt.

Dabei wird das vorhandene Vorwissen ebenso berücksichtigt wie der individuelle Lernfortschritt. Wo Wissenslücken bestehen, werden Lernmodule zur Vertiefung angeboten. Bestehendes Vorwissen wird belohnt und führt zu deutlich verkürzten Lerneinheiten.

„Im Ergebnis holen wir unsere Teilnehmer bei ihrem individuellen Vorwissen ab, erhöhen mit spielerischen Wechseln von Wissensvermittlung und Assessments die Lerneffizienz und verbinden selbst trockene Passagen mit Spaß am Lernen,“ sagt Dr. Jörg Ansorg, Geschäftsführer von meduplus. Der ausgebildete Chirurg beschäftigt sich seit über einem Jahrzehnt mit innovativen Lernmethoden in der medizinischen Weiter- und Fortbildung.

„Grundlage für eine exzellente Kursqualität ist die Zusammenarbeit mit renommierten Hygieneexperten aus dem In- und Ausland,“ berichtet Prof. Dr. Claus Bartels, Geschäftsführer bei meduplus. Bartels, ebenfalls gelernter Chirurg, war ärztlicher Direktor von Groß- und Universitätskliniken und kennt die Probleme bei der Umsetzung der Hygiene- und Qualitätsanforderungen vor Ort.

Moderne Hygiene-Fortbildung für Kliniken und Praxen

Gemeinsam eint Ärzte, Pflege- und Assistenzpersonal ebenso wie die kaufmännische Leitung das Ziel, die Ausbreitung nosokomialer Infektionen auf lange Sicht zu senken und die Patientenbehandlung zu verbessern. „Die Herausforderung besteht darin, dieses hohe Ziel auch bei knappen Ressourcen im Auge zu behalten. Mit den Blended-Learning-Kursen für Hygienebeauftragte erhöhen wir Qualität und Sicherheit und schonen gleichzeitig Personal- und Zeitbudgets von Kliniken und Praxen.“

Ab sofort können mit der meduplus Smart Learning Methode Hygienebeauftragte in der Pflege (HBP) und Hygienebeauftragte Ärzte (HBA) mit erheblich geringerem Zeitaufwand ausgebildet und kontinuierlich werden.

Elektronische Lerneinheiten für gesetzlich vorgeschriebene Hygieneschulungen ganzer Ärzte- und Pflegeteams in Klinik und Praxis werden in naher Zukunft folgen.

meduplus GmbH

Wir machen Kliniken und Praxen sicherer und begeistern mit modernen Lernkonzepten.
Innovativ heißt bei uns, fortschrittliche Lernmethoden und perfektes Design mit einem Mehrwert zu verbinden. Expertenwissen und unsere Erfahrungen als Mediziner sorgen für eine professionelle Umsetzung, hohe Effizienz und eine nachhaltige Verbesserung medizinischer Weiter- und Fortbildung.

Medical Education MEDU plus GmbH
Rosenthaler Straße 34/35
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Mail: info@meduplus.de
Fon:  030-555792-550
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