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Warum Fortbildungen in der Pflege so wichtig sind

In diesem Beitrag befassen wir uns mit den verschiedenen Gründen, warum Fortbildungen in der Pflege so wesentlich sind: vom Erhalt und der Verbesserung der Fähigkeiten bis hin zur Zeitersparnis. 

Warum Fortbildungen in der Pflege so wichtig sind

Als Pflegefachkraft steht man ständig vor neuen Herausforderungen und muss sich stetig an neue Situationen anpassen. Eine aktuelle und regelmäßige Fortbildung ist daher unerlässlich, um die Patienten und Patientinnen qualitativ hochwertig und sicher versorgen zu können. Denn nur so können die Erkenntnisse aus der Forschung und neue Behandlungsmethoden in der Pflege angemessen umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet die Fortbildung die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen und Wissen aufzufrischen, die den Umgang mit Patientinnen und Patienten erleichtern. 

Einblick in den Bedarf an Fortbildungen

Der Personalbedarf in der Pflege steigt bereits jetzt kontinuierlich. Insbesondere, wenn die Generation der „Babyboomer“ pflegebedürftig wird, ist es absehbar, dass weiteres geschultes Pflegepersonal benötigt wird. Die Babyboomer wurden zwischen 1946 und 1964 geboren. Dieser Zeitraum galt als besonders geburtenstark, was den Druck auf den Pflegemarkt deutlich erhöht.

Durch regelmäßige Fortbildungen können Pflegende ihre Fähigkeiten auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft halten und ein hohes Maß an Kompetenz entwickeln. Außerdem ermöglichen Fortbildungen einen Einblick in neue und aufregende Entwicklungen in der Pflege, was es Pflegenden ermöglicht, sich an die Anforderungen der modernen Gesundheitsversorgung anzupassen. Darüber hinaus können Fortbildungen helfen, die Zufriedenheit und das Engagement der MitarbeiterInnen zu steigern, da sie sich über neue Fähigkeiten und zusätzliches Wissen freuen und sich weiter beruflich qualifizieren können.

Der Faktor Zeit

Pflegekräfte sind jetzt schon stark belastet. In vielen Einrichtungen ist es sehr herausfordernd, alle Personen an einem bestimmten Tag an einen Tisch zu bringen, um ihnen neues Wissen zu vermitteln. Der organisatorische Aufwand ist enorm hoch und der Kopf ist nach einem langen Tag meist überlastet. Wie viel Wissen bleibt tatsächlich noch abrufbar?

Als Fortbildungsexperten im Gesundheitswesen empfehlen wir daher die E-Learning-Methode. E-Learning bietet die Möglichkeit, in kleinen Einheiten zu lernen und die Kurse sind jederzeit abrufbar. Am Point-of-Care, unterwegs oder zuhause.

E-Learning bietet eine Reihe von Vorteilen, die helfen, den Tag effizienter zu gestalten. 

Die Lerninhalte lassen sich so organisieren, dass sie zu einem individuellen Zeitplan passen. Die Lektionen können zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Einschränkungen verfolgt werden. Das bedeutet, dass das Wissen nicht mehr an einem bestimmten Ort vermittelt werden muss. Das spart Zeit und ist effizient. Darüber hinaus kann unser E-Learning-Programm auf dem Computer, Tablet oder Smartphone durchgeführt werden, was sich als sehr praktisch erweist, wenn man unterwegs ist oder gerade jetzt ein bestimmtes Thema in der Praxis auftaucht, zu dem man nochmal nachschlagen möchte. Mit kleinen Quizzen kann das Wissen spielerisch überprüft werden.

Fazit

Eine stetige Fortbildung ist in der Pflege unerlässlich, um das Personal weiter qualifizieren, und den Bedarf künftig abdecken zu können. E-Learning wird in Zukunft einen wesentlichen Bestandteil der Fortbildung darstellen. Dies zeichnet sich bereits jetzt schon ab. Es spart Aufwand, vermittelt Wissen punktgenau und passt sich der Zeit der Pflegenden an.

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Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor bieten wir ein Pflegepaket, mit dem sich das Pflegepersonal ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege
Jeder Kurs ist auch auf dem Smartphone verfügbar und enthält den integrierten Pschyrembel. (medizinische Datenbank)

  • Einfache Integration in den Alltag
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  • erfüllt MDK-Fortbildungspflicht

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Weitere Informationen und Beratung

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Abschlusskolloquium, Aufbereitung Medizinprodukte, Hygienebeauftragte MFA, Unkategorisiert

Hygienebeauftragte MFA online Abschlusskolloquium am 07.12.2022

Am Mittwoch, den 07. Dezember 2022, findet das letzte Abschlusskolloquium in diesem Jahr für den Kurs Hygienebeauftragte MFA statt.

Sie können ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Abschlusskolloquium Hygienebeauftragte MFA online

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referentin abgehalten wird.

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Haben Sie den Kurs schon begonnen?

Dann können Sie sich jetzt über die Startseite des Kurses für das Abschlusskolloquium anmelden!

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Sollten Sie am 07.12.2022 nicht am Kolloquium teilnehmen können, so können Sie auch an allen anderen angebotenen Terminen teilnehmen.

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Fragen und Kontakt

Fordern Sie unverbindlich weitere Informationen oder zu unserem Schulungsprogramm an. Zögern Sie nicht, denn wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Mit Ihrer Anmeldung zu unserem Newsletter erhalten Sie jede Woche Informationen aus dem Bereich Hygiene. Melden Sie sich dazu mit Ihrer Mailadresse an:

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Was ist Antibiotic Stewardship?

Antibiotic Stewardship (kurz ABS) – Darunter versteht man den rationalen und verant­wor­tungs­vollen Einsatz von Anti­biotika.

Eine der Hauptursachen der Zunahme und Verbreitung von Multiresistenten Erregern (MRE) ist der unkontrollierte Antibiotikaeinsatz in der Humanmedizin und in der Massen-Tierzucht. Gefördert wird die Ausbreitung durch Fehler bzw. Inkonsequenz gegen die Ausbreitung von Krankheitserregern gerichteten Multibarrierenregime.

Ist eine bakterielle Infektion nachgewiesen und ein Antibiotikum soll verordnet werden, so sind wichtige Punkte zu bedenken, darunter:

  • Die Wahl des geeigneten Antibiotikums
  • Anpassung der Therapie­dauer
  • Dosierung und Form der Antibiotika-Gabe

Resistente Bakterien sind hartnäckig und gefährlich. Hier helfen bewährte Antibiotika nicht unbedingt weiter und können sogar die Resistenzbildung begünstigen.

Wie kann das passieren?

Spontane Mutationen sind eine Ursache von Resistenzen, Bakterien können fertige Resistenzgene austauschen. Antibiotika inaktivieren nur empfindliche Bakterien, so haben resistente Bakterien gute Bedingungen, sich zu vermehren und auszubreiten. Daher fordert die Gesetzgebung einen rationalen Einsatz von der Ausgabe und Vergabe von Antibiotika.

Dies erfolgt durch die Etablierung von Antibiotic Stewardship.

Was bedeutet dies für den Arzt oder die Ärztin?

  • eine genaue Diagnostik durch Abnahme von Blutkulturen, ggf. auch Urin, respiratorische Sekrete oder Wundsekret
  • jede Antibiotikatherapie muss am 3. Tag überprüft werden
  • ggf. Umstieg auf ein Antibiotikum mit einem schmalen Spektrum

Je gezielter Schmalspektrumantibiotika eingesetzt werden, desto geringer ist das Risiko für Resistenzen. Dies wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen.

Quelle

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Antibiotikaresistenz/Antibiotic_Stewardship.html

Sie möchten mehr über Antibiotic Stewardship und Verhinderung von Resistenzen erfahren?

Dann schauen Sie sich unseren Kurs an

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Hepatitis Reihe: Hepatitis C – Ansteckung, Symptome und Verlauf

Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ist Hepatitis eine unterschätzte Krankheit mit hoher Dunkelziffer.
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in unserer Hepatitis-Reihe die einzelnen Typen vorstellen, um noch mehr Awareness für die Erkrankung zu schaffen, vor allem im Praxis- und Klinikalltag.

Definition

Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Infektionskrankheit, welche im schweren Verlauf zu schweren Leberschädigungen wie der Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen kann. Das Virus wurde im Jahr 1989 mit Hilfe gentechnischer Methoden erstmals identifiziert.
Lt. dem RKI wurden für das Jahr 2021 wurden insgesamt 4.747 Fälle von Hepatitis C übermittelt,

Übertragung

Gesichert ist eine Übertragung von HCV auf parenteralem Weg durch Kontakt mit kontaminiertem Blut.

Mögliche Infektionswege sind daher unter anderem der Kontakt mit Blut- und Blutprodukten – z.B. durch intravenösen Drogenkonsum mit gebrauchten Kanülen, nicht ausreichend sterilisierte medizinische Instrumente oder Nadelstichverletzungen. Auch in nicht professionell arbeitenden Tattoo- oder Piercing-Studios kann eine Infektion erworben werden.

Bei etwa 30 % der Erkrankungen lässt sich im Nachhinein der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen und bleibt ungeklärt.

Inkubationszeit

Im Serum einer infizierten Person kann HCV-RNA bereits wenige Tage nach Infektion messbar sein. Die Serokonversionszeit beläuft sich auf 2 Wochen bis 6 Monate. In der Regel werden Antikörper 7 bis 8 Wochen nach Infektion messbar.

Symptomatik

Bei etwa 75% der Betroffenen verläuft die Infektion ohne auffällige klinische Symptomatik oder geht mit nur unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen einher.

Etwa 25% der Infizierten entwickeln eine meist milde ausgeprägte Hepatitis. Bei 15-40% der Personen heilt die akute Infektion spontan aus, ohne dass es zu einer Chronifizierung kommt.

Etwa 60-85% der Infektionen gehen in eine chronische Form über. Chronisch bedeutet ein Fortbestehen der Infektion über 6 Monate.

Man stellte fest, dass von dieser Gruppe 16-20% nach 20 Jahren eine Zirrhose mit zunehmendem Funktionsverlust der Leber entwickelten. Die Progression zu einer Zirrhose kann bei jeder erkrankten Person sehr unterschiedlich verlaufen.

Therapie

Eine Impfung existiert bisher nicht. Die Standardtherapie der Hepatitis C ist pharmakologisch und richtet sich nach dem jeweiligen HCV-Genotyp. Seit 2014 wurden mehrere neue, direkt antiviral wirkende Substanzen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen. Das Spektrum zur Heilung von chronischen HCV-Infektionen hat sich damit deutlich erweitert

Meldepflicht

Für neu diagnostizierte Hepatitis C-Infektionen besteht in Deutschland eine namentliche Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz.

Quellen

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisC.html;jsessionid=829E471F835359C2F9A304470351A9DB.internet101#doc2389942bodyText1

https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis_C#%C3%9Cbertragung

https://flexikon.doccheck.com/de/Hepatitis_C

https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/hepatitis-eine-unterschatzte-krankheit-mit-hoher-dunkelziffer-9689.php

 

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Förderung für Studierende in der Pflege

In Bayern möchte man Studierende mit finanziellen Mitteln stärker unterstützen. Studenten können sich ab dem 2. Semester für ein Stipendium innerhalb des Pflegestudiums bewerben und so zusätzlich 600 € für bis zu drei Jahre monatlich erhalten.

Welche Voraussetzungen gelten für Stipendium?

Für die Förderung kann sich jeder Studierende bewerben, der in Bayern in Vollzeit einen “primärqualifizierten Pflegestudiengang” studiert. Weitere Voraussetzungen wie z.B. eine Altersgrenze oder einen bestimmten Notendurschnitt gibt es nicht.

Mit der Förderung ist eine dreijährige Arbeitsverpflichtung im Freistaat verknüpft, z.B. in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim, in der Psychiatrie oder bei einem Pflegedienst. Das Landesamt für Pflege hat bisher rund 40 Bewerbungen auf das Stipendium erhalten.

Keine Ausbildungsvergütung für Studierende

Anders als zur klassischen Pflegeausbildung, bei der die Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung erhalten, werden Studierende für Ihre Leistung nicht vergüten. Eine erste Schlichtungsmaßnahme für den bestehenden Konflikt.

Auch in verpflichtenden Praktika ziehen die Studierende meist den kürzeren, da diese wenn überhaupt, sehr unterschiedlich bezahlt werden und der Arbeitseinsatz dem einer Vollzeitkraft entspricht.

Hochschulen kämpfen für weitere Fördermittel

Mit insgesamt 12 Millionen Euro möchte man mit dem Förderungsprogramm das Pflegestudium attraktiver machen. Auf Anfrage des BR heißt es beim Bundesministerium für Bildung und Gesundheit: “Wenn es durch gezielte Stipendien besser gelingt, Studierende für dieses Studium zu gewinnen, ist eine solche Initiative eines Landes zu begrüßen.”

Ob die Förderung wirkt und der Studiengang attraktiver wird, muss sich zeigen. Bereits jetzt glauben aber viele Pflegeprofessorin bereits an den Erfolg und das es der Bewerbsiuation im kommenden Jahr helfen wird.

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Quellen:

  • br.de – Pflegestudium – Attraktiver durch neues Stipendium – zum Beitrag

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Covid und Influenza -Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf eine Blick

oktoberfest blog

Herbstzeit ist Grippezeit. Werden die Tage kürzer, steigt auch die Kurve der Influenza-Erkrankungen an. Ebenfalls erhöht sich weltweit auch die Zahl der SARS-CoV-2 infizierten Personen.

Wie unterscheiden sich Influenza (Grippe) und Corona im Bezug auf Übertragung, Verlauf und Therapie?

Auf den ersten Blick haben beide Krankheitsbilder starke Überschneidungen und sind ähnlich gefährlich für dieselbe Risikogruppe. Die Durchseuchung mit dem Covid-Erreger nimmt zwar stetig zu, dennoch besteht im Vergleich zu den Grippe-Erregern bei vielen Menschen noch kein immunologisches Gedächtnis, was unter Umständen zu schweren Verläufen führen kann. Covid ist zwar grundsätzlich nicht neu, aber weist neue Oberflächenmerkmale auf. Ohne die Grundimmunisierung in der Bevölkerung kann so eine Verbreitung leichter stattfinden.

Beide Krankheiten werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, beim Sprechen, Husten, Singen oder einfach durch den Atem. Die Luft reichert sich so mit Aerosolen an. Bei geschlossenen Räumen mit geringer Lüftung steigt dementsprechend das Ansteckungsrisiko.

Influenza

Eine Erkältung wird oft als grippaler Infekt bezeichnet, hat aber mit der echten Influenza nichts zu tun. Influenza beginnt sehr plötzlich, mit Fieber, Muskel- und/oder Kopfschmerzen und Reizhusten. Starke Symptome wie hohes Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl zu Beginn der Erkrankung sind Reaktionen des Immunsystems auf die Infektion. Sie sind keine verlässlichen Zeichen für einen schweren weiteren Krankheitsverlauf oder das Risiko für nachfolgende Komplikationen. Hier ist eine Impfung möglich.

Covid-19

Bei COVID-19 können alle Symptome einer akuten Atemwegsinfektion auftreten. Die Erkrankungen können wie bei der Influenza unterschiedlich schwer verlaufen. Bei älteren, vorerkrankten und immunschwachen Menschen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu sehr schweren Verläufen führen, auch Langzeitfolgen wie Long COVID sind bei jeder Erkrankungsschwere möglich. Auch können die Organe befallen werden. Eine Impfung ist möglich und es stehen neue Medikamente für eine antivirale Therapie zur Verfügung.
Lesen Sie  auch: Long-Covid – Besteht ein Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus?

Fazit

Es ist nicht möglich Covid-19 und eine Influenza nur anhand der Symptome zu unterscheiden. Dies muss durch eine Testung erfolgen.

Der grippale Infekt

Die klassische Erkältung kann von mehr als 30 verschiedenen Erregern hervorgerufen werden. Symptome sind Husten, Schnupfen, Heiserkeit, seltener Fieber, öfter erhöhte Temperatur (bis 38 Grad). Auch diese Erreger können zu Komplikationen führen, wie z. B. Lungenentzündung.

Impfstoffe gegen Erkältungsviren gibt es nicht.

Quellen:

https://www.helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/corona-versus-grippe-was-ist-gefaehrlicher/

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html

Hygienewissen schützt – frischen Sie Ihr Wissen zu Influenza und Covid-19 auf

In unseren Microlearnings zu Influenza und Covid-19 erklären wir Ihnen wie Sie sich hygienisch korrekt verhalten, um sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Jeden Monat stellen wir einen Keim vor. Weitere Microlearnings finden Sie hier.

Microlearning Influenza

Microlearning Covid-19

 

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Mythen der (Hände)hygiene

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Das Thema Hygiene, speziell die Händehygiene, ist spätestens durch die Corona-Pandemie wieder in den Fokus gerückt. Doch gibt es allerlei Vorurteile bezüglich dieser alltäglichen Routine des Händewaschens.

Wir schauen uns die Gängigsten davon einmal an:

Antibakterielle Seifen sind besser als normale Seifen

Nein, das ist nicht richtig. Antibakterielle Seifen sind nicht besser oder wirksamer. Gegen Viren können auch sie nichts ausrichten, allerdings können sie die Haut mehr reizen und so allergische Reaktionen auslösen.

Hände muss man mit warmem Wasser waschen

Nein, die Temperatur hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Die Dauer und Gründlichkeit allerdings schon. Die Hände sollten vollständig eingeseift werden. Wenn Sie in 5 Sekunden damit fertig sind, dann sollten Sie nochmal nachlegen. Ohne Seife zu waschen macht ebenfalls wenig Sinn, da die Bakterien auch in der Fettschicht an der Haut kleben.

 

Händewaschen bietet keine optimalen Schutz

Auch dies ist falsch. Wir fassen uns am Tag 400-800 x unbewusst ins Gesicht. Glauben Sie nicht? Dann beobachten Sie einmal Ihre Mitmenschen. So verteilen wir die Keime unbedacht in unserem Gesicht. Daher gilt Händewaschen noch immer als das Mittel der Wahl zur Infektionsprävention.

 

Übrigens: Toilettendeckel sind nicht die größten Keimschleudern

Da Toiletten in der Regel häufig geputzt werden, stimmt das so tatsächlich nicht. Dies kann aber auf Geldscheinen, dem Handy oder in einer Handtasche schon ganz anders aussehen, da wir Gegenstände, die wir mit keimbelasteten Händen anfassen zurück in die Handtasche legen und sich die Keime hier verbreiten können. Gerade Handys und Handtaschen sind daher wahre Fundorte unterschiedlichster, teilweise sehr bedenklicher Bakterien. 

Ledertaschen bieten aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit einen besonders geeigneten Nährboden für Keime. Laut Untersuchungen ist der am stärksten von Bakterien besiedelte Gegenstand in der Handtasche die Handcreme, gefolgt von Lippenstift und Mascara. Auch hier ist eine regelmäßige Desinfektion, bzw. ein Austausch sinnvoll.

Quellen:

https://www.geo.de/wissen/gesundheit/antibakterielle-seifen-sind-ein-muss_30119126-30166140.html

Hygienewissen schützt – unsere Kurse zur Händehygiene

Ein effektives Hygienemanagement und Wissen rund um die Infektionsprävention durch Hygienemaßnahmen, bietet nicht nur Patienten und Patientinnen Schutz vor gefährlichen Krankheiten, sondern auch dem medizinischem Personal in Klinik und Praxis.
Frischen Sie Ihr Wissen mit unserem Kurs zur Händehygiene für Ihr Fachgebiet auf und tragen Sie so zu der wichtigsten Maßnahme zur Verhütung nosokomialer Infektionen bei.

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Oktoberfest & Co: Wie verhält sich das Corona Virus auf Großveranstaltungen?

oktoberfest blog

In diesem Jahr konnten nach der pandemiebedingten Pause endlich wieder die beliebten Großveranstaltungen, wie z.B. die Kieler Woche, das Oktoberfest & Co stattfinden.

Doch wie verhält sich eigentlich das Virus auf Festen, Konzerten und Festivals, die unter freiem Himmel nun wieder ohne besondere Einschränkungen durchgeführt werden?

7-Tage-Inzidenz verdreifacht sich nach Kieler Woche

Im Anschluss an die Kieler Woche im Juni 2022 wertet das RKI Daten zu SARS-CoV-2-Infektionen aus, um daraus Rückschlüsse auf die COVID-19 Situation bei einer Großveranstaltung ziehen zu können. Wie man es vermuten würde, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz der Infektionen binnen weniger Tage nach der Veranstaltung und erreichte für Kiel damit das bisherige Pandemie-Maximum von 3.289/100.000 Einwohner. Dies führte unter anderem in Krankenhäusern zu umfangreichen Personalausfällen.

Dabei geht das RKI davon aus, dass die geschätzten Fallzahlen deutlich unterschätzt sein dürften. Jedoch lies sich gleichermaßen beobachten, dass Hospitalisierungen, schwere Erkrankungen und Todesfälle allenfalls leicht anstiegen.

Inzidenz-Anstieg auch in München

Ein starker Anstieg der Inzidenzen ist auch in München zu beobachten. Ein Zusammenhang mit dem Oktoberfest liegt hierbei nahe. Es muss jedoch bedacht werden, dass die Infektionszahlen aktuell deutschlandweit steigen. Im Gegensatz zu den Erkenntnissen, die das RKI aus den Daten zur Kieler Woche gewann, erwartet Karl Lauterbach in Folge des Oktoberfestes vermehrt schwere Verläufe und somit eine Belastung der Intensivstationen.

Inwiefern das Oktoberfest Auslöser des Inzidenz-Anstiegs ist und wie sich dieser Anstieg weiterhin entwickelt, wird sich jedoch erst in den nächsten Wochen mithilfe wissenschaftlicher Analysen zeigen lassen.

Sollten Großveranstaltungen wieder ganz normal stattfinden?

Es ist sicherlich nicht zu leugnen, dass SARS-CoV-2 wie alle Influenzaviren im Zusammenhang mit Großveranstaltungen zu steigenden Fallzahlen führen kann. Dies kann sich dann im weiteren Verlauf auch negativ auf die Situation in Krankenhäusern auswirken. Sicherlich ist auch mit Folgen für weitere essenzielle Infrastrukturen zu rechnen.

Dennoch befinden wir uns aktuell in einer anderen Situation als in den Vorjahren: “Seit wir die Menschen, die besonders gefährdet sind, dreifach geimpft haben, hat die Fatalitätsrate, also die Rate derer, die schwer erkrankt und derer, die sterben, deutlich abgenommen”, sagte die Virologin Protzer zu den steigenden Fallzahlen in München.

Sie möchten gerne noch mehr Infos zum Corona Virus erhalten?

Hier finden Sie Schulungen rund um die Anwendung von Corona Schnelltests, damit Sie sich und Ihr Umfeld optimal vor dem Virus schützen können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin 39/22: COVID-19 bei einer Großveranstaltung: Erfahrungen aus der Kieler Woche 2022 Link
  • zdf.de: Nach dem Oktoberfest: Corona-Bettenbelegung in München steigt Link
  • Meduplus Schulung zur Anwendung von Corona Schnelltests Link

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Erneuter Warnstreik der Pflegenden in Frankfurt

In Frankfurt hat Verdi vergangene Woche erneut Druck auf die Verhandlungsparteien am Universitätsklinikum Frankfurt ausgeübt. Am 29.09. und 30.09. wurden rund 4.000 Pflegende und weitere, nicht-ärztliche Beschäftigte des Hauses für einen Warnstreik aufgerufen. Die Notfallversorgung blieb jedoch gewährleistet.

Keine Fortschritte seit August

Bereits im August hatte Verdi zum Streik aufgerufen. Nach Gewerkschaftsangaben waren damals bereits mehr als 800 Beschäftigte beteiligt. Die Uniklinik-Mitarbeitenden beklagten sich über eine dramatische Lage. Auf Seiten Verdi führt Georg Schulze, Landesfachbereichsleiter Gesundheit die Verhandlungen.

Was wird gefordert?

Von Arbeitgeberseite fordert Verdi den weiteren Dialog und Fortschritt, um eine Tarifeinigung zu ermöglichen. Der Verdi-Verhandlungsführer Georg Schulze sagte: “Gute Patientenversorgung erfordert mehr Personal und verlässliche Personalbesetzungen in allen Bereichen der Uniklinik.”

In den konkreten Details fordert Verdi verbindliche, in einem Tarifvertrag festgelegte Mindestpersonalvorgaben und das in allen Arbeitsbereichen. Außerdem verbesserte Ausbildungsbedingungen, mehr Stellen und Ausgleiche für Arbeit in Überlastungssituationen.

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Quellen:

  • BibliomedPflege – Erneuter Warnstreik an Uniklinik Frankfurt – zum Beitrag

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Pflegesysteme in Europa – Spanien

Mit unserem neuen Beitrag aus der Serie “Pflegesysteme in Europa” informieren wir Sie über das Gesundheitssystem in Spanien und welche Regelungen zur Pflege in diesem Land gelten.

Das spanische Pflegesystem im Überblick

Mit der Einführung des Pflegegesetzes “Ley de Dependencia” in Spanien wurde ein öffentliches Schutzsystem für Pflegebedürftige geschaffen.

Das System beinhaltet unter anderem einen Katalog von Sachleistungen und finanziellen Anwendung mit dem Ziel, die Pflegebedürftigen und Ihre Betreuung sowie den Schutz und persönliche Autonomie durch öffentliche und subventionierte private Dienstleistungen zu fördern.

Der Staat regelt die Grundlagen. Die Details werden in den jeweiligen Autonomen Gemeinschaften festgelegt. Die verfügbaren Sachleistungen sind abhängig vom öffentlichen Angebot der sozialen Dienste aus der jeweiligen autonomen Gemeinschaft.

Einen Standard innerhalb der Gemeinschaften gibt es daher nicht. Folge sind gravierende Unterschiede in Bezug auf die Deckung und Modelle zur Abwicklung der Leistungen für Pflegebedürftige.

Was bedeutet “Autonomie” im spanischen Pflegesystem?

Gesetzlich definiert wird die “persönliche Autonomie” wie folgt: “die Fähigkeit zu kontrollieren, zu bewältigen und aus eigener Initiative persönliche Entscheidungen darüber zu treffen, wie man in Übereinstimmung mit den Regeln und eigenen Präferenzen lebt und die grundlegenden Aktivitäten des täglichen Lebens ausführt”.

Woraus bestehen die Pflege-Sachleistungen?

Die Pflege-Sachleistungen werden über einen Leistungskatalog festgelegt:

  • Dienstleistungen zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit und zur Förderung der persönlichen Autonomie.
  • Dienst der Telebetreuung
  • Dienst für häusliche Hilfe: Häuslicher Pflegebedarf und Persönliche Pflege
  • Dienst im Tages- und Nachtzentrum
  • Dienst der Heimpflege

Welche “finanzielle, Anwendungen” gibt es?

Das Gesetz definiert verschiedene Geldleistungen (sog. Pflegegeld), welches in drei Kategorien unterteilt werden kann:

1.) Pflegegeld in Verbindung mit der Sachleistung:

Bei dieser Form handelt es sich um eine periodische finanzielle Unterstützung. Anerkannt wird diese nur, wenn der Zugang zu einem öffentlichen oder subventionierten Pflegedienst nicht möglich ist.

Außerdem ist die finanzielle Unterstützung abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit und der finanziellen Leistungsfähigkeit des Leistungsberechtigten. Der Zuschuss hat persönlichen Charakter und muss in jedem Fall mit dem Erwerb einer Sachleistung verbunden sein.

2.) Pflegegeld für die Pflege im familiären Umfeld und für nicht beruflich tätige Pflegepersonen:

Eine Geldleistung die anerkannt wird, wenn der Leistungsberechtigte von Familienangehörigen gepflegt wird.

3.) Pflegegeld für persönliche Betreuung:

Ziel dieser Zahlung ist es, die Autonomie von Personen zu fördern, die sich in einer Situation der Pflegebedürftigkeit befinden, und dies unabhängig vom Pflegegrad.

Wie viel Pflegegeld erhält man in Spanien?

Die Regierung veröffentlicht jedes Jahr einen königlichen Gesetzeserlass über die finanziellen Zuwendungen bei Pflegebedürftigkeit abhängig von der Pflegestufe.

Im Schnitt liegen die Geldleistungen zwischen 150,- € und 715,- €.

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PPR 2.0 – Mehr Pflegepersonal per Gesetz

Personalmangel, schlechte Arbeitsbedingungen, Stress und Überlastung. Diese Begriffe werden oft in Verbindung mit der Pflegesituation in Deutschland verbunden. Der neue Gesetzesentwurf der Bundesregierung will helfen und Krankenhäuser in Deutschland gesetzlich verpflichten, in Kliniken für ausreichendes Pflegepersonal zu sorgen.

Verbesserung der Arbeitsbedingung und Versorgung der Patienten sind das Ziel

Der genehmigte Gesetzentwurf von Karl Lauterbach durch das Kabinett verfolgt das Ziel, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte und die Versorgung der Patienten in Kliniken zu verbessern.

Im Kabinettsbeschluss meldete sich der SPD-Politiker, “Wir brauchen ein Umdenken in der Klinikbranche”. “Pflegekräfte sind extrem belastete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter”. Eine gute Bezahlung, Ausgleich von Überstunden und eine strukturierte Dienstplanung sind Voraussetzungen, um Pflegekräfte in Ihren Berufen zu halten und auch die Faktoren, um neues Pflegepersonal am Arbeitsmarkt zu gewinnen.

“Eine angemessene Personalausstattung in der Pflege im Krankenhaus ist essentiell, sowohl für die Qualität der Patientenversorgung als auch die Arbeitssituation der Pflegekräfte in den Krankenhäusern.”

Sanktionen erst ab 2025

Kern des Gesetzentwurf ist die Einführung des Instruments zur Pflegepersonalbemessung (PPR 2.0), dass von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und der Gewerkschaft ver.di entwickelt wurde. Das Instrument soll dabei helfen den tatsächlichen Pflegeaufwand für Patientinnen und Patienten in jedem Krankenhaus zu berechnen.

Das PPR 2.0 wird stufenweise eingeführt: Ab dem 1. Januar 2023 startet Erprobungsphase in ausgewählten Krankenhäusern. Auf diesem Fundament werden den Krankenhäusern Vorgaben für die Personalbemessung aufgrund einer Rechtsverordnung gestellt. Ab 2025 soll dann die Personalbemessung aktiviert und sanktioniert werden. Krankenhäuser, können aus der Bemessungssystematik herausgenommen werden, sofern in ihnen ein Tarifvertrag gilt.

Kritik von außen – die Einführungsphase dauert zu lange

Fachverbände und Gesundheitsexperten kritisieren die lange Einführungsphase des PPR 2.0 und Einspruchsmöglichkeiten des Bundesfinanzministers. Die Mitentscheidung des Bundesfinanzminister über den Pflegepersonalbedarf im Krankenhaus, könne dazu führen, dass zukünftig Einsparungen am Personalbedarf vorgenommen werden könnte, sollte der Bundeshaushalt angespannt sein.

Außerdem kritisierten die Kassen die konkrete Ausgestaltung des PPR 2.0. Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband erklärte: “Jedes Personalbemessungsinstrument muss sich daran messen lassen, ob es geeignet ist, die Qualität der Pflege am Krankenbett nachhaltig zu verbessern”, “Wir wollen, dass in den Krankenhäusern eine moderne, digitale Pflegepersonalbemessung eingeführt wird. Bürokratie in der Pflege muss abgebaut werden und darf nicht aufgebaut werden.”

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Pflegesysteme in Europa – Italien

Mit unserem nächsten Beitrag zur Serie “Pflegesysteme in Europa” informieren wir Sie über das Gesundheitssystem in Italien und welche Regelungen zur Pflege dort gelten.

Das Gesundheitssystem in Italien

Der Servizio Sanitario Nazionale (SSN) ist die Bezeichnung für das italienische Gesundheitssystem. In der italienischen Verfassung wird das Recht auf Gesundheitsversorgung über den Artikel 32 garantiert. Regionalen Gesundheitsdienste sind meist in örtlichen oder regionalen Gesundheitsbetrieben (Azienda Sanitaria) organisiert.

Private Gesundheitseinrichtungen können aber auch beim Servizio Sanitario Nazionale akkreditiert werden. Zur medizinischen Grundversorgung gehört prinzipiell:

  • Allgemeinmedizin
  • Kinderheilkunde
  • Geburtshilfe und gynäkologische Versorgung
  • Zahnheilkunde
  • Krankenhausaufenthalte
  • Medikamente und verschreibungspflichtige, pharmazeutische Produkte

Finanzierung

Das italienische Gesundheitssystem wird überwiegend aus Steuereinnahmen finanziert. Teile der Einkommensteuer und Umsatzsteuer gehen in das Gesundheitswesen und werden wie folgt aufgeteilt: Eigene Einnahmen der Sanitätsbetriebe durch die Kostenbeteiligung der Bürger (Tickets) und durch Privatleistungen des eigenen ärztlichen Personals; allgemeine direkte Steuereinnahmen der Regionen; Beteiligung der Regionen mit Sonderstatut und der autonomen Provinzen von Trient und Bozen; Staatsbilanz in dem von den anderen Finanzierungsquellen nicht abgedeckten Ausmaß

Pflegesystem in Italien

Das Pflegesystem in Italien ist dezentral organisiert und wird vornehmlich zu Hause durch Familienangehörige oder andere informelle Pflegekräfte geleistet. Eine Unterstützung aus dem öffentlichen System ist kaum vorhanden.

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Gerade in der Pflege ist aufgrund des anhaltenden Personalmangels Zeit ein knappes Gut. Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor haben wir deshalb ein neues Pflegepaket entwickelt, mit dem sich das Pflegepersonal individuell und ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege vereint eine kompaktes Kurspaket mit optionalen Microlearnings, dass jederzeit und von überall verfügbar ist:

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Abschlusskolloquium, Aufbereitung Medizinprodukte, Hygienebeauftragte MFA, Unkategorisiert

Hygienebeauftragte MFA online Abschlusskolloquium am 29.09.2022

Am Donnerstag, den 29. September 2022, findet das nächste Abschlusskolloquium in diesem Jahr für den Kurs Hygienebeauftragte MFA statt.

Auf Grund der aktuellen Situation, können Sie ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Abschlusskolloquium Hygienebeauftragte MFA online

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Abschlusskolloquium, Aufbereitung Medizinprodukte, Hygienebeauftragte MFA, Hygienebeauftragte Pflege, Hygienebeauftragter Arzt, Unkategorisiert

Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online am 30.09.2022

Am Freitag, den 30. September 2022, findet unser nächstes Abschlusskolloquium 2022 für den Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten statt.

Auf Grund der aktuellen Situation, können Sie ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium zum Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten geboten.

Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online

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Bakterielle Infektionen, Unkategorisiert

Listeria monocytogenes, die ungewollte Zutat auf dem Teller

Hier handelt es sich um ein stäbchenförmiges Bakterium, welches Erkrankungen beim Menschen und auch bei Tieren durch die Aufnahme von verunreinigten Lebensmitteln auslösen kann.

Es wurde nach dem englischen Chirurgen Joseph Lister benannt sowie der häufig als Auswirkung einer Infektion auftretenden Monozytose. Dies ist eine Vermehrung der Monozyten im Blut.

Wie vermehrt sich das Bakterium?

Die Vermehrungs- und Überlebensfähigkeit dieses Bakteriums hängt von dem Herstellungsverfahren des Lebensmittels ab. 

Kochen, Braten, Sterilisieren und Pasteurisieren tötet die Bakterien sicher ab. Auch wenn wenig Wasser, viel Salz oder Konservierungsstoffe im Lebensmittel enthalten sind, vermehren sich diese Bakterien nur schwer.

Bei niedrigen Temperaturen haben sie allerdings freie Fahrt, das kann auch im Kühlschrank sein. Gute Vermehrungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Keimen haben Listeria monocytogenes bei langen Lagerzeiten unter Kühlung und bei reduziertem Sauerstoff, wie beispielsweise Vakuumverpackungen.

Wo findet man die Keime normalerweise?

Diese sind in der Umwelt sehr verbreitet. Auch tragen einige Menschen diesen Keim in sich ohne es zu merken, scheiden die Keime aber dennoch aus. Gleiches gilt für Säugetierarten.

Insbesondere, aber nicht ausschließlich, sind Lebensmittel tierischer Herkunft von dem Keim betroffen.

Wie verläuft eine solche Infektion?

In der Regel nimmt sie einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen, sowie Durchfall und Erbrechen. Schwerer Verläufe wurden bei immunschwachen Personen und Säuglingen beobachtet.

Für Schwanger ist dieser Keim sehr risikoreich, da das ungeborenen Kind durch eine Infektion zu früh geboren werden oder sterben kann. Auch eine Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung waren bei Neugeborenen zu beobachten.

Wie können Sie sich vor einer Infektion schützen?

  • Rohmilch immer abkochen
  • Fleisch gut durchbraten
  • Schwangere sollten vorsichtshalber auf rohe Fleisch- und Milcherzeugnisse verzichten und bei Käse grundsätzlich die Rinde entfernen.
  • Immer auf das Verbrauchsdatum achten, vor allem bei vakuumverpackten Lebensmitteln
  • Frische Speisen nicht lange im Kühlschrank lagern sondern zügig verzehren

Quellen

https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/hygiene/bakterien/listerien/
https://de.wikipedia.org/wiki/Listeria_monocytogenes
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Listeriose.html

 

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Pflegesysteme in Europa – Frankreich

Das Pflegesystem in Deutschland kämpft seit Jahren mit großen Herausforderungen in den Bereichen des Fachkräftemangels, Arbeitsbedingungen und Gehältern. Eine umfassende Reform blieb bisher aus und die Attraktivität des Pflegeberufs sinkt stetig.

In unserer neuen Beitragsserie zur Pflege möchten wir uns daher unsere EU-Nachbarn genauer ansehen und welche Pflegesysteme und Regelungen europaweit im Einsatz sind.

Krankenversicherung in Frankreich

Frankreich ist in Europa das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte. Die Krankenversicherungsbeiträge in Frankreich sind einkommensabhängig und werden größtenteils vom Arbeitgeber getragen. Das Krankenversicherungssystem teilt sich im Rahmen der “Sécurité Sociale” wesentlich in drei Gruppen von Krankenkassen auf:

  • Arbeitskräfte in der CPAM (Caisse Primaire d’Assurance Maladie) sind über das “régime général” und das “régime local” versichert
  • die Agrarkasse (“Mutualité Sociale Agricole”) für landwirtschaftliche Arbeitskräfte
  • Krankenkasse für Selbstständige (“Mutuelle des artisans”)

Ähnlich wie in Deutschland gibt es zusätzlich noch die privaten Versicherungen, die ergänzende Zusatzleistungen anbieten, da Krankenkassen nur einen Teil der anfallenden Kosten übernehmen. Die Höhe der Kostenübernahme ist abhängig, ob diese dem “régime général” oder dem “régime local” unterliegen.

Kostenerstattungsprinzip

In Frankreich gilt das Prinzip der Kostenerstattung. Das bedeutet, dass der Patient oder Patientin in Vorkasse geht und die erbrachte Leistung zuerst zahlt. Über die französische Krankenversicherungskarte “carte vitale” wird der Vorgang, nach einlesen der Karte in der z.B. Arztpraxis, erfasst und an die Krankenkassen weitergeleitet. Die Kosten werden anschließend automatisch erstattet.

Das Vorkasse-System kann in bestimmten Situationen wegfallen und die Höhe des zu erstattenden Beitrags kann sich unter Berücksichtigung der persönlichen Situation gegebenenfalls bis hin zur vollständigen Erstattung berechnen.

Pflegesystem in Frankreich

Eine gesetzliche Pflegversicherung oder Verpflichtung das Pflegerisiko abzudecken, gibt es in Frankreich nicht. Auch hier gilt, möchte man vorsorgen, muss eine private Pflegeversicherung abgeschlossen werden.

Es ist jedoch möglich, dass erbrachte Leistungen über das französische Pflegegeld (“Allocation Personalisée – APA”) unterstützt werden. Die gilt jedoch nur für Personen über 60 Jahre und abhängig davon, ob sie zuhause oder in Pflegeheimen wohnen. Die Beitragshöhe abhängig von der Pflegestufe und Einkommen.

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Abschlusskolloquium, Aufbereitung Medizinprodukte, Hygienebeauftragte MFA, Hygienebeauftragte Pflege, Hygienebeauftragter Arzt, Unkategorisiert

Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online am 30.09.2022

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Hygienebeauftragte MFA online Abschlusskolloquium am 29.09.2022

Am Donnerstag, den 29. Sep. 2022, findet das nächste Abschlusskolloquium in diesem Jahr für den Kurs Hygienebeauftragte MFA online statt.

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Steigende Energiepreise in Pflegeheimen – Jeder Cent zählt

Steigende Energiekosten kommen auf uns alle zu, egal ob im privatem Bereich oder als Unternehmen. Auch Pflegeheime bleiben von den ansteigenden Energiepreisen nicht verschont. Neben den bekannten Herausforderungen in der Pflege wie z.B. schlechte Arbeitsbedingung und Fachkräftemangel, drohen Pflegeheimen aufgrund der steigenden Energiekosten jetzt auch die Insolvenz.

Im folgenden Beitrag möchten wir auf die Sendung des NDR vom 23.08.2022 aufmerksam machen und vor welchen Herausforderungen viele Pflegeheime aktuell stehen. Besonders Pflegeheime in Norddeutschland sind von der aktuellen Energiepreisentwicklung betroffen.

Pflegeheimen droht Insolvenz

Bereits vor der Pandemie haben rund 20% der Pflegeheime in Deutschland rote Zahlen geschrieben. Durch die steigenden Energiepreise droht vielen Pflegeheimen nun die Insolvenz. Aber was können Pflegeheime und Ihre Betreiber dagegen tun?

Pflegeheimbetreiber Mathias Steinbuck berichtet im NDR-Beitrag, dass man bereits in der Vergangenheit versucht hat, durch Modernisierungen wie z.B. den Einsatz von LED-Lampen oder einem Solargenerator (Photovoltaikanlage), die Energiekosten langfristig zu senken. Bei der aktuellen Entwicklungen reicht das aber nicht mehr aus. Zu Beginn des Jahres lagen die Energiekosten noch bei knapp 2800 € im Monat. Aktuell belaufen diese sich monatlich auf ca. 13.400 €.

Jetzt zählt jeder Cent und man ist gezwungen weitere Maßnahmen zu ergreifen. Eine davon ist die Außenbeleuchtung von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens abzuschalten. Gerade für die Bewohner und das Personal sehr schade, da man sich gerade an den langen Sommertagen Abends noch gerne draußen aufgehalten hat.

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Wer trägt die Heimkosten?

Einmal pro Jahr verhandeln Pflegeheime die Pflegesätze mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern. Die vereinbarten Konditionen sind für 12 Monate gültig. Den kleineren Teil der verhandelten Heimkosten zahlen die Pflegekassen, den größeren Anteil übernehmen die Heimbewohner. Nachverhandlungen sind zwar möglich, können aber seitens der Pflegekassen auch abgelehnt werden.

Claudia Straub, Leiterin der Ersatzpflegekassen in Schleswig-Holstein erklärt im Beitrag, dass aktuell keine Hinweise zu erkennen seien das Pflegeheimen die Insolvenz drohe. Auch eine wirtschaftliche Schieflage sei nicht bekannt.

Wie sieht die Zukunft für Pflegeheime und Ihre Bewohner aus?

Schaffen es die Pflegeheime nicht die Finanzierung der Energiekosten zu stemmen, droht die Insolvenz. Viele Heimbewohner könnten die steigenden Heimkosten nicht tragen und würden ggfs. zum Sozialfall werden. Eine Zukunft die sich niemand für Pflegebedürftige wünscht.

Die vollständige Sendung des NDR können Sie sich unter folgendem Link anschauen:

Link – Steigende Energiekosten: Müssen Pflegeheime schließen?

Zeit für Fort- und Weiterbildung bleibt weiterhin außen vor

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Personalmangel in der Altenpflege

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist schon lange bekannt. Auch die Altenpflege ist schwer betroffen. Die schlechte Bezahlung, hohe Belastung und zu geringe Patientenzeit sind die Hauptgründe für die aktuelle Situation.

In unserem folgendem Beitrag informieren wir Sie zum aktuellen Stand in der Pflege und welche Folgen uns langfristig in Deutschland erwarten könnten.

Mehr Gehalt ab 01. September 2022?

Ab dem 01. September wird die Zulassung von Pflegeeinrichtungen und Abrechnung über die Pflegeversicherung nur noch anerkannt, wenn das Pflege- und Betreuungspersonal nach tariflichen Bedingungen bezahlt wird. Die Mindestvoraussetzung sieht dabei wie folgt aus:

  • für ungelernte Pflegehilfskräfte 13,70 Euro
  • für qualifizierte Hilfskräfte 14,60 Euro
  • für Pflegefachkräfte 17,10 Euro

Den Nachweis müssen Pflegebetreiber über bestehende Tarifverträge oder kirchliche Arbeitsrechtsregelungen nachweisen. Alternativ können Sie auch den Pflegekassen belegen, dass das Pflegepersonal eine Vergütung in Höhe des “regional üblichen Entgeltniveaus” bezahlen.

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2030: Ein Blick in die Zukunft – Kaum noch AltenpflegerInnen vorhanden?

Eine neue Studie zeigt, dass viele Pflegekräfte in Deutschland Ihren Beruf aufgeben wollen. Nach Angaben des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe haben 40 Prozent der Befragten Teilnehmer an genannter Studie “Altenpflege im Fokus”, die gemeinsam mit dem Altenpflege-Fachverlag Vincentz Network durchgeführt wurde, angegeben, dass Sie erwägen den Beruf aufzugeben. Experten des Fachverlags rechnen damit, dass uns bis 2030 rund 500.000 Pflegekräfte fehlen werden.

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Pflegestreik in NRW beendet – Was folgt?

Der Pflegestreik in NRW dauerte 79 Tage an. Das Ergebnis ein “Tarifvertrag Entlastung” dem Anfang August durch Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder von Verdi mit 73,58 % zugestimmt wurde und am 01.01.2023 in Kraft treten wird. Was sich dadurch in der Pflege ändert wird, lesen Sie in unserem folgenden Blogbeitrag.

“Tarifvertrag Entlastung” – Was steckt drin?

Die Kernpunkte des Tarifvertrags sind schnell aufgezählt: Mehr Pflegepersonal für Krankenstationen und Kontrolle der Schichten, ob in diesen auch tatsächlich genügend Personal eingesetzt wird. Kann dies nicht umgesetzt werden, gibt es finanzielle Zulagen oder freie Tage für die Pflegenden. Im Detail bedeutet das, dass für jedes Unterschreiten der Personalquote das betroffene Pflegepersonal “Belastungspunkte” sammelt und diese, bei jeweils sieben Punkten, zu einem zusätzlichen freien Tag als Belastungsausgleich führen.

Im ersten Jahr nach in Kraft treten des Tarifvertrags können bis zu elf freie Tage gesammelt werden, im zweiten Jahr 14 und im dritten Jahr maximal 18.

Was sagen die Pflegenden zum neuen Tarifvertrag?

Das Ergebnis der Urabstimmung wird geteilt aufgenommen. Aus den sozialen Medien werden Stimmen der Pflegenden laut mit der Kritik, dass der Tarifvertrag keine Verbesserung der generellen Arbeitsbedingung schafft, sondern diese nur untermauert. Man muss abwarten, welche Auswirkungen der Tarifvertrag mit sich bringt und ob sich die grundlegende Problematik des Personalmangels in der Pflege verbessern wird.

Finanzielle Zulagen und zusätzliche freie Tage für Pflegende können langfristig den Personalmangel in der Pflege nicht beseitigen. Es muss noch viel mehr passieren.

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Ist das Affenpockenvirus das neue Corona Virus?

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Bei den Affenpocken handelt es sich ähnlich wie bei Covid-19 um eine Viruserkrankung. Die Sorge vor einer neuen Pandemie beunruhigt viele Menschen. Doch das Bundesministerium für Bildung und Forschung zufolge gibt es keinen Grund zur Sorge.

WHO: “Notlage von internationaler Tragweite”

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht im Zusammenhang mit dem Affenpocken-Ausbruch von einer “Notlage von internationaler Tragweite”. Diese Einstufung dient aber vorrangig dazu, alle Mitgliedstaaten dazu zu bewegen, das Ergreifen von Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu beschleunigen. Aus dem selben Grund wurde auch in den USA der nationale Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Sind die Affenpockenvirus das neue Coronavirus?

Die aktuellen Erkenntnissen deuten stark darauf hin, dass das sogenannte Monkeypoxvirus (MPV) nicht so leicht übertragbar ist wie das SARS-CoV-2-Virus, da es einen engen körperlichen Kontakt erfordert. Eine Gefährdung für die Gesundheit der deutschen Bevölkerung wird daher derzeit als gering eingeschätzt. Mit Stand 5.8.2022 sind 2887 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans RKI übermittelt worden.

Es handelt sich hierbei auch nicht um ein neues Virus: In Deutschland sind zwar erstmal im Mai 2022 Fälle von Affenpocken identifiziert worden, das Virus ist aber seit langem bekannt und in einigen tropischen Regionen Afrikas endemisch.

Außerdem gibt es einen zugelassenen Impfstoff und wirksame Therapeutika gegen das Affenpockenvirus. Bezüglich des Krankheitsverlaufes verlaufen die Affenpocken im Gegensatz zu den Menschenpocken (Variola) in der Regel deutlich milder: Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen und auch die Hautveränderungen halten lediglich zwischen zwei und vier Wochen an und heilen ohne Behandlung von selbst ab.

Sind Affenpocken als gefährlich einzuordnen?

Allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Insbesondere Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit zugrunde liegenden Immunschwächen können schwer an den Affenpocken erkranken. Gesundheitspersonal ist aufgrund der längeren Virusexposition auch einem höheren Risiko ausgesetzt. Zu den Komplikationen gehören Hirnentzündung, bakterielle Hautinfektionen, Flüssigkeitsverlust, Bindehaut-, Hornhaut- und Lungenentzündung. In Zentral- und Westafrika haben in den letzten Jahren nach Angaben der WHO etwa 3 – 6 % der gemeldeten Fälle zum Tod geführt.

Insgesamt sind Pocken daher nicht zwangsläufig als gefährlich einzuordnen, die Erkrankung sollte aber durchaus ernstgenommen werden, um bei der Bekämpfung des Virus zu helfen. Die Sorge vor einer neuen Pandemie ist aber sicherlich unbegründet.

Mehr Infos zu den Affenpocken?

Auf unserem Chart finden Sie eine Übersicht zum Affenpockenvirus auf einen Blick.

Hier finden Sie Schulungen rund um das Thema Hygiene, damit Sie sich und Ihr Umfeld optimal vor den Pocken schützen können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • BMBF: Affenpocken in Deutschland: Muss man sich Sorgen machen? Link
  • RKI: Internationaler Affenpocken-Ausbruch: Fallzahlen und Einschätzung der Situation in Deutschland. Link
  • RKI: Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Affenpocken. Link
  • Meduplus Schulung: Hygienekurse

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Pflegenotstand? Interessiert das überhaupt noch Jemanden?

Neben der Sonne und guten Laune bringt der anhaltende Sommer für Deutschland auch sehr viel Chaos mit sich. Hitzewellen, Waldbrände und da war ja auch noch ein Krieg in Osteuropa. Die aktuellen Themen und News-Ticker behandeln momentan leider sehr viel Leid und Schmerz auf der Welt und oft finden nur die wichtigsten Themen Ihren Platz.

Der aktuelle Nachrichten-Trend behandelt z.B. den deutschen Sommerurlauber, der durch Flugausfälle und Streiks nicht in seinen langersehenten Pauschalurlaub fliegen kann. Ist das nicht eine Katastrophe?

Eine sehr überspitze Darstellung das wissen wir. Aber gerne möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es bereits in der Vergangenheit wichtige und essenzielle Themen gab, die derzeit unter den Tisch fallen und liegen gelassen werden, obwohl diese seit Jahren in unserer Gesellschaft bekannt sind und ein Problem darstellen.

In unserem neuesten Beitrag möchten wir uns daher mit der aktuellen Pflegesituation in Deutschland auseinandersetzen und informieren.

Der Pflegenotstand in Deutschland hält an

Der Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigte kürzlich in Magdeburg ein neues Gesetzt an, dass dazu führen soll das Kliniken so viele Pflegekräfte beschäftigen müssen, wie tatsächlich benötigt werden. Kliniken und Krankenhäuser, die diese Vorgaben nicht erfüllen, müssen ab 2025 mit Sanktionen rechnen. Diese wurden bislang aber noch nicht weiter erläutert. Die Pflegesituation bleibt weiter angespannt und nach wie vor streiken z.B. in NRW Pflegekräfte aus sechs Unikliniken seit zehn Wochen für bessere Arbeitsbedingungen.

Die neue Pflegepersonal-Regelung (PPR 2.0)

Die neue Pflegepersonal-Regelung hat zum Ziel, dass das Zeitmanagement für Patienten optimiert und verbessert werden soll. Patienten sollen in die Kategorien Grund- und Spezialpflege eingeteilt werden. Innerhalb dieser Kategorien erhält jede Pflegestufe eine festgelegte Pflegezeit (in Minuten), wie lange für die Pflege benötigt wird.

Kann das überhaupt funktionieren? Jeder Patient ist individuell, eine festgelegte Pflegezeit pro Patient halten wir für schwierig.

Der Zeitwert der sich aus der Summe pro Patient ergibt, der noch weitere Faktoren berücksichtigen soll (“Grund- und Fallwerte”) soll im weiteren Prozess für den Bedarf des Pflegepersonals genutzt werden. Der offiziell festgelegte Bedarf an Pflegezeit pro Patient soll demnach um 8,1 Prozent steigen. Die Erprobungsphase der neuen Regelung soll ab dem 1. Januar 2023 starten.

Zeit für Fortbildung in der Pflege weiterhin ein Wunschtraum?

Gerade in der Pflege ist aufgrund des anhaltenden Personalmangels Zeit ein knappes Gut. Die Zeit zur Fortbildung fehlt in den meisten Fällen komplett oder wird viel zu knapp bemessen. Daher versuchen wir unsere Kurse effektiv und zielgerichtet umzusetzen. Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor haben wir deshalb ein neues Pflegepaket entwickelt, mit dem sich das Pflegepersonal individuell und ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege vereint eine kompaktes Kurspaket mit optionalen Microlearnings, dass jederzeit und von überall verfügbar ist:

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Welt-Hepatitis-Tag 2022: Hepatitis kann nicht warten

Heute, am 28. Juli 2022, findet der Welt-Hepatitis-Tag statt, der zur Diagnose bislang unentdeckter Infektionsfälle beitragen soll, denn unbehandelt können diese Infektionen zu Zirrhose und Leberkrebs führen.

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“

Unter dem Motto „Hepatitis kann nicht warten“ erinnert der heutige Tage daran, dass man eine Infektion nicht über mehrere Jahre ignorieren und aufschieben sollte. Der Tag soll vor allem dazu dienen, die hohe Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen mit den Hepatitis-Viren zu verringern. Neuinfektionen können somit eingeschränkt werden und Betroffenen kann eine möglichst frühzeitige Behandlung angeboten werden, die sie vor Spätfolgen bewahrt.

Hepatitis- eine der tödlichsten Infektionskrankheiten

Abhängig vom Virustyp rufen Hepatitis-Viren unterschiedlich schwere Leberentzündungen hervor, die spontan ausheilen oder chronische Verläufe mit schweren Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs nehmen können.

Wer heute an Hepatitis B oder C stirbt, hat sich meist vor vielen Jahren infiziert und wurde nicht rechtzeitig behandelt. Schätzungen der WHO zufolge sterben jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an den Folgen einer solchen Infektion.

In Frühjahr diesen Jahres registrierten die europäischen Gesundheitsbehörden bei Kindern eine Häufung von akuter Hepatitis. Bis Ende Juni stieg die Zahl auf 473, die meisten Fälle traten dabei in Großbritannien auf. Bisher ist noch unklar wie dieser außergewöhnliche Peak zu erklären ist.

Lassen Sie sich testen und/oder impfen!

Ein kostenfreier Test auf Hepatitis B und C ist seit dem 1. Oktober 2021 für alle Bundesbürger ab 35 Jahren verfügbar. Dies ist in der Hausarztpraxis im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung möglich. Auch eine Impfung schützt wirksam gegen Hepatitis A und B und indirekt auch vor einer Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus, da diese nur gleichzeitig mit Hepatitis B auftreten kann.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WELT-HEPATITIS-TAG Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link
  • Meduplus Blog: Welt-Hepatitis-Tag – „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ Link
  • DocCheck: Hepatitis-Rätsel: Wir haben eine heiße Spur Link

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Leistungsansprüche für Pflegebedürftige bleiben oft ungenutzt

Die Leistungsansprüche werden oftmals nicht wahrgenommen. So heißt es in einem Bericht der Tagesschau. Pflegebedürftigen Personen stehe eine Reihe an Leistungen zur Verfügung, jedoch wären die Zugangsvoraussetzung teilweise absurd und unangebracht.

Jährlich verfallen Leistungsansprüche im Wert von mindestens 12 Milliarden Euro. Dies besagt das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Für diese Untersuchung haben Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück errechnet, dass zwischen 62 und 93 Prozent der Pflegeleistungen nicht abgerufen werden.

Oft würde beispielsweise die Kurzzeitpflege nicht beantragt. Auch werden Leistungen nicht in Anspruch genommen, wenn Pflegende ausfallen und vertreten werden können. In 70 Prozent der Fälle würde die Verhinderungspflege nicht genutzt werden.

Die Beantragung hat offenbar ihre Hürden. Der Prozess wird vom VdK-Präsidentin als „teilweise absurd und unangebracht“ bezeichnet. Hier könnten einige Leistungen in einem Budget zusammengefasst und den Pflegebedürftigen unkompliziert zugänglich gemacht werden.

Laut Claudia Moll, der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, müsste ein flexibel einsetzbares Entlastungsbudget zeitnah kommen. Kurzzeit – und Verhinderungspflege müsse schnell umgesetzt werden.

Leider stehe dem zusätzlich ein Personalmangen entgegen. Es brauche einen Rechtsanspruch der Pflegebedürftigen gegenüber den Pflegekassen, damit Sachleistungen einklagbar wären.

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Quelle

https://www.tagesschau.de/inland/vdk-pflegeansprueche-101.html

 

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Hitzschlag vermeiden – So kommen Sie gut durch heiße Sommertage

Der Sommer in Deutschland kann heiß und anstrengend für Körper und Kopf werden. Im Arbeitsalltag kann sich das durch eine geringere Leistungsfähigkeit, ein Unwohlsein oder instabilen Kreislauf bemerkbar machen. Viele Menschen kennen die Symptome und sind damit nicht allein, deshalb ist es umso wichtiger der Hitze effektiv entgegenzuwirken.

Mit den folgenden Tipps und Maßnahmen können Sie der Hitzebelastung vorbeugen und sich schützen. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Empfehlung für uns sinnvoll ist. Jede Person muss alleine entscheiden, welche Maßnahmen helfen und umsetzbar sind.

Was tun bei Hitze?

Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßte Tees. Grundsätzlich sollten Erwachsene mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei großer Hitze empfiehlt sich die doppelte bis dreifache Menge.

Die wichtigsten Empfehlung im Überblick:

  • Passen Sie Ihre Aufgaben und den Arbeitsalltag in die Hitze an. Wenn möglich, verlegen Sie körperliche Arbeiten und Aktivitäten in kühlere Morgen- oder Abendstunden.
  • Sollten Sie im Homeoffice arbeiten: Versuchen Sie Ihre Wohnung und sich selbst kühl zu halten. Schließen Sie bei Bedarf Vorhänge und Jalousien in der Mittagszeit.
  • Schützen Sie sich mit ausreichend Sonnencreme im Freien.
  • Achten Sie auf Ihr Umfeld und vor allem auf Kinder und ältere Menschen, die ggfs. Hilfe brauchen.
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? Falls ja, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ärztin über die Hitzeverträglichkeit und beachten Sie insbesondere die Aufbewahrungshinweise Ihrer Medikamente, die Sie in der Packungsbeilage finden.

“stay cool” auch im Alter

Gerade für ältere Menschen ab 65 Jahren können Hitzewellen besonders anstrengend und gefährlich werden. Schwitzen Sie noch? Sollte dies nicht der Fall sein, kann es sein, dass Sie nicht genug getrunken haben und dem Körper die Flüssigkeit dazu fehlt. Schwitzen ist wichtig für uns, denn es dient der Abkühlung des Körpers.

Besonders ältere Menschen neigen dazu, weniger zu trinken oder es komplett zu vergessen. Folge ist die Dehydrierung und Überhitzung. Daher empfehlen wir auch hier wieder, trinken Sie ausreichend Flüssigkeit.

Auch Kinder und Babys müssen vor Hitzewellen geschützt werden

Babys und Kinder haben besonders empfindliche Haut, die geschützt werden muss. Sonnencreme schützt zwar die Haut, aber das ist nicht ausreichend. Hohe Temperaturen und extreme Hitze können sehr gefährlich für den Körper unseres Nachwuchses werden, da die Schweißproduktion bei Kindern geringer, die Stoffwechselrate aber höher ist, als bei Erwachsenen.

Daraus folgt, dass Babys und Kinder schneller von Hitzebeschwerden betroffen sein können, schneller dehydrieren und einen Hitzschlag bekommen können. Fieber und Hitzepickel können ebenfalls als Symptome ein Warnhinweis für eine Überhitzung des Kindes sein.

Daher verweisen wir auch hier wieder an unsere Übersicht im oberen Abschnitt des Blogbeitrags zu den wichtigsten Empfehlung für heiße Sommertage.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • Achten Sie auf Hilfsbedürftige und helfen Sie!
  • Rufen Sie den Notruf 112.
  • Bringen Sie Hilfsbedürftige Personen in den Schatten.
  • Lockern Sie Kleidung, bieten Sie etwas zu trinken an.

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Urlaub 2022: Empfehlungen der STIKO zu Reiseimpfungen

Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) den gesetzlichen Auftrag, die Empfehlungen zur Durchführung von Schutz- bzw. Reiseimpfungen in Deutschland zu geben. Neben Standardimpfempfehlungen für die gesamte Bevölkerung oder bestimmte Altersgruppen spricht sie Impfempfehlungen für Menschen mit besonderen Indikationen aus.

Schützen Sie sich mit individuellen Reiseimpfungen vor bestimmten Infektionserkrankungen. Da die Infektionserreger auch nach Deutschland importiert oder ins Reiseland exportiert werden können, liegt ein adäquater Impfschutz von Reisen auch im öffentlichen Interesse.

Empfohlene Standard- und Indikationsimpfungen

Im Rahmen der Impfberatung sollten zunächst die von der STIKO empfohlenen Standard- und Indikationsimpfungen überprüft und ggf. ergänzt bzw. aufgefrischt werden. Die Immunisierungsraten in Deutschland sinken mit steigendem Alter erheblich.

Abbildung: Geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß ausgewählter impfpräventabler Erkrankungen in Ländern mit niedrigerem Einkommen bei nicht-immunen Reisenden

Für jede Reise sind die von der STIKO empfohlenen Standard und Indikationsimpfungen von grundsätzlicher Bedeutung, wenngleich das länderspezifische Infektionsrisiko sehr unterschiedlich sein kann. Dazu zählen unter anderem Impfungen gegen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis
  • Masern
  • Pneumokokken
  • Influenza
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Poliomyelitis

Für den internationalen Reiseverkehr sollte bei der reisemedizinischen Impfberatung  geklärt werden, ob bestimmte Reiseimpfungen vorgeschrieben sind. Einzelne Länder können nach den zuletzt im Jahr 2005 novellierten Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) nach Absprache mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Impfnachweis auf der ersten Doppelseite im Internationalen Impfausweis bei Einreise verlangen.

Wie plane ich den zeitlichen Ablauf meiner Reiseimpfungen?

Spätestens 2 Wochen vor Reisebeginn sollten die Reiseimpfungen bzw. Impfserien abgeschlossen sein, um eine ausreichende Immunität und das Abklingen bzw. die Behandlung etwaiger unerwünschter Arzneimittelwirkungen vor Reiseantritt zu gewährleisten.

Totimpfstoffe können in jedweder Kombination ohne Sicherheitsbedenken am selben Tag gegeben werden. Sollte vor der Abreise genügend Zeit sein, empfiehlt sich – bei Indikation für die Gabe mehrerer Lebendimpfstoffe – diese für nicht am selben Tag, sondern im (Mindest-)Abstand von 4 Wochen zu verabreichen, um ein optimales Impfansprechen zu erhalten. Eine zeitlich getrennte Reiseimpfung hat zu dem den Vorteil, dass bei auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen oder Impfkomplikationen eine Zuordnung zu einem Impfstoff möglich ist. Falls aus Zeitgründen der Abstand nicht eingehalten werden kann, können auch zwei Lebendimpfstoffe am gleichen Tag verabreicht werden. Zu beachten ist dabei, dass die Impfstoffe in verschiedene Gliedmaßen appliziert werden.

Zusätzliche Präventionsmaßnahmen bei Reiseimpfungen

Der Fokus der aktuellen STIKO-Empfehlung liegt auf Impfungen als zentraler Teil einer medizinischen Reiseberatung. Des weiteren sollte man beachten, dass zusätzliche Vorbereitungen unerlässlich sind, z. B. in Bezug auf Sicherheits- und Reisewarnungen. Reisende und die beratenden ÄrztInnen sollten sich über die aktuellen Verhältnisse im Reiseland informieren. Hier empfiehlt sich die Homepage des Auswärtigen Amtes. Dort werden länderspezifische aktuelle Sicherheitshinweise sowie Reisewarnungen genannt (www.auswaertiges-amt. de/de/ReiseUndSicherheit/10.2.8Reisewarnungen). In den Sicherheitshinweisen wird auf besondere Risiken für Reisende aufmerksam gemacht. Sie können auch die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

Quellen und weiterführende Literatur

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Hygiene medial vermitteln – meduplus als Teilnehmer auf dem 16. DGKH-Jahreskongress 2022

vom 02. – 04. Mai begrüßen wir Sie als meduplus-Team an unserem Stand beim 16. Jahreskongress für Krankenhaushygiene der Deutschen gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. zum Wettbewerb “Hygiene medial vermitteln” im Hotel Berlin Central District.

Veranstaltungsort: Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin

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Augmented Reality als Unterstützung zur Wissensvermittlung

Mit unserer Projektidee zum Thema: Augmented Reality und einer interaktiven Postkarte wollen wir PatientInnen Ängste und Unsicherheiten nehmen, über Risiken aufklären und sie bei der Heranführung an neue Verhaltensweisen in Bezug auf die Händehygiene unterstützen. Die Postkarte „Die fünf Momente der Händedesinfektion für PatientInnen“ richtet sich an PatientInnen und BesucherInnen von Kliniken. Es soll dem medizinischen Laien das korrekte Verhalten bei der Händedesinfektion anschaulich vermittelt werden.

interaktive Postkarte: Die 5 Momente der Händehygiene

Dafür muss einmalig die auf der Karte erwähnte App heruntergeladen werden. Anschließend können PatientInnen bzw. BesucherInnen die Karte mit dem Smartphone scannen.

Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.BakuDigital.Admented&gl=DE

IOS: https://apps.apple.com/de/app/admented/id1229641612

In der App wird dann auf die Karte ein Video projiziert, das dem Patienten die Anstrengungen des Klinikteams zur Vermeidung nosokomialer Infektionen erläutert und die „5 Momente“ für PatientInnen näherbringt. Die Rückseite der Karte kann mit weiteren Informationen, zum Beispiel zum Krankenhaus oder der Abteilung versehen werden. Auch hier können mit dem Augmented Reality Verfahren Erklärvideos, Interviews mit der Geschäftsleitung, dem Pflegedienst oder dem Chefarzt eingespielt werden.

Besuchen Sie uns vor Ort! Gerne präsentieren wir Ihnen unser Konzept zur modernen Wissensvermittlung direkt an unserem Stand und tauschen uns mit Ihnen zu Ihrem Feedback und weiteren Ideen aus.

Alle weiteren Informationen zum Kongress finden Sie hier hier:

Weitere Informationen zum DGKH-Kongress

Hygienefortbildungen mit meduplus

Das Team der Krankenhaushygiene soll durch E-Learning und Blended Learning (Kombination aus E-Learning und klassischen Präsenzschulungen) bei seinen Aufgaben wirkungsvoll unterstützt und entlastet werden. Mit unserer Karte sollen PatientInnen und BesucherInnen während ihres Aufenthaltes in die Prävention nosokomialer Infektionen eingebunden werden.

Diese Einbindung trägt auch zum Abbau von Ängsten und Sorgen bei, mit denen viele PatientInnen ins Krankenhaus kommen. Sie merken, dass sie auch selbst etwas zum Gelingen ihres Aufenthalts beitragen können. Das schafft Vertrauen und erhöht die Compliance.

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Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Die zunehmende Anzahl der Impfdurchbrüche zeigt, dass mit sinkenden Antikörpertitern das Risiko für eine symptomatische Corona-Infektion steigt. Personen mit hohem Titer waren einer aktuellen Studie zufolge monatelang sicher vor einer Infektion. Die neutralisierenden Antikörper lassen sich mit einem nach WHO-Standard kalibrierten Schnelltest einfach und verlässlich messen.
Mittlerweile sind zwar recht viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft, aber wie lange die Immunität nach der Impfung vor COVID-19 schützt, ist noch ungewiss. Zunehmend infizieren sich Personen, deren Impfung bereits länger zurückliegt. Um abschätzen zu können, wer eine Booster-Impfung benötigt, kann der Titer SARS-CoV-2 neutralisierender Antikörper (NAb) gemessen werden.

Mit dem InfectCheck COVID-19 NAb Schnelltest (Vertrieb Deutschland: concile GmbH) können die Titer direkt in der Arztpraxis oder Apotheke mit einem kleinen Messgerät bestimmt werden. Als Probe reicht ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere. Der quantitative Schnelltest weist eine hohe Korrelation zum international gültigen WHO-Standard für anti-SARS-CoV-2 auf und ist sehr zuverlässig. Ein Vergleich des Tests mit aufwändigeren Labormethoden in der Tor Vergata Universität in Rom ergab, dass der NAb-Schnelltest gut geeignet ist für Untersuchungen zur Immunität.1 Das Testergebnis erleichtert unter Berücksichtigung von Alter und Begleiterkrankungen bei Geimpften und Genesenen die Entscheidung, wann eine Auffrischimpfung notwendig ist.

Ein allgemein gültiger Schwellenwert, ab welchem NAb-Titer eine Infektion verlässlich verhindert wird, steht noch nicht fest. Hinweise auf die Höhe schützender Titer geben jedoch erste Studien zur Untersuchung der Immunität nach Impfung oder Infektion. Eine Veröffentlichung der Universität Oxford zeigte, dass ein NAb-Titer von 506 BAU/ml bei mit AstraZeneca-Impfstoff geimpften Personen einen 80%iger Schutz bietet.2 In einer Untersuchung der Universität Toulouse infizierten sich im Verlauf von 275 Tagen fast 10% der Personen ohne zirkulierende NAb im Blut mit SARS-CoV-2. Bei einem NAb-Titer von mehr als 256 BAU/ml kam es dagegen über den monatelangen Beobachtungszeitraum zu keiner Infektion. Dieser Titer bot einen 100%igen Schutz³.

Die Titerverläufe sind abhängig von mehreren Faktoren wie dem verwendeten Impfstoff, dem Alter der Geimpften und Begleiterkrankungen. Durch das Monitoring des individuellen NAb-Titers könnte der richtige Zeitpunkt für eine Booster-Impfung ermittelt werden.

1Publikation eingereicht
²Feng s et al. Correlates of protection against symptomatic and asymptomatic SARS-CoV-2 infection. https://doi.org/10.1101/2021.06.21.21258528 doi: medRxiv preprint
³Dimeglio C, Herin F, Martin-Blondel G et al. Antibody titers and protection against a SARS-CoV-2 infection. J Infect. 2021 Sep 21:S0163-4453(21)00483-7

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Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Die zunehmende Anzahl der Impfdurchbrüche zeigt, dass mit sinkenden Antikörpertitern das Risiko für eine symptomatische Corona-Infektion steigt. Personen mit hohem Titer waren einer aktuellen Studie zufolge monatelang sicher vor einer Infektion. Die neutralisierenden Antikörper lassen sich mit einem nach WHO-Standard kalibrierten Schnelltest einfach und verlässlich messen.
Mittlerweile sind zwar recht viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft, aber wie lange die Immunität nach der Impfung vor COVID-19 schützt, ist noch ungewiss. Zunehmend infizieren sich Personen, deren Impfung bereits länger zurückliegt. Um abschätzen zu können, wer eine Booster-Impfung benötigt, kann der Titer SARS-CoV-2 neutralisierender Antikörper (NAb) gemessen werden.

Mit dem InfectCheck COVID-19 NAb Schnelltest (Vertrieb Deutschland: concile GmbH) können die Titer direkt in der Arztpraxis oder Apotheke mit einem kleinen Messgerät bestimmt werden. Als Probe reicht ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere. Der quantitative Schnelltest weist eine hohe Korrelation zum international gültigen WHO-Standard für anti-SARS-CoV-2 auf und ist sehr zuverlässig. Ein Vergleich des Tests mit aufwändigeren Labormethoden in der Tor Vergata Universität in Rom ergab, dass der NAb-Schnelltest gut geeignet ist für Untersuchungen zur Immunität.1 Das Testergebnis erleichtert unter Berücksichtigung von Alter und Begleiterkrankungen bei Geimpften und Genesenen die Entscheidung, wann eine Auffrischimpfung notwendig ist.

Ein allgemein gültiger Schwellenwert, ab welchem NAb-Titer eine Infektion verlässlich verhindert wird, steht noch nicht fest. Hinweise auf die Höhe schützender Titer geben jedoch erste Studien zur Untersuchung der Immunität nach Impfung oder Infektion. Eine Veröffentlichung der Universität Oxford zeigte, dass ein NAb-Titer von 506 BAU/ml bei mit AstraZeneca-Impfstoff geimpften Personen einen 80%iger Schutz bietet.2 In einer Untersuchung der Universität Toulouse infizierten sich im Verlauf von 275 Tagen fast 10% der Personen ohne zirkulierende NAb im Blut mit SARS-CoV-2. Bei einem NAb-Titer von mehr als 256 BAU/ml kam es dagegen über den monatelangen Beobachtungszeitraum zu keiner Infektion. Dieser Titer bot einen 100%igen Schutz³.

Die Titerverläufe sind abhängig von mehreren Faktoren wie dem verwendeten Impfstoff, dem Alter der Geimpften und Begleiterkrankungen. Durch das Monitoring des individuellen NAb-Titers könnte der richtige Zeitpunkt für eine Booster-Impfung ermittelt werden.

1Publikation eingereicht
²Feng s et al. Correlates of protection against symptomatic and asymptomatic SARS-CoV-2 infection. https://doi.org/10.1101/2021.06.21.21258528 doi: medRxiv preprint
³Dimeglio C, Herin F, Martin-Blondel G et al. Antibody titers and protection against a SARS-CoV-2 infection. J Infect. 2021 Sep 21:S0163-4453(21)00483-7

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Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten als Online-Seminar am 12.03.2021

Aufbereitung von Medizinprodukten in Köln

Am Freitag, den 12. März 2021, findet unser erstes Abschlusskolloquium für den Kurs “Aufbereitung von Medizinprodukten” im Jahr 2021 statt. Wir bieten Ihnen auf Grund der aktuellen Situation an, auch an diesem Kolloquium per Live-Übertragung online teilzunehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Onlinekolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referenten abgehalten wird.

Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten

  • Zertifizierter Kurs nach dem Curriculum der Bundesärztekammer
  • Nachhaltiger Lernerfolg bei minimaler Abwesenheit
  • Kosten- und zeiteffizient durch Blended Learning

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“Der Nobelpreis für Medizin geht an…”

… die Entdecker des Hepatitis-C-Virus.

Am heutigen Montag hat die Nobelversammlung am Karolinska-Institut in Stockholm die drei Wissenschaftler Harvey J. Alter, Michael Houghton und Charles M. Rice für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus zu den Gewinnern des diesjährigen Nobelpreises für Physiologie oder Medizin ernannt.

Aus diesem Anlass informiert Sie der folgende Blogbeitrag über den Hepatitis Virus und gibt eine Überblick über die verschieden Arten.

“Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!”

Die chronische Hepatitis-B-Infektion ist selten heilbar, jedoch gut kontrollierbar. Dagegen ist Hepatitis C heute so gut wie immer vollständig heilbar. Im Fokus des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher, die noch unentdeckten Infizierten zu finden, um diese frühzeitig zu behandeln, vor Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzuschränken. Nachfolgend geben wir einen steckbriefartigen Überblick über die 5 bekannten Hepatitis-Viren.

Hepatitis A

  • Ansteckung: Schmierinfektion, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht.
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HAV-IgM und anti-HAV-IgG
  • Therapie: nur symptomatisch
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 1,4 Millionen jährlich

Hepatitis B

  • Ansteckung: über Blut/ Körperflüssigkeiten, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose auftreten.
  • Diagnose: zuerst erfolgt ein Bluttest auf die Virushülle (HBs-Antigen) und Antikörper als Immunreaktion (anti-HBs und anti-HBc). Mit diesen drei Werten kann man bereits erkennen, ob jemand infiziert ist, ausgeheilt war, gesund und/oder geimpft ist. Bei chronischer Infektion wird vor allem die HBV-DNA-Viruslast überwacht.
  • Therapie: verfügbar – Antivirale Medikamente gegen Hepatitis B können das Virus sehr gut unterdrücken, aber nicht ganz ausheilen. Daher müssen sie in der Regel dauerhaft  eingenommen werden. Heilende Hepatitis-B-Therapien zu finden, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 257 Millionen

Hepatitis C

  • Ansteckung: über Blut
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen auftreten.
  • Diagnose: zunächst Bluttest auf Antikörper (anti-HCV). Wenn die Antikörper positiv sind, wird ein aufwändigerer Test auf HCV-RNA, das Erbmaterial des Virus, gemacht
  • Therapie: verfügbar, HCV ist heute fast immer dauerhaft heilbar
  • Schutzimpfung: nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 71 Millionen

Hepatitis D

  • Ansteckung: über Blut, sexuell
  • Symptome/ Beschwerden: die akute Hepatitis D kann wie die akute Hepatitis B ohne Symptome verlaufen. Meist treten jedoch Übelkeit, Müdigkeit, Fieber und eventuell Gelbsucht auf.
  • Diagnose: Ohne Hepatitis B-Diagnose (positives HBs-Antigen, siehe oben) braucht man nicht auf Hepatitis D zu testen. Wenn man erstmals positiv auf Hepatitis B getestet wird, oder wenn später bei chronischer Hepatitis B ein Verdacht besteht, sollte immer auch nach Antikörpern gegen das D-Virus (anti-HDV) gesucht werden. Wenn diese Antikörper positiv sind, erfolgt ein Test auf das Erbmaterial des Virus, die HDV-RNA.
  • Therapie: Aktuell sind noch keine Medikamente offiziell für Hepatitis D zugelassen.
  • Schutzimpfung: indirekt verfügbar über Hepatitis B-Schutzimpfung: Diese schützt auch vor Hepatitis D, da das Delta-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus existieren kann.
  • Infektionszahl weltweit: 15 Millionen

Hepatitis E

  • Ansteckung: in Deutschland insbesondere durch rohes Fleisch von Haus- und Wildschweinen und Rotwild
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle akute Gelbsucht
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HEV-IgM und anti-HEV-IgG. Bei konkretem Verdacht kann auch ein direkter Test auf das Erbmaterial des Hepatitis-E-Virus erfolgen
  • Therapie: Es gibt bislang keine offizielle zugelassene Therapie.
  • Schutzimpfung: hierzulande nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 20 Millionen jährlich

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link 27. Juli 2020
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link 27. Juli 2020
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link 27. Juli 2020

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Frage der Woche: Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: “Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?”

Nicht unbedingt. Eine Studie zeigt: Toleranzen gegenüber bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln sind keine Seltenheit.

Antiseptik und Desinfektion sind ohne Frage von hohem Nutzen in der Prävention nosokomialer Infektionen. Eine ausführliche Literaturstudie des RKI hat nun aber ergeben, dass Infektionserreger gegenüber ausgewählten bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln unempfindlicher werden, sich also sogenannte Toleranzen entwickeln können. Darüber hinaus sind Kreuztoleranzen bzw. -resistenzen möglich, sodass sich parallel Toleranzen zu anderen bioziden Wirkstoffen sowie Antibiotika entwickeln können.

Zu diesen Bakterien zählt zum Beispiel Chlorhexidindigluconat (CHG), eine antimikrobiell wirksame Substanz, welche in der Patientenversorgung nicht selten eingesetzt wird. Weitere bedeutsame Beispiele sind Triclosan und Benzalkoniumchlorid. Für Kliniken weisen die drei eine besonders hohe Relevanz und Verwendung auf.

Kann man auf biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln verzichten?

“Ein biozider Wirkstoff, der bei Bakterienspezies mit großer klinischer Relevanz starke und stabile Toleranzen auslösen kann, jedoch keinen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit leistet bzw. keinen Nutzen für den Patienten aufweist, ist verzichtbar.” (Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020).

Um die antimikrobielle Wirksamkeit von Desinfektionsmittel und Antiseptika nicht zu verlieren, sollten in jedem Fall Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen werden. Dafür geben wir Ihnen nun ein paar Hinweise an die Hand:

Aufgrund niedriger Wundinfektion – und Septikraten, eignen sich Produkte auf Basis von Alkohol mit Zusatz eines nachweislich wirksamen Wirkstoffs, wie z.B. CHG, besonders gut für die Hautantiseptik. Zur Wundantiseptik weisen Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit sowie PVP-Iod das niedrigste Potenzial zur Toleranzbildung auf. Für die Desinfektion von großen Flächen, sollten Desinfektionsmittel auf Basis von Peroxiden oder Natriumhypochlorit bzw. Alkoholen bei kleinen Flächen das Mittel der Wahl sein.

Achten Sie bei Ihrem Händedesinfektionsmittel auf eine ausreichend wirksame Konzentration an Alkoholen, Hautpflegestoffen und Wasser. Unverzichtbar ist zudem eine gute Hautverträglichkeit, insbesondere bei häufiger Anwendung. Bei alkoholischen Händedesinfektionsmitteln, die weitere biozide Wirkstoffe enthalten, zeigt sich keine verbesserte Wirksamkeit, sondern eher ein Risiko für Nebenwirkungen. Daher sollte und kann ganz bewusst auf diese verzichten werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020 vom 24.09.2020 Link
  • meduplus Grundkurs Händehygiene für Ärzte 2020 Link

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Antiseptik auf dem Auge

Antiseptik auf dem Auge

Das menschliche Auge ist ständig Krankheitserregern und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Infektionen können sich entwickeln, wenn das Auge solche schädigenden Einflüsse nicht mehr eigenständig abwehren kann. Unter Antisepsis werden alle lokal angewandten Maßnahmen zur Abtötung oder Inaktivierung von Mikroorganismen am oder im lebenden Gewebe verstanden. Wie auch bei Haut- und Schleimhautdurchtrennung ist die Antiseptik auf dem Auge ebenfalls obligat vor Eingriffen indiziert.

Grundsätzliches zur Antiseptik

Antiseptika werden aus mehreren Gründen verwendet. Zum einen erfolgt die Anwendung aus prophylaktischer Indikation – als sogenannte prophylaktische Antiseptik -, um einer unerwünschten Kolonisation oder Infektion vorzubeugen. Weiterhin werden Antiseptika aus therapeutischer Indikation angewandt – sogenannte therapeutische Antiseptik – , um eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren oder eine Infektion zu behandeln.

Zielsetzung der prophylaktischen Antiseptik ist die Infektionsverhütung durch:

  • Unterbindung des Erregertransfers von kontaminierten bzw. kolonisierten Körperbereichen in mikrobiell nicht besiedelte Körperbereiche,
  • Abtötung von Krankheitserregern im Applikationsbereich, um eine nachfolgende Infektion zu unterbinden bzw. eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren,
  • Normalisierung einer Dysbiose bzw.
  • Abtötung potentieller Pathogene nach akzidenteller Kontamination.

Die Hautantiseptik ist vor allen durchtrennenden Eingriffen der Haut notwendig, das heißt vor Injektion, Punktion, vor präoperativer Durchtrennung und vor dem Legen von Gefäßkathetern. Ferner ist sie bei liegendem Gefäßkatheter indiziert. Bei Kolonisation von Patienten mit MRSA dient sie der Dekolonisation und bei der antiseptischen Waschung von Intensivplegepatienten der Herabsetzung des Risikos der Weiterverbreitung kritischer Erreger, insbesondere von MRE.

Antiseptik auf dem Auge

Auch vor der Durchtrennung von Schleimhaut und Auge ist die Antiseptik indiziert:

  • Indikation obligat: präoperative Behandlung (PVP-Iod 1,25 %, Polihexanid 0,02%)
  • Akzidentelle Kontamination: Spülung mit PVP-Iod 2,5 %
  • Epidemiologische Risikosituation: intra-, und postoperative Prophylaxe okulärer Infektionen (PVP-Iod)

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ Kapitel 6.3 Link
  • KRINKO: Prävention postoperativer Wundinfektionen Link
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Welt-Hepatitis-Tag – “Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!”

Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen

Heute, am 28. Juli 2020, wird der Welt-Hepatitis-Tag unter dem Motto „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ begangen. 290 Millionen der von Hepatitis Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion. Im Mittelpunkt des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher die Diagnose bislang unentdeckter Infektionsfälle.

“Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!”

Die chronische Hepatitis-B-Infektion ist selten heilbar, jedoch gut kontrollierbar. Dagegen ist Hepatitis C heute so gut wie immer vollständig heilbar. Im Fokus des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher, die noch unentdeckten Infizierten zu finden, um diese frühzeitig zu behandeln, vor Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzuschränken. Nachfolgend geben wir einen steckbriefartigen Überblick über die 5 bekannten Hepatitis-Viren.

Hepatitis A

  • Ansteckung: Schmierinfektion, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht.
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HAV-IgM und anti-HAV-IgG
  • Therapie: nur symptomatisch
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 1,4 Millionen jährlich

Hepatitis B

  • Ansteckung: über Blut/ Körperflüssigkeiten, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose auftreten.
  • Diagnose: Zunächst Bluttest auf die Virushülle (HBs-Antigen) und Antikörper als Immunreaktion (anti-HBs und anti-HBc). Mit diesen drei Werten kann man bereits erkennen, ob jemand infiziert ist, ausgeheilt war, gesund und/oder geimpft ist. Bei chronischer Infektion wird vor allem die HBV-DNA-Viruslast überwacht.
  • Therapie: verfügbar – Antivirale Medikamente gegen Hepatitis B können das Virus sehr gut unterdrücken, aber nicht ganz ausheilen. Daher müssen sie in der Regel dauerhaft  eingenommen werden. Heilende Hepatitis-B-Therapien zu finden, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 257 Millionen

Hepatitis C

  • Ansteckung: über Blut
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen auftreten.
  • Diagnose: zunächst Bluttest auf Antikörper (anti-HCV). Wenn die Antikörper positiv sind, wird ein aufwändigerer Test auf HCV-RNA, das Erbmaterial des Virus, gemacht
  • Therapie: verfügbar, HCV ist heute fast immer dauerhaft heilbar
  • Schutzimpfung: nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 71 Millionen

Hepatitis D

  • Ansteckung: über Blut, sexuell
  • Symptome/ Beschwerden: 
  • Diagnose: Ohne Hepatitis B-Diagnose (positives HBs-Antigen, siehe oben) braucht man nicht auf Hepatitis D zu testen. Wenn man erstmals positiv auf Hepatitis B getestet wird, oder wenn später bei chronischer Hepatitis B ein Verdacht besteht, sollte immer auch nach Antikörpern gegen das D-Virus (anti-HDV) gesucht werden. Wenn diese Antikörper positiv sind, erfolgt ein Test auf das Erbmaterial des Virus, die HDV-RNA.
  • Therapie: Aktuell sind noch keine Medikamente offiziell für Hepatitis D zugelassen.
  • Schutzimpfung: indirekt verfügbar über Hepatitis B-Schutzimpfung: Diese schützt auch vor Hepatitis D, da das Delta-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus existieren kann.
  • Infektionszahl weltweit: 15 Millionen

Hepatitis E

  • Ansteckung: in Deutschland insbesondere durch rohes Fleisch von Haus- und Wildschweinen und Rotwild
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle akute Gelbsucht
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HEV-IgM und anti-HEV-IgG. Bei konkretem Verdacht kann auch ein direkter Test auf das Erbmaterial des Hepatitis-E-Virus erfolgen
  • Therapie: Es gibt bislang keine offizielle zugelassene Therapie.
  • Schutzimpfung: hierzulande nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 20 Millionen jährlich

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link 27. Juli 2020
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link 27. Juli 2020
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link 27. Juli 2020

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Noroviren

Noroviren

Laut WHO können über 200 verschiedene Krankheiten durch kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. In diesem Blog-Beitrag widmen wir uns einem speziellen Erreger von Lebensmittelinfektionen – dem Norovirus – und stellen einen zeit- und kostensparenden Weg der Personalschulung mittels Microlearning Norovirus vor.

Noroviren

Insgesamt rund 15 Millionen Lebensmittelinfektionen jährlich sind in Europa auf Noroviren zurückzuführen. Somit sind Noroviren Hauptverursacher für nicht bakterielle akute Gastroenteritiden. Noroviren werden meist über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch übertragen. Auch rohe Lebensmittel wie Salat, Obst, Krabben, Muscheln und weitere können belastet sein und zu einer Infektion führen. Eine Übertragung über verunreinigte Gegenstände ist ebenfalls möglich.

In Deutschland sind Infektionen mit Noroviren nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 6 und § 7 meldepflichtig.

Neben den Influenzaviren gehören Noroviren zu den am häufigsten in Deutschland gemeldeten Erregern. In den Jahren 2010 bis 2019 wurden jedes Jahr durchschnittlich 94.000 Norovirus-Infektionen durch die Gesundheitsämter über die jeweiligen Landesgesundheitsbehörden an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt.

In der RKI-Auswertung für 2019 waren bei 183 der 203 analysierten Norovirus-assoziierten Ausbrüchen Informationen über die Einrichtung, in der der Ausbruch stattfand, vorhanden. Hierbei fiel auf, dass besonders häufig Alten- und Pflegeheime (n=71), gefolgt von Kindereinrichtungen wie beispielsweise Schulen, Horte und Kindertagesstätten (n=69) betroffen waren. Hinzu kamen Proben von 26 Norovirus-Ausbrüchen in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen, sowie zehn Norovirus-Ausbrüche in Restaurants und vier Ausbrüche in Hotels.

Häufigkeit Noroviren Einrichtungen

Abb.1 Häufigkeit von Noroviren in verschiedenen Einrichtungen (Quelle: RKI)

Schulen Sie Ihr Personal GRATIS mit dem Microlearning Norovirus

Ein hoher Kenntnisstand zu Norovirus-Infektionen beim Personal in Gesundheitseinrichtungen ist essenziell für das Ausbruchsmanagement. Nur mit gut geschultem Personal, können die erforderlichen Präventionsmaßnahmen ohne Zeitverlust sichergestellt werden.

Bis Ende Juli ist das Microlearning Noroviren für Sie kostenlos.

ML NOROVIRUS

 

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 24/2020 vom 11.Juni 2020; Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt; Link
  • Ahmed et al. 2019: Global Prevalence of Norovirus in Cases of Gastroenteritis: A Systematic Review and Meta-Analysis Link

Mehr Informationen und Beratung

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Europäischer Antibiotika-Tag 2019: Erste Studie zum Wissensstand des Medizinpersonals

Antibiotika-Tag 2019
  • Heute, am 18. November, ist Europäischer Antibiotika-Tag. Dieser jährlich stattfindende Tag soll auf die Bedeutung des bewussten Umgangs mit Antibiotika erinnern und auf die Gefahr durch Antibiotikaresistenzen aufmerksam machen. Anlässlich des heutigen Tages hat das ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) die Ergebnisse der ersten, multinationalen Studie zum Wissensstand des europäischen Medizinpersonals zum Thema Antibiotika veröffentlicht. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie.

    ECDC-Umfrage zum Wissensstand des Medizinpersonals zum Thema Antibiotika

    Die EU-weite Online-Befragung richtete sich an alle Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich und umfasste 43 Fragen. Die Fragen zum Thema Antibiotika/ Antibiotikaresistenzen betrafen den Wissensstand, die Einstellung und das Verhalten der Mitarbeiter. Ziel der Umfrage war es ein besseres Verständnis für die Fähigkeiten, Möglichkeiten und die Motivation zum umsichtigen Gebrauch von Antibiotika zu erlangen, um zukünftige Maßnahmen im Bereich Politik/ Bildung und Kommunikation effektiv unterstützen zu können.

    Es nahmen 18.365 Ärzte, Pflegekräfte und Med. Hilfskräfte an der Befragung teil. Insgesamt konnten europaweit nur 58 % der Befragten alle Fragen korrekt beantworten. Die Unterschiede der einzelnen Länder und Berufsgruppen waren erheblich.

    Umfrageergebnisse

    Insgesamt zeigen die Ergebnisse der ECDC-Studie, dass der Wissensstand des Medizinpersonals zu Antibiotika und Antibiotikaresistenzen gut ist, es jedoch an der richtigen Umsetzung in der Praxis mangelt. Insbesondere, bei der Verschreibung und Verbesserung der Infektionsprävention besteht Handlungsbedarf, so die Einschätzung von Vytenis Andriukaitis, europäischer Beauftragter für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

    Über 89 % der Teilnehmer haben eine Verbindung zwischen der Verschreibung, Ausgabe und Verabreichung von Antibiotika und der Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen bestätigt.

    Die Bedeutung der “5 Momente der Händehygiene” als Abwehrmittel im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen wurde am stärksten von der Gruppe der Pflegekräfte erkannt.

    Vorgaben für die praktische Umsetzung

    Die Ergebnisse der am Europäischen Antibiotika-Tag 2019 veröffentlichten Studie zeigen, dass in der praktischen Umsetzung des richtigen Antibiotikagebrauchs noch erhablicher Verbesserungsbedarf besteht, auch wenn der theoretische Kenntnisstand insgesamt über alle Länder und Berufsgruppen hinweg hoch ist. Eine weitere Erkenntnis ist, dass der Zugang zu Informationsmaterialien für Patienten bzw. Kollegen verbessert werden muss.

    Quellen und weiterführende Literatur

    • Survey of healthcare workers’ knowledge, attitudes and behaviours on antibiotics, antibiotic use and antibiotic resistance in the EU/EEA, Technical report, 18. November 2019; Link
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Neue Daten zur MRSA-Häufigkeit in Deutschland

Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt

Daten zur Überwachung der Resistenzentwicklung gegenüber Antibiotika werden durch die nationale Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut
(RKI) gesammelt. Es werden sowohl Daten aus der stationären als auch aus der ambulanten Versorgung einbezogen. Die aktuellen Daten des Surveillance-Systems bestätigen einen weiteren Rückgang von MRSA in Deutschland.

MRSA Daten in Deutschland und Europa

In Deutschland lag der Anteil von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) an allen S.-aureus-Isolaten aus allen Probenmaterialien bei 23,8% im Jahr 2010 und sank 2018 auf 13,3 %. In der ambulanten Versorgung fiel der Anteil von 13% im Jahr 2010 auf 7,7% im Jahr 2018.

Zur Einsortierung in den europäischen Rahmen werden die erhobenen ARS-Resistenzdaten auch an das EARS-Net, das European Antimicrobial Resistance Surveillance Network, übertragen. Im europäischen Durchschnitt ist der Anteil von 18 % im Jahr 2013 auf 16,9 % im Jahr 2017 gesunken. Jedoch gibt es weiterhin eine starke Diskrepanz zwischen den Niedrigprävalenzländern wie unter anderem Norwegen, Dänemark, Niederlande und den Hochprävalenzländern im südeuropäischen Raum (u.a. Portugal, Griechenland). In Letzteren lag der Anteil im Jahr 2017 weiterhin bei über 35 %.

In Deutschland sowie im europäischen Durchschnitt sind die MRSA-Prävalenzen rückläufig. Dennoch stellt das NRZ eine unverändert hohe Zahl an  S.-aureus-/MRSA-Einsendungen fest. Es überwiegen weiterhin Einsendungen von Isolaten der Linien t003/ST225/„Rhein-HessenMRSA“ und t032/ST22/„Barnim-MRSA“. Diese wurden deutschlandweit nachgewiesen. Bestimmte KoResistenzen (Fluorchinolone, Makrolide) sind bei MRSA in den Jahren 2017/2018 wie bereits in den Jahren zuvor rückläufig. Dagegen besteht für Tetracyclin ein leichter Anstieg.

Kostenloses Microlearning zu Hygienemaßnahmen bei MRSA

Die Fortbildung von medizinischem Personal ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sachgemäßen Einsatz von Antibiotika. Dies schreibt auch das Bundesministerium für Gesundheit in seinem 10-Punkte-Plan zur Vermeidung behandlungsassoziierter Infektionen und Antibiotika-Resistenzen fest.

Meduplus bietet in E-Learning- und Blended Learning Schulungen vielfache Fortbildungsformen an, die das Thema MRSA behandeln.

 

 

Eine sehr effiziente Möglichkeit das Wissen in dem Bereich aufzufrischen und bei Ausbrüchen in kürzester Zeit die gesamte Belegschaft zu schulen bietet unser Microlearning MRSA. In 20 Minuten wird hier alles Wichtige zum richtigen Hygieneverhalten bei MRSA vermittelt.

 

Quellen und weiterführende Informationen

  • RKI Epidemiologisches Bulletin Nr. 42 vom 17.10.2019 Link
  • Bundesgesundheitsministerium: Infektionskrankheiten/ MRSA Link
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meduplus auf der XPOMET 2019

XPOMET 2019

Die XPOMET 2019 ist die globale Plattform für das Gesundheitssystem der nächsten Generation. Das dreitägige Technologie- und Medizinfestival für Fachpublikum und interessierte Bürger vom 10. bis 12. Oktober 2019 in der Arena in Treptow/Berlin, bildet eine Plattform für innovative Unternehmen, um neue transdisziplinäre Lösungen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften in Medizin und Lebenswissenschaften zu entdecken und zu fördern.

Wir sind an allen drei Tagen mit einem Stand vor Ort, Sie finden uns an Stand 3/Next Generation Area. Bei uns am Stand finden Sie exklusive Angebote für XPOMET Besucher. Es gibt zudem die Möglichkeit beim Meet the Expert unseren Geschäftsführer und absoluten E-Learning Experten Dr. Jörg Ansorg zu treffen. Außerdem bietet unser Gewinnspiel ansteckende Preise.

Tolle Angebote für Teilnehmer der XPOMET 2019

Wir haben exklusive Angebote für Teilnehmer der XPOMET 2019. Kommen Sie am Stand vorbei und informieren Sie sich darüber, wie Sie mit professionellen Schulungen Ihre Mitarbeiter mit digitalem Lernen auf den neuesten Stand bringen.

Pflichtschulungen mit meduplus

Gewinnspiel

An unserem Stand haben Sie die Chance unsere ansteckenden Riesenmikroben zu gewinnen. Sie sind nicht vor Ort und wollen trotzdem mitmachen? Das Quiz und die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Zum Gewinnspiel

Hygienefortbildungen mit meduplus

Ob Sie nur wenige Mitarbeiter oder eine ganze Klinik schulen wollen: Bei der Fortbildung von Hygienebeauftragten in der Pflege stehen wir Ihnen mit unserem innovativen Schulungsansatz gepaart mit unserer langjährigen Schulungserfahrung zur Seite. Kontaktieren Sie uns sehr gerne für weitere Informationen zu unserem Kurs. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Mit Ihrer Anmeldung zu unserem Newsletter erhalten Sie jede Woche Informationen aus dem Bereich Hygiene. Melden Sie sich dazu mit Ihrer Mailadresse an:

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Aktuelle Daten zu VRE in Deutschland

VRE in Deutschland

Aktuelle Daten zu Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VREF) der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI) wurden kürzlich für den Zeitraum 2012 bis 2017 ausgewertet. Die abgeleiteten Trends wurden auch aus den Analysen vom KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen) bestätigt. Die Ergebnisse der Analysen weisen auf einen Anstieg von VREF auf Intensiv- und Operativstationen deutscher Krankenhäuser hin. SARI-Daten zeigen, dass sich der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% erhöhte; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Daten aus ARS, KISS und SARI

Zur mikrobiologischen Diagnostik sind in den Laboren in Deutschland standardisierte Verfahren etabliert. Resistenzdaten, die aus der Routinediagnostik erhalten werden, fließen zu einem relevanten Anteil in die Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI).

In der Analyse der ARS-Daten von 2012 bis 2017 wurden insgesamt 35.906 E.-faecium-Isolate aus 148 Krankenhäusern berücksichtigt. Die Daten zeigen, dass seit 2014 der Anteil von VREF von 11,2% auf 26,1%  im Jahr 2017 angestiegen ist. Dabei ist der Anstieg überwiegend im südwest- und südostdeutschen Raum auffällig. Die absolute Anzahl an E.-faecium-Isolaten, die eine Vancomycin-Resistenz aufzeigen, ist kontinuierlich über den analysierten Zeitraum angestiegen – von 631 im Jahr 2012 auf 1.634 im Jahr 2017 – was darauf hinweist, dass auch die Anzahl an Infektionen mit VREF in Krankenhäusern in Deutschland zugenommen hat.

Eine multivariable Regressionsanalyse der zugrundeliegenden Daten zeigt zudem, dass Patienten der Altersgruppe 40–59 Jahre einen höheren Anteil von VREF aufweisen als jüngere Patienten.

Ähnliche Trends resultierten aus einer Auswertung der Surveillancedaten aus KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen. Anhand der SARI Daten ist auf deutschen Intensivstationen der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% angestiegen; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Status Quo und Ausblick

Momentan liegt die Vancomycin-Resistenzrate von isolierten E. faecium in Deutschland über dem europäischen Durchschnitt. Das rechtzeitige Erkennen von Resistenztrends gegen
„Reserveantibiotika“ ist eine wichtige Aufgabe eines NRZ (Frühwarnfunktion) und ein wichtiger erster Schritt, um den negativen Trend umzukehren. VRE stehen auf der globalen Prioritätenliste der WHO für Antibiotika-resistente Bakterien, für die dringend neue Antibiotika erforscht werden müssen, weit oben.

Aus individualmedizinischer Sicht, aus Sicht der Krankenhaushygiene und aus Public Health Sicht muss einer Ausbreitung von VRE entgegengewirkt werden.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin Nr. 35 vom 29.08.2019 Link
  • RKI; Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE):Was ist aus Public Health Sicht notwendig, um die Verbreitung zu bekämpfen? Tim Eckmanns, Robert Koch-Institut; Fortbildung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst; Berlin, 12. April 2018; Link
  • RKI: Antibiotika-Resistenz-Surveillance Link
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Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

Die Prävalenz von Infektionen mit Carbapenem-resistenten gramnegativen Erregern (CPE) ist seit einigen Jahren auch in Deutschland steigend. Dies betrifft Enterobacteriaceae wie Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli sowie nicht fermentierende Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter baumannii. Eine deutliche Zunahme von CPE mit den Carbapenemase-Typen NDM-5 und OXA-244 ist seit 2017 in Deutschland festzustellen.

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE) – Steigende Prävalenz in Deutschland

Da Carbapeneme bis dato der Goldstandard zur systemischen Therapie schwerer Infektionen gramnegativer Keime waren, stellen Carbapenem-Resistenzen eine große Herausforderung dar und schränken die Therapieoptionen enorm ein. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Nationale Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger (NRZ) haben nun eine weiterführende Untersuchung eingeleitet. Diese umfasst die epidemiologische Analyse der Fälle und eine Erregertypisierung der Isolate. Erste Ergebnisse deuten auf eine Ausbreitung von genetisch sehr eng verwandten OXA-244-produzierenden Escherichia coli hin.

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE) besitzen die Fähigkeit bestimmte Antibiotika zu spalten und somit unwirksam zu machen. Diese Fähigkeit verdanken sie dem Enzym Carbapenemase. Dieses ist in der Lage eine Vielzahl gut wirksamer Antibiotika zu spalten. In der Folge stehen häufig nur noch wenige Therapieoptionen zur Verfügung, die noch dazu weniger wirksam sind als Carbapeneme und zum Teil auch stärkere Nebenwirkungen aufweisen.

Zu den Erkrankungen, die prinzipiell durch CPE hervorgerufen werden können, zählen Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündungen (Peritonitis), Lungenentzündungen (Pneumonie), Blutvergiftungen (Sepsis) oder Wundinfektionen.

NRZ – Kostenlose Untersuchungen zur Abklärung

Das NRZ bietet Untersuchungen zur Abklärung des Verdachts auf Carbapenemasen bei EnterobacteralesAcinetobacter baumannii und Pseudomonas aeruginosa an.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte und MFA Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 18. Juli 2019/ Nr. 29 Link
  • NRZ für gramnegative Krankenhauserreger Link
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Vancomycin resistente Enterokokken

In Deutschland ist seit einigen Jahren eine steigende Anzahl invasiver VRE-Infektionen zu beobachten. Dies zeigen unter anderem Daten des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Enterokokken. Forscher des Robert Koch-Instituts haben kürzlich den Effekt von VRE auf die Krankheitslast in Europa modelliert.

Untersuchung der Krankheitslast durch VRE und MRE

Als Indikator für die Abschätzung der Krankheitslast durch Vancomycin resistente Enterokokken (VRE) und multiresistente Erreger (MRE) wurde der Disability-Adjusted-Life-Years-Score (DALYS) verwendet. Der DALYS Score quantifiziert die infolge einer Infektion verlorenen Lebensjahre bzw. Lebensjahre mit eingeschränkter Lebensqualität (Years of Life Lost bzw. Years of Live Lived with Disability). Insgesamt zeigt die Modellierung, dass die durch VRE verursachte Krankheitslast geringer ist als durch MRE. Allerdings ist für VRE eine Tendenz zu steigenden Fallzahlen in Europa festzustellen, insbesondere in Deutschland.

Insgesamt weisen Enterokokken eine geringe intrinsische Virulenz auf. Jedoch sind Blutstrominfektionen mit VRE mit einer relevanten Letalität verbunden. Vor allem Infektionen mit E. faecium sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert.

Starke regionale Unterschiede in der Prävalenz

Daten aus dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) von 2007–2016 legen eine deutschlandweite Ausbreitung von VRE nahe. Während in den Jahren 2007 –2014 noch von einem sogenannten „VRE-Gürtel“ gesprochen wurde, der auf die erhöhte Prävalenz in Mitteldeutschland und Nordrhein-Westfalen zurückging, ist VRE in Deutschland mittlerweile als endemisch anzusehen. Dennoch sind die auftretenden Fallzahlen in Deutschland je nach Region sehr unterschiedlich. So ist insbesondere im Südwesten des Landes eine hohe Fallzahl von VRE zu verzeichnen, wohingegen die MRSA-Fallzahlen im Nordosten höher sind.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Epidemiologisches Bulletin Nr. 27 vom 04.07.2019; Link
  • Remschmidt C, Schroder C, Behnke M, Gastmeier P, Geffers C, Kramer TS: Continuous increase of vancomycin resistance in enterococci causing nosocomial infections in Germany – 10 years of surveillance. Antimicrob Resist Infect Control 2018; 7: 54  MEDLINEPubMed Central Link
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Neue KRINKO-Empfehlung zu Clostridioides difficile

Eine neue Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) des Robert Koch-Instituts wurde kürzlich veröffentlicht. Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigsten Hinweise informieren, die anhand von Ergebnissen internationaler Studien in der neuen Empfehlung zusammengetragen wurden.

Clostridioides difficile – Übertragung

Clostridioides difficile (C. difficile) Infektionen machen in Deutschland 10 % aller nosokomialer Infektionen aus. C. difficile ist ein grampositives, obligat anaerobes, fakultativ pathogenes Stäbchenbakterium. Als Sporenbildner ist C. difficile sehr umweltresistent. Die Sporen sind gegen Austrocknung, Hitze und Desinfektionsmittel resistent und spielen eine entscheidene Rolle bei der Übertragung. Gerade die Tatsache, dass die Sporen durch routinemäßig verwendete Desinfektionsmittel nicht sicher inaktiviert werden, stellt die Krankenhaushygiene vor große Herausforderungen.

Hygienemaßnahmen und Fortbildung

Zusätzlich zur Einhaltung der Basishygiene-Maßnahmen, die bei allen Patienten unabhängig von einer bekannten Infektion berücksichtigt werden müssen, sind bei Patienten mit C. difficile zur Vermeidung der Weiterverbreitung spezielle Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Die frühzeitige Erkennung und Isolierung von C. difficile Patienten (- selbt, wenn nur der Verdacht besteht -) ist hierbei von besonders großer Bedeutung.

Interventionsstudien mit multimodalen Strategien wurden durchgeführt, um den Effekt von Fortbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern auf die Inzidenz von C. difficile zu bewerten. Weiterhin wurden Studien mit Reinigungskräften durchgeführt. Es konnte eindeutig gezeigt werden, dass eine Fortbildung des Reinigungspersonals eine stark verbesserte Reinigungsleistung zur Folge hatte. Entscheidend ist ein kontinuierliches Training der Mitarbeiter. Dies wird beispielsweise durch unseren Grundkurs Hygiene und die dazu entwickelten Microlearning-Einheiten ermöglicht. Hier werden ihre Mitarbeiter optimal in der C.difficile Prävention geschult.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bundesgesundheitsblatt 2019; 62: 906-923; Link
  • Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) (2017). Deutsche nationale Punkt-Prävalenzerhebungzu nosokomialen Infektionen und Antibiotika-Anwendung 2016. Abschlussbericht. Zugegriffen: 21. Febr. 2019 Link
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Pseudomonas aeruginosa: Europaweit größter Ausbruch in Kölner Radiologiepraxis?

Pseudomonas aeruginosa

In einer Radiologiepraxis in Köln könnten sich 28 Patienten beim Setzen von Spritzen gegen Rückenschmerzen mit dem Erreger Pseudomonas aeruginosa infiziert haben. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies einer der schwerwiegendsten Fälle von Pseudomonas aeruginosa-Infektionen in Europa.

Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa ist ein gramnegatives Stäbchenbakterium der Gattung Pseudomonas. Der Name bezieht sich dabei auf die blau-grüne (aerugo = Grünspan) Färbung des Eiters bei eitrigen Infektionskrankheiten. Der Keim ist für etwa ein Zehntel aller Infektionen mit Krankenhauskeimen verantwortlich. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann er beispielsweise zu Lungenentzündungen, Harnwegs- und Wundinfektionen oder einer häufig tödlichen Bakteriämie führen.

P. aeruginosa kann gegen mehrere Antibiotika resistent sein und ist unter anderem in der Lage Antibiotika-Wirkstoffe unschädlich zu machen, indem er ihre Molekül-Strukturen in unwirksame Bausteine umformt. Auch können sich die Bakterien “verstecken”: Mithilfe eines selbstproduzierten Biofilms schirmen sich die Bakterien gegen Antibiotika ab und verhindern das Aufspüren der Erreger durch Zellen des menschlichen Immunsystems.

Ausbruch in Kölner Radiologiepraxis

Laut Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie in der Klinik für Innere Medizin der Uniklinik Köln, und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI), sprechen die Umstände und der Umfang des Ausbruches dafür, dass in der betroffenen Praxis ein Hygieneproblem im Rahmen der angewendeten medizinischen Maßnahme aufgetreten ist. Worin dieses Problem genau bestand, ist bisher nicht bekannt.

Peter Walger, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), nannte den Ausbruch in Köln einen der größten Ausbrüche in ganz Europa. Walger erklärte, dass der Erreger Pseudomonas aeruginosa “zu schwersten Infektionen und potenziell auch zum Tod führen kann”. Weltweit warnen laut Walger alle verantwortlichen Institutionen vor einer dramatischen Zunahme von Todesfällen durch Infektionen, die durch multiresistente Erreger verursacht werden.

Allem Anschein nach infizierten sich die Patienten über Spritzen, die im Rahmen einer Schmerztherapie verabreicht wurden. Zum derzeitigen Zeitpunkt dauern die Untersuchungen des Gesundheitsamtes noch an.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt Link
  • Artikel “Infektiologe hält Ausbruch eines Keims in Kölner Praxis für größten Fall in Europa” Kölner Stadtanzeiger Link

Weitere interessante Themen

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Neue WHO-Empfehlungen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose

Behandlung der multiresistenten Tuberkulose

Am 24. März wurde der Welttuberkulosetag begangen. Tuberkulose stellt noch immer ein globales Problem dar. Gerade die Entwicklung von Resistenzen ist eine der größten Herausforderungen im Kampf gegen die Erkrankung. Die WHO hat kürzlich neue Empfehlungen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose / Rifampicin-resistenter Tuberkulose (MDR-/RR-TB) herausgegeben, welche sich auch auf die neue deutsche S2k-Leitlinie „Tuberkulose im Erwachsenenalter“  auswirken werden. Im Folgenden geben wir einen Überblick zu den Veränderungen der neuen WHO-Empfehlungen.

Neue WHO-Empfehlungen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose

Die vorhandenen Substanzen zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose / Rifampicin-resistenten Tuberkulose (MDR-/RR-TB) wurden in den neuen WHO-Empfehlungen in drei Kategorien eingeteilt und hinsichtlich ihrer relativen Wichtigkeit für das Therapieergebnis sowie unter Berücksichtigung der jeweiligen Nebenwirkungsprofile neu bewertet.

GruppeMedikamente
Gruppe A:
Enthalten alle 3 Medikamente
Levofloxacin (ODER Moxifloxacin)
Bedaquilin
Linezolid
Gruppe B:
Entweder nur eins oder beide Medikamente werden hinzugefügt
Clofazimin
Cycloserin (ODER
Terizidon)
Gruppe C:
Zur Ergänzung der Behandlung und wenn Medikamente aus Gruppe A und B nicht eingesetzt werden können
Ethambutol
Delamanid
Pyrazinamid
Imipenem-cilastation
(ODER Meropenem)
Amikacin
(ODER Streptomycin)
Ethionamid (ODER
Prothionamid)
p-Aminosalicylsäure

 

Zu den priorisierten Substanzen (Gruppe A) gehören nun neben den Fluorchinolonen Levofloxacin und Moxifloxacin auch Bedaquilin und Linezolid. In den ersten sechs Monaten der Therapie einer MDR-/ RR-TB sollten mindestens vier, danach mindestens drei sicher wirksame Substanzen zum Einsatz kommen. Die Medikamente der Gruppe C (Amikacin und alternativ Streptomycin) sollten nur noch als mögliche Alternative berücksichtigt werden, wenn eine der Substanzen aus Gruppe A und B entfallen muss und eine entsprechende Sensibilität vorliegt. Die injizierbaren Substanzen Kanamycin und Capreomycin sollen nicht länger verabreicht werden, da diese vermehrt mit Therapieversagen und Rückfällen assoziiert waren. Vor Behandlungsbeginn einer MDR- / RR-TB soll auf jeden Fall zunächst eine Resistenz gegenüber Fluorchinolonen und Aminoglykosiden ausgeschlossen werden.

Einordnung der neuen WHO-Empfehlungen für Deutschland

Die S2k-Leitlinie zur Behandlung der Tuberkulose im Erwachsenenalter behält auch weiterhin Gültigkeit. Vor dem Hintergrund der neuen WHO-Empfehlungen ergeben sich jedoch im Hinblick auf die Behandlung der MDR-/RR-TB folgende Ergänzungen:

(1) Einführung einer 5-fach-Therapie bestehend aus Bedaquilin, Linezolid, Levo- oder Moxifloxacin, Clofazimin und Terizidon nach molekularbiologischem Nachweis einer Rifampicin-Resistenz  und fehlendem Nachweis von Fluorchinolon-Resistenzen (gyrA Gen Position 90, 91 und 94 Wildtyp)

(2) Im Fall eines molekularbiologischen Nachweises einer Fluorchinolon-Resistenz: Implantation eines intravenösen Portsystems und initiale Therapie mit Bedaquilin, Linezolid, Clofazimin, Terizidon, Amikacin oder Meropenem/Amoxicillin-Clavulansäure

(3) Anpassung der Therapie nach Verfügbarkeit der umfassenden genotypischen und später phänotypischen Resistenztestung mit dem Ziel, mindestens fünf wirksame Substanzen initial zu verabreichen. Die Wahl zusätzlicher Medikamente erfolgt in Abhängigkeit der Ergebnisse der Resistenztestung: Pyrazinamid, Protionamid, Delamanid, PAS, Ethambutol, Carbapenem, Amikacin.

Das von der WHO genannte „Kurzzeitregime“ wird in der aktuellen S2k-Leitlinie „Tuberkulose im Erwachsenenalter“ für Deutschland nicht empfohlen. Die Empfehlung für Amikacin ist von der WHO eingeschränkt, jedoch ist Amikacin in Deutschland weiterhin für die Therapie empfohlen, wenn ein Behandlungsregime aus Medikamenten der Gruppen A und B nicht zusammengestellt werden kann, die Ergebnisse der Antibiotikaresistenz-Testung eine Wirksamkeit des Medikaments nahe legen und sichergestellt werden kann, dass ein engmaschiges Monitoring erfolgt, um die Entwicklung von Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Quellen und weiterführende Informationen

  • meduplus Smart Learning© Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte, MFA und Hilfspersonal Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin; Ausgabe 11/12 2019 Link
  • Schaberg T, Bauer T, Brinkmann F, et al.: S2k-Leitlinie: Tuberkulose im Erwachsenenalter. Pneumologie 2017;71(06):325–97. Link

 

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Welttuberkulosetag 2019: It’s time

Mycobacterium tuberculosis
  • Der 24. März markiert, wie jedes Jahr, den Welttuberkulosetag 2019. An diesem Tag des Jahres 1882 hat Robert Koch das Bakterium, das für die weltweit tödlichste Infektionskrankheit verantwortlich ist, identifiziert. Von da an rückte die Diagnostizierbarkeit und Therapierbarkeit der Erkrankung in den Fokus. Heute, 137 Jahre später, ist Tuberkulose zwar schnell und einfach zu diagnostizieren und auch die Behandlungsmethoden sind sehr effektiv, doch noch immer ist Tuberkulose ein globales Problem von verheerendem Ausmaß.

    Motto zum Welttuberkulosetag 2019: “It’s time”

    Das Motto zum Welttuberkulosetag 2019 heißt zu Recht: “It’s time”. Es ist an der Zeit diese Erkrankung vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern in den Griff zu bekommen, denn in diesen Ländern sind die negativen gesundheitlichen Folgen ebenso wie die sozialen und ökonomischen Folgen am größten.

    Vor allem soll der diesjährige Welttuberkulosetag den globalen Entscheidern die Dringlichkeit zu Handeln verdeutlichen. Die World Health Organization (WHO) führt daher anlässlich des heutigen Tages einige Punkte auf, die besonders wichtig sind, um der Erkrankung weltweit Herr zu werden. Hierzu zählt vor allem eine Aufskalierung von Präventions- und Behandlungsmaßnahmen, die Sicherstellung von ausreichender und langfristiger Finanzierung der Forschung sowie die Aufhebung der Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener.

    Die WHO hat gemeinsam mit Partnern die Initiative mit dem Namen “Find. Treat. All. #EndTB” mit dem Ziel gegründet die Tuberkulose-Antwort zu beschleunigen und weltweit Zugang zu Medikation (im Sinne der generellen Sicherstellung von universeller Gesundheitsversorgung) zu gewährleisten.

    Neue Entwicklungen in der Tuberkulosediagnostik und -therapie

    Auch aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Diagnose und Überwachung von Tuberkulose sollen am heutigen Tag beleuchtet werden, dabei liegt besonderer Fokus auf der Biomarker- und Impfstoffentwickung sowie dem Einsatz der Gesamtgenomsequenzierung in der Tuberkulosesurveillance. Zudem arbeiten Kölner Forscher auch an einer Immuntherapie, die unterstützend zur Antibiotikabehandlung eingesetzt werden könnte. Dadurch ließe sich die Behandlungsdauer verkürzen und auch die Folgeschäden verringern.

    Schulung des Personals

    Tuberkulose ist in Deutschland keine alltägliche Krankheit. Gerade aus diesem Grund ist es umso wichtiger bei Auftreten eines Tuberkulose-Falls souverän und sicher zu handeln. Ist Ihr Personal ausreichend geschult? In unserem Grundkurs Hygiene für alle Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei Tuberkulose-Patienten und zum Selbstschutz des Personals. Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar. Per Microlearning können Sie Ihre Teilnehmer auch gezielt bei Auftreten der Krankheit vorbereiten.

    Quellen und weiterführende Informationen

    • meduplus Smart Learning© Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte, MFA und Hilfspersonal Link
    • WHO World Tuberculosis Day 2019  Link
    • WHO Joint Initiative “Find. Treat. All. #EndTB”  Link
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Tuberkuloseausbruch an einer Dresdner Schule

Tuberkuloseausbruch an Dresdener Schule
  • Tuberkulose zählt heute in Deutschland zu den seltenen Erkrankungen. Sie ist nicht hochinfektiös und gut therapierbar. Dennoch ist im Umgang mit betroffenen Personen auf Vorsichtsmaßnahmen zu achten, um einen Tuberkuloseausbruch zu verhindern.

    Am 19.03.2019 wurde in Deutschland erstmals der vom Robert Koch-Institut ausgerufene Tag des Gesundheitsamtes begangen und gerade ein aktueller Fall aus einer Dresdner Schule zeigt einmal mehr welche tragende Rolle das Gesundheitsamt für die öffentliche Gesundheitswahrung – auch in der Tuberkuloseprävention – einnimmt.

    Tuberkuloseausbruch: Was ist zu tun?

    Der Fall der Dresdner Schule (2017/2018) unterstreicht die Bedeutung einer schnellen Untersuchungseinleitung bei Registrierung eines Tuberkulosefalls. Nachdem das Gesundheitsamt Dresden über einen Tuberkulosefall an der Dresdner Schule unterrichtet wurde, wurden unverzüglich wichtige Maßnahmen zur Umgebungsuntersuchung in die Wege geleitet. Zuerst wurden enge Kontaktpersonen aus Familie und Freundeskreis untersucht. An der Schule wurden zudem 70 weitere Kontaktpersonen ermittelt. Das Ergebnis der Umgebungsuntersuchung lieferte zunächst 14 positive IGRA (Interferon-Gamma Release Assay) Befunde . Ein anschließender Thoraxröntgen im Gesundheitsamt zeigte bei 3 Personen auffällige Befunde, die mikrobiologisch als Tuberkulose bestätigt wurden. Da es sich bei einer der Personen um eine Lehrkraft handelte, wurde der Kontaktpersonenkreis stark ausgeweitet. Eine erneute Umgebungsuntersuchung schloss alle Schüler und Lehrkräfte der betroffenen Schule ein. Es wurden folglich weitere 2 Tuberkulosefälle identifiziert.

    Öffentlichkeitsarbeit als wichtiges Instrument der Prävention

    Das Vorgehen des Gesundheitsamtes Dresden ermöglichte eine schnelle medizinische Beratung der Betroffenen sowie der Angehörigen und aller Kontaktpersonen. Es wurde zeitnah eine Informationsseite auf der Webseite der Stadt Dresden eingerichtet und die Bevölkerung so laufend über den aktuellen Sachstand informiert.

    Am 24.03. wird der Welttuberkulosetag begangen. Ein wichtiger Tag, um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen welche verheerenden Folgen Tuberkulose weltweit noch immer hat. Global betrachtet ist Tuberkulose die Infektionskrankheit, die jährlich die meisten Todesfälle fordert. Trotz großer Fortschritte in der Eindämmung der Erkrankung in den letzten Jahrzehnten, bleibt Tuberkulose eine weltweite Herausforderung, die es endlich zu überwinden gilt.

    Grundkurs Hygiene 2019 – Microlearning Tuberkulose

    Tuberkulose ist eine seltene Krankheit, beim Auftreten muss trotzdem jeder Handgriff sitzen. In unserem Grundkurs Hygiene für alle Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei Tuberkulose-Patienten und zum Selbstschutz des Personals. Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar. Ist Ihr Personal ausreichend geschult?

    Mit unserem Microlearning Tuberkulose können Sie ihre gesamte Belegschaft auch innerhalb von wenigen Augenblicken schulen. Kostenlos für alle Teilnehmer des Grundkurses. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

    Quellen und weiterführende Informationen

    • meduplus Smart Learning© Hygienebeauftragter Arzt Link
    • Epidemiologisches Bulletin des RKI, Ausgabe 11/12 2019  Link
    • Informationsseite auf der Website der Stadt Dresden Link

     

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Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt

Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt

Die Ankündigung einer Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt kann zu großer Verunsicherung des Praxisbetreibers führen. Die Furcht vor überkorrekten Kontrolleuren und der Gefahr der Schließung der Praxis haben sich über die Jahre manifestiert. Zu Unrecht, sieht sich das Gesundheitsamt doch erst einmal als Berater auf der Seite des Praxisbetreibers, wie das neue Leitbild des ÖGD erklärt.

Wir haben in diesem Artikel zusammengefasst, welche Praxen von Begehungen betroffen sein können, was überprüft wird und welche Mängel dabei besonders häufig gefunden werden.

Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt: Welche Praxen sind betroffen?

Einrichtungen für ambulantes Operieren (AOZ) und Dialyseeinrichtungen unterliegen der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt. Dadurch werden diese regelmäßig überprüft. Grundsätzlich kann aber auch in jeder anderen Arztpraxis vom Gesundheitsamt überprüft werden, ob die Hygienevorschriften eingehalten werden. Dies kommt vor allen Dingen dann vor, wenn eine Meldung oder eine Beschwerde vorliegt.

In einigen Bundesländern haben die Gesundheitsämter proaktiv damit begonnen bspw. Allgemeinmediziner und andere niedergelassene Ärzte zu kontaktieren und das Gespräch zu suchen um der Meldung von Hygienemängeln vorzubeugen. Hier kann nach Ankündigung ebenfalls eine Begehung durchgeführt werden.

Grundsätzlich werden Begehungen nicht ohne vorherige schriftliche Ankündigung durchgeführt, es sei denn, es werden gravierende Hygienemängel vermutet.

Was wird überprüft?

Mit der Ankündigung der Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt wird in der Regel eine schriftliche Selbstauskunft sowie wichtige Dokumentationen angefordert. In den meisten Fällen wird dabei um Einsicht in Hygieneplan und Reinigungs-/Desinfektionsplan gebeten. Hierbei ist wichtig, dass der Hygieneplan speziell für die Praxis erstellt wurde. Eine allgemeine, unbearbeitete Vorlage aus dem Internet wird nicht ausreichen und aller Voraussicht nach als Mangel eingestuft.

Am Tag der Begehung erscheint ein Behördenmitarbeiter in der Praxis. Die Begehung wird meistens vom Praxisbetreiber bzw. dem/der Hygienebeauftragten begleitet. Dabei werden
die Räumlichkeiten kontrolliert, Mitarbeiter zu verschiedenen Abläufen befragt und die Dokumentationen überprüft.

Besonders wichtig dabei sind die Abläufe zu:

  • Händedesinfektion
  • Flächendesinfektion
  • Aufbereitung von Medizinprodukten

Beim Thema Aufbereitung von Medizinprodukten liegt der Fokus zunächst darauf, ob überhaupt aufbereitet werden muss oder ob ausschließlich Einmalprodukte verwendet werden. Wird aufbereitet, werden die verwendeten Methoden überprüft. Hierbei geht das Spektrum von manueller Aufbereitung einiger unkritischer Medizinprodukte bis hin zur maschinellen Aufbereitung kritischer Medizinprodukte, sowie der jeweiligen Einstufung von Medizinprodukten. Zusätzlich wird der Schulungsstand der Mitarbeiter überprüft.

Welche Mängel werden besonders oft festgestellt?

In einer vom Stadtgesundheitsamt Frankfurt veröffentlichen Liste werden die häufigsten Mängel genannt. Einige davon haben wir unten aufgelistet:

Händedesinfektion

  • Es werden Ringe, Armreifen und/oder Uhren getragen.
  • Die Händedesinfektion wird fehlerhaft durchgeführt.
  • Die Einwirkzeit des Händedesinfektionsmittels ist nicht bekannt.

Mängel bei der Flächendesinfektion

  • Flächendesinfektionsmittel ist nicht VAH – gelistet
  • Die Lösung wird falsch angesetzt, da keine genaue Arbeitsanweisung besteht (z. B. keine schriftliche Arbeitsanweisung für die Reinigungskraft vorhanden).
  • Es werden nicht arbeitstäglich frische Wechselmops/Putztücher verwendet, sondern Wiederverwendung bereits benutzter Reinigungsutensilien.

Mängel Instrumentendesinfektion /-reinigung

  • Instrumentendesinfektionsmittel nicht VAH – gelistet.
  • Die Lösung wird falsch angesetzt, da keine genaue Anleitung/Dosiertabelle vorhanden ist (z. B. 3L Wasser + 30 ml Desinfektionsmittel = 1%ige Lösung)
  • Instrumente kritisch B werden manuell aufbereitet (maschinelle Aufbereitung ist zwingend vorgeschrieben)

Schulung des Personals

Die meisten der genannten Mängel lassen sich durch eine Mischung aus guten Prozessen (Hygiene- und Desinfektionsplan) und einem guten Schulungsstand beim Thema Hygiene verhindern. So spart man sich am Ende kurzfristige Nachschulungen, zusätzliche Begehungen und somit im Endeffekt bares Geld. Mit meduplus machen Sie Ihr Personal fit für Begehungen, beispielsweise mit dem Grundkurs Hygiene 2019 für alle Mitarbeiter. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der perfekten Kurse für Ihre Praxis.

Alle Kurse

Quellen und weiterführende Informationen

  • RKI: Tag des Gesundheitsamtes Link
  • Überwachungen und Begehungen von Arztpraxen durch behörden in Informationen zu gesetzlichen G