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Hygienebeauftragte in der Pflege: eine wichtige Aufgabe – aber oft ohne feste Zeit

In Krankenhäusern tragen hygienebeauftragte Pflegefachpersonen wesentlich zur Infektionsprävention bei. Sie sind Ansprechpartner für ihr Team, begleiten Hygienemaßnahmen vor Ort und helfen, aktuelle Standards in den Arbeitsalltag zu integrieren. Doch eine aktuelle Erhebung des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt deutlich: In vielen Kliniken fehlt die strukturelle Absicherung dieser Funktion, vor allem in Form von verbindlich geregelter Freistellung. 

Ernüchternde Ergebnisse  

Im Rahmen der infektionshygienischen Überwachung wurden zwischen Januar 2024 und Mai 2025 in 39 Kliniken und Abteilungen in Kiel die Freistellungsregelungen für Hygienebeauftragte erhoben. Das Ergebnis: 

  • Anfang 2024 hatte keine der Einrichtungen eine schriftlich festgelegte Freistellung für Pflegefachpersonen in dieser Rolle. 
  • Bis Mai 2025 hatten 19 Kliniken feste Stundenregelungen eingeführt, 20 arbeiteten weiterhin mit einer sogenannten „anlassbezogenen“ Freistellung. 
  • Die monatliche Freistellungszeit variierte stark – von 0 bis 32 Stunden. 

„Anlassbezogen“ bedeutet in der Praxis, dass Hygieneaufgaben nur übernommen werden, wenn gerade Zeit ist. Und das zusätzlich zur normalen Arbeit. Das ist weder verlässlich noch nachhaltig und steht im Widerspruch zu den KRINKO-Empfehlungen von 2023, die eine schriftlich fixierte Freistellung fordern. 

Warum das problematisch ist 

Hygienebeauftragte sind keine Ersatzkräfte für Hygienefachpersonal, sondern Ergänzung und Multiplikatoren im Stationsalltag. Doch ohne klare zeitliche Ressourcen bleibt diese Funktion oft rein formal und kann nicht wirksam gelebt werden, so das RKI. 

Kleinere Kliniken mit einfachen Strukturen setzen die Empfehlungen meist konsequenter um. In großen Häusern mit komplexen Risikobereichen fehlen dagegen oft differenzierte Freistellungsmodelle, obwohl dort der Bedarf besonders hoch wäre. 

Pflege braucht Rückendeckung  

Für beruflich Pflegende bedeutet das, dass die eigene Rolle als Hygienebeauftragte organisatorisch gestützt werden muss. Es braucht klare Zuständigkeiten, Zeitfenster und Fortbildungsmöglichkeiten. Auch Gesundheitsämter sind gefragt, bei der Überwachung stärker auf diese strukturellen Voraussetzungen zu achten. 

Denn gute Hygiene beginnt nicht erst beim Händedesinfektionsmittel, sondern bei verlässlichen Rahmenbedingungen für diejenigen, die sie täglich umsetzen sollen. 

Quelle zum Text: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2025/36_25.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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Webinar zum Arbeitsschutz in der Praxis – Vergütungsgestaltung & Mitarbeitermotivation

Sie möchten Ihre Personalprozesse optimieren?
In unserer exklusiven und kostenfreien Webinar-Reihe zum Thema Arbeitsschutz mit der renommierten Medizinrechtskanzlei Möller und Partner erhalten Sie wertvolle Einblicke in die wichtigsten HR-Themen – von Kündigungsmanagement über motivierende Vergütungssysteme bis hin zum professionellen Umgang mit Krankheit und Ausfällen. 

Sichern Sie sich jetzt praxisnahes Know-how! 

Lernen Sie von Experten und profitieren Sie von strategischen Lösungen für Ihren Arbeitsalltag. 

📢 Modul 2: Vergütungsgestaltung & Mitarbeitermotivation  

📅 Am 8. Oktober von 15 – 16 Uhr 

 „Erfolgsfaktor Vergütung – Modelle für moderne Arztpraxen“ 

Die richtige Vergütungsgestaltung ist ein entscheidender Hebel für Motivation, Bindung und wirtschaftlichen Erfolg. Gerade in Arztpraxen sind faire, transparente und zugleich flexible Vergütungssysteme eine Herausforderung – zwischen Tarifbindung, individuellen Leistungsanreizen und betriebswirtschaftlichen Grenzen. 

In unserem Online-Seminar erfahren Sie: 

  1. welche rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Sie beachten müssen, 
  2. welche Vergütungsmodelle sich in Arztpraxen bewährt haben, 
  3. wie Sie variable Vergütung sinnvoll einsetzen können, 
  4. und wie Vergütung zu einem echten Instrument der Mitarbeiterbindung wird. 

Kompakt, praxisnah und speziell für Ärzt:innen aufbereitet.  

Über Alina Brantz 

Alina Brantz wurde 1996 in Leverkusen geboren. Sie studierte an der Universität Bremen und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo sie 2025 den Titel „Master of Laws LL.M. (Medizinrecht)“ erwarb. Seit 2023 ist sie als angestellte Rechtsanwältin bei Möller und Partner tätig. Frau Brantz ist grundsätzlich im gesamten Medizinrecht tätig. Sie verfügt über besondere Erfahrungen in allen zulassungsrechtlichen Fragestellungen sowie in der Gestaltung ärztlicher und nichtärztlicher Arbeitsverträge.  

Ihre Schwerpunkte sind  

  • das Vertragsarztrecht/Vertragszahnarztrecht,  
  • Verfahren vor den Zulassungsausschüssen für Ärzte,  
  • das Weiterbildungsrecht der Ärzte,  
  • das Arbeitsrecht der Heil(neben)berufe.  

Über Christian Krapohl 

Christian Krapohl wurde 1979 in Viersen geboren. Er studierte an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Seit 2008 ist er als Rechtsanwalt tätig, zunächst in Mönchengladbach und München. Seit 2011 ist er Fachanwalt für Medizinrecht, seit 2013 zusätzlich Fachanwalt für Arbeitsrecht. Herr Christian Krapohl ist grundsätzlich im gesamten Medizinrecht tätig. Herr Krapohl verfügt über umfassende Erfahrung in der Gestaltung ärztlicher und nichtärztlicher Arbeitsverträge, in der Entwicklung variabler Vergütungsmodelle sowie in der arbeitsrechtlichen Beratung beim Verkauf von (Groß-)Praxen an investorengetragene Gruppen. 

Seine Schwerpunkte sind  

  • der Kauf/Verkauf von (Zahn-)Arztpraxen,  
  • der Kauf/Verkauf von Apotheken,  
  • das Arbeitsrecht der Heil(neben)berufe,  
  • das Chefarztvertragsrecht. 

Über Möller & Partner 

Möller & Partner ist eine auf das deutsche Gesundheitswesen spezialisierte Kanzlei von Fachanwälten für Medizinrecht. Wir beraten und vertreten unsere Mandanten in allen medizinrechtlichen Angelegenheiten, übernehmen für sie die Gestaltung und Verhandlung jeglicher Art von Verträgen und stehen ihnen bei Rechtsstreitigkeiten vor staatlichen und Schiedsgerichten zur Seite.  

Das Ziel ist Sicherheit und unternehmerischer Mehrwert.
Möller & Partner unterstützt Sie dabei. Und zwar durch Beratung, Mediation, Schlichtung, Schiedsverfahren und Prozessführung.
Je nachdem, was zielführend ist.  

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Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! 

 

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Warum Fortbildungen in der Pflege so wichtig sind

In diesem Beitrag befassen wir uns mit den verschiedenen Gründen, warum Fortbildungen in der Pflege so wesentlich sind: vom Erhalt und der Verbesserung der Fähigkeiten bis hin zur Zeitersparnis. 

Warum Fortbildungen in der Pflege so wichtig sind

Als Pflegefachkraft steht man ständig vor neuen Herausforderungen und muss sich stetig an neue Situationen anpassen. Eine aktuelle und regelmäßige Fortbildung ist daher unerlässlich, um die Patienten und Patientinnen qualitativ hochwertig und sicher versorgen zu können. Denn nur so können die Erkenntnisse aus der Forschung und neue Behandlungsmethoden in der Pflege angemessen umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet die Fortbildung die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen und Wissen aufzufrischen, die den Umgang mit Patientinnen und Patienten erleichtern. 

Einblick in den Bedarf an Fortbildungen

Der Personalbedarf in der Pflege steigt bereits jetzt kontinuierlich. Insbesondere, wenn die Generation der „Babyboomer“ pflegebedürftig wird, ist es absehbar, dass weiteres geschultes Pflegepersonal benötigt wird. Die Babyboomer wurden zwischen 1946 und 1964 geboren. Dieser Zeitraum galt als besonders geburtenstark, was den Druck auf den Pflegemarkt deutlich erhöht.

Durch regelmäßige Fortbildungen können Pflegende ihre Fähigkeiten auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft halten und ein hohes Maß an Kompetenz entwickeln. Außerdem ermöglichen Fortbildungen einen Einblick in neue und aufregende Entwicklungen in der Pflege, was es Pflegenden ermöglicht, sich an die Anforderungen der modernen Gesundheitsversorgung anzupassen. Darüber hinaus können Fortbildungen helfen, die Zufriedenheit und das Engagement der MitarbeiterInnen zu steigern, da sie sich über neue Fähigkeiten und zusätzliches Wissen freuen und sich weiter beruflich qualifizieren können.

Der Faktor Zeit

Pflegekräfte sind jetzt schon stark belastet. In vielen Einrichtungen ist es sehr herausfordernd, alle Personen an einem bestimmten Tag an einen Tisch zu bringen, um ihnen neues Wissen zu vermitteln. Der organisatorische Aufwand ist enorm hoch und der Kopf ist nach einem langen Tag meist überlastet. Wie viel Wissen bleibt tatsächlich noch abrufbar?

Als Fortbildungsexperten im Gesundheitswesen empfehlen wir daher die E-Learning-Methode. E-Learning bietet die Möglichkeit, in kleinen Einheiten zu lernen und die Kurse sind jederzeit abrufbar. Am Point-of-Care, unterwegs oder zuhause.

E-Learning bietet eine Reihe von Vorteilen, die helfen, den Tag effizienter zu gestalten. 

Die Lerninhalte lassen sich so organisieren, dass sie zu einem individuellen Zeitplan passen. Die Lektionen können zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Einschränkungen verfolgt werden. Das bedeutet, dass das Wissen nicht mehr an einem bestimmten Ort vermittelt werden muss. Das spart Zeit und ist effizient. Darüber hinaus kann unser E-Learning-Programm auf dem Computer, Tablet oder Smartphone durchgeführt werden, was sich als sehr praktisch erweist, wenn man unterwegs ist oder gerade jetzt ein bestimmtes Thema in der Praxis auftaucht, zu dem man nochmal nachschlagen möchte. Mit kleinen Quizzen kann das Wissen spielerisch überprüft werden.

Fazit

Eine stetige Fortbildung ist in der Pflege unerlässlich, um das Personal weiter qualifizieren, und den Bedarf künftig abdecken zu können. E-Learning wird in Zukunft einen wesentlichen Bestandteil der Fortbildung darstellen. Dies zeichnet sich bereits jetzt schon ab. Es spart Aufwand, vermittelt Wissen punktgenau und passt sich der Zeit der Pflegenden an.

Lernen Sie unser Produkt Smartes Wissen für die Pflege kennen.

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10 wichtige Cybersecurity-Maßnahmen im Gesundheitswesen

Cybersecurity-E-Learningkurs

Im Gesundheitswesen ist es von besonderer Bedeutung, dass das Team regelmäßig geschult wird, um das Risiko von Cyberattacken zu minimieren und im Falle eines Angriffs erfolgreich abzuwehren.

Die Bedrohungslage von Hackerangriffen steigt kontinuierlich

Die Gesundheitsbranche ist ein lukratives Ziel für Cyberkriminelle, da sensible Patientendaten wie medizinische Aufzeichnungen und Finanzdaten leicht verkauft oder missbraucht werden können.

Der Schaden durch Cyberattacken im Gesundheitswesen kann erheblich sein und zu einem wochenlangen Stillstand der Praxis- oder Klinik-IT führen. Aufgrund der Sensibilität der verarbeiteten Daten wird für Gesundheitsunternehmen ein besonders hohes Schutz- und Sicherheitsniveau festgeschrieben.

Erfolgreiche Cyberattacken auf Gesundheitsdaten bedeuten nicht nur einen erheblichen Reputationsverlust für betroffene Einrichtungen, sondern können auch empfindliche Strafen nach sich ziehen, wenn ein Fehlverhalten der Einrichtung, z.B. durch mangelhafte Datenschutzmaßnahmen, nachgewiesen werden kann. Jedes Teammitglied kann zur Sicherheit der IT-Systeme beitragen:

10 wichtige Cybersecurity-Maßnahmen im Gesundheitswesen

  • Verwenden Sie Passwörter nur einmal
  • Nutzen Sie 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) oder MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)
  • Vermeiden Sie die Nutzung von öffentlichem WLAN mit Praxisgeräten
  • Nutzen Sie die Bildschirmsperre: Windows + L oder Command + Control + Q
  • Verwenden Sie ausschließlich CDs und USB-Sticks aus vertrauenswürdigen Quellen
  • E-Mail Check: Absender bekannt? Betreff sinnvoll? Anhang oder Link erwartet?
  • Ändern Sie voreingestellte Passwörter bei neuen Geräten sofort
  • Minimalprinzip – So viel Software wie nötig, so wenig wie möglich
  • Überprüfen Sie regelmäßig ob persönliche Daten geleakt wurden: www.haveibeenpawned.com oder Identity Leak Checker auf www.hpi.de
  • Aktivieren Sie die automatischen Updates für Betriebssystem, Software und Apps

Verschaffen Sie sich und Ihren Mitarbeiter:innen ein Problembewusstsein für beliebte Angriffsmethoden im Internet und lernen Sie mit uns die Gefahrenerkennung und Umgang für Cyberkriminalität. In unserem E-Learningkurs Informationssicherheit und Cybersecurity lernen Sie Angriffe zu vermeiden und wie Sie sich im Schadenfall verhalten sollten.

 

Zum Kurs Informationssicherheit und Cybersecurity

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Kommunikationstechniken – nicht nur im Schadenfall

Kommunikation im Schadenfall

Sollte es einmal zu einem Behandlungsfehler gekommen sein oder eine Behandlung bringt nicht den gewünschten Erfolg und der Patient / die Patientin trägt einen Schaden davon, ist die Kommunikation zwischen dem Arzt / der Ärztin und dem Betroffenen / der Betroffenen ganz besonders mit Bedacht vorzunehmen.

Aus Behandlungsfehlern können Schadensersatzansprüche gegenüber dem behandelnden Arzt / der behandelnden Ärztin oder der Klinik entstehen. Daher ist der erste Schritt eine Kommunikation auf Augenhöhe und Verständnis auf Basis des aktiven Zuhörens. 

Es mag banal klingen, aber die ausreichende und sensible Kommunikation im Schadenfall kommt zum Teil in der Praxis zu kurz. Nicht zuletzt, weil eine Gesprächssituation falsch eingeschätzt wurde und Kommunikationsfehler begangen werden, die einfach hätten vermieden werden können.

Unser Tipp für die Praxis:

Jeder Sender einer Nachricht sendet auf vier Kanälen:

  • Sachebene
  • Selbstoffenbarungsebene
  • Beziehungsebene
  • Appellebene


Bei der Sachebene geht es um einen objektiven Sachverhalt.

Eine weitere Ebene ist die der Selbstoffenbarung. Auf dieser Ebene gibt der Sender Hinweise auf seine Absichten oder seinen Gefühlszustand. Hier gibt der Sender immer etwas über sich und seine Motivation preis.

Die Botschaft auf der Beziehungsebene verrät etwas darüber, wie der Sender das Verhältnis zu seinem Gegenüber einschätzt – sei es nun, ob es von Misstrauen und Ablehnung oder doch eher Vertrauen oder Sympathie geprägt ist.

Zuletzt gibt es noch die Appellebene. Hier beinhaltet die Aussage des Senders eine Aufforderung. Eine Erwartungshaltung ist immer damit verbunden. Dies erfordert aktives Zuhören.

Üben Sie doch einmal zuhause diese 4 Stufen in einem Gespräch durch. Geben Sie eher einen Rat auf der Sachebene oder beziehen Sie auch die Beziehungsebene und die Selbstoffenbarungsebene in Ihr Appell mit ein?

Vielleicht wurden Sie selbst bereits mit der Konfliktsituation im Praxisalltag konfrontiert. Wie sicher haben Sie sich dabei gefühlt?

In unserem LIVE 0-€ Webinar zur Kommunikation im Schadenfall geben wir einen Einblick in dieses Thema. Gerne kann wie immer ein reger Austausch stattfinden und außerdem Fragen an die Referentinnen der Funk Health Care Consulting GmbH gestellt werden. Sie sind herzlich eingeladen, auch als stiller Zuhörer / stille Zuhörerin teilzunehmen. (Eine Aufzeichnung des Webinars gibt es nicht.)

Hier können Sie sich unverbindlich registrieren.

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Dann schauen Sie sich unseren Kurs zur Kommunikation im Schadenfall an

Kurs Kommunikation im Schadenfall

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Kommunikation im Schadenfall

Kommunikation im Schadenfall

Die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten ist ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit von Ärztinnen und Ärzten im Praxis- und Klinikalltag. Die Aufklärung der Behandlung sollte natürlich im Vorfeld ausreichend erfolgen. Was ist jedoch, wenn die Behandlung nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat oder sogar einen Schaden am Patienten / an der Patientin verursacht hat?

Was ist das korrekte Verhalten und Vorgehen, wenn ein Schadenfall eingetreten ist?

Die geltend gemachten Schadensersatzansprüche aus medizinischen Behandlungen und die damit verbundenen Klageverfahren haben in den letzten Jahren zugenommen. Für Ärztinnen und Ärzte sind diese Verfahren nicht zuletzt wegen der eigenen emotionalen Belastung nur schwer zu ertragen. Auch kann es in Extremfällen um die eigene berufliche Existenz gehen.

Auch gibt es Vorurteile, was nicht kommuniziert werden sollte, da Sorge besteht, dass dies eine Einschränkung des Versicherungsschutz nach sich ziehen könnte. In unserem Kurs bringen wir Klarheit in das Thema.

Kurs Kommunikations im Schadenfall

Wie haften Ärzte und Ärztinnen?

Kommt es zu einem Behandlungsfehler, der zu einem gesundheitlichen Schaden am Patienten / an der Patientin führt, entstehen haftungsrechtliche Konsequenzen.

Einige mögliche Folgen für den Arzt / die Ärztin können sein:

  • Geldstrafen
  • Haftstrafen
  • Schadenersatz
  • Regressforderung

Wie kann vorgebeugt werden?

Erstmal sollte deeskalierend vorgegangen werden und zu unzufriedenen Patienten / Patientinnen frühestmöglich das Gespräch gesucht werden. Hier werden die Weichen für den weiteren Verlauf des Konflikts gestellt. Daher sollte bei einer Patientenbeschwerde schnell reagiert werden. Diese Gesprächssituationen sind oft nicht einfach. Ein bedachtes Vorgehen ist unumgänglich. Auch ein bedachter Umgang mit Kommunikationstechniken ist hilfreich, eine Konflikt frühestmöglich zu vermeiden.

Vielleicht wurden Sie selbst bereits mit der Konfliktsituation dieser Art konfrontiert. Wie sicher haben Sie sich dabei gefühlt?

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Demenz erkennen – typische Symptome auf die Sie achten sollten

Gegenwärtig leben in Deutschland mehr als eine Million Menschen mit Demenzen. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung wird erwartet, dass die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 auf rd. 2,5 Millionen ansteigt. Schätzungen zufolge werden 60 % der Erkrankten durch ihre Angehörigen zuhause betreut.

Wie wird Demenz genau definiert?

Demenzen gehen mit einem fortschreitenden Abbau geistiger Fähigkeiten einher wie dem Gedächtnis, der Orientierung, dem Denk- und Urteilsvermögen und der Sprache. Es geht um mehr als eine Gedächtnisstörung. Auch das Verhalten wird verändert. Emotionale Kontrolle und Persönlichkeit verändern sich oder gehen verloren. Nach der Klassifikation des ICD 10 müssen die Symptome mindestens sechs Monate bestehen und andere Krankheitsbilder (z.B. Depression, Delir, angeborene Intelligenzminderung, organisches amnestisches Syndrom, Schizophrenie) ausgeschlossen werden.

Die typischen Symptome sind

  • Amnesie
  • Störung des abstrakten Denkens
  • Entscheidungsstörung
  • Visuell räumliches Denken ist gestört
  • Aphasie (Sprachverlust)
  • Agnosie (Unkenntnis)
  • Apraxie (Untätigkeit)
  • Verlust der emotionalen Kontrolle (starke Gefühlsschwankungen)
  • Motivation und Antrieb kann gesteigert oder reduziert sein

Je nach Demenz-Typ folgen im Verlauf der Erkrankung weitere Symptome sowie Begleitsymptome in unterschiedlicher Reihenfolge und Ausprägung.

Die Merkmale können sehr unterschiedlich sein. So können bereits einmalige Ereignisse (z.B. ein Schlaganfall oder ein hypoxischer Hirnschaden infolge einer Minderdurchblutung des Gehirns bei der Geburt) eine Demenz begründen. Eine Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung wiederum führt rasch fortschreitend zum Tode. Manche Formen (z.B. die frontotemporale Demenz, eine genetisch bedingte oder spontane Veränderung des Frontallappens im Gehirn) beginnen mit Veränderungen der Persönlichkeit, während sich die kognitiven Einbußen erst spät zeigen.

Die Sicherstellung der Diagnose ist eine multiprofessionelle Aufgabe. Die Eigenanamnese kann dadurch erschwert sein, dass der Erkrankte versucht, seine Symptome zu überspielen. Die Angehörigen bemerken die Veränderungen bei den Betroffenen häufig als Erste.

In vielen Pflegeeinrichtungen gehört der Umgang mit Betroffenen zur täglichen Praxis. Dies setzt Wissen und Sensibilität voraus. In erster Linie, um Patientinnen und Patienten fachgerecht unterstützen zu können, aber auch, um Angehörigen im Umgang mit diesem Krankheitsbild zu unterstützen.

Mehr zu diesem Thema erhalten Sie in dem Kurs Demenz in der Pflege, ein Modul der

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Hygienebeauftragte MFA online Abschlusskolloquium am 07.12.2022

Am Mittwoch, den 07. Dezember 2022, findet das letzte Abschlusskolloquium in diesem Jahr für den Kurs Hygienebeauftragte MFA statt.

Sie können ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Abschlusskolloquium Hygienebeauftragte MFA online

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referentin abgehalten wird.

Kurs Hygienebeauftragte MFA

  • Nachhaltiger Lernerfolg bei minimaler Abwesenheit
  • Kosten- und zeiteffizient durch Blended Learning

Haben Sie den Kurs schon begonnen?

Dann können Sie sich jetzt über die Startseite des Kurses für das Abschlusskolloquium anmelden!

Haben Sie den Kurs noch nicht gestartet? So können Sie sich jetzt noch zum Gesamtkurs anmelden.

Sollten Sie am 07.12.2022 nicht am Kolloquium teilnehmen können, so können Sie auch an allen anderen angebotenen Terminen teilnehmen.

Zum KursANGEBOT  

Fragen und Kontakt

Fordern Sie unverbindlich weitere Informationen oder zu unserem Schulungsprogramm an. Zögern Sie nicht, denn wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Mit Ihrer Anmeldung zu unserem Newsletter erhalten Sie jede Woche Informationen aus dem Bereich Hygiene. Melden Sie sich dazu mit Ihrer Mailadresse an:

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Was ist Antibiotic Stewardship?

Antibiotic Stewardship (kurz ABS) – Darunter versteht man den rationalen und verant­wor­tungs­vollen Einsatz von Anti­biotika.

Eine der Hauptursachen der Zunahme und Verbreitung von Multiresistenten Erregern (MRE) ist der unkontrollierte Antibiotikaeinsatz in der Humanmedizin und in der Massen-Tierzucht. Gefördert wird die Ausbreitung durch Fehler bzw. Inkonsequenz gegen die Ausbreitung von Krankheitserregern gerichteten Multibarrierenregime.

Ist eine bakterielle Infektion nachgewiesen und ein Antibiotikum soll verordnet werden, so sind wichtige Punkte zu bedenken, darunter:

  • Die Wahl des geeigneten Antibiotikums
  • Anpassung der Therapie­dauer
  • Dosierung und Form der Antibiotika-Gabe

Resistente Bakterien sind hartnäckig und gefährlich. Hier helfen bewährte Antibiotika nicht unbedingt weiter und können sogar die Resistenzbildung begünstigen.

Wie kann das passieren?

Spontane Mutationen sind eine Ursache von Resistenzen, Bakterien können fertige Resistenzgene austauschen. Antibiotika inaktivieren nur empfindliche Bakterien, so haben resistente Bakterien gute Bedingungen, sich zu vermehren und auszubreiten. Daher fordert die Gesetzgebung einen rationalen Einsatz von der Ausgabe und Vergabe von Antibiotika.

Dies erfolgt durch die Etablierung von Antibiotic Stewardship.

Was bedeutet dies für den Arzt oder die Ärztin?

  • eine genaue Diagnostik durch Abnahme von Blutkulturen, ggf. auch Urin, respiratorische Sekrete oder Wundsekret
  • jede Antibiotikatherapie muss am 3. Tag überprüft werden
  • ggf. Umstieg auf ein Antibiotikum mit einem schmalen Spektrum

Je gezielter Schmalspektrumantibiotika eingesetzt werden, desto geringer ist das Risiko für Resistenzen. Dies wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen.

Quelle

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Antibiotikaresistenz/Antibiotic_Stewardship.html

Sie möchten mehr über Antibiotic Stewardship und Verhinderung von Resistenzen erfahren?

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Zum ABS Kurs

 

 

 

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Hepatitis Reihe: Hepatitis C – Ansteckung, Symptome und Verlauf

Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ist Hepatitis eine unterschätzte Krankheit mit hoher Dunkelziffer.
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in unserer Hepatitis-Reihe die einzelnen Typen vorstellen, um noch mehr Awareness für die Erkrankung zu schaffen, vor allem im Praxis- und Klinikalltag.

Definition

Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Infektionskrankheit, welche im schweren Verlauf zu schweren Leberschädigungen wie der Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen kann. Das Virus wurde im Jahr 1989 mit Hilfe gentechnischer Methoden erstmals identifiziert.
Lt. dem RKI wurden für das Jahr 2021 wurden insgesamt 4.747 Fälle von Hepatitis C übermittelt,

Übertragung

Gesichert ist eine Übertragung von HCV auf parenteralem Weg durch Kontakt mit kontaminiertem Blut.

Mögliche Infektionswege sind daher unter anderem der Kontakt mit Blut- und Blutprodukten – z.B. durch intravenösen Drogenkonsum mit gebrauchten Kanülen, nicht ausreichend sterilisierte medizinische Instrumente oder Nadelstichverletzungen. Auch in nicht professionell arbeitenden Tattoo- oder Piercing-Studios kann eine Infektion erworben werden.

Bei etwa 30 % der Erkrankungen lässt sich im Nachhinein der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen und bleibt ungeklärt.

Inkubationszeit

Im Serum einer infizierten Person kann HCV-RNA bereits wenige Tage nach Infektion messbar sein. Die Serokonversionszeit beläuft sich auf 2 Wochen bis 6 Monate. In der Regel werden Antikörper 7 bis 8 Wochen nach Infektion messbar.

Symptomatik

Bei etwa 75% der Betroffenen verläuft die Infektion ohne auffällige klinische Symptomatik oder geht mit nur unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen einher.

Etwa 25% der Infizierten entwickeln eine meist milde ausgeprägte Hepatitis. Bei 15-40% der Personen heilt die akute Infektion spontan aus, ohne dass es zu einer Chronifizierung kommt.

Etwa 60-85% der Infektionen gehen in eine chronische Form über. Chronisch bedeutet ein Fortbestehen der Infektion über 6 Monate.

Man stellte fest, dass von dieser Gruppe 16-20% nach 20 Jahren eine Zirrhose mit zunehmendem Funktionsverlust der Leber entwickelten. Die Progression zu einer Zirrhose kann bei jeder erkrankten Person sehr unterschiedlich verlaufen.

Therapie

Eine Impfung existiert bisher nicht. Die Standardtherapie der Hepatitis C ist pharmakologisch und richtet sich nach dem jeweiligen HCV-Genotyp. Seit 2014 wurden mehrere neue, direkt antiviral wirkende Substanzen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen. Das Spektrum zur Heilung von chronischen HCV-Infektionen hat sich damit deutlich erweitert

Meldepflicht

Für neu diagnostizierte Hepatitis C-Infektionen besteht in Deutschland eine namentliche Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz.

Quellen

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisC.html;jsessionid=829E471F835359C2F9A304470351A9DB.internet101#doc2389942bodyText1

https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis_C#%C3%9Cbertragung

https://flexikon.doccheck.com/de/Hepatitis_C

https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/hepatitis-eine-unterschatzte-krankheit-mit-hoher-dunkelziffer-9689.php

 

Hygienewissen schützt

Ein effektives Hygienemanagement und Wissen rund um die Infektionsprävention durch Hygienemaßnahmen, bietet nicht nur Patienten und Patientinnen Schutz vor gefährlichen Krankheiten, sondern auch dem med. Personal in Klinik und Praxis.
Mit unseren Kursen können Sie flexibel und schnell Ihre Expertise auf diesem Gebiet erweitern.

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Aufbereitung von Medizinprodukten

Hygienekurse für MFA

 

 

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Förderung für Studierende in der Pflege

In Bayern möchte man Studierende mit finanziellen Mitteln stärker unterstützen. Studenten können sich ab dem 2. Semester für ein Stipendium innerhalb des Pflegestudiums bewerben und so zusätzlich 600 € für bis zu drei Jahre monatlich erhalten.

Welche Voraussetzungen gelten für Stipendium?

Für die Förderung kann sich jeder Studierende bewerben, der in Bayern in Vollzeit einen “primärqualifizierten Pflegestudiengang” studiert. Weitere Voraussetzungen wie z.B. eine Altersgrenze oder einen bestimmten Notendurschnitt gibt es nicht.

Mit der Förderung ist eine dreijährige Arbeitsverpflichtung im Freistaat verknüpft, z.B. in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim, in der Psychiatrie oder bei einem Pflegedienst. Das Landesamt für Pflege hat bisher rund 40 Bewerbungen auf das Stipendium erhalten.

Keine Ausbildungsvergütung für Studierende

Anders als zur klassischen Pflegeausbildung, bei der die Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung erhalten, werden Studierende für Ihre Leistung nicht vergüten. Eine erste Schlichtungsmaßnahme für den bestehenden Konflikt.

Auch in verpflichtenden Praktika ziehen die Studierende meist den kürzeren, da diese wenn überhaupt, sehr unterschiedlich bezahlt werden und der Arbeitseinsatz dem einer Vollzeitkraft entspricht.

Hochschulen kämpfen für weitere Fördermittel

Mit insgesamt 12 Millionen Euro möchte man mit dem Förderungsprogramm das Pflegestudium attraktiver machen. Auf Anfrage des BR heißt es beim Bundesministerium für Bildung und Gesundheit: “Wenn es durch gezielte Stipendien besser gelingt, Studierende für dieses Studium zu gewinnen, ist eine solche Initiative eines Landes zu begrüßen.”

Ob die Förderung wirkt und der Studiengang attraktiver wird, muss sich zeigen. Bereits jetzt glauben aber viele Pflegeprofessorin bereits an den Erfolg und das es der Bewerbsiuation im kommenden Jahr helfen wird.

Pflegekurse von meduplus – Smartes Wissen für die Pflege

Gerade in der Pflege ist aufgrund des anhaltenden Personalmangels Zeit ein knappes Gut. Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor haben wir deshalb ein neues Pflegepaket entwickelt, mit dem sich das Pflegepersonal individuell und ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege vereint eine kompaktes Kurspaket mit optionalen Microlearnings, dass jederzeit und von überall verfügbar ist:

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Quellen:

  • br.de – Pflegestudium – Attraktiver durch neues Stipendium – zum Beitrag

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Covid und Influenza -Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf eine Blick

oktoberfest blog

Herbstzeit ist Grippezeit. Werden die Tage kürzer, steigt auch die Kurve der Influenza-Erkrankungen an. Ebenfalls erhöht sich weltweit auch die Zahl der SARS-CoV-2 infizierten Personen.

Wie unterscheiden sich Influenza (Grippe) und Corona im Bezug auf Übertragung, Verlauf und Therapie?

Auf den ersten Blick haben beide Krankheitsbilder starke Überschneidungen und sind ähnlich gefährlich für dieselbe Risikogruppe. Die Durchseuchung mit dem Covid-Erreger nimmt zwar stetig zu, dennoch besteht im Vergleich zu den Grippe-Erregern bei vielen Menschen noch kein immunologisches Gedächtnis, was unter Umständen zu schweren Verläufen führen kann. Covid ist zwar grundsätzlich nicht neu, aber weist neue Oberflächenmerkmale auf. Ohne die Grundimmunisierung in der Bevölkerung kann so eine Verbreitung leichter stattfinden.

Beide Krankheiten werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, beim Sprechen, Husten, Singen oder einfach durch den Atem. Die Luft reichert sich so mit Aerosolen an. Bei geschlossenen Räumen mit geringer Lüftung steigt dementsprechend das Ansteckungsrisiko.

Influenza

Eine Erkältung wird oft als grippaler Infekt bezeichnet, hat aber mit der echten Influenza nichts zu tun. Influenza beginnt sehr plötzlich, mit Fieber, Muskel- und/oder Kopfschmerzen und Reizhusten. Starke Symptome wie hohes Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl zu Beginn der Erkrankung sind Reaktionen des Immunsystems auf die Infektion. Sie sind keine verlässlichen Zeichen für einen schweren weiteren Krankheitsverlauf oder das Risiko für nachfolgende Komplikationen. Hier ist eine Impfung möglich.

Covid-19

Bei COVID-19 können alle Symptome einer akuten Atemwegsinfektion auftreten. Die Erkrankungen können wie bei der Influenza unterschiedlich schwer verlaufen. Bei älteren, vorerkrankten und immunschwachen Menschen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu sehr schweren Verläufen führen, auch Langzeitfolgen wie Long COVID sind bei jeder Erkrankungsschwere möglich. Auch können die Organe befallen werden. Eine Impfung ist möglich und es stehen neue Medikamente für eine antivirale Therapie zur Verfügung.
Lesen Sie  auch: Long-Covid – Besteht ein Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus?

Fazit

Es ist nicht möglich Covid-19 und eine Influenza nur anhand der Symptome zu unterscheiden. Dies muss durch eine Testung erfolgen.

Der grippale Infekt

Die klassische Erkältung kann von mehr als 30 verschiedenen Erregern hervorgerufen werden. Symptome sind Husten, Schnupfen, Heiserkeit, seltener Fieber, öfter erhöhte Temperatur (bis 38 Grad). Auch diese Erreger können zu Komplikationen führen, wie z. B. Lungenentzündung.

Impfstoffe gegen Erkältungsviren gibt es nicht.

Quellen:

https://www.helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/corona-versus-grippe-was-ist-gefaehrlicher/

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html

Hygienewissen schützt – frischen Sie Ihr Wissen zu Influenza und Covid-19 auf

In unseren Microlearnings zu Influenza und Covid-19 erklären wir Ihnen wie Sie sich hygienisch korrekt verhalten, um sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Jeden Monat stellen wir einen Keim vor. Weitere Microlearnings finden Sie hier.

Microlearning Influenza

Microlearning Covid-19

 

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Mythen der (Hände)hygiene

oktoberfest blog

Das Thema Hygiene, speziell die Händehygiene, ist spätestens durch die Corona-Pandemie wieder in den Fokus gerückt. Doch gibt es allerlei Vorurteile bezüglich dieser alltäglichen Routine des Händewaschens.

Wir schauen uns die Gängigsten davon einmal an:

Antibakterielle Seifen sind besser als normale Seifen

Nein, das ist nicht richtig. Antibakterielle Seifen sind nicht besser oder wirksamer. Gegen Viren können auch sie nichts ausrichten, allerdings können sie die Haut mehr reizen und so allergische Reaktionen auslösen.

Hände muss man mit warmem Wasser waschen

Nein, die Temperatur hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Die Dauer und Gründlichkeit allerdings schon. Die Hände sollten vollständig eingeseift werden. Wenn Sie in 5 Sekunden damit fertig sind, dann sollten Sie nochmal nachlegen. Ohne Seife zu waschen macht ebenfalls wenig Sinn, da die Bakterien auch in der Fettschicht an der Haut kleben.

 

Händewaschen bietet keine optimalen Schutz

Auch dies ist falsch. Wir fassen uns am Tag 400-800 x unbewusst ins Gesicht. Glauben Sie nicht? Dann beobachten Sie einmal Ihre Mitmenschen. So verteilen wir die Keime unbedacht in unserem Gesicht. Daher gilt Händewaschen noch immer als das Mittel der Wahl zur Infektionsprävention.

 

Übrigens: Toilettendeckel sind nicht die größten Keimschleudern

Da Toiletten in der Regel häufig geputzt werden, stimmt das so tatsächlich nicht. Dies kann aber auf Geldscheinen, dem Handy oder in einer Handtasche schon ganz anders aussehen, da wir Gegenstände, die wir mit keimbelasteten Händen anfassen zurück in die Handtasche legen und sich die Keime hier verbreiten können. Gerade Handys und Handtaschen sind daher wahre Fundorte unterschiedlichster, teilweise sehr bedenklicher Bakterien. 

Ledertaschen bieten aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit einen besonders geeigneten Nährboden für Keime. Laut Untersuchungen ist der am stärksten von Bakterien besiedelte Gegenstand in der Handtasche die Handcreme, gefolgt von Lippenstift und Mascara. Auch hier ist eine regelmäßige Desinfektion, bzw. ein Austausch sinnvoll.

Quellen:

https://www.geo.de/wissen/gesundheit/antibakterielle-seifen-sind-ein-muss_30119126-30166140.html

Hygienewissen schützt – unsere Kurse zur Händehygiene

Ein effektives Hygienemanagement und Wissen rund um die Infektionsprävention durch Hygienemaßnahmen, bietet nicht nur Patienten und Patientinnen Schutz vor gefährlichen Krankheiten, sondern auch dem medizinischem Personal in Klinik und Praxis.
Frischen Sie Ihr Wissen mit unserem Kurs zur Händehygiene für Ihr Fachgebiet auf und tragen Sie so zu der wichtigsten Maßnahme zur Verhütung nosokomialer Infektionen bei.

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Oktoberfest & Co: Wie verhält sich das Corona Virus auf Großveranstaltungen?

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In diesem Jahr konnten nach der pandemiebedingten Pause endlich wieder die beliebten Großveranstaltungen, wie z.B. die Kieler Woche, das Oktoberfest & Co stattfinden.

Doch wie verhält sich eigentlich das Virus auf Festen, Konzerten und Festivals, die unter freiem Himmel nun wieder ohne besondere Einschränkungen durchgeführt werden?

7-Tage-Inzidenz verdreifacht sich nach Kieler Woche

Im Anschluss an die Kieler Woche im Juni 2022 wertet das RKI Daten zu SARS-CoV-2-Infektionen aus, um daraus Rückschlüsse auf die COVID-19 Situation bei einer Großveranstaltung ziehen zu können. Wie man es vermuten würde, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz der Infektionen binnen weniger Tage nach der Veranstaltung und erreichte für Kiel damit das bisherige Pandemie-Maximum von 3.289/100.000 Einwohner. Dies führte unter anderem in Krankenhäusern zu umfangreichen Personalausfällen.

Dabei geht das RKI davon aus, dass die geschätzten Fallzahlen deutlich unterschätzt sein dürften. Jedoch lies sich gleichermaßen beobachten, dass Hospitalisierungen, schwere Erkrankungen und Todesfälle allenfalls leicht anstiegen.

Inzidenz-Anstieg auch in München

Ein starker Anstieg der Inzidenzen ist auch in München zu beobachten. Ein Zusammenhang mit dem Oktoberfest liegt hierbei nahe. Es muss jedoch bedacht werden, dass die Infektionszahlen aktuell deutschlandweit steigen. Im Gegensatz zu den Erkenntnissen, die das RKI aus den Daten zur Kieler Woche gewann, erwartet Karl Lauterbach in Folge des Oktoberfestes vermehrt schwere Verläufe und somit eine Belastung der Intensivstationen.

Inwiefern das Oktoberfest Auslöser des Inzidenz-Anstiegs ist und wie sich dieser Anstieg weiterhin entwickelt, wird sich jedoch erst in den nächsten Wochen mithilfe wissenschaftlicher Analysen zeigen lassen.

Sollten Großveranstaltungen wieder ganz normal stattfinden?

Es ist sicherlich nicht zu leugnen, dass SARS-CoV-2 wie alle Influenzaviren im Zusammenhang mit Großveranstaltungen zu steigenden Fallzahlen führen kann. Dies kann sich dann im weiteren Verlauf auch negativ auf die Situation in Krankenhäusern auswirken. Sicherlich ist auch mit Folgen für weitere essenzielle Infrastrukturen zu rechnen.

Dennoch befinden wir uns aktuell in einer anderen Situation als in den Vorjahren: “Seit wir die Menschen, die besonders gefährdet sind, dreifach geimpft haben, hat die Fatalitätsrate, also die Rate derer, die schwer erkrankt und derer, die sterben, deutlich abgenommen”, sagte die Virologin Protzer zu den steigenden Fallzahlen in München.

Sie möchten gerne noch mehr Infos zum Corona Virus erhalten?

Hier finden Sie Schulungen rund um die Anwendung von Corona Schnelltests, damit Sie sich und Ihr Umfeld optimal vor dem Virus schützen können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin 39/22: COVID-19 bei einer Großveranstaltung: Erfahrungen aus der Kieler Woche 2022 Link
  • zdf.de: Nach dem Oktoberfest: Corona-Bettenbelegung in München steigt Link
  • Meduplus Schulung zur Anwendung von Corona Schnelltests Link

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Erneuter Warnstreik der Pflegenden in Frankfurt

In Frankfurt hat Verdi vergangene Woche erneut Druck auf die Verhandlungsparteien am Universitätsklinikum Frankfurt ausgeübt. Am 29.09. und 30.09. wurden rund 4.000 Pflegende und weitere, nicht-ärztliche Beschäftigte des Hauses für einen Warnstreik aufgerufen. Die Notfallversorgung blieb jedoch gewährleistet.

Keine Fortschritte seit August

Bereits im August hatte Verdi zum Streik aufgerufen. Nach Gewerkschaftsangaben waren damals bereits mehr als 800 Beschäftigte beteiligt. Die Uniklinik-Mitarbeitenden beklagten sich über eine dramatische Lage. Auf Seiten Verdi führt Georg Schulze, Landesfachbereichsleiter Gesundheit die Verhandlungen.

Was wird gefordert?

Von Arbeitgeberseite fordert Verdi den weiteren Dialog und Fortschritt, um eine Tarifeinigung zu ermöglichen. Der Verdi-Verhandlungsführer Georg Schulze sagte: “Gute Patientenversorgung erfordert mehr Personal und verlässliche Personalbesetzungen in allen Bereichen der Uniklinik.”

In den konkreten Details fordert Verdi verbindliche, in einem Tarifvertrag festgelegte Mindestpersonalvorgaben und das in allen Arbeitsbereichen. Außerdem verbesserte Ausbildungsbedingungen, mehr Stellen und Ausgleiche für Arbeit in Überlastungssituationen.

Pflegekurse von meduplus – Smartes Wissen für die Pflege

Gerade in der Pflege ist aufgrund des anhaltenden Personalmangels Zeit ein knappes Gut. Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor haben wir deshalb ein neues Pflegepaket entwickelt, mit dem sich das Pflegepersonal individuell und ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege vereint eine kompaktes Kurspaket mit optionalen Microlearnings, dass jederzeit und von überall verfügbar ist:

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Quellen:

  • BibliomedPflege – Erneuter Warnstreik an Uniklinik Frankfurt – zum Beitrag

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Pflegesysteme in Europa – Spanien

Mit unserem neuen Beitrag aus der Serie “Pflegesysteme in Europa” informieren wir Sie über das Gesundheitssystem in Spanien und welche Regelungen zur Pflege in diesem Land gelten.

Das spanische Pflegesystem im Überblick

Mit der Einführung des Pflegegesetzes “Ley de Dependencia” in Spanien wurde ein öffentliches Schutzsystem für Pflegebedürftige geschaffen.

Das System beinhaltet unter anderem einen Katalog von Sachleistungen und finanziellen Anwendung mit dem Ziel, die Pflegebedürftigen und Ihre Betreuung sowie den Schutz und persönliche Autonomie durch öffentliche und subventionierte private Dienstleistungen zu fördern.

Der Staat regelt die Grundlagen. Die Details werden in den jeweiligen Autonomen Gemeinschaften festgelegt. Die verfügbaren Sachleistungen sind abhängig vom öffentlichen Angebot der sozialen Dienste aus der jeweiligen autonomen Gemeinschaft.

Einen Standard innerhalb der Gemeinschaften gibt es daher nicht. Folge sind gravierende Unterschiede in Bezug auf die Deckung und Modelle zur Abwicklung der Leistungen für Pflegebedürftige.

Was bedeutet “Autonomie” im spanischen Pflegesystem?

Gesetzlich definiert wird die “persönliche Autonomie” wie folgt: “die Fähigkeit zu kontrollieren, zu bewältigen und aus eigener Initiative persönliche Entscheidungen darüber zu treffen, wie man in Übereinstimmung mit den Regeln und eigenen Präferenzen lebt und die grundlegenden Aktivitäten des täglichen Lebens ausführt”.

Woraus bestehen die Pflege-Sachleistungen?

Die Pflege-Sachleistungen werden über einen Leistungskatalog festgelegt:

  • Dienstleistungen zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit und zur Förderung der persönlichen Autonomie.
  • Dienst der Telebetreuung
  • Dienst für häusliche Hilfe: Häuslicher Pflegebedarf und Persönliche Pflege
  • Dienst im Tages- und Nachtzentrum
  • Dienst der Heimpflege

Welche “finanzielle, Anwendungen” gibt es?

Das Gesetz definiert verschiedene Geldleistungen (sog. Pflegegeld), welches in drei Kategorien unterteilt werden kann:

1.) Pflegegeld in Verbindung mit der Sachleistung:

Bei dieser Form handelt es sich um eine periodische finanzielle Unterstützung. Anerkannt wird diese nur, wenn der Zugang zu einem öffentlichen oder subventionierten Pflegedienst nicht möglich ist.

Außerdem ist die finanzielle Unterstützung abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit und der finanziellen Leistungsfähigkeit des Leistungsberechtigten. Der Zuschuss hat persönlichen Charakter und muss in jedem Fall mit dem Erwerb einer Sachleistung verbunden sein.

2.) Pflegegeld für die Pflege im familiären Umfeld und für nicht beruflich tätige Pflegepersonen:

Eine Geldleistung die anerkannt wird, wenn der Leistungsberechtigte von Familienangehörigen gepflegt wird.

3.) Pflegegeld für persönliche Betreuung:

Ziel dieser Zahlung ist es, die Autonomie von Personen zu fördern, die sich in einer Situation der Pflegebedürftigkeit befinden, und dies unabhängig vom Pflegegrad.

Wie viel Pflegegeld erhält man in Spanien?

Die Regierung veröffentlicht jedes Jahr einen königlichen Gesetzeserlass über die finanziellen Zuwendungen bei Pflegebedürftigkeit abhängig von der Pflegestufe.

Im Schnitt liegen die Geldleistungen zwischen 150,- € und 715,- €.

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PPR 2.0 – Mehr Pflegepersonal per Gesetz

Personalmangel, schlechte Arbeitsbedingungen, Stress und Überlastung. Diese Begriffe werden oft in Verbindung mit der Pflegesituation in Deutschland verbunden. Der neue Gesetzesentwurf der Bundesregierung will helfen und Krankenhäuser in Deutschland gesetzlich verpflichten, in Kliniken für ausreichendes Pflegepersonal zu sorgen.

Verbesserung der Arbeitsbedingung und Versorgung der Patienten sind das Ziel

Der genehmigte Gesetzentwurf von Karl Lauterbach durch das Kabinett verfolgt das Ziel, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte und die Versorgung der Patienten in Kliniken zu verbessern.

Im Kabinettsbeschluss meldete sich der SPD-Politiker, “Wir brauchen ein Umdenken in der Klinikbranche”. “Pflegekräfte sind extrem belastete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter”. Eine gute Bezahlung, Ausgleich von Überstunden und eine strukturierte Dienstplanung sind Voraussetzungen, um Pflegekräfte in Ihren Berufen zu halten und auch die Faktoren, um neues Pflegepersonal am Arbeitsmarkt zu gewinnen.

“Eine angemessene Personalausstattung in der Pflege im Krankenhaus ist essentiell, sowohl für die Qualität der Patientenversorgung als auch die Arbeitssituation der Pflegekräfte in den Krankenhäusern.”

Sanktionen erst ab 2025

Kern des Gesetzentwurf ist die Einführung des Instruments zur Pflegepersonalbemessung (PPR 2.0), dass von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und der Gewerkschaft ver.di entwickelt wurde. Das Instrument soll dabei helfen den tatsächlichen Pflegeaufwand für Patientinnen und Patienten in jedem Krankenhaus zu berechnen.

Das PPR 2.0 wird stufenweise eingeführt: Ab dem 1. Januar 2023 startet Erprobungsphase in ausgewählten Krankenhäusern. Auf diesem Fundament werden den Krankenhäusern Vorgaben für die Personalbemessung aufgrund einer Rechtsverordnung gestellt. Ab 2025 soll dann die Personalbemessung aktiviert und sanktioniert werden. Krankenhäuser, können aus der Bemessungssystematik herausgenommen werden, sofern in ihnen ein Tarifvertrag gilt.

Kritik von außen – die Einführungsphase dauert zu lange

Fachverbände und Gesundheitsexperten kritisieren die lange Einführungsphase des PPR 2.0 und Einspruchsmöglichkeiten des Bundesfinanzministers. Die Mitentscheidung des Bundesfinanzminister über den Pflegepersonalbedarf im Krankenhaus, könne dazu führen, dass zukünftig Einsparungen am Personalbedarf vorgenommen werden könnte, sollte der Bundeshaushalt angespannt sein.

Außerdem kritisierten die Kassen die konkrete Ausgestaltung des PPR 2.0. Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband erklärte: “Jedes Personalbemessungsinstrument muss sich daran messen lassen, ob es geeignet ist, die Qualität der Pflege am Krankenbett nachhaltig zu verbessern”, “Wir wollen, dass in den Krankenhäusern eine moderne, digitale Pflegepersonalbemessung eingeführt wird. Bürokratie in der Pflege muss abgebaut werden und darf nicht aufgebaut werden.”

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Mangelhafte Patientenaufklärung kann teuer werden

Die rechtzeitige und umfassende Patientenaufklärung ist Berufspflicht des Arztes/der Ärztin. Um dieser Pflicht nachzukommen, sollte sich jede(r) Arzt/Ärztin regelmäßig zu den rechtlichen Vorgaben über Form, Umfang und Dokumentation der Patientenaufklärung informieren sowie die aktuelle Rechtsprechung und die Folgen von Rechtsverstößen kennen.

Für Ärztinnen und Ärzte stellt die unzureichende Aufklärung von Patienten ein hohes Haftungsrisiko dar.

Dies kann zu hohen Schadensersatzansprüchen führen.

Doch was genau bedeutet Patientenaufklärung im Praxis- und Klinikalltag?

In der Regel reicht eine Aufklärung in Form von Informationsblättern nicht aus. Auch dann nicht, wenn der Patient/die Patientin dieses Dokument zur Kenntnisnahme mit seiner/ihrer Unterschrift bestätigt.
Es ist erforderlich, dass ein Gespräch mit dem Arzt stattfindet, um dem Patienten/der Patientin eine umfassende Aufklärung zu bieten. Nichtärztliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen dürfen diese Aufgabe aufgrund ihrer Qualifikation nicht übernehmen.

Doch nicht immer führen fehlende Aufklärung und Einwilligung des Patienten zur Haftung des Arztes.

Das Gesetz strebt mit der „hypothetischen Einwilligung“ eine Reduktion der ärztlichen Haftungsrisiken im Bereich der Körperverletzungsdelikte an.

In einem Notfall hat der Arzt/die Ärztin nicht unbedingt die Möglichkeit den Patienten/die Patientin aufzuklären. Hier ist meist schnelles Handeln gefragt. In diesem Fall greift dann die „hypothetische Einwilligung“. Es wird davon ausgegangen, dass dem Eingriff oder der Behandlung zugestimmt wird. Im Fall eines Prozesses muss der Patient/die Patientin einen Gegenbeweis erbringen.

Rechtliche Stolpersteine im Praxis- und Klinikalltag

Auch unbedachte Abläufe können im beruflichen Alltag zu rechtlichen Stolpersteinen führen.

  • Ist es beispielsweise ratsam oder notwendig das Patientenaufklärungsgespräch von einem Mitarbeiter/Mitarbeiterin der Praxis protokollieren zu lassen?
  • Darf ein vertretender Arzt/ eine vertretende Ärztin, welche(r) den späteren Eingriff nicht selber durchführt, den Patienten/die Patientin aufklären?

Vielleicht haben Sie den einen oder anderen Fall schon selbst erlebt.

Sie möchten tiefer in das Thema einsteigen?

Das schauen Sie sich zusätzlich unseren Kurs zur Patientenaufklärung für Ärzte und Ärztinnen an.

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Pflegesysteme in Europa – Italien

Mit unserem nächsten Beitrag zur Serie “Pflegesysteme in Europa” informieren wir Sie über das Gesundheitssystem in Italien und welche Regelungen zur Pflege dort gelten.

Das Gesundheitssystem in Italien

Der Servizio Sanitario Nazionale (SSN) ist die Bezeichnung für das italienische Gesundheitssystem. In der italienischen Verfassung wird das Recht auf Gesundheitsversorgung über den Artikel 32 garantiert. Regionalen Gesundheitsdienste sind meist in örtlichen oder regionalen Gesundheitsbetrieben (Azienda Sanitaria) organisiert.

Private Gesundheitseinrichtungen können aber auch beim Servizio Sanitario Nazionale akkreditiert werden. Zur medizinischen Grundversorgung gehört prinzipiell:

  • Allgemeinmedizin
  • Kinderheilkunde
  • Geburtshilfe und gynäkologische Versorgung
  • Zahnheilkunde
  • Krankenhausaufenthalte
  • Medikamente und verschreibungspflichtige, pharmazeutische Produkte

Finanzierung

Das italienische Gesundheitssystem wird überwiegend aus Steuereinnahmen finanziert. Teile der Einkommensteuer und Umsatzsteuer gehen in das Gesundheitswesen und werden wie folgt aufgeteilt: Eigene Einnahmen der Sanitätsbetriebe durch die Kostenbeteiligung der Bürger (Tickets) und durch Privatleistungen des eigenen ärztlichen Personals; allgemeine direkte Steuereinnahmen der Regionen; Beteiligung der Regionen mit Sonderstatut und der autonomen Provinzen von Trient und Bozen; Staatsbilanz in dem von den anderen Finanzierungsquellen nicht abgedeckten Ausmaß

Pflegesystem in Italien

Das Pflegesystem in Italien ist dezentral organisiert und wird vornehmlich zu Hause durch Familienangehörige oder andere informelle Pflegekräfte geleistet. Eine Unterstützung aus dem öffentlichen System ist kaum vorhanden.

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Hygienebeauftragte MFA online Abschlusskolloquium am 29.09.2022

Am Donnerstag, den 29. September 2022, findet das nächste Abschlusskolloquium in diesem Jahr für den Kurs Hygienebeauftragte MFA statt.

Auf Grund der aktuellen Situation, können Sie ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Abschlusskolloquium Hygienebeauftragte MFA online

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referentin abgehalten wird.

Kurs Hygienebeauftragte MFA

  • Nachhaltiger Lernerfolg bei minimaler Abwesenheit
  • Kosten- und zeiteffizient durch Blended Learning

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Dann können Sie sich jetzt über die Startseite des Kurses für das Abschlusskolloquium anmelden!

Haben Sie den Kurs noch nicht gestartet? So können Sie sich jetzt noch zum Gesamtkurs anmelden.

Sollten Sie am 29.09.2022 nicht am Kolloquium teilnehmen können, so können Sie auch an allen anderen angebotenen Terminen teilnehmen.

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Fragen und Kontakt

Fordern Sie unverbindlich weitere Informationen oder zu unserem Schulungsprogramm an. Zögern Sie nicht, denn wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Mit Ihrer Anmeldung zu unserem Newsletter erhalten Sie jede Woche Informationen aus dem Bereich Hygiene. Melden Sie sich dazu mit Ihrer Mailadresse an:

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Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online am 30.09.2022

Am Freitag, den 30. September 2022, findet unser nächstes Abschlusskolloquium 2022 für den Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten statt.

Auf Grund der aktuellen Situation, können Sie ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium zum Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten geboten.

Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referentin abgehalten wird.

Aufbereitung von Medizinprodukten

  • Zertifizierter Kurs nach dem Curriculum der Bundesärztekammer
  • Nachhaltiger Lernerfolg bei minimaler Abwesenheit
  • Kosten- und zeiteffizient durch Blended Learning

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Dann können Sie sich jetzt über die Startseite des Kurses für das Abschlusskolloquium anmelden!

Denken Sie aber daran, das E-Learning bis zum Termin des Abschlusskolloquiums zu beenden. Dann haben Sie die Fortbildung schon nächsten Monat in der Tasche.

Sie haben Interesse an dem Kurs “Aufbereitung von Medizinprodukten”?

Wenn Sie sich jetzt noch für den Kurs anmelden, dann haben Sie noch genug Zeit, um das E-Learning durchzuarbeiten und Sie können ebenso beim Abschlusskolloquium am Ende des Monats dabei sein. Über den Button erhalten Sie auch weitere Informationen zu dem Kurs.

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Listeria monocytogenes, die ungewollte Zutat auf dem Teller

Hier handelt es sich um ein stäbchenförmiges Bakterium, welches Erkrankungen beim Menschen und auch bei Tieren durch die Aufnahme von verunreinigten Lebensmitteln auslösen kann.

Es wurde nach dem englischen Chirurgen Joseph Lister benannt sowie der häufig als Auswirkung einer Infektion auftretenden Monozytose. Dies ist eine Vermehrung der Monozyten im Blut.

Wie vermehrt sich das Bakterium?

Die Vermehrungs- und Überlebensfähigkeit dieses Bakteriums hängt von dem Herstellungsverfahren des Lebensmittels ab. 

Kochen, Braten, Sterilisieren und Pasteurisieren tötet die Bakterien sicher ab. Auch wenn wenig Wasser, viel Salz oder Konservierungsstoffe im Lebensmittel enthalten sind, vermehren sich diese Bakterien nur schwer.

Bei niedrigen Temperaturen haben sie allerdings freie Fahrt, das kann auch im Kühlschrank sein. Gute Vermehrungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Keimen haben Listeria monocytogenes bei langen Lagerzeiten unter Kühlung und bei reduziertem Sauerstoff, wie beispielsweise Vakuumverpackungen.

Wo findet man die Keime normalerweise?

Diese sind in der Umwelt sehr verbreitet. Auch tragen einige Menschen diesen Keim in sich ohne es zu merken, scheiden die Keime aber dennoch aus. Gleiches gilt für Säugetierarten.

Insbesondere, aber nicht ausschließlich, sind Lebensmittel tierischer Herkunft von dem Keim betroffen.

Wie verläuft eine solche Infektion?

In der Regel nimmt sie einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen, sowie Durchfall und Erbrechen. Schwerer Verläufe wurden bei immunschwachen Personen und Säuglingen beobachtet.

Für Schwanger ist dieser Keim sehr risikoreich, da das ungeborenen Kind durch eine Infektion zu früh geboren werden oder sterben kann. Auch eine Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung waren bei Neugeborenen zu beobachten.

Wie können Sie sich vor einer Infektion schützen?

  • Rohmilch immer abkochen
  • Fleisch gut durchbraten
  • Schwangere sollten vorsichtshalber auf rohe Fleisch- und Milcherzeugnisse verzichten und bei Käse grundsätzlich die Rinde entfernen.
  • Immer auf das Verbrauchsdatum achten, vor allem bei vakuumverpackten Lebensmitteln
  • Frische Speisen nicht lange im Kühlschrank lagern sondern zügig verzehren

Quellen

https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/hygiene/bakterien/listerien/
https://de.wikipedia.org/wiki/Listeria_monocytogenes
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Listeriose.html

 

Ihre Praxis benötigt ein Hygiene-Update?

Dann schauen Sie sich unsere Kurse an. Vom Hygienebeauftragten Arzt, MFA und Pflege bis hin zum Hygienegrundkurs für das gesamte Praxisteam.

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Pflegesysteme in Europa – Frankreich

Das Pflegesystem in Deutschland kämpft seit Jahren mit großen Herausforderungen in den Bereichen des Fachkräftemangels, Arbeitsbedingungen und Gehältern. Eine umfassende Reform blieb bisher aus und die Attraktivität des Pflegeberufs sinkt stetig.

In unserer neuen Beitragsserie zur Pflege möchten wir uns daher unsere EU-Nachbarn genauer ansehen und welche Pflegesysteme und Regelungen europaweit im Einsatz sind.

Krankenversicherung in Frankreich

Frankreich ist in Europa das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte. Die Krankenversicherungsbeiträge in Frankreich sind einkommensabhängig und werden größtenteils vom Arbeitgeber getragen. Das Krankenversicherungssystem teilt sich im Rahmen der “Sécurité Sociale” wesentlich in drei Gruppen von Krankenkassen auf:

  • Arbeitskräfte in der CPAM (Caisse Primaire d’Assurance Maladie) sind über das “régime général” und das “régime local” versichert
  • die Agrarkasse (“Mutualité Sociale Agricole”) für landwirtschaftliche Arbeitskräfte
  • Krankenkasse für Selbstständige (“Mutuelle des artisans”)

Ähnlich wie in Deutschland gibt es zusätzlich noch die privaten Versicherungen, die ergänzende Zusatzleistungen anbieten, da Krankenkassen nur einen Teil der anfallenden Kosten übernehmen. Die Höhe der Kostenübernahme ist abhängig, ob diese dem “régime général” oder dem “régime local” unterliegen.

Kostenerstattungsprinzip

In Frankreich gilt das Prinzip der Kostenerstattung. Das bedeutet, dass der Patient oder Patientin in Vorkasse geht und die erbrachte Leistung zuerst zahlt. Über die französische Krankenversicherungskarte “carte vitale” wird der Vorgang, nach einlesen der Karte in der z.B. Arztpraxis, erfasst und an die Krankenkassen weitergeleitet. Die Kosten werden anschließend automatisch erstattet.

Das Vorkasse-System kann in bestimmten Situationen wegfallen und die Höhe des zu erstattenden Beitrags kann sich unter Berücksichtigung der persönlichen Situation gegebenenfalls bis hin zur vollständigen Erstattung berechnen.

Pflegesystem in Frankreich

Eine gesetzliche Pflegversicherung oder Verpflichtung das Pflegerisiko abzudecken, gibt es in Frankreich nicht. Auch hier gilt, möchte man vorsorgen, muss eine private Pflegeversicherung abgeschlossen werden.

Es ist jedoch möglich, dass erbrachte Leistungen über das französische Pflegegeld (“Allocation Personalisée – APA”) unterstützt werden. Die gilt jedoch nur für Personen über 60 Jahre und abhängig davon, ob sie zuhause oder in Pflegeheimen wohnen. Die Beitragshöhe abhängig von der Pflegestufe und Einkommen.

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Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online am 30.09.2022

Am Freitag, den 30. September 2022, findet unser nächstes Abschlusskolloquium 2022 für den Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten online statt.

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Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten online

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Hygienebeauftragte MFA online Abschlusskolloquium am 29.09.2022

Am Donnerstag, den 29. Sep. 2022, findet das nächste Abschlusskolloquium in diesem Jahr für den Kurs Hygienebeauftragte MFA online statt.

Auf Grund der aktuellen Situation, können Sie ganz einfach und flexibel per Live-Übertragung online an dem Kolloquium teilnehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Abschlusskolloquium Hygienebeauftragte MFA online

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referentin abgehalten wird.

Kurs Hygienebeauftragte MFA

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Sollten Sie am 29.09. nicht am Kolloquium teilnehmen können, so können Sie auch an allen anderen angebotenen Terminen teilnehmen.

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Steigende Energiepreise in Pflegeheimen – Jeder Cent zählt

Steigende Energiekosten kommen auf uns alle zu, egal ob im privatem Bereich oder als Unternehmen. Auch Pflegeheime bleiben von den ansteigenden Energiepreisen nicht verschont. Neben den bekannten Herausforderungen in der Pflege wie z.B. schlechte Arbeitsbedingung und Fachkräftemangel, drohen Pflegeheimen aufgrund der steigenden Energiekosten jetzt auch die Insolvenz.

Im folgenden Beitrag möchten wir auf die Sendung des NDR vom 23.08.2022 aufmerksam machen und vor welchen Herausforderungen viele Pflegeheime aktuell stehen. Besonders Pflegeheime in Norddeutschland sind von der aktuellen Energiepreisentwicklung betroffen.

Pflegeheimen droht Insolvenz

Bereits vor der Pandemie haben rund 20% der Pflegeheime in Deutschland rote Zahlen geschrieben. Durch die steigenden Energiepreise droht vielen Pflegeheimen nun die Insolvenz. Aber was können Pflegeheime und Ihre Betreiber dagegen tun?

Pflegeheimbetreiber Mathias Steinbuck berichtet im NDR-Beitrag, dass man bereits in der Vergangenheit versucht hat, durch Modernisierungen wie z.B. den Einsatz von LED-Lampen oder einem Solargenerator (Photovoltaikanlage), die Energiekosten langfristig zu senken. Bei der aktuellen Entwicklungen reicht das aber nicht mehr aus. Zu Beginn des Jahres lagen die Energiekosten noch bei knapp 2800 € im Monat. Aktuell belaufen diese sich monatlich auf ca. 13.400 €.

Jetzt zählt jeder Cent und man ist gezwungen weitere Maßnahmen zu ergreifen. Eine davon ist die Außenbeleuchtung von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens abzuschalten. Gerade für die Bewohner und das Personal sehr schade, da man sich gerade an den langen Sommertagen Abends noch gerne draußen aufgehalten hat.

einsamkeit pflege

Wer trägt die Heimkosten?

Einmal pro Jahr verhandeln Pflegeheime die Pflegesätze mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern. Die vereinbarten Konditionen sind für 12 Monate gültig. Den kleineren Teil der verhandelten Heimkosten zahlen die Pflegekassen, den größeren Anteil übernehmen die Heimbewohner. Nachverhandlungen sind zwar möglich, können aber seitens der Pflegekassen auch abgelehnt werden.

Claudia Straub, Leiterin der Ersatzpflegekassen in Schleswig-Holstein erklärt im Beitrag, dass aktuell keine Hinweise zu erkennen seien das Pflegeheimen die Insolvenz drohe. Auch eine wirtschaftliche Schieflage sei nicht bekannt.

Wie sieht die Zukunft für Pflegeheime und Ihre Bewohner aus?

Schaffen es die Pflegeheime nicht die Finanzierung der Energiekosten zu stemmen, droht die Insolvenz. Viele Heimbewohner könnten die steigenden Heimkosten nicht tragen und würden ggfs. zum Sozialfall werden. Eine Zukunft die sich niemand für Pflegebedürftige wünscht.

Die vollständige Sendung des NDR können Sie sich unter folgendem Link anschauen:

Link – Steigende Energiekosten: Müssen Pflegeheime schließen?

Zeit für Fort- und Weiterbildung bleibt weiterhin außen vor

Gerade in der Pflege ist aufgrund des anhaltenden Personalmangels Zeit ein knappes Gut. Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor haben wir deshalb ein neues Pflegepaket entwickelt, mit dem sich das Pflegepersonal individuell und ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege vereint eine kompaktes Kurspaket mit optionalen Microlearnings, dass jederzeit und von überall verfügbar ist:

  • Einfache Integration in den Alltag
  • Kurze Lerneinheiten für Zwischendurch
  • RbP-Zertifizierung
  • erfüllt MDK-Fortbildungspflicht

Wir möchten Sie auf Ihrem Berufsweg unterstützen. Testen Sie unverbindlich unser neues Pflegepaket in unserem 7-Tage-Test-Abo.

Smartes Wissen für die Pflege 

Quellen und weiterführende Literatur

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Personalmangel in der Altenpflege

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist schon lange bekannt. Auch die Altenpflege ist schwer betroffen. Die schlechte Bezahlung, hohe Belastung und zu geringe Patientenzeit sind die Hauptgründe für die aktuelle Situation.

In unserem folgendem Beitrag informieren wir Sie zum aktuellen Stand in der Pflege und welche Folgen uns langfristig in Deutschland erwarten könnten.

Mehr Gehalt ab 01. September 2022?

Ab dem 01. September wird die Zulassung von Pflegeeinrichtungen und Abrechnung über die Pflegeversicherung nur noch anerkannt, wenn das Pflege- und Betreuungspersonal nach tariflichen Bedingungen bezahlt wird. Die Mindestvoraussetzung sieht dabei wie folgt aus:

  • für ungelernte Pflegehilfskräfte 13,70 Euro
  • für qualifizierte Hilfskräfte 14,60 Euro
  • für Pflegefachkräfte 17,10 Euro

Den Nachweis müssen Pflegebetreiber über bestehende Tarifverträge oder kirchliche Arbeitsrechtsregelungen nachweisen. Alternativ können Sie auch den Pflegekassen belegen, dass das Pflegepersonal eine Vergütung in Höhe des “regional üblichen Entgeltniveaus” bezahlen.

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2030: Ein Blick in die Zukunft – Kaum noch AltenpflegerInnen vorhanden?

Eine neue Studie zeigt, dass viele Pflegekräfte in Deutschland Ihren Beruf aufgeben wollen. Nach Angaben des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe haben 40 Prozent der Befragten Teilnehmer an genannter Studie “Altenpflege im Fokus”, die gemeinsam mit dem Altenpflege-Fachverlag Vincentz Network durchgeführt wurde, angegeben, dass Sie erwägen den Beruf aufzugeben. Experten des Fachverlags rechnen damit, dass uns bis 2030 rund 500.000 Pflegekräfte fehlen werden.

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Pflegestreik in NRW beendet – Was folgt?

Der Pflegestreik in NRW dauerte 79 Tage an. Das Ergebnis ein “Tarifvertrag Entlastung” dem Anfang August durch Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder von Verdi mit 73,58 % zugestimmt wurde und am 01.01.2023 in Kraft treten wird. Was sich dadurch in der Pflege ändert wird, lesen Sie in unserem folgenden Blogbeitrag.

“Tarifvertrag Entlastung” – Was steckt drin?

Die Kernpunkte des Tarifvertrags sind schnell aufgezählt: Mehr Pflegepersonal für Krankenstationen und Kontrolle der Schichten, ob in diesen auch tatsächlich genügend Personal eingesetzt wird. Kann dies nicht umgesetzt werden, gibt es finanzielle Zulagen oder freie Tage für die Pflegenden. Im Detail bedeutet das, dass für jedes Unterschreiten der Personalquote das betroffene Pflegepersonal “Belastungspunkte” sammelt und diese, bei jeweils sieben Punkten, zu einem zusätzlichen freien Tag als Belastungsausgleich führen.

Im ersten Jahr nach in Kraft treten des Tarifvertrags können bis zu elf freie Tage gesammelt werden, im zweiten Jahr 14 und im dritten Jahr maximal 18.

Was sagen die Pflegenden zum neuen Tarifvertrag?

Das Ergebnis der Urabstimmung wird geteilt aufgenommen. Aus den sozialen Medien werden Stimmen der Pflegenden laut mit der Kritik, dass der Tarifvertrag keine Verbesserung der generellen Arbeitsbedingung schafft, sondern diese nur untermauert. Man muss abwarten, welche Auswirkungen der Tarifvertrag mit sich bringt und ob sich die grundlegende Problematik des Personalmangels in der Pflege verbessern wird.

Finanzielle Zulagen und zusätzliche freie Tage für Pflegende können langfristig den Personalmangel in der Pflege nicht beseitigen. Es muss noch viel mehr passieren.

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Ist das Affenpockenvirus das neue Corona Virus?

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Bei den Affenpocken handelt es sich ähnlich wie bei Covid-19 um eine Viruserkrankung. Die Sorge vor einer neuen Pandemie beunruhigt viele Menschen. Doch das Bundesministerium für Bildung und Forschung zufolge gibt es keinen Grund zur Sorge.

WHO: “Notlage von internationaler Tragweite”

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht im Zusammenhang mit dem Affenpocken-Ausbruch von einer “Notlage von internationaler Tragweite”. Diese Einstufung dient aber vorrangig dazu, alle Mitgliedstaaten dazu zu bewegen, das Ergreifen von Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu beschleunigen. Aus dem selben Grund wurde auch in den USA der nationale Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Sind die Affenpockenvirus das neue Coronavirus?

Die aktuellen Erkenntnissen deuten stark darauf hin, dass das sogenannte Monkeypoxvirus (MPV) nicht so leicht übertragbar ist wie das SARS-CoV-2-Virus, da es einen engen körperlichen Kontakt erfordert. Eine Gefährdung für die Gesundheit der deutschen Bevölkerung wird daher derzeit als gering eingeschätzt. Mit Stand 5.8.2022 sind 2887 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans RKI übermittelt worden.

Es handelt sich hierbei auch nicht um ein neues Virus: In Deutschland sind zwar erstmal im Mai 2022 Fälle von Affenpocken identifiziert worden, das Virus ist aber seit langem bekannt und in einigen tropischen Regionen Afrikas endemisch.

Außerdem gibt es einen zugelassenen Impfstoff und wirksame Therapeutika gegen das Affenpockenvirus. Bezüglich des Krankheitsverlaufes verlaufen die Affenpocken im Gegensatz zu den Menschenpocken (Variola) in der Regel deutlich milder: Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen und auch die Hautveränderungen halten lediglich zwischen zwei und vier Wochen an und heilen ohne Behandlung von selbst ab.

Sind Affenpocken als gefährlich einzuordnen?

Allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Insbesondere Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit zugrunde liegenden Immunschwächen können schwer an den Affenpocken erkranken. Gesundheitspersonal ist aufgrund der längeren Virusexposition auch einem höheren Risiko ausgesetzt. Zu den Komplikationen gehören Hirnentzündung, bakterielle Hautinfektionen, Flüssigkeitsverlust, Bindehaut-, Hornhaut- und Lungenentzündung. In Zentral- und Westafrika haben in den letzten Jahren nach Angaben der WHO etwa 3 – 6 % der gemeldeten Fälle zum Tod geführt.

Insgesamt sind Pocken daher nicht zwangsläufig als gefährlich einzuordnen, die Erkrankung sollte aber durchaus ernstgenommen werden, um bei der Bekämpfung des Virus zu helfen. Die Sorge vor einer neuen Pandemie ist aber sicherlich unbegründet.

Mehr Infos zu den Affenpocken?

Auf unserem Chart finden Sie eine Übersicht zum Affenpockenvirus auf einen Blick.

Hier finden Sie Schulungen rund um das Thema Hygiene, damit Sie sich und Ihr Umfeld optimal vor den Pocken schützen können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • BMBF: Affenpocken in Deutschland: Muss man sich Sorgen machen? Link
  • RKI: Internationaler Affenpocken-Ausbruch: Fallzahlen und Einschätzung der Situation in Deutschland. Link
  • RKI: Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Affenpocken. Link
  • Meduplus Schulung: Hygienekurse

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Pflegenotstand? Interessiert das überhaupt noch Jemanden?

Neben der Sonne und guten Laune bringt der anhaltende Sommer für Deutschland auch sehr viel Chaos mit sich. Hitzewellen, Waldbrände und da war ja auch noch ein Krieg in Osteuropa. Die aktuellen Themen und News-Ticker behandeln momentan leider sehr viel Leid und Schmerz auf der Welt und oft finden nur die wichtigsten Themen Ihren Platz.

Der aktuelle Nachrichten-Trend behandelt z.B. den deutschen Sommerurlauber, der durch Flugausfälle und Streiks nicht in seinen langersehenten Pauschalurlaub fliegen kann. Ist das nicht eine Katastrophe?

Eine sehr überspitze Darstellung das wissen wir. Aber gerne möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es bereits in der Vergangenheit wichtige und essenzielle Themen gab, die derzeit unter den Tisch fallen und liegen gelassen werden, obwohl diese seit Jahren in unserer Gesellschaft bekannt sind und ein Problem darstellen.

In unserem neuesten Beitrag möchten wir uns daher mit der aktuellen Pflegesituation in Deutschland auseinandersetzen und informieren.

Der Pflegenotstand in Deutschland hält an

Der Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigte kürzlich in Magdeburg ein neues Gesetzt an, dass dazu führen soll das Kliniken so viele Pflegekräfte beschäftigen müssen, wie tatsächlich benötigt werden. Kliniken und Krankenhäuser, die diese Vorgaben nicht erfüllen, müssen ab 2025 mit Sanktionen rechnen. Diese wurden bislang aber noch nicht weiter erläutert. Die Pflegesituation bleibt weiter angespannt und nach wie vor streiken z.B. in NRW Pflegekräfte aus sechs Unikliniken seit zehn Wochen für bessere Arbeitsbedingungen.

Die neue Pflegepersonal-Regelung (PPR 2.0)

Die neue Pflegepersonal-Regelung hat zum Ziel, dass das Zeitmanagement für Patienten optimiert und verbessert werden soll. Patienten sollen in die Kategorien Grund- und Spezialpflege eingeteilt werden. Innerhalb dieser Kategorien erhält jede Pflegestufe eine festgelegte Pflegezeit (in Minuten), wie lange für die Pflege benötigt wird.

Kann das überhaupt funktionieren? Jeder Patient ist individuell, eine festgelegte Pflegezeit pro Patient halten wir für schwierig.

Der Zeitwert der sich aus der Summe pro Patient ergibt, der noch weitere Faktoren berücksichtigen soll (“Grund- und Fallwerte”) soll im weiteren Prozess für den Bedarf des Pflegepersonals genutzt werden. Der offiziell festgelegte Bedarf an Pflegezeit pro Patient soll demnach um 8,1 Prozent steigen. Die Erprobungsphase der neuen Regelung soll ab dem 1. Januar 2023 starten.

Zeit für Fortbildung in der Pflege weiterhin ein Wunschtraum?

Gerade in der Pflege ist aufgrund des anhaltenden Personalmangels Zeit ein knappes Gut. Die Zeit zur Fortbildung fehlt in den meisten Fällen komplett oder wird viel zu knapp bemessen. Daher versuchen wir unsere Kurse effektiv und zielgerichtet umzusetzen. Für Pflegende im ambulanten oder stationären Sektor haben wir deshalb ein neues Pflegepaket entwickelt, mit dem sich das Pflegepersonal individuell und ohne Zeitdruck weiterbilden kann: Smartes Wissen für die Pflege vereint eine kompaktes Kurspaket mit optionalen Microlearnings, dass jederzeit und von überall verfügbar ist:

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Welt-Hepatitis-Tag 2022: Hepatitis kann nicht warten

Heute, am 28. Juli 2022, findet der Welt-Hepatitis-Tag statt, der zur Diagnose bislang unentdeckter Infektionsfälle beitragen soll, denn unbehandelt können diese Infektionen zu Zirrhose und Leberkrebs führen.

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“

Unter dem Motto „Hepatitis kann nicht warten“ erinnert der heutige Tage daran, dass man eine Infektion nicht über mehrere Jahre ignorieren und aufschieben sollte. Der Tag soll vor allem dazu dienen, die hohe Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen mit den Hepatitis-Viren zu verringern. Neuinfektionen können somit eingeschränkt werden und Betroffenen kann eine möglichst frühzeitige Behandlung angeboten werden, die sie vor Spätfolgen bewahrt.

Hepatitis- eine der tödlichsten Infektionskrankheiten

Abhängig vom Virustyp rufen Hepatitis-Viren unterschiedlich schwere Leberentzündungen hervor, die spontan ausheilen oder chronische Verläufe mit schweren Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs nehmen können.

Wer heute an Hepatitis B oder C stirbt, hat sich meist vor vielen Jahren infiziert und wurde nicht rechtzeitig behandelt. Schätzungen der WHO zufolge sterben jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an den Folgen einer solchen Infektion.

In Frühjahr diesen Jahres registrierten die europäischen Gesundheitsbehörden bei Kindern eine Häufung von akuter Hepatitis. Bis Ende Juni stieg die Zahl auf 473, die meisten Fälle traten dabei in Großbritannien auf. Bisher ist noch unklar wie dieser außergewöhnliche Peak zu erklären ist.

Lassen Sie sich testen und/oder impfen!

Ein kostenfreier Test auf Hepatitis B und C ist seit dem 1. Oktober 2021 für alle Bundesbürger ab 35 Jahren verfügbar. Dies ist in der Hausarztpraxis im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung möglich. Auch eine Impfung schützt wirksam gegen Hepatitis A und B und indirekt auch vor einer Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus, da diese nur gleichzeitig mit Hepatitis B auftreten kann.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WELT-HEPATITIS-TAG Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link
  • Meduplus Blog: Welt-Hepatitis-Tag – „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ Link
  • DocCheck: Hepatitis-Rätsel: Wir haben eine heiße Spur Link

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Leistungsansprüche für Pflegebedürftige bleiben oft ungenutzt

Die Leistungsansprüche werden oftmals nicht wahrgenommen. So heißt es in einem Bericht der Tagesschau. Pflegebedürftigen Personen stehe eine Reihe an Leistungen zur Verfügung, jedoch wären die Zugangsvoraussetzung teilweise absurd und unangebracht.

Jährlich verfallen Leistungsansprüche im Wert von mindestens 12 Milliarden Euro. Dies besagt das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Für diese Untersuchung haben Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück errechnet, dass zwischen 62 und 93 Prozent der Pflegeleistungen nicht abgerufen werden.

Oft würde beispielsweise die Kurzzeitpflege nicht beantragt. Auch werden Leistungen nicht in Anspruch genommen, wenn Pflegende ausfallen und vertreten werden können. In 70 Prozent der Fälle würde die Verhinderungspflege nicht genutzt werden.

Die Beantragung hat offenbar ihre Hürden. Der Prozess wird vom VdK-Präsidentin als „teilweise absurd und unangebracht“ bezeichnet. Hier könnten einige Leistungen in einem Budget zusammengefasst und den Pflegebedürftigen unkompliziert zugänglich gemacht werden.

Laut Claudia Moll, der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, müsste ein flexibel einsetzbares Entlastungsbudget zeitnah kommen. Kurzzeit – und Verhinderungspflege müsse schnell umgesetzt werden.

Leider stehe dem zusätzlich ein Personalmangen entgegen. Es brauche einen Rechtsanspruch der Pflegebedürftigen gegenüber den Pflegekassen, damit Sachleistungen einklagbar wären.

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Quelle

https://www.tagesschau.de/inland/vdk-pflegeansprueche-101.html

 

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Hitzschlag vermeiden – So kommen Sie gut durch heiße Sommertage

Der Sommer in Deutschland kann heiß und anstrengend für Körper und Kopf werden. Im Arbeitsalltag kann sich das durch eine geringere Leistungsfähigkeit, ein Unwohlsein oder instabilen Kreislauf bemerkbar machen. Viele Menschen kennen die Symptome und sind damit nicht allein, deshalb ist es umso wichtiger der Hitze effektiv entgegenzuwirken.

Mit den folgenden Tipps und Maßnahmen können Sie der Hitzebelastung vorbeugen und sich schützen. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Empfehlung für uns sinnvoll ist. Jede Person muss alleine entscheiden, welche Maßnahmen helfen und umsetzbar sind.

Was tun bei Hitze?

Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßte Tees. Grundsätzlich sollten Erwachsene mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei großer Hitze empfiehlt sich die doppelte bis dreifache Menge.

Die wichtigsten Empfehlung im Überblick:

  • Passen Sie Ihre Aufgaben und den Arbeitsalltag in die Hitze an. Wenn möglich, verlegen Sie körperliche Arbeiten und Aktivitäten in kühlere Morgen- oder Abendstunden.
  • Sollten Sie im Homeoffice arbeiten: Versuchen Sie Ihre Wohnung und sich selbst kühl zu halten. Schließen Sie bei Bedarf Vorhänge und Jalousien in der Mittagszeit.
  • Schützen Sie sich mit ausreichend Sonnencreme im Freien.
  • Achten Sie auf Ihr Umfeld und vor allem auf Kinder und ältere Menschen, die ggfs. Hilfe brauchen.
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? Falls ja, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ärztin über die Hitzeverträglichkeit und beachten Sie insbesondere die Aufbewahrungshinweise Ihrer Medikamente, die Sie in der Packungsbeilage finden.

“stay cool” auch im Alter

Gerade für ältere Menschen ab 65 Jahren können Hitzewellen besonders anstrengend und gefährlich werden. Schwitzen Sie noch? Sollte dies nicht der Fall sein, kann es sein, dass Sie nicht genug getrunken haben und dem Körper die Flüssigkeit dazu fehlt. Schwitzen ist wichtig für uns, denn es dient der Abkühlung des Körpers.

Besonders ältere Menschen neigen dazu, weniger zu trinken oder es komplett zu vergessen. Folge ist die Dehydrierung und Überhitzung. Daher empfehlen wir auch hier wieder, trinken Sie ausreichend Flüssigkeit.

Auch Kinder und Babys müssen vor Hitzewellen geschützt werden

Babys und Kinder haben besonders empfindliche Haut, die geschützt werden muss. Sonnencreme schützt zwar die Haut, aber das ist nicht ausreichend. Hohe Temperaturen und extreme Hitze können sehr gefährlich für den Körper unseres Nachwuchses werden, da die Schweißproduktion bei Kindern geringer, die Stoffwechselrate aber höher ist, als bei Erwachsenen.

Daraus folgt, dass Babys und Kinder schneller von Hitzebeschwerden betroffen sein können, schneller dehydrieren und einen Hitzschlag bekommen können. Fieber und Hitzepickel können ebenfalls als Symptome ein Warnhinweis für eine Überhitzung des Kindes sein.

Daher verweisen wir auch hier wieder an unsere Übersicht im oberen Abschnitt des Blogbeitrags zu den wichtigsten Empfehlung für heiße Sommertage.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • Achten Sie auf Hilfsbedürftige und helfen Sie!
  • Rufen Sie den Notruf 112.
  • Bringen Sie Hilfsbedürftige Personen in den Schatten.
  • Lockern Sie Kleidung, bieten Sie etwas zu trinken an.

Kennen Sie schon unseren Kurs zum Thema Basic Life Support, Notfallmanagement & Erste Hilfe? Klicken Sie hier für weitere Informationen.

Quellen & Literatur

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Wird sich der Pflegenotstand künftig noch verschlimmern?

Pflege ist ein knappes Gut. Dies hat sich spätestens seit Corona herumgesprochen. Nun kommt allerdings noch die Generation der „Babyboomer“ in Spiel.

Lt. einer Pflegestudie, präsentiert durch die opta data Zukunfts-Stiftung, werde das Pflegerisiko dieser Generation eine bedeutsame Steigerung erfahren und in den Jahrzehnten nach 2030 eine Überfüllung in den Pflegeeinrichtungen zu verzeichnen sein. Ebenfalls ist der Studie zu entnehmen, dass sich Personen dieser Generation ungern mit dem Thema der Altenpflege auseinandersetzen möchten. 79% der Befragten sehen die Pflege in staatlicher Verantwortung, was Organisation und Kostenübernahmen beträfe. Ein Großteil plane die eigene Pflege nicht.

Nachzulesen ist dies unter anderem in der aktuellen Pflegestudie, präsentiert durch die opta data Zukunfts-Stiftung, mit dem Titel – „Babyboomer-Generation läuft blind in die Pflege-Katastrophe“.

Definition der Generation Babyboomer

In Deutschland werden die Jahrgänge der von 1955 bis 1969 Geborenen als Babyboomer bezeichnet. Diese Zeit wird von Statistikern als geburtenstarke Jahrgänge angesehen.

Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich

Auch die WELT beschreibt das Problem des steigenden Personalbedarfs in der Pflege, nicht zuletzt aufgrund der immer älter werdenden Generation der Babyboomer.
Lt. dem Artikel werde sich durch das Ausscheiden dieser Jahrgänge aus dem Arbeitsmarkt die Situation noch verschärfen. Ein beachtlicher Teil dieser Generation sei derzeit in der Pflege tätig. Im Jahr 2019 waren fast 30 Prozent der Beschäftigten in der Pflege 55 Jahre oder älter.

Sorgen Sie für Ihre Pflege vor?

Quelle:

https://www.optadata-gruppe.de/news/presse-und-news/pressedetail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=105&cHash=cf8495b4e5e523bc1d7d98896dc2ed11

https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article238665557/Personalbedarf-in-Pflege-steigt-Auch-wegen-der-Babyboomer.html

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Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) – Individuelle Ernährung zur Bekämpfung hilfreich?

Clostridium difficile ist ein Bakterium, das sich sowohl in der Umwelt als auch im Darm gesunder Menschen und Tiere befindet. Durch eine längere Einnahme von Antibiotika kann die gewohnte Darmflora jedoch so verändert bzw. gestört werden, dass eine Infektion mit dem Bakterium auch in einer Durchfallerkrankung, der Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD), enden kann. Eine Infektion mit CDAD kann durch mehrere Möglichkeiten bekämpft werden. Ein angepasster Ernährungsplan könnte dabei hilfreich sein.

Experiment: CDAD mit individuellem Ernährungsplan bekämpfen

In der Vergangenheit haben Laborexperimenten gezeigt, dass sich das Krankenhauskeim möglicher durch eine kohlenhydratreiche Ernährung, die gleichermaßen fett- und proteinarm ist, eindämmen lässt.

Ein Forscherteam aus den USA hatte einen Tierversuch  unternommen und Mäuse einer Antibiose ausgesetzt, was in der medizinischen Umgangssprache als Behandlung von Patienten mit Antibiotika bezeichnet wird. Im Anschluss an die Antibiose wurden den Mäusen ein hypervirulenten Stamm von C. difficile verabreicht.

Im weiteren Verlauf des Experiments wurden die Mäuse mit drei unterschiedliche Speiseplänen ernährt. Alle Tiere die fett- und proteinreich gefüttert wurden, erlagen der Infektion. Eine zweite Gruppe mit fettreicher, aber proteinarmer Fütterung überlebte zum Teil. Das beste Ergebnis die Versuchsgruppe unter kohlenhydratreicher Ernährung. In letztem Versuch überstanden alle Mäuse die Clostridioides-Infektionen ohne größere Probleme.

“gute” Bakterien unterstützen

Als Ergebnis ließ sich festhalten, dass das verabreichte Antibiotikum, die Mikroben im Darm, die mit dem “schlechten” krankmachenden Bakterien, rivalisieren. So wird der Weg für schwerwiegende Infektionen frei gemacht. In diesem Vorgang sollen vor allem fett- und proteinreiche Nahrung den Prozess verstärken, hingegen kohlenhydratreiche Ernährung schützend wirkt und das trotz des Umstandes, dass das Tierfutter viele verarbeitete Kohlenhydrate und nur wenig Ballaststoffe enthielt.

Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) – Medikamentöse Therapie als weitere Maßnahme

Das RKI berichtet in seinem Ratgeber zum Clostridium difficile, dass auch eine medikamentöse Therapie als Maßnahme eingesetzt werden kann. Bei 15–23% der Patienten mit symptomatischer CDI (Clostridium difficile Infektion) führt bereits das Beenden der Antibiotikatherapie (wenn aus klinischer Sicht vertretbar) zum Sistieren des Durchfalls innerhalb von 2–3 Tagen.

Eine antibiotische Behandlung von CDI sollte erfolgen bei:

  • schweren oder fortbestehenden Symptomen,
  • älteren und/oder Patienten mit Grundleiden oder
  • Situationen, in denen die aktuelle Antibiotikabehandlung fortgesetzt werden muss.

Ist Ihr Personal ausreichend geschult?

Im Krankenhaus gilt es, zusätzlich zur Einhaltung der Basishygiene-Maßnahmen spezielle Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um die Weiterverbreitung vermeiden zu können. In unserem Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei CDAD-Patienten und zum Selbstschutz des Personals.

Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar ist zum Beispiel auch unser kostenloses Microlearning:

 MICROLEARNING: CDAD 

Quellen & Literatur

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Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) – was ist das?

Clostridium difficile ist ein Bakterium, das sich sowohl in der Umwelt als auch im Darm gesunder Menschen und Tiere befindet. Durch eine längere Einnahme von Antibiotika kann die gewohnte Darmflora jedoch so verändert bzw. gestört werden, dass eine Infektion mit dem Bakterium auch in einer Durchfallerkrankung, der Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD), enden kann.

Risikogruppen

Etwa 3 % der gesunden Erwachsenen und bis zu 7 % der Krankenhauspatienten sind Träger von Clostridium difficile ohne entsprechende Symptome. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für die CDAD zählen eine vorausgegangene Antibiotikabehandlung, ein hohes Lebensalter sowie ein langer Krankenhausaufenthalt. Weitere Risikofaktoren für das Auftreten einer CDAD sind internistische Grundkrankheiten, Eingriffe oder Medikamente.

Übertragungsweg

CDAD ist hochansteckend: Als Sporenbildner ist Clostridium difficile sehr umweltresistent. Die Sporen sind gegen Austrocknung, Hitze und Desinfektionsmittel resistent und spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung. Gerade die Tatsache, dass die Sporen durch routinemäßig verwendete Desinfektionsmittel nicht sicher inaktiviert werden, stellt die Krankenhaushygiene vor große Herausforderungen.

Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) – Was tun?

Die wichtigsten Maßnahmen bei einem Ausbruch der CDAD haben wir hier aufgelistet:

  • Den betreffenden Patienten möglichst in einem separatem Raum unterbringen
  • Aufklärung über die Notwendigkeit der gründlichen Händewaschung
  • Kontakt zu Besuchern nur nach Beratung
  • Umgebungs-, Fußboden- und Schlussdesinfektion
  • Durchführung einer Ausbruchsuntersuchung siehe: Epidemiologischen Bulletin vom 5. April 2018 (Robert Koch-Institut)

Neue Forschungsansätze untersuchten, inwiefern es möglich ist, die verursachenden Keime anders als mit weiteren Antibiotika abzutöten. Hoffnung machen hierbei die sogenannten Firmicutes-Bakterien. Sie können die Zusammensetzung und die Konzentration von Gallensäuren steuern und somit dazu beitragen, dass die Sporen nicht mehr auskeimen, denn Sporen können sich nur dann entwickeln, wenn bestimmte Wachstumsfaktoren in der Darmflora vorhanden sind.

Ist Ihr Personal ausreichend geschult?

Im Krankenhaus gilt es, zusätzlich zur Einhaltung der Basishygiene-Maßnahmen spezielle Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um die Weiterverbreitung vermeiden zu können. In unserem Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte und MFA geben wir wertvolle Informationen zum Verhalten bei CDAD-Patienten und zum Selbstschutz des Personals.

Verständlich aufbereitet, schnell zu lesen und sofort verfügbar ist zum Beispiel auch unser kostenloses Microlearning:

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Quellen & Literatur

  • Meduplus Microlearning: CDAD. Link
  • Bundesgesundheitsblatt 2019; 62: 906-923: Link
  • Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) (2017). Deutsche nationale Punkt-Prävalenzerhebungzu nosokomialen Infektionen und Antibiotika-Anwendung 2016. Abschlussbericht. Zugegriffen: 05. Juli 2022: Link
  • CDIFFNET − Machbarkeitsstudie zur Untersuchung der geographischen Verbreitung hypervirulenter Clostridioides difficile-Stämme in Krankenhäusern am Beispiel Berlin-Brandenburg: Link
  • Neue Bakterien-Therapie hilft gegen einen gefährlichen Krankheitserreger im Darm: Link

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Das neue Pflegebonusgesetz

Borreliose

Kürzlich wurde das Pflegebonusgesetz vom Bundestag verabschiedet. Im Bereich der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden je 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Auch soll das Gesetz weitere Regelungen zur Zahlung in der Pflege ab dem 01. September enthalten.

Die Beschlüsse in Kürze

• Empfangsberechtigt sind Krankenhäuser, die im Jahr 2021 mehr als zehn mit dem Coronavirus infizierte Patientinnen und Patienten behandelten, die mehr als 48 Stunden beatmet wurden.

• Die Krankenhäuser geben den Bonus an die Pflegekräfte weiter, die in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettengeführten Stationen min. 185 Tage im Jahr 2021 im Krankenhaus beschäftig waren. Die Prämienhöhe für Intensivpflegekräfte soll um das 1,5-fach höher liegen als für Pflegekräfte auf bettengeführten Stationen.

• Der höchste Bonus liegt bei 550 Euro. Bis zu 370 Euro bekommen Beschäftigte, die für zugelassene Pflegeeinrichtungen in der Altenpflege arbeiten und die mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit gemeinsam mit Pflegebedürftigen tagesstrukturierend, betreuend oder pflegend tätig sind.

• Ebenfalls erhalten einen Bonus: Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, HelferInnen im freiwilligen sozialen Jahr sowie LeiharbeitnehmerInnen und MitarbeiterInnen von Servicegesellschaften in der Alten- bzw. Langzeitpflege.

• Zusätzlich enthält das Gesetz Regelungen zur Zahlung nach Tarif in Pflege ab dem 01.09.22.

Wie stehen Sie zu dem neuen Gesetz?
Ein Schritt in die richtige Richtung oder ein falsches Signal?

Quelle

https://www.altenheim.net/artikel/2022/05/20_pflegebonusgesetz_bt

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14. Juni : Weltblutspendetag / World Blood Donor Day

Blutspende

Am 14. Juni, am Geburtstag von Karl Landsteiner (1868–1943), dem Entdecker der Blutgruppen, ist der Weltblutspendetag bzw. World Blood Donor Day. Internationaler Akteur ist die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Jedes Jahr, seit 2012 (in Deutschland seit 2015) steht der Tag unter einem anderen Motto.

Motto 2022: Blutspenden ist ein Akt der Solidarität. Machen Sie mit und retten Sie Leben.

Als Blutspende wird die freiwillige Abgabe einer gewissen Menge Blut bezeichnet. In der Regel beläuft sich diese auf einen halben Liter. Bevor es allerdings dazu kommt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Diese werden im sogenannten Anamneseblatt abgefragt. Dabei sind Alter, Gewicht und der Gesundheitszustand die entscheidenden Kriterien, ob eine Person als Blutspender in Frage kommt oder nicht. So muss der Spender vor der ersten Spende mindestens 18 Jahre alt sein, nicht weniger als 50 kg wiegen und darf das Alter von 68 Jahren nicht überschritten haben.

Täglich werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt. Die sechs DRK-Blutspendedienste in Deutschland sorgen für eine sichere und gesicherte Versorgung mit Blut sowie Blutpräparaten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Wofür werden Blutspenden benötigt?

Fast 20 % Blutspenden werden zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Die Patienten mit Herzerkrankungen, Magen- und Darmkrankheiten sind oft langfristig auf Bluttransfusionen angewiesen. Menschen, die Sport- und Verkehrsunfälle erlitten, sind ebenfalls auf Blutspenden angewiesen. Oft werden bei solchen Behandlungen bis zu zehn Transfusionen benötigt, in schweren Fällen sind bis zu 100. Einige Empfänger benötigen Vollblutspenden, andere nur einzelne Bestandteile des Blutes, wie Blutplasma oder Thrombozyten.

Der Weg der Blutspende

Damit Ihr Blut einem Patienten helfen kann, ist es ein langer Weg, der nach dem Spendetermin anfängt.

Auf unserem Chart finden Sie eine Übersicht „Der Weg der Blutspende“ auf einen Blick.

 

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Urlaub 2022: Empfehlungen der STIKO zu Reiseimpfungen

Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) den gesetzlichen Auftrag, die Empfehlungen zur Durchführung von Schutz- bzw. Reiseimpfungen in Deutschland zu geben. Neben Standardimpfempfehlungen für die gesamte Bevölkerung oder bestimmte Altersgruppen spricht sie Impfempfehlungen für Menschen mit besonderen Indikationen aus.

Schützen Sie sich mit individuellen Reiseimpfungen vor bestimmten Infektionserkrankungen. Da die Infektionserreger auch nach Deutschland importiert oder ins Reiseland exportiert werden können, liegt ein adäquater Impfschutz von Reisen auch im öffentlichen Interesse.

Empfohlene Standard- und Indikationsimpfungen

Im Rahmen der Impfberatung sollten zunächst die von der STIKO empfohlenen Standard- und Indikationsimpfungen überprüft und ggf. ergänzt bzw. aufgefrischt werden. Die Immunisierungsraten in Deutschland sinken mit steigendem Alter erheblich.

Abbildung: Geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß ausgewählter impfpräventabler Erkrankungen in Ländern mit niedrigerem Einkommen bei nicht-immunen Reisenden

Für jede Reise sind die von der STIKO empfohlenen Standard und Indikationsimpfungen von grundsätzlicher Bedeutung, wenngleich das länderspezifische Infektionsrisiko sehr unterschiedlich sein kann. Dazu zählen unter anderem Impfungen gegen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis
  • Masern
  • Pneumokokken
  • Influenza
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Poliomyelitis

Für den internationalen Reiseverkehr sollte bei der reisemedizinischen Impfberatung  geklärt werden, ob bestimmte Reiseimpfungen vorgeschrieben sind. Einzelne Länder können nach den zuletzt im Jahr 2005 novellierten Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) nach Absprache mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Impfnachweis auf der ersten Doppelseite im Internationalen Impfausweis bei Einreise verlangen.

Wie plane ich den zeitlichen Ablauf meiner Reiseimpfungen?

Spätestens 2 Wochen vor Reisebeginn sollten die Reiseimpfungen bzw. Impfserien abgeschlossen sein, um eine ausreichende Immunität und das Abklingen bzw. die Behandlung etwaiger unerwünschter Arzneimittelwirkungen vor Reiseantritt zu gewährleisten.

Totimpfstoffe können in jedweder Kombination ohne Sicherheitsbedenken am selben Tag gegeben werden. Sollte vor der Abreise genügend Zeit sein, empfiehlt sich – bei Indikation für die Gabe mehrerer Lebendimpfstoffe – diese für nicht am selben Tag, sondern im (Mindest-)Abstand von 4 Wochen zu verabreichen, um ein optimales Impfansprechen zu erhalten. Eine zeitlich getrennte Reiseimpfung hat zu dem den Vorteil, dass bei auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen oder Impfkomplikationen eine Zuordnung zu einem Impfstoff möglich ist. Falls aus Zeitgründen der Abstand nicht eingehalten werden kann, können auch zwei Lebendimpfstoffe am gleichen Tag verabreicht werden. Zu beachten ist dabei, dass die Impfstoffe in verschiedene Gliedmaßen appliziert werden.

Zusätzliche Präventionsmaßnahmen bei Reiseimpfungen

Der Fokus der aktuellen STIKO-Empfehlung liegt auf Impfungen als zentraler Teil einer medizinischen Reiseberatung. Des weiteren sollte man beachten, dass zusätzliche Vorbereitungen unerlässlich sind, z. B. in Bezug auf Sicherheits- und Reisewarnungen. Reisende und die beratenden ÄrztInnen sollten sich über die aktuellen Verhältnisse im Reiseland informieren. Hier empfiehlt sich die Homepage des Auswärtigen Amtes. Dort werden länderspezifische aktuelle Sicherheitshinweise sowie Reisewarnungen genannt (www.auswaertiges-amt. de/de/ReiseUndSicherheit/10.2.8Reisewarnungen). In den Sicherheitshinweisen wird auf besondere Risiken für Reisende aufmerksam gemacht. Sie können auch die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

Quellen und weiterführende Literatur

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Frage des Monats: Wie gefährlich sind die Affenpocken?

Affenpocken sind eine seltene, in der Regel von Tieren übertragene, Viruskrankheit. In West- und Zentralafrika sind sie weit verbreitet. Beim Menschen wurden die Affenpocken erstmals 1970 identifiziert.

Verbreitet werden die Affenpocken eher selten von Mensch zu Mensch. Dieser Übertragungsweg ist nur bei engem Kontakt über Körperflüssigkeiten möglich.
Die Übertragung geschieht nur, wenn es zu Kontakt mit Blut, Gewebe oder den Ausscheidungen infizierter Tiere, vor allem Nagetiere, kommt. Auch beim Umgang mit dem Fleisch der erkrankten Tiere besteht Ansteckungsgefahr.

Symptome

Die Inkubationszeit für Affenpocken beträgt zwischen 7 und 21 Tagen. In der Regel treten im Anschluss Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen auf. Auch extreme Erschöpfung ist möglich. Die Lymphknoten schwellen stark an. Nach 1 bis 3 Tagen nach dem Einsetzen des Fiebers kommt es zu Hautausschlag.

Behandlung

In der Regel klingt die Krankheit von allein ab. Für Menschen, die unter einer Immunschwäche leiden, ist seit 2022 das Medikament „Tecovirimat“ zugelassen.
Wichtig ist das Verhindern einer bakteriellen Superinfektionen.

Prävention

Neben dem Vermeiden zu Kontakt zu potenziell infizierten Tieren, gibt es auch die Möglichkeit einer Schutzimpfung. Aufgrund der Ähnlichkeit der Viren von Affenpocken und den echten Pocken (Variola), konnte hier eine Wirksamkeit der Impfung bereits nachgewiesen werden.

Auf unserem Chart finden Sie eine Übersicht zum Affenpockenvirus auf einen Blick.

 Quellen und weiterführende Literatur

 

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Hygiene medial vermitteln – meduplus als Teilnehmer auf dem 16. DGKH-Jahreskongress 2022

vom 02. – 04. Mai begrüßen wir Sie als meduplus-Team an unserem Stand beim 16. Jahreskongress für Krankenhaushygiene der Deutschen gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. zum Wettbewerb “Hygiene medial vermitteln” im Hotel Berlin Central District.

Veranstaltungsort: Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin

Veranstaltungsort ANzeigen

Augmented Reality als Unterstützung zur Wissensvermittlung

Mit unserer Projektidee zum Thema: Augmented Reality und einer interaktiven Postkarte wollen wir PatientInnen Ängste und Unsicherheiten nehmen, über Risiken aufklären und sie bei der Heranführung an neue Verhaltensweisen in Bezug auf die Händehygiene unterstützen. Die Postkarte „Die fünf Momente der Händedesinfektion für PatientInnen“ richtet sich an PatientInnen und BesucherInnen von Kliniken. Es soll dem medizinischen Laien das korrekte Verhalten bei der Händedesinfektion anschaulich vermittelt werden.

interaktive Postkarte: Die 5 Momente der Händehygiene

Dafür muss einmalig die auf der Karte erwähnte App heruntergeladen werden. Anschließend können PatientInnen bzw. BesucherInnen die Karte mit dem Smartphone scannen.

Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.BakuDigital.Admented&gl=DE

IOS: https://apps.apple.com/de/app/admented/id1229641612

In der App wird dann auf die Karte ein Video projiziert, das dem Patienten die Anstrengungen des Klinikteams zur Vermeidung nosokomialer Infektionen erläutert und die „5 Momente“ für PatientInnen näherbringt. Die Rückseite der Karte kann mit weiteren Informationen, zum Beispiel zum Krankenhaus oder der Abteilung versehen werden. Auch hier können mit dem Augmented Reality Verfahren Erklärvideos, Interviews mit der Geschäftsleitung, dem Pflegedienst oder dem Chefarzt eingespielt werden.

Besuchen Sie uns vor Ort! Gerne präsentieren wir Ihnen unser Konzept zur modernen Wissensvermittlung direkt an unserem Stand und tauschen uns mit Ihnen zu Ihrem Feedback und weiteren Ideen aus.

Alle weiteren Informationen zum Kongress finden Sie hier hier:

Weitere Informationen zum DGKH-Kongress

Hygienefortbildungen mit meduplus

Das Team der Krankenhaushygiene soll durch E-Learning und Blended Learning (Kombination aus E-Learning und klassischen Präsenzschulungen) bei seinen Aufgaben wirkungsvoll unterstützt und entlastet werden. Mit unserer Karte sollen PatientInnen und BesucherInnen während ihres Aufenthaltes in die Prävention nosokomialer Infektionen eingebunden werden.

Diese Einbindung trägt auch zum Abbau von Ängsten und Sorgen bei, mit denen viele PatientInnen ins Krankenhaus kommen. Sie merken, dass sie auch selbst etwas zum Gelingen ihres Aufenthalts beitragen können. Das schafft Vertrauen und erhöht die Compliance.

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Brände bekämpfen – Feuerlöscher richtig einsetzen

Ein Brand im Betrieb? Jetzt ist schnelles und richtiges Handeln gefragt, um im Ernstfall Leben retten zu können. Wie man sich bei Bränden und Feuer zu verhalten hat, insbesondere wie der Feuerlöscher richtig eingesetzt wird, darüber soll der heutige Blogbeitrag aufklären.

Der richtige Umgang mit dem Feuerlöscher

Wenn im Betrieb ein Feuer oder ein Brand entsteht, müssen Beschäftigte sofort wissen, was zu tun ist. Daher sollten Betriebe ihre Beschäftigten im Vorfeld aufklären und informieren. Beispielsweise ist es ratsam mit ihnen die Fluchtwege und die Notausgänge abzugehen, sowie das Wissen rundum die Sicherheitskennzeichen und den Umgang mit Feuerlöschern aufzufrischen.  Der richtige Umgang mit Feuerlöschern lässt sich durch regelmäßiges Training gut erlernen. Die folgende Grafik gibt einen guten Überblick über den Umgang mit Feuerlöschern:

Diesen und weitere Aushänge finden Sie zum Download unter: aug.dguv.de

Fachleute der freiwilligen Feuerwehr bieten Betrieben häufig Beratung und Unterstützung an. Am Wichtigsten ist jedoch, dass sich Personen bei einem Feuer nicht selbst in Gefahr bringen. Insbesondere wenn sich das Feuer schnell ausbreitet bzw. sich starker Rauch entwickelt, sollten Löschversuche jeglicher Art unterlassen und das Gebäude sofort geräumt werden.

Quellen & Weitere Informationen

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COVID-19: 5 Tipps für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Betrieb

Laut einer Untersuchung der Felix Burda-Stiftung zahlt sich jeder Euro, den ein Unternehmen in die betriebliche Gesundheitsprävention investiert, aus. Dieser Blogbeitrag hilft Ihnen dabei den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Betrieb sicherzustellen, indem er erklärt, wie Sie das Infektionsrisiko trotz sprunghaft steigender Fallzahlen auf ein Minimum beschränken können. 

Verlängerung und Anpassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung

Der Basisschutz vor Ansteckung bei der Arbeit ist weiterhin notwendig, daher wurde die Corona-Arbeitsschutzverordnung angepasst. Die Änderungen sind am 20. März 2022 in Kraft getreten und gelten bis einschließlich 25. Mai 2022. Bundesminister Hubertus Heil erklärt dazu:

“Wir haben den Höhepunkt der fünften Welle noch nicht hinter uns und auch danach wird das Ansteckungsrisiko nur langsam abklingen. Die Betriebe und ihre Beschäftigten müssen daher für eine Übergangszeit noch Basisschutzmaßnahmen ergreifen, um Ansteckungen bei der Arbeit zu verhindern. (…) Wir alle müssen besonnen und verantwortlich handeln.”

5 Tipps gegen SARS-CoV-2-Infektionen für Arbeits- und Gesundheitsschutz

1.  Einhaltung der AHA+L Regeln 

Achten Sie darauf, dass die AHA+L Regeln eingehalten werden. Insbesondere Abstand halten, Maske tragen und regelmäßiges Lüften haben sich bewährt.

2.  Verminderung betrieblicher Personenkontakte

Bewährte Arbeitsschutzmaßnahmen, wie beispielsweise Homeoffice werden nicht mehr vorgeschrieben, gelten aber als durchaus sinnvolle Schutzmaßnahme und können den Beschäftigten weiterhin als Möglichkeit angeboten werden.

3.  Regelmäßige Testangebote

Testangebote tragen maßgeblich dazu bei, Infektionen in den Betrieben rechtzeitig zu erkennen.

4.  Individuelle Gefährdungsbeurteilung

Die Betriebe sind von nun an dazu angehalten, eine Gefährdungsbeurteilung in ihren betrieblichen Hygienekonzepten unter Berücksichtigung des örtlichen Infektionsgeschehens sowie der tätigkeitsspezifischen Infektionsgefahren, z.B. räumliche Begebenheiten, festzulegen.

5.  Aufklärung über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und die Impf-Möglichkeiten

Informieren Sie über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und über die Impfung, denn eine Steigerung der Impfquote ist nach wie vor dringend notwendig, um eine erneute Infektionswelle im nächsten Herbst zu vermeiden bzw. sie in ihren Auswirkungen einzugrenzen.

Quellen & Weitere Informationen

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Welttuberkulosetag 2022 zum 140. Jubiläum der Entdeckung des Tuberkulose-Erregers

  • Am 24. März des Jahres 1882 hat Robert Koch verkündet, den Tuberkulose-Erreger entdeckt zu haben. Jährlich wird daher am 24. März der Welttuberkulosetag begangen. Dieses Jahr wird das 140. Jubiläum der Entdeckung des Tuberkulose-Erregers zelebriert. Im Mittelpunkt des diesjährigen Welttuberkulosetages steht die Diagnose und Therapie von Tuberkulose unter Pandemiebedingungen. 

    Welttuberkulosetag 2022 – “Invest to End TB. Save Lives.”

    Die WHO hat sich in ihrer End TB-Strategie das Ziel gesetzt, die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) im Vergleich zu 2015 bis zum Jahr 2035 weltweit um 90% und die Zahl der TB-Todesfälle um 95% zu senken. Die Erreichung dieser Ziele ist durch die anhaltende COVID-19-Pandemie stark gefährdet. 

    Seit Beginn der COVID-19-Pandemie :

    • deutlich verringerte Fallfindungsraten
    • gravierende Einschränkungen bei der Behandlung der Tuberkulose
    • erstmals seit 10 Jahren gestiegene tuberkulosebedingte Todesfälle (Anstieg von 1,4 Millionen im Jahr 2019 auf 1,5 Millionen im Jahr 2020)

    Für das Jahr 2020 wird angenommen, dass etwa 10 Millionen Menschen weltweit eine Tuberkulose entwickelten. Registriert werden konnten jedoch nur 5,8 Millionen Neuerkrankungen, etwa 18 % weniger als im Jahr zuvor.

    End TB-Strategie – Wie sieht es in Deutschland aus?

    Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 3.896 Tuberkuloseneuerkrankungen gemeldet, 6 % weniger als im Jahr 2020. Die Inzidenz betrug 4,7 pro 100.000 Einwohner. Damit setzt sich der zu beobachtende Trend abnehmender Fallzahlen auch im 5. Jahr weiter fort. In Deutschland unterliegt die Tuberkulosekontrolle einem hohen Qualitätsstandard.

    Ein wichtiger Meilenstein zur Erhaltung dieses Standards ist die Überarbeitung der S2k-Leitlinie Tuberkulose im Erwachsenenalter, die in Kürze publiziert werden soll. 

    Die Tuberkulosekontrolle in Deutschland fand 2021 generell unter erschwerten Pandemiebedingungen statt. Dennoch haben die inländischen Strukturen in diesem Bereich bislang gut funktioniert. Damit es auch so bleibt und der Infektionsschutz auch in Zukunft für die alltäglichen und zusätzlichen Anforderungen gerüstet ist, liegt das Hauptaugenmerk auf der Umsetzung der landesweiten Digitalisierung zur verbesserten Datenübertragung. 

    Darüber hinaus spielt in den Einrichtungen gut ausgebildetes und geschultes Personal die Schlüsselrolle zur Erreichung der gesetzten End-TB-Ziele.

    Kostenfreier Smart Learning® Kurs zur Tuberkulose von meduplus 

    Damit wir gemeinsam dem Ziel der Tuberkulose-Eliminierung näher kommen, ist der Wissensstand jedes Einzelnen entscheidend. Das Erkennen von Verdachtsfällen und die Einleitung adäquater Hygienemaßnahmen sind ebenso entscheidend wie die Berücksichtigung der Meldepflichten.

    Daher schenken wir unseren Stammkunden und Interessenten zum heutigen Welttuberkulosetag einen Kurs zum Auffrischen Ihres Wissens zum Thema Tuberkulose. 

    Lernen Sie alles Wichtige zum Umgang mit TB-Patienten in nur 10 min.:

    • Risikogruppen und Screening
    • Diagnostik bei Verdacht auf Tuberkulose
    • Hygienemassnahmen bei Tbc-Patienten
    • Isolation und Aufhebung von Isolationsmaßnahmen
    • Persönliche Schutzausrüstung

    Das Microlearning zur Tuberkulose können Sie hier kostenfrei buchen:

     GESCHENK: MICROLEARNING TUBERKULOSE 

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen viel Erfolg mit diesem Kurs.  

    Quellen & Weitere Informationen

    • World Health Organization: World Tuberculosis Day 2022 Link
    • Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Instituts 11/2022 vom 17.03.2022 Link

    Immer auf dem aktuellen Stand der Hygiene

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Hygienetipp des Monats

In unserem neuesten Blogbeitrag möchten wir unsere Kunden darauf aufmerksam, welche Hygienetipps beim Einsatz von Smartphone- und Touchscreen-Geräten berücksichtigt werden sollten. 
 
Smartphones und elektronische Geräte mit Touchscreen sind schon lange ein Bestandteil unseres täglichen Bedarfs. Wir schreiben Nachrichten, erstellen Notizen oder telefonieren mit Kollegen, Freunden und der Familie. Bei der Nutzung von elektronischen Geräten, stellen ihre Oberflächen einen Zugangspunkt für mögliche Krankheitserreger und Viren da. Eine Reinigung und Desinfektion sollte daher in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Hygienetipps zur Reinigung von Smartphones und Touchscreens

Für Smartphones und Touchscreens empfiehlt sich die Reinigung mit einem weichen und fusselfreien Mikrofasertuch, dass bei Bedarf leicht angefeuchtet werden kann. Wir empfehlen, dass Gerät vor der Reinigung abzuschalten und den Kontakt offener Schnittstellen mit Feuchtigkeit zu vermeiden. Oftmals informieren Smartphone-Anbieter wie Apple oder Samsung über Ihre Internetseiten selbst über die richtige Reinigung.

Die tägliche Reinigung von Smartphones und Touchscreens im privaten oder beruflichen Alltag sollten zum Ziel werden.

gentechnisch veränderte Viren

Hygienemaßnahmen bei der Reinigung von Medizinprodukten

Technische Geräte, die als Medizinprodukt gelten, müssen in Ihrer Gebrauchsanweisung Angaben zur Art und Häufigkeit der Instandhaltungs­maßnahmen angeben. Die Reinigung sollte im Hygieneplan berücksichtigt werden. Generell empfiehlt sich:

  • Risikobewertung: inwieweit können Oberflächen (z.B. Tastaturen) und Touchscreens im täglichen Bedarf für die Weiterverbreitung Erregern verantwortlich sein
  • Desinfektionsmittel: Suche von geeigneten Produkten zur Reinigung unter Berücksichtigung der Herstellerangaben 
  • Zeitplanung: Umfang von Reinigungs- und Desinfektions­maßnahmen im Hygieneplan festhalten

Die allgemeinen Maßnahmen zur sachgerechte Umsetzung der Infektionsprävention sollte durch die Leitung der jeweiligen Einrichtungen, bzw. des von diesen damit beauftragten Hygienefachpersonals, sowie dem ärztlichen- und Pflegepersonal eingehalten werden.

Quellen & Weitere Informationen

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4 Faktoren für eine gute Teamführung im Praxisalltag

Hinter einer idealen Teamführung im Praxisalltag steckt mehr als nur die Verteilung von Aufgaben, Lob und negativer Kritik. Es ist erforderlich das Potential und die Fähigkeiten des Einzelnen zu erkennen und zu fördern. Auch die Zusammenarbeit und der Austausch von Wissen, macht ein erfolgreiches Team aus. Dies kommt letzten Endes auch Ihren PatientInnen zugute.

Wie aber funktioniert eine gelungene Zusammenarbeit und faire Teamführung?


1. Seien Sie ein Vorbild

Gute Teamführung braucht Klarheit und Souveränität. Geben Sie Ihrem Team das Gefühl, dass Fragen und Austausch willkommen sind. Versuchen Sie auch in Stresssituationen Ruhe zu bewahren und fair zu bleiben.

  • Nehmen Sie sich Zeit für Selbstreflektion.
  • Bleiben Sie objektiv und gelassen.
  • Vermeiden Sie Kränkungen.
  • Achten Sie auf wertschätzende Kommunikation.


2. Einer für alle, alle für einen

Stärken Sie das Wir-Gefühl. Als Team zu agieren und erfolgreich zu sein, stärkt das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen. So beugen Sie auch Alleingängen vor.  Wenn alle an einem Strang ziehen, erhöht dies die Arbeitseffizienz und nutzt Ihren PatientInnen.

  • Heben Sie die Gemeinschaftsleistung hervor.
  • Bieten Sie Unterstützung an.
  • Organisieren Sie gemeinsame Schulungen.


3. Das Potential des Einzelnen erkennen und fördern

Wir sind alle individuell und unterschiedlich. Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Fähigkeiten. Die Stärken des Einzelnen zu fördern ist wichtig und dient immer dem Allgemeinwohl der Praxis.

Es wird schwierig, wenn Sie von einem introvertierten Mitarbeiter verlangen, vor den Patienten einen Vortrag zu halten. Vielleicht kann dieser an andere Stelle einen Mehrwert für die Praxis erzielen. Schauen Sie auf den jeweiligen Menschen, fördern und ermutigen Sie ihn seine Fähigkeiten zu entfalten. Davon kann am Ende das ganze Team profitieren.


4. Halten Sie regelmäßig ein produktives Meeting ab

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg. Legen Sie dieses Ziel fest, auch gemeinsam mit Ihrem Team, beziehen Sie alle Mitglieder ein. Wenn wir ziellos umherlaufen, werden wir nicht ankommen. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie dies Ziel erreichen, was dafür erforderlich ist und wer Teilaufgaben und Verantwortungen übernehmen kann. 

    • Planen Sie einen festen Termin ein.
    • Überlegen Sie vorher, was Sie in dem Meeting erreichen möchten.
    • Halten Sie den Zeitplan ein und bleiben Sie bei der Sache.
    • Sprechen Sie auch über bereits erreichte Ziele, was gut lief und was man gemeinsam verbessern kann.

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8. März: Internationaler Frauentag 2022

Zum internationalen Frauentag möchten wir in unserem neuen Blogbeitrag die erste promovierte Ärztin Deutschlands und Pionierin des Frauenstudiums vorstellen: Dorothea Christiane Erxleben.

Wer war Dorothea Christiane Erxleben?

Dorothea Christiane Erxleben wurde als Tochter eines Arztes in Aschersleben am 13. November 1715 in Quedlinburg geboren. Schon als Kind zeigte sie außergewöhnliche geistige Fähigkeiten und starkes Interesse an naturwissenschaftlichen Themen. Mithilfe von Privatunterricht Ihrer Familie erlangte Dorothea Christiane Erxleben bereits in frühen Jugendtagen erstes medizinisches Wissen. 

Obwohl der Bundesrat erst am 20. April 1899, Frauen offiziell für die Universitätsfächer Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie zuließ, kümmerte sich Dorothea bereits im Alter von 16 Jahren um die ersten Patienten Ihres Vaters. Ihr Bruder musste durch seine Einberufung zum Militär die Familie frühzeitig verlassen. Der Zugang zu einer Universität ohne Ihren Bruder war damit nicht mehr möglich.

Im Alter von 26 Jahren wandte sich Dorothea Christiane Erxleben an Friedrich den Großen um schließlich doch noch zur Promotion an der Universität Halle zugelassen zu werden. Am 6. Mai 1754 legte Sie das Promotionsexamen mit Ihrer DisserationAcademische Abhandlung von der gar zu geschwinden und angenehmen, aber deswegen öfters unsichern Heilung der Krankheiten erfolgreich ab. Professor Johann Juncker erklärte Dorothea Christiane Erxleben feierlich am 12. Juni 1754 zum “Doktor der Arzeneygelahrtheit“.

Während Ihrer Promotion hatte Dorothea Christiane Erxleben bereits die Praxis Ihres mittlerweile verstorbenen Vaters übernommen. In dieser behandelte sie neben Ihrem Familienleben, weiterhin Patientin, bis Sie am 13. Juni, 1762 an den Folgen von Brustkrebs starb. 
 
Seit 1924 gibt es den Deutscher Ärztinnenbund e.V.. Der Verein begleitet unter anderem den Start und Karrieren junger Ärztinnen und fördert diese auf wissenschaftlichem Gebieten.

Quellen und weiterführende Literatur

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Frage des Monats: Was ist eine Pflegeversicherung?

Die soziale Pflegeversicherung wurde 1995 eingeführt, um das kostspielige Pflegerisiko der Bevölkerung besser abzusichern als zuvor. 

Die Pflegeversicherung ist im Gegensatz zur Krankenversicherung als Teilleistung konzipiert: Sie soll die familiäre, nachbarschaftliche oder sonstige ehrenamtliche Pflege und Betreuung bei häuslicher und teilstationärer Pflege ergänzen. 

Welchen Zweck erfüllt die Pflegeversicherung?

Die Pflegeversicherung gibt den Pflegebedürftigen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie und von wem sie gepflegt werden wollen. Sie haben die Wahl, ob sie Hilfe von professionellen Fachkräften in Anspruch nehmen oder aber Geld beziehen wollen, welches sie den pflegenden Angehörigen als finanzielle Anerkennung geben können. 

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung deckt die Pflegeversicherung als eine Art Teilkasko-Versicherung nicht alle Leistungskosten ihrer Versicherten ab. Diese Deckungslücke können Versicherte mit privaten Pflegezusatzversicherungen schließen.

 Gibt es eine gesetzliche Pflegeversicherung?

Die gesetzliche Pflegeversicherung gehört zur Sozialversicherung. Träger sind die gesetzlichen Pflegekassen, die organisatorisch bei den Krankenkassen angesiedelt sind.

Die gesetzlich Versicherten gehören automatisch der sozialen Pflegeversicherung an. In diesem Fall ist also kein gesonderter Antrag zur Aufnahme in die soziale Pflegeversicherung nötig. 

Warum ist die Pflegeversicherung notwendig?

Alle Industrienationen haben eines gemeinsam: Ihre Gesellschaften werden immer älter. Nach den Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung wird in Deutschland die Anzahl älterer Personen (67 Jahre und älter) bis zum Jahr 2040 voraussichtlich auf knapp 21,5 Millionen steigen.

Ab dem 80. Lebensjahr steigt die statistische Wahrscheinlichkeit, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, rapide an – auf rund 32 Prozent. Das heißt: Je älter die Bevölkerung, desto höher die Zahl der Pflegebedürftigen. Pflegebedürftigkeit bedeutet für Betroffene und ihre Angehörigen große physische, psychische und finanzielle Belastungen, zumal sich Familienstrukturen verändert haben: In den Familien gibt es weniger Kinder, oft sind diese berufstätig und können sich nicht so intensiv um ihre Eltern kümmern, wie es früher einmal der Fall war.

Zur Stabilisierung der Beitragsentwicklung ab 2035 wurde 2015 der Vorsorgefonds der sozialen Pflegeversicherung gegründet. Ein Teil der Beiträge zur Pflegeversicherung (0,1 Prozent) fließt bis Dezember 2033 in dieses Sondervermögen.

Quellen und weiterführende Literatur

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Grundlagen der (Alltags-)Hygiene für Ihre Praxis

Händehygiene

Der Arbeitsalltag ist anstrengend und erfordert ein hohes Maß an Konzentration. Gerade im Gesundheitswesen kommt es oft zu Ausnahme- und Stresssituation. Trotzdem muss das gesamte Personal in hektischen Phasen und alles im Blick behalten, auch die Hygiene.
 
Die Hygiene und Hygienemaßnahmen bilden einen wichtigen Bestandteil im Praxisalltag. Ziel ist es Übertragungen von Krankheitserregern mit der richtigen Hygiene zu verhindern. Genauso sollen Patienten und das eigene Personal vor Infektionen geschützt werden. 

Im folgenden Blogbeitrag möchten wir Sie zu den wesentlichen Standards zur Hygiene im Praxisalltag informieren: 

Händehygiene und Händewaschen

Unsere Hände sind der Körperteil über den am häufigsten Krankheiten und Erreger übertragen werden. Die Händehygiene und das Händewaschen sind die größten Risikofaktoren in der Hygiene wenn es um die Verhütung von Infektionen geht. Neben dem regelmäßigen Händewaschen, gehören aber auch die folgenden Maßnahmen zu einer guten Hygiene im Praxisalltag:

  • Hygienische Händedesinfektionen (5 Momente der Händedesinfektion nach WHO beachten
  • Hautschutz und Hautpflege
  • Tragen von Einmalhandschuhen bei allen Arbeiten am Patienten

Jegliche Maßnahmen sollten an den individuellen Praxisalltag angepasst und im Hygieneplan dokumentiert werden.

Hygiene bei der Patientenbehandlung

Im Praxisalltag gibt es wichtige und essenzielle Helfer, die Ärzte und das medizinische Personal nutzen sollten, um sich selbst aber auch den Schutz des Patienten zu fördern. Dazu gehören:

  • Schutzkittel: Schutzprodukt zur Abwehr von haftenden Erregern auf der eigenen Bekleidung
  • Medizinische Einmalhandschuhe: Schutz vor Kontaktaufnahme mit Blut, Sekreten oder kontaminierten Flächen
  • Mund-Nasen-Schutz: Schutz vor Abgabe und Aufnahme von Tröpfchen und Krankheitserregern aus dem Nasen-Rachen-Raum.
  • Haube: Schutz vor Aufnahme von Haaren in einer offenen Wunde des Patienten

Umgang mit Medikamenten

Beim Umgang mit Medikamenten und deren Lagerung ist zu beachten ist, das die Zusammensetzung und Wirkung nicht beeinflusst werden. Vor allem die Herstellerangaben spielen eine entscheidende Rolle.

Die folgenden Bedingungen sollten regelmäßig geprüft und vom gesamten Personal eingehalten werden:

  • Trockene und staub- sowie lichtgeschützte Lagerungsbedingung
  • Aufbewahrung in der Originalverpackung inkl. Packungsbeilage
  • Beachtung von Temperaturvorgaben
  • Aufbewahrung in geschützten Bereichen (Kein Zugang für unbefugte Personen)
  • Kontrolle und Beachtung von Verfallsdaten
  • Getrennte Lagerung von Medikamenten und Lebensmitteln

Falls Sie noch mehr zum Thema Hygiene erfahren möchten, können Sie sich gerne unter den folgenden Beiträgen weitergehend informieren:

Quellen und weiterführende Literatur

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Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Die zunehmende Anzahl der Impfdurchbrüche zeigt, dass mit sinkenden Antikörpertitern das Risiko für eine symptomatische Corona-Infektion steigt. Personen mit hohem Titer waren einer aktuellen Studie zufolge monatelang sicher vor einer Infektion. Die neutralisierenden Antikörper lassen sich mit einem nach WHO-Standard kalibrierten Schnelltest einfach und verlässlich messen.
Mittlerweile sind zwar recht viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft, aber wie lange die Immunität nach der Impfung vor COVID-19 schützt, ist noch ungewiss. Zunehmend infizieren sich Personen, deren Impfung bereits länger zurückliegt. Um abschätzen zu können, wer eine Booster-Impfung benötigt, kann der Titer SARS-CoV-2 neutralisierender Antikörper (NAb) gemessen werden.

Mit dem InfectCheck COVID-19 NAb Schnelltest (Vertrieb Deutschland: concile GmbH) können die Titer direkt in der Arztpraxis oder Apotheke mit einem kleinen Messgerät bestimmt werden. Als Probe reicht ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere. Der quantitative Schnelltest weist eine hohe Korrelation zum international gültigen WHO-Standard für anti-SARS-CoV-2 auf und ist sehr zuverlässig. Ein Vergleich des Tests mit aufwändigeren Labormethoden in der Tor Vergata Universität in Rom ergab, dass der NAb-Schnelltest gut geeignet ist für Untersuchungen zur Immunität.1 Das Testergebnis erleichtert unter Berücksichtigung von Alter und Begleiterkrankungen bei Geimpften und Genesenen die Entscheidung, wann eine Auffrischimpfung notwendig ist.

Ein allgemein gültiger Schwellenwert, ab welchem NAb-Titer eine Infektion verlässlich verhindert wird, steht noch nicht fest. Hinweise auf die Höhe schützender Titer geben jedoch erste Studien zur Untersuchung der Immunität nach Impfung oder Infektion. Eine Veröffentlichung der Universität Oxford zeigte, dass ein NAb-Titer von 506 BAU/ml bei mit AstraZeneca-Impfstoff geimpften Personen einen 80%iger Schutz bietet.2 In einer Untersuchung der Universität Toulouse infizierten sich im Verlauf von 275 Tagen fast 10% der Personen ohne zirkulierende NAb im Blut mit SARS-CoV-2. Bei einem NAb-Titer von mehr als 256 BAU/ml kam es dagegen über den monatelangen Beobachtungszeitraum zu keiner Infektion. Dieser Titer bot einen 100%igen Schutz³.

Die Titerverläufe sind abhängig von mehreren Faktoren wie dem verwendeten Impfstoff, dem Alter der Geimpften und Begleiterkrankungen. Durch das Monitoring des individuellen NAb-Titers könnte der richtige Zeitpunkt für eine Booster-Impfung ermittelt werden.

1Publikation eingereicht
²Feng s et al. Correlates of protection against symptomatic and asymptomatic SARS-CoV-2 infection. https://doi.org/10.1101/2021.06.21.21258528 doi: medRxiv preprint
³Dimeglio C, Herin F, Martin-Blondel G et al. Antibody titers and protection against a SARS-CoV-2 infection. J Infect. 2021 Sep 21:S0163-4453(21)00483-7

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Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Antikörpertest hilft bei Entscheidung über Booster-Impfung

Die zunehmende Anzahl der Impfdurchbrüche zeigt, dass mit sinkenden Antikörpertitern das Risiko für eine symptomatische Corona-Infektion steigt. Personen mit hohem Titer waren einer aktuellen Studie zufolge monatelang sicher vor einer Infektion. Die neutralisierenden Antikörper lassen sich mit einem nach WHO-Standard kalibrierten Schnelltest einfach und verlässlich messen.
Mittlerweile sind zwar recht viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft, aber wie lange die Immunität nach der Impfung vor COVID-19 schützt, ist noch ungewiss. Zunehmend infizieren sich Personen, deren Impfung bereits länger zurückliegt. Um abschätzen zu können, wer eine Booster-Impfung benötigt, kann der Titer SARS-CoV-2 neutralisierender Antikörper (NAb) gemessen werden.

Mit dem InfectCheck COVID-19 NAb Schnelltest (Vertrieb Deutschland: concile GmbH) können die Titer direkt in der Arztpraxis oder Apotheke mit einem kleinen Messgerät bestimmt werden. Als Probe reicht ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere. Der quantitative Schnelltest weist eine hohe Korrelation zum international gültigen WHO-Standard für anti-SARS-CoV-2 auf und ist sehr zuverlässig. Ein Vergleich des Tests mit aufwändigeren Labormethoden in der Tor Vergata Universität in Rom ergab, dass der NAb-Schnelltest gut geeignet ist für Untersuchungen zur Immunität.1 Das Testergebnis erleichtert unter Berücksichtigung von Alter und Begleiterkrankungen bei Geimpften und Genesenen die Entscheidung, wann eine Auffrischimpfung notwendig ist.

Ein allgemein gültiger Schwellenwert, ab welchem NAb-Titer eine Infektion verlässlich verhindert wird, steht noch nicht fest. Hinweise auf die Höhe schützender Titer geben jedoch erste Studien zur Untersuchung der Immunität nach Impfung oder Infektion. Eine Veröffentlichung der Universität Oxford zeigte, dass ein NAb-Titer von 506 BAU/ml bei mit AstraZeneca-Impfstoff geimpften Personen einen 80%iger Schutz bietet.2 In einer Untersuchung der Universität Toulouse infizierten sich im Verlauf von 275 Tagen fast 10% der Personen ohne zirkulierende NAb im Blut mit SARS-CoV-2. Bei einem NAb-Titer von mehr als 256 BAU/ml kam es dagegen über den monatelangen Beobachtungszeitraum zu keiner Infektion. Dieser Titer bot einen 100%igen Schutz³.

Die Titerverläufe sind abhängig von mehreren Faktoren wie dem verwendeten Impfstoff, dem Alter der Geimpften und Begleiterkrankungen. Durch das Monitoring des individuellen NAb-Titers könnte der richtige Zeitpunkt für eine Booster-Impfung ermittelt werden.

1Publikation eingereicht
²Feng s et al. Correlates of protection against symptomatic and asymptomatic SARS-CoV-2 infection. https://doi.org/10.1101/2021.06.21.21258528 doi: medRxiv preprint
³Dimeglio C, Herin F, Martin-Blondel G et al. Antibody titers and protection against a SARS-CoV-2 infection. J Infect. 2021 Sep 21:S0163-4453(21)00483-7

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Resistente Bakterien auf Reisen

Coronavirus-Update Reisezeit
  • Eine aktuelle Studie, die von Wissenschaftlern der Washington University School of Medicine in St. Louis und der Universität Maastricht durchgeführt wurde, deutet darauf hin, dass Auslandsreisende neue resistente Superbugs in ihren Darm-Mikrobiomen mit nach Hause bringen. Das Urlaubssouvenir der etwas anderen Art stellen wir Ihnen nachfolgend genauer vor.

    Resistente Superbugs als Souvenir nach Auslandsreisen

    In der Studie aus Maastricht und St. Louis wurden die Bakteriengemeinschaften der Darm-Mikrobiome von 190 Niederländern vor und nach Reisen nach Südasien, Südostasien, Nordafrika und Ostafrika analysiert. All diese Regionen haben gemein, dass sie eine hohe Prävalenz von Resistenzgenen aufweisen. Die Studienergebnisse bestätigen, dass Auslandsreisende häufig mit einer Vielzahl neuer Bakterienstämme in ihrem Darm-Mikrobiom Heim kehren.

    Antimikrobielle Resistenzen (AMR) stellen eine globale Public Health-Bedrohung dar und werden von der World Health Organization (WHO) als eine der aktuell größten globalen Herausforderungen der öffentlichen Gesundheit genannt, denn die rapide Verbreitung von AMR bedroht Jahrzehnte der Erfolge in der Behandlung bakterieller Infektionen mit Antibiotika.

    AMR nehmen weltweit zu, jedoch gibt es starke geographische Unterschiede in der Prävalenz und der Art der resistenten Bakterien und ihrer AMR-Gene. Auslandsreisen können die Übertragung von resistenten Bakterien und AMR-Genen aus ihrer endemischen Region rund um den Globus erleichtern.

    Wie werden resistente Bakterien und AMR-Gene übertragen?

    Überbevölkerung in endemischen Regionen ermöglicht eine schnelle Verbreitung zwischen Bewohnern und Reisenden. Die Übertragung erfolgt über Trinkwasser und Lebensmittel, aber auch in Sanitärbereichen mit mangelnder Hygiene, im öffentlichen Nahverkehr oder Restaurants/ Hotels. Die Reiserückkehrer können dann die mitgebrachten Bakterien an Familienmitglieder, Freunde und Mitbewohner weitergeben. Dabei wird heutzutage kaum auf resistente Bakterien oder AMR-Gene getestet, solange keine klinischen Symptome auftreten. Es wird also nicht erfasst wie viele Reisende AMR-Gene mit nach Hause bringen.

    Die aktuelle Studie an 190 niederländischen Reisenden hat 121 AMR-Gene bei ihnen aufgedeckt. Ein Beispiel eines AMR-Gens ist das mcr1 Gen, das die Information für das Enzym MCR1 enthält. Dieses macht Bakterien gegenüber dem Reserveantibiotikum Colistin (Gruppe der Beta-Lactam Antibiotika) resistent. Überträgt sich die Colistin-Resistenz auf Bakterien, die auch gegen andere Antibiotika resistent sind, so könnten diese Bakterien unbehandelbare Infektionen auslösen.

    Quellen und weiterführende Literatur

    • Genome Medicine 13; Artikel 79 (2021); “Destination shapes antibiotic resistance gene acquisitions, abundance increases, and diversity changes in Dutch travelers” Link

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Arbeitsschutz hat Priorität – sowohl zu Pandemiezeiten als auch im normalen Arbeitsalltag

Datenschutzschulung für Mitarbeiter

Arbeitnehmer bilden offensichtlich das Rückgrat eines jeden Unternehmens. Demnach hat deren Gesundheitszustand auch einen massiven Einfluss auf das Unternehmen: So können Unfälle und menschliche Fehler hohe Kosten und Schäden mit sich ziehen. Arbeitsschutz sollte daher das A und O in der Unternehmensführung sein. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus.

Arbeitsschutz unzureichend in der Hälfte der deutschen Unternehmen

Der Pflicht, die zur regelmäßigen Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung verpflichtet, kommen in Deutschland laut den GDA-Betriebsbefragungen 2011 und 2015 nur etwa die Hälfte der Betriebe nach. Hinzu kommen unmenschlich lange Arbeitszeiten. Diese kosten einer UN-Studie zufolge jährlich Hunderttausende Menschenleben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gehen davon aus, dass Arbeitszeiten von 55 Wochenstunden oder mehr die Ursache vieler Schlaganfällen und Herzerkrankungen seien. Überarbeitung ist demnach gefährlicher als Verletzungen oder Fehlbelastungen, die bislang als die größten Verursacher von Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz gesehen wurden.

Arbeitsschutz in Zeiten der Pandemie erst recht wichtig

Der WHO-Chef Tedros warnt, dass die aktuelle Corona-Krise diese Entwicklung noch zusätzlich verstärken könnte. Zum einen ist die Trennung von Arbeit und Freizeit im Homeoffice schwer zu halten. Außerdem erhöhen die im Zuge der Pandemie beschlossenen Stellenkürzungen häufig die Belastung für die verbliebene Mitarbeiter. WHO und ILO fordern deshalb einen verstärkten Fokus auf den Arbeitsschutz in Unternehmen durch mehr Gesetze und Kontrollen.

Arbeitgeber sollen weiterhin verpflichtet sein, ihren Beschäftigten Corona Antigentests anzubieten

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert aktuell ein klares Stufenkonzept von Bund und Ländern ein, in dem festgelegt werden soll, wie Testangebotspflicht, Homeoffice und Hygieneregeln in Korrelation zur Zahl von Geimpften und Genesenden verringert und abgeschafft werden können. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) spricht sich jedoch nachdrücklich dagegen aus, besonders wichtig sei eine verlängerte Verpflichtung der Unternehmen ihren Beschäftigten Corona Antigentests anzubieten. Gerade in Bezug auf den Arbeitsschutz betont er, dass die Pandemie die Notwendigkeit des Arbeitsschutzes gezeigt habe und stärker unterstützt werden sollte.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Online-Schulungen zur Anwendung von Corona Schnelltests Link
  • meduplus E-Learning Grundkurs Arbeitsschutz Link

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Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Homeoffice im Keller

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät zu Vorsicht beim Homeoffice im Keller. In Kellerräumen können mitunter Radon-Konzentrationen erreicht werden, die auf Dauer gesundheitsgefährdend sind.

Gefährliche Radonbelastung im Keller

Die Corona Pandemie stellt viele vor neue Herausforderungen. Unter Anderem standen nicht wenige Arbeitnehmer vor der Frage, wo sie ihr Home Office einrichten können, um weiterhin unter guten Bedingungen arbeiten zu können. Dabei haben sich wohl einige Leute einen Arbeitsplatz im Keller eingerichtet.

Jetzt warnt aber das Bundesamt für Strahlenschutz vor dieser Maßnahme. Radon ist ein unsichtbares radioaktives Edelgas, welches vor allem beim Zerfall von Uran im Erdboden entsteht. In Kellerräumen könne es sich sehr leicht anreichern. Beim Home Office im Keller mit hoher Radonkonzentration, wird das Gas demnach über einen längeren Zeitraum in höheren Konzentrationen eingeatmet, und dies erhöht nachweislich das Risiko für Lungenkrebs.

BfS rät beim Home Office im Keller dringend zur Überprüfung des Radon-Gehalts

In Deutschland kommt Radon abhängig von den regionalen geologischen Beschaffenheiten sehr unterschiedlich vor.  So schwanken die Werte zur Radonkonzentrationen meist stark. Möchte man seinen Arbeitsplatz im Keller behalten, sollte man die Belastung mit dem Edelgas daher unbedingt überprüfen, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Um die Radonkonzentration im Keller zu messen, kann jeder sogenannte ‘Kernspurdetektoren’ in einem Labor für etwa 30 Euro kaufen. Diese werden für mindestens drei Monate aufgestellt und anschließend eingeschickt.

Zusätzlich kann mithilfe von simplen Maßnahmen der Radongehalt in den entsprechenden Räumen reduziert und somit das Risiko deutlich gesenkt werden. Das BfS empfiehlt beispielsweise Lüftungsanlagen zu installieren, die das Gas absaugen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, Rohrzugänge und Risse abzudichten. Lüften eigne sich zwar als Erstmaßnahme, es handele sich dabei allerdings nicht um eine dauerhafte Lösung.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Bundesamt für Strahlenschutz: “Radon am Arbeitsplatz”, aufgerufen am 15.03.2021 Link

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Abschlusskolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten als Online-Seminar am 12.03.2021

Aufbereitung von Medizinprodukten in Köln

Am Freitag, den 12. März 2021, findet unser erstes Abschlusskolloquium für den Kurs “Aufbereitung von Medizinprodukten” im Jahr 2021 statt. Wir bieten Ihnen auf Grund der aktuellen Situation an, auch an diesem Kolloquium per Live-Übertragung online teilzunehmen. So sparen Sie sich die Reisekosten und bekommen dennoch ein spannendes und interaktives Abschlusskolloquium geboten.

Onlinekolloquium Aufbereitung von Medizinprodukten

Es erwartet Sie bei unserem Abschlusskolloquium ein spannendes und interaktives Seminar, das von unserer erfahrenen Referenten abgehalten wird.

Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten

  • Zertifizierter Kurs nach dem Curriculum der Bundesärztekammer
  • Nachhaltiger Lernerfolg bei minimaler Abwesenheit
  • Kosten- und zeiteffizient durch Blended Learning

Melden Sie sich jetzt an, um im März am Abschlusskolloquium teilzunehemn

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Der Deutsche Arbeitsschutzpreis 2021

deutscher Arbeitsschutzpreis

Am 26. Oktober 2021 findet die Verleihung des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2021 in Düsseldorf unter der Leitung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) statt.

Ihr Unternehmen engagiert sich besonders für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten?

Sie haben kreative und innovative Lösungen gefunden, die die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern? Dann bewerben Sie sich jetzt noch bis zum 01. März 2021 für den Deutschen Arbeitsschutzpreis mit Ihren Ideen, Projekten und Maßnahmen. Alle wichtigen Informationen dazu und zum Bewerbungsprozess finden Sie hier .

Die Idee des Deutschen Arbeitsschutzpreises

Unternehmen mit tollen Konzepten rund um das Thema Arbeitsschutz sollen für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet werden. Es geht jedoch vor allem auch darum, weiteren Unternehmen und Einzelpersonen die Notwendigkeit für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz in Erinnerung zu rufen. Durch die Teilnahme am Deutschen Arbeitsschutzpreises werden Sie viele verschiedene und neue Wege kennenlernen, die dabei helfen, vorausschauend und effektiv mit den Herausforderungen umzugehen. Darüber hinaus wird deutlich, weshalb gelebte Arbeitssicherheit und gelebter Gesundheitsschutz sich für alle Seiten auszahlen wird.

Die Kriterien

Der deutsche Arbeitsschutzpreis wird für wirksame, übertragbare, nachhaltige und kreative Lösungen rund um die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit verliehen. Start-Up-Unternehmen erhalten übrigens noch einen zusätzlichen Stiftungspreis der Messe Düsseldorf.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutz Strategie: “Der Deutsche Arbeitsschutzpreis”, aufgerufen am 01.02.2021 Link

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Corona-Arbeitsschutzverordnung: “Homeoffice überall da, wo es möglich ist”

Die neue Corona-Arbeitsschutz-Verordnung, die am 27. Januar in Kraft getreten ist, verpflichtet Arbeitgeber, ihren Beschäftigten die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen, wo immer dies möglich ist. Für Beschäftigte, bei denen sich “Home-Office” nicht ohne Weiteres realisieren lässt, enthält die Verordnung wichtige Schutzmaßnahmen, die es unter diesen Umständen unbedingt zu beachten gilt.

Es sei unabdingbar, Maßnahmen zu ergreifen, die das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz weiter reduzieren, die dabei jedoch die wirtschaftliche Aktivität der Unternehmen nicht belasten sollen. Die Maßnahmen dienen auch dem Schutz der Gesamtbevölkerung sowie derjenigen Beschäftigten, deren Anwesenheit im Betrieb unverzichtbar ist. Die Verordnung gilt zunächst bis zum 15. März. 

Foto: Bundesregierung

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten, soweit keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten sind nicht verpflichtet, Homeoffice zu nutzen.
  • Für Beschäftigte, die nicht im Homeoffice arbeiten können, haben die Arbeitgeber durch geeignete Maßnahmen den gleichwertigen Schutz sicherzustellen.
  • Betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen sind auf ein Minimum zu reduzieren
  • In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sollen möglichst kleine Arbeitsgruppen gebildet und wenn möglich zeitversetzt gearbeitet werden.
  • Für das Arbeiten im Betrieb müssen Arbeitgeber zumindest medizinische Gesichtsmasken (OP Masken) zur Verfügung stellen, wenn Anforderungen an Räume oder Abstand aus bestimmten Gründen nicht eingehalten werden können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Die Bundesregierung “Homeoffice überall da, wo es möglich ist“, aufgerufen am 01.02.2021 Link

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Desinfektion mit UV-C-Strahlung: wirksam, aber gefährlich?

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät zu Vorsicht beim Einsatz von UV-C-Desinfektionsgeräten. Kommt der Körper mit der Strahlung in Kontakt kann das gefährlich werden. Insbesondere für die Augen und die Haut stellt dies ein hohes Risiko dar.

UV-C-Strahlung im Kampf gegen Bakterien und Viren

UV-C-Desinfektionsgeräte werden unter anderem zur Bekämpfung des SARS-Cov-2 eingesetzt, denn UV-C-Strahlung ist grundsätzlich in der Lage, das Erbgut von Mikroorganismen und Viren zu schädigen. Dafür muss die Strahlungsdosis jedoch hoch genug und die Bestrahlungszeit lang genug sein. Luft, Wasser und Oberflächen sowie teilweise sogar auch Lebensmittel werden schon seit längerer Zeit durch UV-C-Strahlung effektiv desinfiziert.

Vorsicht beim Einsatz von UV-C-Desinfektionssystemen

Diese Form der Desinfektion sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn sich keine Personen im Raum aufhalten oder die Quelle so verbaut ist, dass anwesende Personen keiner Strahlung ausgesetzt sind. Unter diesen Umständen ist der Einsatz von UV-C-Desinfektionssystemen aus Sicht des Strahlenschutzes unproblematisch.

Die energiereiche UV-C-Strahlung kann akute sowie chronische gesundheitliche Einschränkungen zur Folge haben, darunter zählen z.B. Entzündungen der Hornhaut, der Bindehaut des Auges sowie der Haut. Hinzu kommt, dass UV-C-Strahlung nachgewiesenermaßen krebserregend ist, daher ist die oberste Priorität, dass Menschen dieser Strahlung in keinem Fall frei ausgesetzt sind bzw. Haut und Augen ausreichend vor Strahlung geschützt sind.

Aktuell wird diskutiert, ob Desinfektionsgeräte, die kurzwellige UV-C-Strahlung im Bereich um 222 Nanometer abgeben, weniger Risiken mit sich bringen als die derzeit auf dem Markt befindlichen Geräte mit Wellenlängen um 254 Nanometer. Hierzu gibt es allerdings noch zu wenig Erkenntnisse, um dazu etwas mit Sicherheit sagen zu können.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Bundesamt für Strahlenschutz: “Desinfektion mit UV-C-Strahlung”, aufgerufen am 01.02.2021 Link

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Brandschutz in den Wintermonaten

Brandschutz

In ganz Deutschland ist der Winter am Wochenende nochmal richtig ausgebrochen. Die weiße Schneedecke, die sich über die Straßen gelegt hat, ist zwar schön anzusehen, jedoch leider auch sehr gefährlich, wenn man an den Brandschutz denkt. Dass Brandschutz-Hydranten in den Schneemassen versinken, sollte unbedingt vermieden werden, denn die Brandgefahr im Winter ist nicht zu unterschätzen.

Gemeinsam die Hydranten freischaufeln

Die Stadtverwaltung Neuhaus rief auf ihrer Internetseite dazu auf: „Halten Sie die Hydranten vor Ihrem Haus oder in Ihrem Räumgebiet frei von Eis und Schnee und parken keine Autos darauf. Werden Sie nicht müde, Hydranten immer wieder und erneut freizumachen beziehungsweise freizuhalten. Es lohnt sich jederzeit – für Sie persönlich, Ihre Familie und Ihre Nachbarn.“

Nicht selten kam es schon vor, dass bei extremen Witterungsbedingungen sogar Hydranten komplett „verschwunden“ sind und die Feuerwehr bei Einsätzen in den Wintermonaten immer wieder feststellen muss, dass ein Teil der für die Entnahme von Löschwasser benötigten Hydranten vereist und oft mit Schnee bedeckt sind. Dies kann im Einsatzfall wertvolle Sekunden kosten.

„Jeder Bürger sollte im eigenen Interesse den Zugang zu den Hydranten freihalten. Ob Oberflur- oder Unterflurhydrant, diese Wasserentnahmestellen können uns helfen, Leben oder Sachwerte zu retten“ (Mirko Jakob, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr)

Quellen und weiterführende Literatur

  • Brandschutz unter Schneebergen: “Räumpflicht liegt bei der Verwaltung, Bürger zur Mithilfe erbeten”, aufgerufen am 01.02.2021 Link

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meduplus Black Week 2020 – Risikomanagement in Klinik & Praxis

Immer komplexere Behandlungsabläufe in Klinik und Praxis sowie das wachsende Anspruchsdenken von Patienten machen es erforderlich, sich als Arzt aktiv mit der Fehlervermeidung und Schadenprävention auseinanderzusetzen. Gerade in Zeiten von Mehrarbeit, Überstunden und Stress ist es wichtig, die Grundlagen im Risikomanagement zu kennen und zu wissen, wie man im Ernstfall reagieren muss. Wir bieten Ihnen nun im Rahmen des Black Friday und Cyber Monday 2020 ein attraktives Schulungspaket für Sie und Ihre Mitarbeiter an.

Diese Kurse sind im Black Friday Spezial enthalten

Patientenaufklärung: Jede Behandlung und invasive Diagnostik setzt die wirksame Einwilligung des Patienten voraus. Diese kann es nur nach einer entsprechend wirksamen ärztlichen Aufklärung geben. Aufgrund der hohen Haftungsrelevanz der Aufklärung und der Anforderungen, die die Rechtsprechung stellt, bleibt die Herausforderung, eine praxistaugliche Vorgehensweise zu etablieren. In diesem Kurs werden die juristischen Grundlagen und Rahmenbedingungen mit Fokus auf deren praktischen Umsetzung in den klinischen Abläufen behandelt.

Kommunikation im Schadenfall: Qualität und Sicherheit sind maßgeblich für das ärztliche Handeln und schützen Patienten vor vermeidbarem Leid. Die Untersuchungs- und Behandlungsabläufe im Gesundheitswesen werden komplexer. Hinzu kommt das wachsende Anspruchsdenken unserer Patienten. Gerade in Zeiten hoher Belastung im Krankenhausalltag ist eine effektive und rechtssichere Kommunikation zwischen Arzt und Patient unabdingbar. Im Kurs behandelt werden gesetzliche Grundlagen der Kommunikation im Schadenfall, juristische Rahmenbedingungen und Dokumentation der Aufklärung, Kommunikationstools und -Modelle als auch Gesprächs- und Deeskalationstechniken.

Datenschutz: Der Datenschutz Grundkurs für Ärzte. Nach der DSGVO müssen Praxismitarbeiter regelmäßig zum Thema Datenschutz geschult werden. Dieser Kurs gibt Ihnen einen Überblick zum Datenschutz und Dokumentation in der Arztpraxis. Sie erfahren alles über Schweigepflicht und Patientenrechte. Sie werden über Rechte und Pflichten informiert, um gewissenhafte Arbeit mit Personendaten zu verrichten.

Sichern Sie Sich unsere exklusive Angebote mit dem
Rabattcode BLACKWEEK

Alle drei Kurse gibt es jetzt und nur für kurze Zeit als Paket für nur €89!

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Immer auf dem aktuellen Stand im Risikomanagement

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Neuer Kurs: Kommunikation im Schadenfall

kommunikation im schadenfall

Wir freuen uns Ihnen jetzt unseren neuen Kurs „Kommunikation im Schadenfall“ zusammen mit Funk Health Care Consulting anbieten zu können. Kommunikation im Schadenfall ist ein Thema, bei dem im Krankhaus noch oft Verunsicherung herrscht. Gerade in Zeiten hoher Belastung im Krankenhausalltag ist eine effektive und rechtssichere Kommunikation zwischen Arzt und Patient unabdingbar. In diesen Fällen kann auch für den Arzt die Kommunikation emotional belastend sein. Umso wichtiger ist es also, nicht nur die rechtlichen Grundlagen zu kennen, sondern auch deeskalierend kommunizieren zu können.

Onlinekurs Kommunikation im Schadenfall

Die folgenden Themen werden im Kurs behandelt:

  • gesetzliche Grundlagen der Kommunikation im Schadenfall
  • juristische Rahmenbedingungen und Dokumentation der Aufklärung
  • Kommunikationstools und -Modelle
  • Gesprächs- und Deeskalationstechniken

Dank Lang- und Kurzversion des Kurses ist dieser immer angepasst an das Vorwissen der Teilnehmer – wer sich gut auskennt, kommt schnell durch den Kurs. Wissenslücken werden zielgerichtet geschlossen. Das motiviert die Teilnehmer und erhöht den Lernerfolg nachhaltig. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten alle Teilnehmer ein Zertifikat zur erfolgreichen Teilnahme.

Der Kurs findet komplett online statt. So sparen Sie sich nicht nur die die Reisekosten, sondern können auch in Zeiten von Reisebeschränkungen sicher und vorausschauend die Schulung Ihrer Mitarbeiter planen.

Zielgruppe

Dieser Kurs richtet sich an Ärzte, welche effizient und rechtssicher zum Thema Komplikationen bei medizinischen Behandlungen kommunizieren wollen.

Zusammenarbeit mit Funk Health Care

meduplus bietet gemeinsam mit dem Kooperationspartner Funk Health Care Consulting E-Learning Kurse für ärztliches und pflegerisches Personal an. Neben dem Kurs Kommunikation im Schadenfall bieten wir ebenfalls Kurse zur Patientenaufklärung an.

Das meduplus Smart Learning® bietet deutliche Vorteile gegenüber dem klassischen E-Learning oder Frontalunterricht. Anstatt alle Mitarbeiter zentral per Frontalunterricht fortzubilden, ermöglicht dieser Kurs die individuelle Fortbildung, dank E-Learning jederzeit und überall.

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Neuer Kurs: Kommunikation im Schadenfall

Händehygiene

Wir freuen uns Ihnen jetzt unseren neuen Kurs „Kommunikation im Schadenfall“ zusammen mit Funk Health Care Consulting anbieten zu können. Kommunikation im Schadenfall ist ein Thema, bei dem im Krankhaus noch oft Verunsicherung herrscht. Gerade in Zeiten hoher Belastung im Krankenhausalltag ist eine effektive und rechtssichere Kommunikation zwischen Arzt und Patient unabdingbar. In diesen Fällen kann auch für den Arzt die Kommunikation emotional belastend sein. Umso wichtiger ist es also, nicht nur die rechtlichen Grundlagen zu kennen, sondern auch deeskalierend kommunizieren zu können.

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  • gesetzliche Grundlagen der Kommunikation im Schadenfall
  • juristische Rahmenbedingungen und Dokumentation der Aufklärung
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Welthändewaschtag 2020

Händehygiene

Der 15. Oktober 2020 markiert den Welthändewaschtag 2020. Anlässlich dieses Tages erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an regelmäßiges und gründliches Händewaschen zum wirksamen Schutz vor Infektionen.

Welthändewaschtag 2020: “Wo waren deine Hände heute?”

Das diesjährige Motto des Welthändewaschtages lautet “Krankheitserreger sieht man nicht. Händewaschen schützt!”. Die Hände sind der Hauptüberträger vieler Infektionen. Wir berühren täglich Tausende Dinge und schütteln viele Hände. Auf diese Weise können Krankheitserreger von Hand zu Hand übertragen werden und bei anschließender Berührung des Gesichts können diese über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Organismus gelangen und eine Infektion auslösen.

Damit das Händewaschen richtig gelingt, gibt die BZgA Tipps, worauf es dabei ankommt. Als erstes sollten die Hände unter fließendem Wasser nass gemacht werden. Die Temperatur sollte angenehm sein. „Für wirksames Händewaschen ist es wichtig, die empfohlene Dauer von 20 bis 30 Sekunden beim Einseifen einzuhalten“, erinnert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA in der Mitteilung der Behörde. „Im Alltag nehmen sich die Menschen jedoch oft nicht genug Zeit. In unserer Repräsentativbefragung zum Thema Hygiene gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass sie für das Waschen der Hände sogar weniger als 20 Sekunden Zeit verwenden“, so Thaiss. 

Im Anschluss werden die Hände unter fließendem Wasser abgewaschen. Keime, die danach eventuell noch an den Händen haften, lassen sich durch gründliches Abtrocknen mit einem sauberen Tuch entfernen.

Hygiene mit meduplus: Eine Hand wäscht die andere!

Wir bieten Ihnen mit unseren (Hände-)Hygiene Paketen umfassendes Informationsmaterial und innovatives Smart Learning®, während Sie sich und Ihre Praxis in Sachen Händehygiene schulen und unserer Gesellschaft helfen, die bevorstehende Grippe- und Coronawelle gut zu überstehen. Anlässlich des internationalen Welthändewaschtags erhalten Sie unseren Grundkurs Händehygiene bis zum 30. November 2020 komplett kostenlos.

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Quellen und weiterführende Informationen

  • BZgA Pressemitteilung vom 12.10.2020 Link

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“Der Nobelpreis für Medizin geht an…”

… die Entdecker des Hepatitis-C-Virus.

Am heutigen Montag hat die Nobelversammlung am Karolinska-Institut in Stockholm die drei Wissenschaftler Harvey J. Alter, Michael Houghton und Charles M. Rice für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus zu den Gewinnern des diesjährigen Nobelpreises für Physiologie oder Medizin ernannt.

Aus diesem Anlass informiert Sie der folgende Blogbeitrag über den Hepatitis Virus und gibt eine Überblick über die verschieden Arten.

“Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!”

Die chronische Hepatitis-B-Infektion ist selten heilbar, jedoch gut kontrollierbar. Dagegen ist Hepatitis C heute so gut wie immer vollständig heilbar. Im Fokus des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher, die noch unentdeckten Infizierten zu finden, um diese frühzeitig zu behandeln, vor Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzuschränken. Nachfolgend geben wir einen steckbriefartigen Überblick über die 5 bekannten Hepatitis-Viren.

Hepatitis A

  • Ansteckung: Schmierinfektion, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht.
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HAV-IgM und anti-HAV-IgG
  • Therapie: nur symptomatisch
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 1,4 Millionen jährlich

Hepatitis B

  • Ansteckung: über Blut/ Körperflüssigkeiten, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose auftreten.
  • Diagnose: zuerst erfolgt ein Bluttest auf die Virushülle (HBs-Antigen) und Antikörper als Immunreaktion (anti-HBs und anti-HBc). Mit diesen drei Werten kann man bereits erkennen, ob jemand infiziert ist, ausgeheilt war, gesund und/oder geimpft ist. Bei chronischer Infektion wird vor allem die HBV-DNA-Viruslast überwacht.
  • Therapie: verfügbar – Antivirale Medikamente gegen Hepatitis B können das Virus sehr gut unterdrücken, aber nicht ganz ausheilen. Daher müssen sie in der Regel dauerhaft  eingenommen werden. Heilende Hepatitis-B-Therapien zu finden, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 257 Millionen

Hepatitis C

  • Ansteckung: über Blut
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen auftreten.
  • Diagnose: zunächst Bluttest auf Antikörper (anti-HCV). Wenn die Antikörper positiv sind, wird ein aufwändigerer Test auf HCV-RNA, das Erbmaterial des Virus, gemacht
  • Therapie: verfügbar, HCV ist heute fast immer dauerhaft heilbar
  • Schutzimpfung: nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 71 Millionen

Hepatitis D

  • Ansteckung: über Blut, sexuell
  • Symptome/ Beschwerden: die akute Hepatitis D kann wie die akute Hepatitis B ohne Symptome verlaufen. Meist treten jedoch Übelkeit, Müdigkeit, Fieber und eventuell Gelbsucht auf.
  • Diagnose: Ohne Hepatitis B-Diagnose (positives HBs-Antigen, siehe oben) braucht man nicht auf Hepatitis D zu testen. Wenn man erstmals positiv auf Hepatitis B getestet wird, oder wenn später bei chronischer Hepatitis B ein Verdacht besteht, sollte immer auch nach Antikörpern gegen das D-Virus (anti-HDV) gesucht werden. Wenn diese Antikörper positiv sind, erfolgt ein Test auf das Erbmaterial des Virus, die HDV-RNA.
  • Therapie: Aktuell sind noch keine Medikamente offiziell für Hepatitis D zugelassen.
  • Schutzimpfung: indirekt verfügbar über Hepatitis B-Schutzimpfung: Diese schützt auch vor Hepatitis D, da das Delta-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus existieren kann.
  • Infektionszahl weltweit: 15 Millionen

Hepatitis E

  • Ansteckung: in Deutschland insbesondere durch rohes Fleisch von Haus- und Wildschweinen und Rotwild
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle akute Gelbsucht
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HEV-IgM und anti-HEV-IgG. Bei konkretem Verdacht kann auch ein direkter Test auf das Erbmaterial des Hepatitis-E-Virus erfolgen
  • Therapie: Es gibt bislang keine offizielle zugelassene Therapie.
  • Schutzimpfung: hierzulande nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 20 Millionen jährlich

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link 27. Juli 2020
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link 27. Juli 2020
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link 27. Juli 2020

Weitere interessante Themen

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Frage der Woche: Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: “Sind biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und Antiseptika unbedenklich?”

Nicht unbedingt. Eine Studie zeigt: Toleranzen gegenüber bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln sind keine Seltenheit.

Antiseptik und Desinfektion sind ohne Frage von hohem Nutzen in der Prävention nosokomialer Infektionen. Eine ausführliche Literaturstudie des RKI hat nun aber ergeben, dass Infektionserreger gegenüber ausgewählten bioziden Wirkstoffen in Antiseptika und Desinfektionsmitteln unempfindlicher werden, sich also sogenannte Toleranzen entwickeln können. Darüber hinaus sind Kreuztoleranzen bzw. -resistenzen möglich, sodass sich parallel Toleranzen zu anderen bioziden Wirkstoffen sowie Antibiotika entwickeln können.

Zu diesen Bakterien zählt zum Beispiel Chlorhexidindigluconat (CHG), eine antimikrobiell wirksame Substanz, welche in der Patientenversorgung nicht selten eingesetzt wird. Weitere bedeutsame Beispiele sind Triclosan und Benzalkoniumchlorid. Für Kliniken weisen die drei eine besonders hohe Relevanz und Verwendung auf.

Kann man auf biozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln verzichten?

“Ein biozider Wirkstoff, der bei Bakterienspezies mit großer klinischer Relevanz starke und stabile Toleranzen auslösen kann, jedoch keinen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit leistet bzw. keinen Nutzen für den Patienten aufweist, ist verzichtbar.” (Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020).

Um die antimikrobielle Wirksamkeit von Desinfektionsmittel und Antiseptika nicht zu verlieren, sollten in jedem Fall Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen werden. Dafür geben wir Ihnen nun ein paar Hinweise an die Hand:

Aufgrund niedriger Wundinfektion – und Septikraten, eignen sich Produkte auf Basis von Alkohol mit Zusatz eines nachweislich wirksamen Wirkstoffs, wie z.B. CHG, besonders gut für die Hautantiseptik. Zur Wundantiseptik weisen Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit sowie PVP-Iod das niedrigste Potenzial zur Toleranzbildung auf. Für die Desinfektion von großen Flächen, sollten Desinfektionsmittel auf Basis von Peroxiden oder Natriumhypochlorit bzw. Alkoholen bei kleinen Flächen das Mittel der Wahl sein.

Achten Sie bei Ihrem Händedesinfektionsmittel auf eine ausreichend wirksame Konzentration an Alkoholen, Hautpflegestoffen und Wasser. Unverzichtbar ist zudem eine gute Hautverträglichkeit, insbesondere bei häufiger Anwendung. Bei alkoholischen Händedesinfektionsmitteln, die weitere biozide Wirkstoffe enthalten, zeigt sich keine verbesserte Wirksamkeit, sondern eher ein Risiko für Nebenwirkungen. Daher sollte und kann ganz bewusst auf diese verzichten werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 39/ 2020 vom 24.09.2020 Link
  • meduplus Grundkurs Händehygiene für Ärzte 2020 Link

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Was gilt bei der Auswahl von Desinfektionsmitteln bei Arbeiten mit gentechnisch veränderten Viren?

gentechnisch veränderte Viren

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gingen zum Thema Desinfektionsmittel und deren Wirkspektren gegen Viren vermehrt Fragen unserer Kunden ein. In diesem Beitrag widmen wir uns nun dem speziellen Thema des Einsatzes von Desinfektionsmitteln bei Arbeiten mit gentechnisch veränderten Viren.

Was sind gentechnisch veränderte Viren bzw. GVO?

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind entsprechend der Richtlinie 2001/18/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 12. März 2001 (Freisetzungsrichtlinie) definiert. Die genetischen Veränderungen an Organismen können auf unterschiedliche Weise herbeigeführt werden:

  • Durch gezieltes Abschalten einzelner Gene
  • Durch den Einbau von arteigenen oder artfremden Genen. Letzteres ist mit Rekombinationstechniken möglich
  • Durch direktes Einführen von Erbgut fremder Arten, Zellfusion oder Hybridisierungsverfahren.

Wofür werden GVO aktuell in der Medizin eingesetzt?

  • Biomedizinische Grundlagenforschung
  • Arzneimittel- und Impfstoffherstellung
  • Diagnostik
  • Gentherapie

Wie erfolgt die Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels?

Generell gilt bei Viren, dass sich der Wirkbereich von Desinfektionsmitteln nach der Virusstruktur richtet. Die Beschaffenheit der Virushülle bzw. des Viruskapsids (im Fall von unbehüllten Viren) entscheidet über die Infektiosität von Viruspartikeln. Dies trifft auch auf virale GVO zu. Da Desinfektionsmittel primär die Virushülle und/ oder das Kapsid von Viruspartikeln angreifen, erfolgt die Auswahl des Desinfektionsmittels bei rekombinanten Viren in Abhängigkeit des Ursprungs der Virushülle bzw. des Kapsids.

In Deutschland bieten Desinfektionsmittellisten, wie die des VAH19 oder der DVG20 Unterstützung bei der Wahl des richtigen Desinfektionsmittels.

Behüllte vs. unbehüllte Viren: Welches Desinfektionsmittel ist anzuwenden?

Behüllte rekombinante Viren bzw. virale Vektoren:

  • Enthalten in ihrer Hülle häufig veränderte virale Proteine oder weitere zusätzlich exprimierte Proteine -> hierdurch ist jedoch keine wesentliche Änderung der Stabilität der Lipidhülle ggü. Desinfektionsmitteln zu erwarten
  • Bei Arbeiten mit GVO, die auf behüllten Viren basieren, sind Desinfektionsmittel mit dem Wirkspektrum “begrenzt viruzid” ausreichend

Unbehüllte rekombinante Viren:

  1. lipophile unbehüllte rekombinante Viren: Adeno-, Noro- und Rotaviren  -> Verwendung von Desinfektionsmitteln mit dem Wirkbereich “begrenzt viruzid PLUS”
  2. hydrophile unbehüllte rekombinante Viren: z.B. Parvoviren -> Verwendung von Desinfektionsmitteln mit dem Wirkbereich “viruzid”

Die vollständige Übersicht aus dem Epidemiologischen Bulletin 36/2020 zu den Wirkbereichen von Desinfektionsmitteln bei gentechnisch veränderten Viren finden Sie hier zum Download:

DOWNLOAD

Quellen

  • RKI Epidemiologisches Bulletin 36/2020 vom 03.09.2020 Link
  • meduplus Smart Learning® Kurs Hygienebeauftragter Arzt Link

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Antiseptik auf dem Auge

Antiseptik auf dem Auge

Das menschliche Auge ist ständig Krankheitserregern und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Infektionen können sich entwickeln, wenn das Auge solche schädigenden Einflüsse nicht mehr eigenständig abwehren kann. Unter Antisepsis werden alle lokal angewandten Maßnahmen zur Abtötung oder Inaktivierung von Mikroorganismen am oder im lebenden Gewebe verstanden. Wie auch bei Haut- und Schleimhautdurchtrennung ist die Antiseptik auf dem Auge ebenfalls obligat vor Eingriffen indiziert.

Grundsätzliches zur Antiseptik

Antiseptika werden aus mehreren Gründen verwendet. Zum einen erfolgt die Anwendung aus prophylaktischer Indikation – als sogenannte prophylaktische Antiseptik -, um einer unerwünschten Kolonisation oder Infektion vorzubeugen. Weiterhin werden Antiseptika aus therapeutischer Indikation angewandt – sogenannte therapeutische Antiseptik – , um eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren oder eine Infektion zu behandeln.

Zielsetzung der prophylaktischen Antiseptik ist die Infektionsverhütung durch:

  • Unterbindung des Erregertransfers von kontaminierten bzw. kolonisierten Körperbereichen in mikrobiell nicht besiedelte Körperbereiche,
  • Abtötung von Krankheitserregern im Applikationsbereich, um eine nachfolgende Infektion zu unterbinden bzw. eine unerwünschte Kolonisation zu eliminieren,
  • Normalisierung einer Dysbiose bzw.
  • Abtötung potentieller Pathogene nach akzidenteller Kontamination.

Die Hautantiseptik ist vor allen durchtrennenden Eingriffen der Haut notwendig, das heißt vor Injektion, Punktion, vor präoperativer Durchtrennung und vor dem Legen von Gefäßkathetern. Ferner ist sie bei liegendem Gefäßkatheter indiziert. Bei Kolonisation von Patienten mit MRSA dient sie der Dekolonisation und bei der antiseptischen Waschung von Intensivplegepatienten der Herabsetzung des Risikos der Weiterverbreitung kritischer Erreger, insbesondere von MRE.

Antiseptik auf dem Auge

Auch vor der Durchtrennung von Schleimhaut und Auge ist die Antiseptik indiziert:

  • Indikation obligat: präoperative Behandlung (PVP-Iod 1,25 %, Polihexanid 0,02%)
  • Akzidentelle Kontamination: Spülung mit PVP-Iod 2,5 %
  • Epidemiologische Risikosituation: intra-, und postoperative Prophylaxe okulärer Infektionen (PVP-Iod)

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Smart Learning-Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ Kapitel 6.3 Link
  • KRINKO: Prävention postoperativer Wundinfektionen Link
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Welt-Hepatitis-Tag – “Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!”

Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen

Heute, am 28. Juli 2020, wird der Welt-Hepatitis-Tag unter dem Motto „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ begangen. 290 Millionen der von Hepatitis Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion. Im Mittelpunkt des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher die Diagnose bislang unentdeckter Infektionsfälle.

“Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!”

Die chronische Hepatitis-B-Infektion ist selten heilbar, jedoch gut kontrollierbar. Dagegen ist Hepatitis C heute so gut wie immer vollständig heilbar. Im Fokus des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages steht daher, die noch unentdeckten Infizierten zu finden, um diese frühzeitig zu behandeln, vor Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzuschränken. Nachfolgend geben wir einen steckbriefartigen Überblick über die 5 bekannten Hepatitis-Viren.

Hepatitis A

  • Ansteckung: Schmierinfektion, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht.
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HAV-IgM und anti-HAV-IgG
  • Therapie: nur symptomatisch
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 1,4 Millionen jährlich

Hepatitis B

  • Ansteckung: über Blut/ Körperflüssigkeiten, sexuelle Übertragung
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose auftreten.
  • Diagnose: Zunächst Bluttest auf die Virushülle (HBs-Antigen) und Antikörper als Immunreaktion (anti-HBs und anti-HBc). Mit diesen drei Werten kann man bereits erkennen, ob jemand infiziert ist, ausgeheilt war, gesund und/oder geimpft ist. Bei chronischer Infektion wird vor allem die HBV-DNA-Viruslast überwacht.
  • Therapie: verfügbar – Antivirale Medikamente gegen Hepatitis B können das Virus sehr gut unterdrücken, aber nicht ganz ausheilen. Daher müssen sie in der Regel dauerhaft  eingenommen werden. Heilende Hepatitis-B-Therapien zu finden, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.
  • Schutzimpfung: verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 257 Millionen

Hepatitis C

  • Ansteckung: über Blut
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle Gelbsucht bei akuter Infektion. Bei chronischer Infektion im Spätstadium können Beschwerden der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen auftreten.
  • Diagnose: zunächst Bluttest auf Antikörper (anti-HCV). Wenn die Antikörper positiv sind, wird ein aufwändigerer Test auf HCV-RNA, das Erbmaterial des Virus, gemacht
  • Therapie: verfügbar, HCV ist heute fast immer dauerhaft heilbar
  • Schutzimpfung: nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 71 Millionen

Hepatitis D

  • Ansteckung: über Blut, sexuell
  • Symptome/ Beschwerden: 
  • Diagnose: Ohne Hepatitis B-Diagnose (positives HBs-Antigen, siehe oben) braucht man nicht auf Hepatitis D zu testen. Wenn man erstmals positiv auf Hepatitis B getestet wird, oder wenn später bei chronischer Hepatitis B ein Verdacht besteht, sollte immer auch nach Antikörpern gegen das D-Virus (anti-HDV) gesucht werden. Wenn diese Antikörper positiv sind, erfolgt ein Test auf das Erbmaterial des Virus, die HDV-RNA.
  • Therapie: Aktuell sind noch keine Medikamente offiziell für Hepatitis D zugelassen.
  • Schutzimpfung: indirekt verfügbar über Hepatitis B-Schutzimpfung: Diese schützt auch vor Hepatitis D, da das Delta-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus existieren kann.
  • Infektionszahl weltweit: 15 Millionen

Hepatitis E

  • Ansteckung: in Deutschland insbesondere durch rohes Fleisch von Haus- und Wildschweinen und Rotwild
  • Symptome/ Beschwerden: häufig nur unspezifische Beschwerden, in ca. 20% der Fälle akute Gelbsucht
  • Diagnose: Bluttest auf Antikörper, anti-HEV-IgM und anti-HEV-IgG. Bei konkretem Verdacht kann auch ein direkter Test auf das Erbmaterial des Hepatitis-E-Virus erfolgen
  • Therapie: Es gibt bislang keine offizielle zugelassene Therapie.
  • Schutzimpfung: hierzulande nicht verfügbar
  • Infektionszahl weltweit: 20 Millionen jährlich

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 23. Juli 2020/ Nr. 30/31 Link
  • WHO Hepatitis A Factsheet Link 27. Juli 2020
  • WHO Hepatitis B Factsheet Link 27. Juli 2020
  • RKI-Ratgeber Hepatitis C Link
  • WHO Hepatits E Factsheet Link 27. Juli 2020

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77. Todestag von Karl Landsteiner

Karl Landsteiner

Heute, am 26. Juni 2020, jährt sich der Todestag von Karl Landsteiner zum 77. Mal. Der österreichisch-US-amerikanische Arzt und Bakteriologe hat sich vor allem im Bereich der Immunologie und Serologie einen Namen gemacht. Zu seinen größten Errungenschaften zählt die Entdeckung des AB0-Blutgruppensystems. Für diese Entdeckung wurde Landsteiner 1930 mit dem  Nobelpreis für Medizin oder Physiologie geehrt. Doch auch die Entdeckung des Poliovirus verdanken wir dem vielseitigen Wissenschaftler.

Errungenschaften von Karl Landsteiner

Karl Landsteiner begann seine medizinische Laufbahn in Wien. Dort schloss er 1891 sein Medizinstudium mit der Promotion ab und studierte anschließend Chemie in Würzburg, München und Zürich. Zurück in Wien spezialisierte er sich im Bereich der Chirurgie und war als Assistent von Max von Gruber (1853-1927) am Hygieneinstitut der Universität Wien tätig, wo er u.a. die Syphilis-Diagnostik nach Wassermann verfeinerte. Weiterhin legte er die Grundlagen für die spätere (1984/85) Entwicklung des Impfstoffes gegen die Kinderlähmung des Forschers Jonas Edward Salk (1914-1995).

Im Jahr 1901 entdeckte Landsteiner, dass das Blut verschiedener Personen beim Vermischen verklumpt. Weitere Arbeiten führten schließlich zu der Entdeckung der drei Blutgruppen A, B und 0. Diese Erkenntnis ist besonders bei Bluttransfusionen und Operationen sehr wichtig. Für die Entdeckung der Blutgruppen erhielt Landsteiner 1930 den Nobelpreis für Medizin.

1937 entdeckte Landsteiner zusammen mit Alexander Solomon Wiener den Rhesusfaktor.

Entdeckung des Poliovirus

In Wien hat Landsteiner gemeinsam mit Erwin Popper herausgefunden, dass es sich bei dem infektiösen Agens der Poliomyelitis um ein Virus handelt.

Im Jahr 1908 gelang Landsteiner der Nachweis, dass durch Überimpfung von Rückenmarkextrakt eines an Kinderlähmung verstorbenen Jungen eine Infektion von Affen erfolgt. Im Folgejahr verkündete Landsteiner zusammen mit Popper, dass das Poliovirus den Erreger der spinalen Kinderlähmung darstellt und begann anschließend an der Entwicklung eines Impfstoffes mitzuwirken.

Quellen und weiterführende Literatur

    • Karl Landsteiner The Nobel Prize Link
    • Polio polio.ch Link

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Frage der Woche: Ist das Legionellenrisiko nach den wochenlangen Schließungen von Anlagen erhöht?

biozide Wirkstoffe

Unsere Frage der Woche lautet: “Ist das Legionellenrisiko nach den wochenlangen Schließungen von Hotels, Sportanlagen und Schwimmbädern erhöht?”

Ja. Das Legionellenrisiko in öffentlichen Anlagen ist aktuell erhöht.

Nach der wochenlangen coronabedingten Schließung von öffentlichen Anlagen wie Schwimmbädern, Sporthallen oder auch Hotels warnt das Robert Koch-Institut vor einem möglichen Legionellenrisiko. Die Erreger werden durch zerstäubtes, vernebeltes Wasser übertragen. Die entstehenden Tröpfchen können sich in der Luft verbreiten und eingeatmet werden. Mögliche Ansteckungsquellen sind beispielsweise Duschen, Whirlpools, Luftbefeuchter oder Wasserhähne.

Der Stillstand des öffentlichen Lebens in den letzten Wochen führte auch dazu, dass das Wasser in den Leitungen und Rohren vieler Einrichtungen stillstand. Eine mögliche Folge kann ein erhöhtes Legionellenwachstum sein, so warnt das Robert Koch-Institut.

Menschen können durch das Einatmen erregerhaltiger Aerosole, wie sie beispielsweise bei der Nutzung von Duschen oder Wasserhähnen einer Trinkwasseranlage mit erhöhter Legionellenkonzentration entstehen können, an einer Lungenentzündung – der sogenannten Legionärskrankheit – erkranken.

Aktuell wichtige Maßnahmen

Daher sollten Betreiber von Hotels, Schwimmbädern, Altenheimen u. a. Einrichtungen in der jetzigen Situation auch den einwandfreien Betrieb der Trinkwasseranlage in ihren Gebäuden sicherstellen und die erforderlichen technischen Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos beachten.

Die Maßnahmen vor Wiederinbetriebnahme einer Trinkwasseranlage sind in den bekannten Technischen Regelwerken beschrieben – u. a. in den Richtlinien
DIN EN 806-5 und VDI 6023 sowie in den Arbeitsblättern W551 und W557 des Deutschen Vereins des Gasund Wasserfaches (DVGW).

Für gesunde Menschen stellen Legionellen in der Regel kein Problem dar. Als weit verbreiteter Umweltkeim finden sich Legionellen in Oberflächengewässern, im Grundwasser und in feuchten Biotopen.  Besonders große Trinkwasseranlagen mit komplexen Rohrsystemen, vorhandene Ablagerungen (Sedimente in Warmwasserbehältern, Kalkablagerungen) und der sich in den Rohren befindliche Biofilm bieten den Legionellen mit ihren speziellen Nährstoffansprüchen eine optimale Lebensgrundlage. Außerdem könnten eine Stagnation des Wassers oder vorhandene Totleitungen zu erhöhten Keimzahlen im Wasser führen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI-Ratgeber: Legionellose Link
  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 24/ 2020 vom 11.06.2020 Link
  • Umweltbundesamt Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt; Link

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Noroviren

Noroviren

Laut WHO können über 200 verschiedene Krankheiten durch kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. In diesem Blog-Beitrag widmen wir uns einem speziellen Erreger von Lebensmittelinfektionen – dem Norovirus – und stellen einen zeit- und kostensparenden Weg der Personalschulung mittels Microlearning Norovirus vor.

Noroviren

Insgesamt rund 15 Millionen Lebensmittelinfektionen jährlich sind in Europa auf Noroviren zurückzuführen. Somit sind Noroviren Hauptverursacher für nicht bakterielle akute Gastroenteritiden. Noroviren werden meist über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch übertragen. Auch rohe Lebensmittel wie Salat, Obst, Krabben, Muscheln und weitere können belastet sein und zu einer Infektion führen. Eine Übertragung über verunreinigte Gegenstände ist ebenfalls möglich.

In Deutschland sind Infektionen mit Noroviren nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 6 und § 7 meldepflichtig.

Neben den Influenzaviren gehören Noroviren zu den am häufigsten in Deutschland gemeldeten Erregern. In den Jahren 2010 bis 2019 wurden jedes Jahr durchschnittlich 94.000 Norovirus-Infektionen durch die Gesundheitsämter über die jeweiligen Landesgesundheitsbehörden an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt.

In der RKI-Auswertung für 2019 waren bei 183 der 203 analysierten Norovirus-assoziierten Ausbrüchen Informationen über die Einrichtung, in der der Ausbruch stattfand, vorhanden. Hierbei fiel auf, dass besonders häufig Alten- und Pflegeheime (n=71), gefolgt von Kindereinrichtungen wie beispielsweise Schulen, Horte und Kindertagesstätten (n=69) betroffen waren. Hinzu kamen Proben von 26 Norovirus-Ausbrüchen in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen, sowie zehn Norovirus-Ausbrüche in Restaurants und vier Ausbrüche in Hotels.

Häufigkeit Noroviren Einrichtungen

Abb.1 Häufigkeit von Noroviren in verschiedenen Einrichtungen (Quelle: RKI)

Schulen Sie Ihr Personal GRATIS mit dem Microlearning Norovirus

Ein hoher Kenntnisstand zu Norovirus-Infektionen beim Personal in Gesundheitseinrichtungen ist essenziell für das Ausbruchsmanagement. Nur mit gut geschultem Personal, können die erforderlichen Präventionsmaßnahmen ohne Zeitverlust sichergestellt werden.

Bis Ende Juli ist das Microlearning Noroviren für Sie kostenlos.

ML NOROVIRUS

 

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin 24/2020 vom 11.Juni 2020; Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt; Link
  • Ahmed et al. 2019: Global Prevalence of Norovirus in Cases of Gastroenteritis: A Systematic Review and Meta-Analysis Link

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Welttag der Händehygiene 2020

15 Sekunden Händedesinfektion

Hände, auch wenn sie gewaschen werden, sind zu 90% für die Übertragung von Infektionen in Krankenhaus und Praxis verantwortlich. Um an die Wichtigkeit der Händehygiene zu erinnern, ruft die World Health Organization (WHO) seit 2009 am 5. Mai den Welttag der Händehygiene aus. In Zeiten einer globalen Pandemie ist der Stellenwert der Händehygiene größer denn je. Daher wollen wir im Folgenden Beitrag das Wichtigste zur Händehygiene für Patienten für Sie zusammenfassen. Der Welttag der Händehygiene 2020 wird mit der Kampagne “SAVE LIVES: Clean your hands” gewürdigt und fällt mit dem Jahr der Pflegekräfte und Hebammen zusammen.

Fünf Momente der Händehygiene für Patienten

In Anlehnung an die WHO ergeben sich für den Patienten folgende „Fünf Momente“ für die Händedesinfektion:

  1. Bei Betreten des Patientenzimmers.
  2. Bei Verlassen des Patientenzimmers.
  3. Vor der Essenseinnahme.
  4. Nach Benutzung der Sanitäreinheit (WC).
  5. Vor und nach Kontakt mit der eigenen Wunde, mit Schleimhäuten oder MP.

Fünf Momente der Händehygiene für Patienten

50% Rabatt auf Kurse zum Update Händehygiene 2020

Im Rahmen des Welttages für Händehygiene 2020 möchten auch wir unseren Beitrag für eine Verbesserung der Händehygiene leisten: Ab sofort, bis zum 31. Mai 2020, können Sie unseren Kurs Update Händehygiene 2020 für alle Zielgruppen mit 50% Rabatt (10 statt 20€ zzgl. USt.) buchen.

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10er Pakete Händehygiene für das gesamte Team

Möchten Sie ihr gesamtes Team schulen? Mit unseren 10er Paketen erhalten Sie 10 Aktivierungscodes zum attraktiven Sonderpreis mit noch einmal 50% Rabatt. Diese können Sie beliebig auf die vier Zielgruppen aufteilen. Die Codes haben unbegrenzte Gültigkeit, müssen also nicht alle auf einmal eingelöst werden.

10er Paket buchen

Wenn Sie mehr Teilnehmer anmelden möchten, kontaktieren Sie uns gerne für ein individuelles Angebot.

Quellen & Weitere Informationen

  • WHO Hand Hygiene Day 2020 Link
  • Aktion Saubere Hände Link

Mehr Informationen und Beratung

Benötigen Sie mehr Informationen oder wollen Sie Ihr gesamtes Team anmelden? Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Welttag für Arbeitsschutz 2020

Welttag für Arbeitsschutz 2020

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat den Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ins Leben gerufen, um eine Präventionskultur zu etablieren und zur Vermeidung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten beizutragen.  Die Kampagne dient dazu für das Thema Prävention am Arbeitsplatz Bewusstsein zu schaffen, internationale Aufmerksamkeit auf neue Entwicklungen bei Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheit zu lenken Zudem soll auf die hohe Zahl vermeidbarer arbeitsbedingter Unfälle, Berufskrankheiten und tödlicher Unfälle hingewiesen werden.

Grundkurs Arbeitsschutz im E-Learning

Ein Arbeitsplatz birgt viele Gefahren. Arbeitgeber und Beschäftigte müssen gemeinsam daran arbeiten, Unfälle zu verhindern. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit in ihrem jeweiligen Umfeld beeinflussen.

Gemäß §12 Arbeitsschutzgesetz ArbSchG und §4 DGUV Vorschrift 1 muss der Arbeitgeber seine Beschäftigten regelmäßig und ausreichend zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz unterweisen. Die Unterweisung hat zu folgenden Anlässen zu erfolgen und muss regelmäßig wiederholt werden:

  • vor Neuaufnahme der Tätigkeit (Neueinstellungen)
  • bei Veränderung des Aufgabenbereichs
  • bei Einführung neuer Arbeitsmittel oder -verfahren
  • nach besonderen Vorkommnissen (bspw. Arbeitsunfall)

Verantwortlich für die Umsetzung der Unterweisung ist der Vorgesetzte innerhalb seines Weisungsbereiches.

Unterstützung erhält er, falls erforderlich, von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Sicherheitsbeauftragten der Organisation.

Inhalt:

  • Rechtliche Grundlagen
  • Verhalten im Notfall
  • Versicherung
  • Verhalten am Arbeitsplatz
  • Infektionsschutz & Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
  • Brandschutz

    30 % RABATT    

Quellen & Weitere Informationen

  • meduplus Grundkurs Arbeitsschutz Link

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Kooperation von meduplus und Funk Health Care Consulting

Patientenaufklärung

Smart Learning® Dienstleister meduplus und die Funk Health Care Consulting beschließen enge Zusammenarbeit

Meduplus, Anbieter innovativer digitaler Fortbildungsformate im Gesundheits­bereich, und die Funk Health Care Consulting, Beratungsunternehmen von Funk im Bereich des Risiko-, Informations-, Qualitäts- und Schadenmanagements, beschließen enge Kooperation. Gemeinsam werden E-Learning Kurse für ärztliches und pflegerisches Personal angeboten.

Gemeinsamer Kurs zur Patientenaufklärung

Als erstes gemeinsames Angebot ist ein E-Learning Kurs zur Patientenaufklärung entstanden. Der juristisch fundierte und praxisorientierte Kurs vermittelt alles rund um das Thema ärztliche Aufklärung für Praxis und Klinik.

Neben der Ausführung der ärztlichen Behandlung ergibt sich aus dem Behandlungsvertrag mit dem Patienten die Aufklärungspflicht als eine Hauptpflicht des Arztes. Gesetzlich wird diese Pflicht durch das im Februar 2013 in Kraft getretene Patientenrechtsgesetz im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Jede Behandlung/invasive Diagnostik eines Patienten setzt die wirksame Einwilligung des Patienten voraus. Diese kann es nur nach einer entsprechend wirksamen Aufklärung geben. Aufgrund des enorm haftungsrelevanten Themas der Aufklärung und der Anforderungen, die die Rechtsprechung stellt, bleibt die Herausforderung, eine praxistaugliche Vorgehensweise zu etablieren. In dem neuen Kurs “Patientenaufklärung” werden die juristischen Grundlagen und Rahmenbedingungen sowie alles Wissenswerte für Praxis und Klinik rund um das Thema ärztliche Aufklärung behandelt.

  • Konkrete Fallbeispiele aus der Praxis mit Einordnung in den Rechtskontext
  • Erläuterung gesetzlicher Regelungen
  • Zertifizierte Kurse mit Fortbildungspunkten
  • Immer aktuelle Updates

Zur gemeinsamen Webseite

Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit für mehr Informationen zum neuen Kurs.

Meduplus

Meduplus wurde 2015 von zwei Chirurgen gegründet. Mit der Smart Learning® Methode hat meduplus ein individuelles und adaptives Lernsystem für medizinisches Fachpersonal (Ärzte, Pflege, Med. Fachangestellte) entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fortbildungsangeboten berücksichtigt Smart Learning® vorhandenes Vorwissen und ermöglicht motivierende Lernerlebnisse.

Meduplus macht Kliniken und Praxen sicherer. Medizinisches Personal wird dabei nach höchsten Standards trainiert. Mit kontinuierlichen Updates und Microlearnings garantiert meduplus einen nachhaltigen Lernerfolg und die Transformation neuen Wissens in den beruflichen Alltag.

Meduplus steht für mehr Individualität, Effizienz und Praxisnähe in der medizinischen Fortbildung.

Kontakt

opta data Service GmbH
Keithstr. 14, 10787 Berlin

Telefon:     030/ 555 792 551
E-Mail:      info@meduplus.de

Funk Health Care Consulting

Die Funk Health Care Consulting GmbH ist ein Beratungsunternehmen von Funk im Bereich des Risiko-, Informations-, Qualitäts- und Schadenmanagements. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Identifikation der klinischen Risiken und der Implementierung von Maßnahmen zur Optimierung von Arbeitsabläufen zur Schadenprophylaxe. Die Funk Health Consulting als Unternehmen mit dem speziellen Fokus der Risikoprävention agiert in enger Verzahnung mit der Funk Hospital als Vermittler für maßgeschneiderte  Risikotransferlösungen.

Kontakt 

Karin Platz
Funk Health Care Consulting
Budapester Str. 31, 10787 Berlin

Telefon:    030/ 250 092 770
E-Mail:    K.Platz@funk-gruppe.de

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Frage der Woche: Dürfen Handschuhe desinfiziert und dadurch mehrfach verwendet werden?

Praxisschließung
  • “Dürfen Handschuhe desinfiziert und dadurch mehrfach getragen werden?” – Frage einer Klinikmitarbeiterin zur Desinfektion von Handschuhen

    Die Desinfektion von Handschuhen sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen. Der Vorgang ist unter Experten umstritten.

    Bei bestimmten Arbeitsabläufen mag eine zwischenzeitliche Desinfektion von Handschuhen attraktiv erscheinen, um dadurch einen Handschuhwechsel zu vermeiden. Studien haben gezeigt, dass geeignete Handschuhe tatsächlich mit üblichen Desinfektionsmitteln benetzt werden können. Allerdings treten bei längerer Tragedauer Undichtigkeiten auf. Das kann ein Risiko bei der Anwendung darstellen. Eine Desinfektion von Handschuhen soll daher die absolute Ausnahme darstellen. Ein Wechsel von Handschuhen ist aus hygienischer Sicht in jedem Fall vorzuziehen.

    Die Desinfizierbarkeit der Handschuhe muss gemäß den Herstellerangaben unter Bezug auf die Norm EN 374 sichergestellt sein. Ob das Material der Handschuhe in Kombination mit dem vor Ort verwendeten Desinfektionsmittel
    kompatibel ist, muss hinterfragt und ggf. durch Gutachten belegt werden. Sichtbar kontaminierte Handschuhe dürfen nicht desinfiziert werden und sind schnellstmöglichst zu wechseln.

    Update Händehygiene für die gesamte Belegschaft

    Die Händehygiene ist ein unverzichtbarer Baustein der Praxis- und Krankenhaushygiene. Maßnahmen, wie die Händedesinfektion oder das Tragen von Handschuhen, müssen von jedem Mitarbeiter im Gesundheitswesen umsetzbar sein. Alles Wissenswerte zur Händehygiene rund um die aktuellen Vorgaben und deren praktische Umsetzung lernen Sie in unserem Kurs Update Händehygiene.

    Kontaktieren Sie uns hierzu gerne per Mail an info@meduplus.de oder telefonisch unter 030/ 555 792 550.

    Quellen und weiterführende Literatur

    • Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA Niedersachsen) Fragen und Antworten zur Händehygiene in Pflegeeinrichtungen Link
    • meduplus Kurs Update Händehygiene Link

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Sind Refresherkurse für Hygienebeauftragte Ärzte verpflichtend?

Refresherkurse für Hygienebeauftragte Ärzte verpflichtend

Immer wieder fragen uns unsere Kunden, ob Auffrischungskurse oder Refresherkurse für Hygienebeauftragte Ärzte verpflichtend sind. Die Antwort darauf ist ganz klar “Ja”, allerdings gibt es bei den Vorgaben zwischen den Bundesländern teils erhebliche Unterschiede.

Ja, Refresherkurse für Hygienebeauftragte Ärzte sind verpflichtend.

Jeder Hygienebeauftragte Arzt muss sich fortbilden. Wir haben in der untenstehenden Tabelle die verschiedenen Auslegungen des Infektionsschutzgesetztes (IfSG) zusammengefasst. Die Hygieneverordnungen der Länder empfehlen Hygienebeauftragten eine Auffrischung des Hygienewissens im Abstand von 1-2 Jahren, teilweise mit genauen Zeitvorgaben oder inhaltlichen Vorgaben (NRW).

BundeslandFortbildung verpflichtendTurnusFestgelegter Umfang
BerlinJaJährlich/laufend-
BremenJaJährlich16 Stunden
Hessen, ThüringenJaJährlich8 Stunden
Mecklenburg-Vorpommern, SachsenJaJährlich-
Brandenburg, HamburgJaAlle 2 Jahre/laufend-
Nordrhein-WestfalenJaAlle 2 JahreInhaltliche Vorgaben
Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-HolsteinJaAlle 2 Jahre-
Sachsen-AnhaltJaRegelmäßig-

Refresherkurs für Hygienebeauftragte Ärzte im E-Learning

Der von meduplus entwickelte Refresherkurs für Hygienebeauftragte Ärzte genügt den Ansprüchen sämtlicher Hygieneverordnungen. Er besteht aus 16 Fortbildungseinheiten und enthält alle Neuerungen aus dem Bereich der Hygiene und Infektionsprävention der letzten Jahre. Neue Richtlinien und Leitlinien vom Robert-Koch-Institut, KRINKO und ART-Kommission werden berücksichtigt. Weitere Infos finden Sie hier.

  • Nach der meduplus Smart Learning® Methode
  • 16 Module, zertifiziert mit 32 CME-Punkten
  • Deckt HBA-Fortbildungspflicht aller Bundesländer ab
  • E-Learning-Kurs ohne Präsenzpflicht
  • Preis: 399€ statt 499€ bis Ende 2019

Jetzt buchen

Hygienevorschriften der Länder

Hygiene ist in Deutschland Ländersache. So hat jedes Bundesland teilweise stark voneinander abweichende Hygienevorschriften aus dem IfSG abgeleitet. Alle aktuellen Hygienevorschriften finden Sie hier zum Nachlesen:

BundeslandNameVolltext
Baden-WürttembergVerordnung des Sozialministeriums über die Hygiene und Infektionsprävention
in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO) Vom 20. Juli 2012
Aktuelle Fassung
BayernVerordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (Bayerische Medizinhygieneverordnung – MedHygV) Vom 1. Dezember 2010 (GVBl. S. 817) BayRS 2126-1-2-GAktuelle Fassung
BerlinVerordnung zur Regelung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen (Hygieneverordnung) Vom 12. Juni 2012 Aktuelle Fassung
BrandenburgVerordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygV) vom 6. Februar 2012 (GVBl.II/12, [Nr. 8]) geändert durch Verordnung vom 21. März 2016 (GVBl.II/16, [Nr. 13])Aktuelle Fassung
BremenVerordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygInfVO) vom 04.04.2012 (Brem.GBl. 2012, 125) Zuletzt geändert durch: §§ 9, 10 und 13 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 02.08.2016 (Brem.GBl. S. 434)Aktuelle Fassung
HamburgHamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HmbMedHygVO) Vom 27. März 2012, letzte berücksichtigte Änderung: § 5 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 25. April (HmbGVBl. S. 126)Aktuelle Fassung
HessenHessische Hygieneverordnung (HHygVO) vom 1. Dezember 2011 (GVBl. I S. 745 , 2012 S. 32) zuletzt geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 31. Oktober 2016 (GVBl. S. 190)Aktuelle Fassung
NiedersachsenNiedersächsische Verordnung über Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (NMedHygVO) Vom 26. März 2012 (Nds. GVBl. 2012, 41), letzte berücksichtigte Änderung: § 3 geändert durch Verordnung vom 23.11.2016 (Nds. GVBl. S. 274)Aktuelle Fassung
Mecklenburg-VorpommernVerordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO M-V)
Vom 22. Februar 2012 (GVOBl. M-V 2012, S. 66) letzte berücksichtigte Änderung: § 4 geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 9. Dezember 2016 (GVOBl. M-V S. 894)
Aktuelle Fassung
Nordrhein-WestfalenVerordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO)
vom 13. März 2012 (Fn 1), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. Juli 2011 (BGBl. I S. 1622)
Aktuelle Fassung
Rheinland-PfalzLandesverordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO) vom 17. Februar 2012 GVBl. 2012, 88, zuletzt geändert durch § 142 Abs. 4 des Gesetzes vom 20. Oktober 2010 (GVBl. S. 319), BS 2020-2.Aktuelle Fassung
SaarlandVerordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO) vom 28.03.2012, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 12. September 2016 (Amtsbl. I S. 856)Aktuelle Fassung
SachsenVerordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen vom 12. Juni 2012 (SächsGVBl. S. 320)Aktuelle Fassung
Sachsen-AnhaltVerordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO LSA) vom 26. März 2012, zuletzt geändert durch Beschluss vom 30. August 2011 (MBl. LSA S. 439).Aktuelle Fassung
Schleswig-HolsteinLandesverordnung über die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (Medizinische Infektionspräventionsverordnung - MedIpVO) vom 13. März 2017, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Juli 2011 (GVOBl. Schl.-H. S. 218)Aktuelle Fassung
ThüringenThüringer Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und zur Übertragung einer Ermächtigung nach dem Infektionsschutzgesetz (Thüringer medizinische Hygieneverordnung -ThürmedHygVO -) vom 17. Juni 2012, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. Juli 2011 (BGBl. I S. 1622)Aktuelle Fassung

 

 

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Europäischer Antibiotika-Tag 2019: Erste Studie zum Wissensstand des Medizinpersonals

Antibiotika-Tag 2019
  • Heute, am 18. November, ist Europäischer Antibiotika-Tag. Dieser jährlich stattfindende Tag soll auf die Bedeutung des bewussten Umgangs mit Antibiotika erinnern und auf die Gefahr durch Antibiotikaresistenzen aufmerksam machen. Anlässlich des heutigen Tages hat das ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) die Ergebnisse der ersten, multinationalen Studie zum Wissensstand des europäischen Medizinpersonals zum Thema Antibiotika veröffentlicht. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie.

    ECDC-Umfrage zum Wissensstand des Medizinpersonals zum Thema Antibiotika

    Die EU-weite Online-Befragung richtete sich an alle Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich und umfasste 43 Fragen. Die Fragen zum Thema Antibiotika/ Antibiotikaresistenzen betrafen den Wissensstand, die Einstellung und das Verhalten der Mitarbeiter. Ziel der Umfrage war es ein besseres Verständnis für die Fähigkeiten, Möglichkeiten und die Motivation zum umsichtigen Gebrauch von Antibiotika zu erlangen, um zukünftige Maßnahmen im Bereich Politik/ Bildung und Kommunikation effektiv unterstützen zu können.

    Es nahmen 18.365 Ärzte, Pflegekräfte und Med. Hilfskräfte an der Befragung teil. Insgesamt konnten europaweit nur 58 % der Befragten alle Fragen korrekt beantworten. Die Unterschiede der einzelnen Länder und Berufsgruppen waren erheblich.

    Umfrageergebnisse

    Insgesamt zeigen die Ergebnisse der ECDC-Studie, dass der Wissensstand des Medizinpersonals zu Antibiotika und Antibiotikaresistenzen gut ist, es jedoch an der richtigen Umsetzung in der Praxis mangelt. Insbesondere, bei der Verschreibung und Verbesserung der Infektionsprävention besteht Handlungsbedarf, so die Einschätzung von Vytenis Andriukaitis, europäischer Beauftragter für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

    Über 89 % der Teilnehmer haben eine Verbindung zwischen der Verschreibung, Ausgabe und Verabreichung von Antibiotika und der Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen bestätigt.

    Die Bedeutung der “5 Momente der Händehygiene” als Abwehrmittel im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen wurde am stärksten von der Gruppe der Pflegekräfte erkannt.

    Vorgaben für die praktische Umsetzung

    Die Ergebnisse der am Europäischen Antibiotika-Tag 2019 veröffentlichten Studie zeigen, dass in der praktischen Umsetzung des richtigen Antibiotikagebrauchs noch erhablicher Verbesserungsbedarf besteht, auch wenn der theoretische Kenntnisstand insgesamt über alle Länder und Berufsgruppen hinweg hoch ist. Eine weitere Erkenntnis ist, dass der Zugang zu Informationsmaterialien für Patienten bzw. Kollegen verbessert werden muss.

    Quellen und weiterführende Literatur

    • Survey of healthcare workers’ knowledge, attitudes and behaviours on antibiotics, antibiotic use and antibiotic resistance in the EU/EEA, Technical report, 18. November 2019; Link
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RKI-Faktenblatt zur HPV-Impfung

VRE in Deutschland

Zur unterstützenden Information der impfenden Ärzteschaft hat das Robert Koch-Institut Faktenblätter zu verschiedenen Impfungen entwickelt. Im ersten Faktenblatt wurde das Thema HPV aufgegriffen . Die Faktenblätter fassen kurz und knapp die wichtigsten Informationen zu einer Impfung zusammen und richten sich in erster Linie an Ärztinnen und Ärzte. Weiterhin können die Informations­blätter im Arzt-Patienten-Gespräch unterstützend als wichtige Informations­quelle genutzt werden, um auch Patientinnen und Patienten durch entsprechende Infografiken auf einen Blick über die jeweilige Impfung zu informieren.

HPV-Viren verursachen Krebs

Humane Papillomviren (HPV) zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erregern. HPV infizieren sowohl Frauen als auch Männer, oftmals bereits beim ersten Sexualkontakt. Eine rechtzeitige Impfung vor Aufnahme der ersten Sexualkontakte ist daher empfohlen. Bleibt eine HPV-Infektion bestehen, kann sich im Laufe der Zeit Krebs entwickeln, vor allem am Gebärmutterhals, aber auch an After, Penis, Mund und Rachen.

Die Impfung schützt wirksam vor den gefährlichsten HPV-Typen und senkt damit das Risiko für diese Krebserkrankungen. Für den bestmöglichen Schutz sollte vor dem ersten sexuellen Kontakt bereits ein Impfschutz bestehen.

Die wichtigsten Fakten zum Thema HPV-Impfung finden Sie im HPV-Faktenblatt des Robert Koch-Instituts: RKI-Faktenblatt zur HPV-Impfung (Quelle Faktenblatt sowie Beitragsbild: RKI, Stand November 2019)

5-Jahres-Ziel: HPV-Impfquote von 70 % bei 15-jährigen Mädchen

2018 erkrankten in Deutschland etwa 7.700 Menschen an Krebsarten, die auf eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zurückzuführen sind. Dazu zählen fast 4.000 Fälle von Gebärmutterhalskrebs. Die Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sind noch immer zu hoch. Durch die HPV-Impfung könnte ein Großteil dieser Tumore verhindert werden so das DKFZ. Daher wurde im Oktober 2019 bei einem Runden Tisch „zur Ausrottung HPV-assoziierter Krebserkrankungen“ mit Vertretern aus Gesundheitswesen, Politik und Forschung das Ziel erklärt, innerhalb von 5 Jahren eine HPV-Impfquote bei den 15-Jährigen Jugendlichen von 70 Prozent zu erzielen. Seit 2018 gibt es die HPV-Impfung auch für Jungs.

HPV-Impfquoten in Deutschland: Große regionale Unterschiede

Während in den neuen Bundesländern heute bei den 15-jährigen Mädchen hohe Impfquoten von zirka 60 Prozent erreicht werden, sieht dies bei den südlichen Bundesländern – Bayern und Baden-Württemberg – mit Quoten von zirka 35 Prozent deutlich schlechter aus, so Ole Wichmann, Fachgebietsleiter Impfprävention am RKI. Aufklärung und verstärkte regionale Impfkampagnen könnten helfen diese Diskrepanz zu überwinden und bundesweit ein hohes HPV-Impfniveau zu erreichen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • HPV-Faktenblatt Robert Koch-Institut Link
  • HPV-Impfung: impfen-info Link
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Frage der Woche: Wie oft sollte die Arbeitskleidung gewechselt werden?

Praxisschließung

“Wie oft sollte die Arbeitskleidung pro Woche gewechselt werden?” – Frage eines meduplus Kunden zum Rhytmus beim Arbeitskleidungswechsel

Täglicher Arbeitskleidungswechsel ist ideal. Der Wechselrhythmus bedarf ansonsten einer hygienischen Risikobewertung.

Unser Hygieneexperte Herr Professor Kramer äußert sich zu der Frage wie folgt: “Der Wechselrhythmus kann nicht pauschal vorgegeben werden, sondern bedarf einer hygienischen Risikobewertung. Ideal ist der tägliche Wechsel, mindestens aber sollte die Arbeitsbekleidung 3 Mal pro Woche, d.h. jeweils nach 2 Tragetagen und sofort bei sichtbarer Verschmutzung oder vermuteter Kontamination erfolgen.”

Vorgaben für die praktische Umsetzung

Häufig besteht Unsicherheit, wann welche Kleidung bei der Arbeit zu tragen ist, ob Kleidungsvorschriften stationärer Einrichtungen auch in ambulanten Einheiten gelten und wie häufig die Kleidung zu wechseln ist. Die KRINKO-Empfehlung “Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten” liefert Antworten auf die wesentlichen Fragen rund um das Thema Arbeitskleidung. Arbeitskleidung ist eine Kleidung, die anstelle oder in Ergänzung der Privatkleidung bei der Arbeit getragen wird. Zur Arbeitskleidung zählt auch Berufs- bzw. Bereichskleidung. Die Rolle der Kleidung
bei der Übertragung von Infektionserregern wird kontrovers diskutiert. Einige Mikroorganismen sind in der Lage in der unbelebten Umgebung (auch auf textilen Oberflächen) zu überleben. Vor allem Handkontaktstellen der Kleidung haben sich als kontaminiert erwiesen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • KRINKO Empfehlung vom 28. September 2015; “Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten” Link
  • DGKH-Sektion „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege/Rehabilitation“ im Konsens mit dem DGKH-Vorstand Kleidung und Schutzausrüstung für Pflegeberufeaus hygienischer Sicht, Aktualisierte Fassung Juli 2016 Link
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Neue Daten zur MRSA-Häufigkeit in Deutschland

Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt

Daten zur Überwachung der Resistenzentwicklung gegenüber Antibiotika werden durch die nationale Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut
(RKI) gesammelt. Es werden sowohl Daten aus der stationären als auch aus der ambulanten Versorgung einbezogen. Die aktuellen Daten des Surveillance-Systems bestätigen einen weiteren Rückgang von MRSA in Deutschland.

MRSA Daten in Deutschland und Europa

In Deutschland lag der Anteil von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) an allen S.-aureus-Isolaten aus allen Probenmaterialien bei 23,8% im Jahr 2010 und sank 2018 auf 13,3 %. In der ambulanten Versorgung fiel der Anteil von 13% im Jahr 2010 auf 7,7% im Jahr 2018.

Zur Einsortierung in den europäischen Rahmen werden die erhobenen ARS-Resistenzdaten auch an das EARS-Net, das European Antimicrobial Resistance Surveillance Network, übertragen. Im europäischen Durchschnitt ist der Anteil von 18 % im Jahr 2013 auf 16,9 % im Jahr 2017 gesunken. Jedoch gibt es weiterhin eine starke Diskrepanz zwischen den Niedrigprävalenzländern wie unter anderem Norwegen, Dänemark, Niederlande und den Hochprävalenzländern im südeuropäischen Raum (u.a. Portugal, Griechenland). In Letzteren lag der Anteil im Jahr 2017 weiterhin bei über 35 %.

In Deutschland sowie im europäischen Durchschnitt sind die MRSA-Prävalenzen rückläufig. Dennoch stellt das NRZ eine unverändert hohe Zahl an  S.-aureus-/MRSA-Einsendungen fest. Es überwiegen weiterhin Einsendungen von Isolaten der Linien t003/ST225/„Rhein-HessenMRSA“ und t032/ST22/„Barnim-MRSA“. Diese wurden deutschlandweit nachgewiesen. Bestimmte KoResistenzen (Fluorchinolone, Makrolide) sind bei MRSA in den Jahren 2017/2018 wie bereits in den Jahren zuvor rückläufig. Dagegen besteht für Tetracyclin ein leichter Anstieg.

Kostenloses Microlearning zu Hygienemaßnahmen bei MRSA

Die Fortbildung von medizinischem Personal ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sachgemäßen Einsatz von Antibiotika. Dies schreibt auch das Bundesministerium für Gesundheit in seinem 10-Punkte-Plan zur Vermeidung behandlungsassoziierter Infektionen und Antibiotika-Resistenzen fest.

Meduplus bietet in E-Learning- und Blended Learning Schulungen vielfache Fortbildungsformen an, die das Thema MRSA behandeln.

 

 

Eine sehr effiziente Möglichkeit das Wissen in dem Bereich aufzufrischen und bei Ausbrüchen in kürzester Zeit die gesamte Belegschaft zu schulen bietet unser Microlearning MRSA. In 20 Minuten wird hier alles Wichtige zum richtigen Hygieneverhalten bei MRSA vermittelt.

 

Quellen und weiterführende Informationen

  • RKI Epidemiologisches Bulletin Nr. 42 vom 17.10.2019 Link
  • Bundesgesundheitsministerium: Infektionskrankheiten/ MRSA Link
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Welthändewaschtag 2019

Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt

Der 15. Oktober 2019 markiert den Welthändewaschtag 2019. Anlässlich dieses Tages erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an regelmäßiges und gründliches Händewaschen zum wirksamen Schutz vor Infektionen.

Welthändewaschtag 2019: “Saubere Hände für alle”

Das diesjährige Motto des Welthändewaschtages lautet “Clean Hands for All” (“Saubere Hände für alle”). Die Hände sind der Hauptüberträger vieler Infektionen. Wir berühren täglich Tausende Dinge und schütteln viele Hände. Auf diese Weise können Krankheitserreger von Hand zu Hand übertragen werden und bei anschließender Berührung des Gesichts können diese über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Organismus gelangen und eine Infektion auslösen.

Damit das Händewaschen richtig gelingt, gibt die BZgA Tipps, worauf es dabei ankommt. Als erstes sollten die Hände unter fließendem Wasser nass gemacht werden. Die Temperatur sollte angenehm sein. „Für wirksames Händewaschen ist es wichtig, die empfohlene Dauer von 20 bis 30 Sekunden beim Einseifen einzuhalten“, erinnert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA in der Mitteilung der Behörde. „Im Alltag nehmen sich die Menschen jedoch oft nicht genug Zeit. In unserer Repräsentativbefragung zum Thema Hygiene gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass sie für das Waschen der Hände sogar weniger als 20 Sekunden Zeit verwenden“, so Thaiss. 

Im Anschluss werden die Hände unter fließendem Wasser abgewaschen. Keime, die danach eventuell noch an den Händen haften, lassen sich durch gründliches Abtrocknen mit einem sauberen Tuch entfernen.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Global Handwashing Day 2019 Link
  • BZgA Pressemitteilung vom 10.10.2019 Link

Hygiene mit meduplus

Wir motivieren mit unseren 5 Momenten der Händehygiene für Patienten zur richtigen Händehygiene.

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3 Jahre Smart Learning® in der medizinischen Fortbildung: Evaluationsergebnisse zum Kurs HBA

Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt

Im folgenden Beitrag möchten wir unsere Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt anhand der Daten von knapp 3.000 Teilnehmern innerhalb der letzten 5 Jahre mit Ihnen teilen. Bemerkenswert ist hier nicht nur die große Anzahl an bereits geschulten Ärzten, sondern vor allem auch der Vergleich zwischen der Smart Learning® Methode und dem anfänglichen klassischen E-Learning-Ansatz. In der Gesamtevaluation ebenso wie in den einzelnen Qualitätsindikatoren konnte die Nutzerzufriedenheit von knapp 50% auf 84% gesteigert werden. Das spricht eindeutig für das adaptive Lernsystem hinter der Smart Learning® Methode und für die inhaltliche und didaktische Qualität unserer Kurse.

Evaluation zum Kurs Hygienebeauftragter Arzt

Die medizinische Weiterbildung ist einem stetigen Wandel ausgesetzt. Sowohl die Inhalte als auch die Art der Vermittlung müssen zu jedem Zeitpunkt so konzipiert sein, dass sie optimal auf die Bedürfnisse des medizinischen Personals abgestimmt sind und so die bestmögliche Wissensvermittlung gewährleisten. Diese smarte Wissensvermittlung ist das Ziel hinter der meduplus Smart Learning® Methode.

Nachdem von 2013 bis 2015 ein klassisches E-Learning für den Kurs Hygienebeauftragter Arzt eingesetzt wurde, wurde schnell der Wunsch der Teilnehmer nach einem angepassten E-Learning deutlich. Dieser Wunsch wurde von meduplus aufgegriffen und im heutigen Smart Learning® Kurs umgesetzt.

Smart Learning® – Evaluationsergebnisse und Ausblick

Die von meduplus neu entwickelte Smart Learning® Methode zeichnet sich durch hohe Flexibilität und Aktualität aus, belohnt Vorwissen und vermittelt Freude am Lernen.

Der direkte Vergleich der Evaluationsergebnisse zwischen klassischem E-Learning und Smart Learning® zeigt eine erhebliche Verbesserung der Nutzerzufriedenheit von 48% auf 84%. Gleichzeitig wird durch den Methodenmix aus E-Learning, kontinuierlicher Wissensabfrage in der Lernphase sowie kontinuierlichen Updates ein nachhaltiger Lernerfolg sichergestellt. Zudem wird das Wissen der Teilnehmer zu spezifischen Themenbereichen regelmäßig in kurzen Lerneinheiten (sogenannten Microlearnings) aufgefrischt.

Die vollständige Publikation von unserem Geschäftsführer, Herrn Dr. Ansorg, zu den Ergebnissen der Evaluation inklusive eines Ausblicks auf die Zukunft der medizinischen Fortbildung können Sie hier kostenlos anfordern:

 

 

Quellen und weiterführende Informationen

  • Dr. med. Jörg Ansorg,”3 Jahre Smart Learning® in der medizinischen Fortbildung: Evaluationsergebnisse und Ausblick am Beispiel der Blended-Learning-Kurse zum Hygienebeauftragten Arzt”, sgp INSIDER, 16.07.2019 Link
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meduplus auf der XPOMET 2019

XPOMET 2019

Die XPOMET 2019 ist die globale Plattform für das Gesundheitssystem der nächsten Generation. Das dreitägige Technologie- und Medizinfestival für Fachpublikum und interessierte Bürger vom 10. bis 12. Oktober 2019 in der Arena in Treptow/Berlin, bildet eine Plattform für innovative Unternehmen, um neue transdisziplinäre Lösungen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften in Medizin und Lebenswissenschaften zu entdecken und zu fördern.

Wir sind an allen drei Tagen mit einem Stand vor Ort, Sie finden uns an Stand 3/Next Generation Area. Bei uns am Stand finden Sie exklusive Angebote für XPOMET Besucher. Es gibt zudem die Möglichkeit beim Meet the Expert unseren Geschäftsführer und absoluten E-Learning Experten Dr. Jörg Ansorg zu treffen. Außerdem bietet unser Gewinnspiel ansteckende Preise.

Tolle Angebote für Teilnehmer der XPOMET 2019

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Hygienefortbildungen mit meduplus

Ob Sie nur wenige Mitarbeiter oder eine ganze Klinik schulen wollen: Bei der Fortbildung von Hygienebeauftragten in der Pflege stehen wir Ihnen mit unserem innovativen Schulungsansatz gepaart mit unserer langjährigen Schulungserfahrung zur Seite. Kontaktieren Sie uns sehr gerne für weitere Informationen zu unserem Kurs. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

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Frage der Woche: Droht bei festgestellten Mängeln in der Praxisbegehung die Praxisschließung?

Praxisschließung

“Für meine Arztpraxis wurde ein Termin zur Praxisbegehung angekündigt. Es stellt sich mir die folgende Frage: Kann meine Praxis bei festgestellten Mängeln in der Praxisbegehung durchfallen und kann in der Folge eine Praxisschließung drohen?”

– Frage aus der Praxis eines meduplus Kunden

Bei Feststellung schwerwiegender Mängel ist eine Praxisschließung möglich.

Stellt der Sachbearbeiter in der Begehung fest, dass eindeutig fahrlässig gehandelt worden ist, so wäre dies ein Grund für eine Praxisschließung. Beispiele für fahrlässiges Handeln sind beispielsweise, wenn zum Zeitpunkt der Begehung kein Nachweis darüber erfolgen kann, dass die Aufbereitungsmaßnahmen bei kritisch eingestuften Medizinprodukten richtliniengemäß durchgeführt worden sind oder festgestellt wird, dass defekte Sterilisatoren zum Einsatz kommen. Dies wären Gründe, die eine Praxisschließung nach sich ziehen könnten. Das ist sicherlich die weitestgehende Maßnahme. Damit es aber nicht erst soweit kommt, dass eine Schließung Ihrer Praxis droht oder Sie Bußgelder zahlen müssen, geben wir Ihnen hier Einblicke in die häufigsten festgestellten Mängel.

Wir schulen Ihre Mitarbeiter, damit Sie gut durch die Praxisbegehung kommen.

Im Rahmen von stichprobenartigen Kontrollen durch Gesundheitsämter oder andere zuständige Behörden wird das Hygienemanagement und die Aufb­ereitung von Medizinprodukten überprüft. Werden dabei Mängel festgestellt, kann dies zu erheblichen Konsequenzen für die Praxis führen: Die Bandbreite der Maßnahmen reicht hierbei von Auflagen und Bußgeldern bis zur unmittelbaren Einschränkung der Praxistätigkeit oder gar Schließung der Praxis.

Damit Ihre Mitarbeiter gut auf eine anstehende Praxisbegehung vorbereitet sind, lohnt es sich das Basiswissen aller Mitarbeiter im Bereich Hygiene sowie Arbeitsschutz durch zeiteffektive E-Learning-Schulungen zu stärken.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Grundkurs Hygiene Med. Hilfspersonal Link
  • KBV Überwachung und Begehung von Arztpraxen durch Behörden Link

Frage der Woche und andere interessante Themen

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Aktuelle Daten zu VRE in Deutschland

VRE in Deutschland

Aktuelle Daten zu Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VREF) der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI) wurden kürzlich für den Zeitraum 2012 bis 2017 ausgewertet. Die abgeleiteten Trends wurden auch aus den Analysen vom KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen) bestätigt. Die Ergebnisse der Analysen weisen auf einen Anstieg von VREF auf Intensiv- und Operativstationen deutscher Krankenhäuser hin. SARI-Daten zeigen, dass sich der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% erhöhte; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Daten aus ARS, KISS und SARI

Zur mikrobiologischen Diagnostik sind in den Laboren in Deutschland standardisierte Verfahren etabliert. Resistenzdaten, die aus der Routinediagnostik erhalten werden, fließen zu einem relevanten Anteil in die Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI).

In der Analyse der ARS-Daten von 2012 bis 2017 wurden insgesamt 35.906 E.-faecium-Isolate aus 148 Krankenhäusern berücksichtigt. Die Daten zeigen, dass seit 2014 der Anteil von VREF von 11,2% auf 26,1%  im Jahr 2017 angestiegen ist. Dabei ist der Anstieg überwiegend im südwest- und südostdeutschen Raum auffällig. Die absolute Anzahl an E.-faecium-Isolaten, die eine Vancomycin-Resistenz aufzeigen, ist kontinuierlich über den analysierten Zeitraum angestiegen – von 631 im Jahr 2012 auf 1.634 im Jahr 2017 – was darauf hinweist, dass auch die Anzahl an Infektionen mit VREF in Krankenhäusern in Deutschland zugenommen hat.

Eine multivariable Regressionsanalyse der zugrundeliegenden Daten zeigt zudem, dass Patienten der Altersgruppe 40–59 Jahre einen höheren Anteil von VREF aufweisen als jüngere Patienten.

Ähnliche Trends resultierten aus einer Auswertung der Surveillancedaten aus KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen. Anhand der SARI Daten ist auf deutschen Intensivstationen der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% angestiegen; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Status Quo und Ausblick

Momentan liegt die Vancomycin-Resistenzrate von isolierten E. faecium in Deutschland über dem europäischen Durchschnitt. Das rechtzeitige Erkennen von Resistenztrends gegen
„Reserveantibiotika“ ist eine wichtige Aufgabe eines NRZ (Frühwarnfunktion) und ein wichtiger erster Schritt, um den negativen Trend umzukehren. VRE stehen auf der globalen Prioritätenliste der WHO für Antibiotika-resistente Bakterien, für die dringend neue Antibiotika erforscht werden müssen, weit oben.

Aus individualmedizinischer Sicht, aus Sicht der Krankenhaushygiene und aus Public Health Sicht muss einer Ausbreitung von VRE entgegengewirkt werden.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin Nr. 35 vom 29.08.2019 Link
  • RKI; Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE):Was ist aus Public Health Sicht notwendig, um die Verbreitung zu bekämpfen? Tim Eckmanns, Robert Koch-Institut; Fortbildung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst; Berlin, 12. April 2018; Link
  • RKI: Antibiotika-Resistenz-Surveillance Link
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166. Geburtstag von Hans Christian Gram, Entdecker der Gram-Färbung

Hans Christian Gram Gram-Färbung

Hans Christian Gram, der Entdecker der Gram-Färbung wurde heute vor 166 Jahren, am 13. September 1853, in Kopenhagen geboren. Gram war ein dänischer Bakteriologe.

Gram studierte an der Universität Kopenhagen Botanik und Medizin bis zum Abschluss 1883. Ab 1891 arbeitete er dort als Dozent und erhielt im gleichen Jahr eine Professur für Pharmakologie. Ab 1900 erhielt er eine Professur für Medizin in Kopenhagen. Gram verstarb am 115. November 1938 in Kopenhagen.

Hans Christian Gram entdeckt die Gram-Färbung

Die berühmte nach ihm benannte Gram-Färbung, gelang im Zeitraum zwischen 1883 und 1885 im Berliner Städtischen Krankenhaus in Zusammenarbeit mit Carl Friedländer. Dort fand er einen Weg, Erreger der Lungenentzündung Streptococcus pneumoniae (grampositiv) und Klebsiella pneumoniae (gramnegativ) verschieden anzufärben.


Google-Doodle zu Ehren von Hans Christian Gram

Die Gram-Färbung basiert auf dem später erkannten Unterschied im Zellwandaufbau von Bakterien. Gram-positive Bakterien haben eine dicke Zellwand, die hauptsächlich aus einer vielschichtigen Lage Murein bestehend. Gram-negative Bakterien besitzen nur eine sehr dünne Wand aus einer ein- bis wenigschichtigen Lage Murein, außerdem haben sie eine zweite Lipidmembran ähnlich einer Cytoplasmamembran außerhalb der Zellwand.

In der Hellfeld-Mikroskopie waren Bakterien nur schlecht sichtbar, daher wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts intensiv nach Lösungen geforscht. Ohne Färbung wurde Bakterien erst 1930 nach Entwicklung des Phasenkontrasts in den 1930er Jahren.
 

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Einmalhandschuhe in der Händehygiene

Einmalhandschuhe

Die Nutzung von medizinischen Einmalhandschuhen ist ein wesentlicher Teil der Händehygiene und fest im Gesundheitswesen verankert. Sie vermittelt dem Patienten ein Gefühl von Sicherheit und Professionalität. Doch wie wirkungsvoll ist das Tragen von Einmalhandschuhen wirklich und birgt es vielleicht sogar Risiken?

Medizinische Einmalhandschuhe

Mit dem Begriff des medizinischen Einmalhandschuhes ist in der Regel der pathogenfreie bzw. keimarme Einmalhandschuh zum Tragen bei speziellen medizinischen sowie pflegerischen Tätigkeiten gemeint.

Einmalhandschuhe dienen dazu das Kontaminationsrisiko der Hände zu verringern und somit das Risiko der Übertragung und Verbreitung von Krankheitserregern zu reduzieren.

Der Einsatz erfolgt unter Aspekten des Patientenschutzes und insbesondere des Arbeitsschutzes, wie sie in den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA250) aufgeführt und auch in der Empfehlung der KRINKO “Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens” festgeschrieben sind.

Einmalhandschuhe erfüllen die 2 wesentlichen Funktionen:

  • Schutz des Personals vor Kontamination mit Blut, Sekreten und Exkreten einschließlich Pathogenen und somit indirekt die Unterbrechung von Infektionsketten
  • Schutz vor der Übertragung von Erregern, die gegen Alkohol-basierte Desinfektionsmittel unempfindlich sind (z.B. Clostridioides difficile)

Einmalhandschuhe und die hygienische Händedesinfektion

Die Nutzung von Einmalhandschuhen ersetzt zu keinem Zeitpunkt die hygienische Händedesinfektion. Vor Anlegen und nach Ablegen der Handschuhe ist jeweils die hygienische Händedesinfektion durchzuführen. Das Ablegen bzw. Wechseln der Einmalhandschuhe erfolgt zu den gleichen Indikationen der hygienischen Händedesinfektion, wie sie in den 5 Momenten der Händehygiene der WHO festgelegt sind.

Ein Risiko, das mit dem Gebrauch von Einmalhandschuhen einhergeht, besteht darin, dass dieser zur Vernachlässigung der hygienischen Händedesinfektion führen könnte. Es ist daher unbedingt auf eine regelmäßige Schulung des Personals zum richtigen Umgang mit Einmalhandschuhen zu achten. Meduplus bietet hierzu einen zeiteffizienten E-Learning-Kurs für Ihr Personal an.

Hier geht´s zum Kurs Händehygiene

Klicken Sie auf die für Sie passende Zielgruppe, um mehr zu unserem Kurs Händehygiene 2019 zu erfahren.

Händehygiene Med. Hilfspersonal 

HändehygienE Ärzte

Quellen und weiterführende Literatur

  • Meduplus Kurs Händehygiene 2019 Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin Nr. 19; 09.05.2019 Link

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Frage der Woche: Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge?

Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge:

Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge:

“Einem Kind wurden beim Gipsaufschneiden mit einer Gipssäge mit Absaugvorrichtung zwei Schnittwunden zugefügt (Haut angeritzt mit leichter Blutung). Besteht durch die Gipssäge die Gefahr der Übertragung von Viren wie Hepatitis B/C oder HIV bzw. von Bakterien (z. B. MRSA)? Sollte bei der Verwendung von Gipssägen eine Hygieneprotokoll beachtet werden? ”

– Frage in der Community

Ja, die Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge ist möglich.

Sofern sich Blutreste eines zuvor beim Gipsaufschneiden mit einer Gipssäge Verletzten beim erneuten Einsatz an der Gipssäge befinden, ist eine Übertragung in Abhängigkeit von der Persistenz der Erreger und dem Abstand zur nächsten Benutzung möglich. Die Überlebensfähigkeit beträgt auf trockenen unbelebten Oberflächen z.B. für MRSA 7 d – 7 Monate, für HBV, HIV und für Papillomviren > 7 d. Selbst wenn sich die Persistenz in Blutresten befindlicher Erreger unterscheiden sollte, ist bei Blutkontamination in jedem Fall von einer Infektionsgefährdung auszugehen. Aus diesem Grund ist eine Reinigung mit nachfolgender Desinfektion der Säge für erforderlich anzusehen.

– Prof. Dr. med. Axel Kramer (Mitglied der KRINKO)

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt Kapitel 4.2 – NI: Entstehung und Übertragung Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt Kapitel 10.2 – Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionswegen Link

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Zum Todestag von Lillian Wald

Lillian Wald

Die amerikanische Krankenschwester Lillian Wald verstarb am 01. September 1940. Heute, fast 80 Jahre später, wird sie als Pionierin der Öffentlichen Gesundheit geehrt und gilt als eine der einflussreichsten Sozialreformerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie gründete das Sozialprojekt Henry Street Settlement und führte dort Programme zur Ausbildung von Krankenschwestern und insbesondere auch zur Hygiene ein.

Lillian Wald: Lebenswerk in der Hygieneausbildung von Immigrantinnen

Was haben amerikanisches Schulessen, New Yorker Spielplätze, der 8-Stunden-Arbeitstag sowie Gewerkschaften gemeinsam?

Die Antwort lautet: Sie sind alle auf Ideen der amerikanischen Krankenschwester Lillian Wald zurückzuführen, die vor einem Jahrhundert formuliert wurden.

Lillian Wald studierte ab 1883 an der Krankenpflegeschule des New York Hospital und war danach als Krankenschwester tätig. 1891 begann sie dann ein Medizinstudium am Women’s Medical College. Wald wurde von dem Ziel getrieben die Gesundheitsversorgung der Bewohner der New Yorker Lower East Side zu verbessern. 1893 hat Wald ihre Lebensaufgabe darin gefunden, Immigrantinnen in der dichtbesiedelten East Side von Manhattan in Hygiene und häuslicher Pflege zu unterrichten.

Gründung des Sozialprojektes Henry Street Settlement

Wald gründete 1893 das Sozialprojekt Henry Street Settlement, das zum Ziel hatte die Rolle der Pflege in der Gesundheitsförderung zu etablieren. Das Henry Street Settlement bietet noch heute eine große Bandbreite an sozialen Angeboten, die von Kunstprojekten bis zu Gesundheitsprogrammen reichen und jedes Jahr über 50.000 New Yorker erreichen.

Lillian Wald wurde 100 Jahre nach Gründung des Henry Street Settlement im Jahr 1993 in die National Women’s Hall of Fame aufgenommen. Weiterhin wurde sie  unter anderem auch durch die Aufnahme in die Hall of Fame for Great Americans in New York geehrt.

Quellen und weiterführende Literatur

    • “Lillian Wald”(britannica.com) Link
    • “Lillian Wald” (henrystreet.org) Link

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Frage der Woche: Macht eine Unterscheidung zwischen „Hautmesser“ und „tiefem Messer“ Sinn?

Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge:

“Nahezu überall wird bei chirurgischen Eingriffen nach dem Hautschnitt das Skalpell getauscht und zur weiteren Präparation ein “tiefes Messer” eingesetzt. Wie sinnvoll ist es aus hygienischer Sicht, bei chirurgischen Eingriffen nach ordnungsgemäß durchgeführter Hautantiseptik eine Unterscheidung zwischen “Hautmesser” und “tiefem Messer” zu machen?”

– Frage während eines meduplus Präsenztages

Ja, ein Wechsel zwischen “Hautmesser” und “tiefem Messer” ist zu empfehlen

Die Datenlage gestattet leider keine eindeutige Aussage. Die residente Flora wird durch die präoperative Hautantiseptik nur unvollständig eliminiert. Das betrifft insbesondere die tieferen Schichten der Haut einschließlich der Talg- und Schweißdrüsen, weil der Alkohol nicht in die Haarfollikel eindringt. Damit ist die Möglichkeit gegeben, dass das Skalpell bei der Durchtrennung der Haut kontaminiert wird und anhaftende Erreger in die Tiefe verschleppt werden.

Überraschenderweise war im Ergebnis einer prospektiven Studie kein signifikanter Unterschied bezüglich der SSI-Rate (SSI = Surgical Site Infections) zwischen dem Wechsel des Skalpells nach dem Hautschnitt (n=309) bzw. keinem Wechsel (n=277) nachweisbar. Nur bei einem Skalpell wurde eine Kontamination nachgewiesen (Hasselgren et al. 2008). Damit ist allerdings die Sicherheit der ursprünglichen Aufbereitung deutlich unter dem geforderten SAL von 10-6 für die Sterilisation gesunken.

Empfehlung bis zum Nachweis der Unbedenklichkeit eines Verzichts

Im Ergebnis einer Befragung wechselten trotz der unklaren Datenlage 65 % der Orthopäden (n=300) das Skalpell nach der Durchtrennung der Haut. Allerdings wird von den Autoren der Befragung darauf hingewiesen, dass es unklar ist, ob ein Wechsel des Skalpells bei kontaminierten Eingriffen, z. B. offene Fraktur, erfolgen sollte, zumal die dadurch entstehenden Kosten zu vernachlässigen sind (Tejwani et al. 2008).

In Anbetracht der limitierten Datenlage, der geringen Kosten bei einem Wechsel und dem wenn auch offenbar geringen Kontaminationsrisiko bei Verzicht auf einen Wechsel des Skalpells ist ein Wechsel des Skalpells solange zu empfehlen, bis durch weitere Untersuchungen die Unbedenklichkeit des Verzichts auf einen Wechsel überzeugend nachgewiesen worden ist.

– Prof. Dr. med. Axel Kramer (Mitglied der KRINKO)

Quellen und weiterführende Literatur

  • Hasselgren PO, Hagberg E, Malmer H, Säljö A, Seeman T. One instead of two knives for surgical incision. Does it increase the risk of postoperative wound infection? Arch Surg 1984, 119 (8), 917-20. Link
  • Tejwani NC, Immerman I. Myths and legends in orthopaedic practice: Are we all guilty? Clin Orthop Rel Res 2008, 466 (11), 2861-72. Link

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Lebensmittelinfektionen: Campylobacter auf dem Vormarsch

Campylobacter Lebensmittelinfektionen

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Sommerzeit ist Keimzeit. Dies trifft insbesondere auch auf Bakterien und Viren zu, die im Sommer ein erhöhtes Risiko darstellen unsere Lebensmittel zu kontaminieren. Laut WHO können über 200 verschiedene Krankheiten durch kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. Als Erreger kommen Bakterien, Parasiten, Viren sowie Toxine vor. Weltweit sind schätzungsweise 2 Millionen Todesfälle jedes Jahr auf die Einnahme kontaminierter Lebensmittel zurückzuführen.

Erreger von Lebensmittelinfektionen & Prävalenz in Deutschland und Europa

In Deutschland sind die bedeutendsten bakteriellen Erreger Salmonellen, Campylobacter, Yersinia und darmpathogene E. coli-Stämme.  2017 wurden in Deutschland 69.461 Fälle an Campylobacter-Infektionen registriert. Davon wurden 4.961 in Sachsen, 2.099 in Thüringen und 1.690 in Sachsen-Anhalt verzeichnet (Quelle: Robert-Koch-Institut). Damit ist die Campylobacter-Enteritis bereits die häufigste durch Bakterien verursachte meldepflichtige Krankheit in Deutschland.

Daneben sind unter den viralen Erregern vor allem Rotaviren, Adenoviren sowie Noroviren von hoher Relevanz. Insgesamt rund 15 Millionen Lebensmittelinfektionen jährlich sind in Europa auf Noroviren zurückzuführen. Diese Erreger können auch durch Kontakt mit Erkrankten oder kontaminierte Oberflächen übertragen werden.

Knapp fünf Millionen Campylobacter-Infektionen treten jährlich in Europa auf. Etwa eine Million Lebensmittelinfektionen sind auf die Toxoplasmose zurückzuführen, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii ausgelöst wird.

Weltweit sind Lebensmittelinfektionen noch ein deutlich größeres Problem als in Europa, insbesondere in Regionen, in denen Lebensmittelproduzenten und Händler keine so strikten Hygienevorschriften einhalten müssen. Ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelinfektionen besteht insbesondere für Kinder, ältere, kranke und immungeschwächte Menschen.

Wie kann man Lebensmittelinfektionen vorbeugen?

Eine Vorbeugung ist durch die Einhaltung erhöhter Hygienevorschriften bei der Lebensmittelverarbeitung möglich. Insbesondere bei der Verarbeitung von rohen und gekochten Lebensmitteln sollte auf die Vermeidung von Kreuzkontaminationen geachtet werden.

Quellen und weiterführende Literatur

  • WHO; World Health Day 2015: Food safety – the global view; Link
  • RKI; Campylobacter Enteritis; Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt; Link

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Zum Todestag von Florence Nightingale

Florence Nightingale

Die britische Krankenschwester Florence Nightingale verstarb am 13. August 1910. Heute, mehr als 100 Jahre später, ist sie zudem als Statistikerin und Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege bekannt. Sie gilt als einflussreiche Reformerin des Sanitätswesens und der Gesundheitsfürsorge im Commonwealth.

Nightingale war der heute verbreiteten Ansicht, dass pflegerisches Wissen separat vom ärztlichen Wissen gelehrt und gelernt werden sollte. Sie dokumentierte ihre Ansichten in den Schriften zur Krankenpflege, die als erste Schriften der Pflegetheorie gelten.

Florence Nightingale und das Nightingalesche Ausbildungssystem

Ihr aus diesen Ansichten resultierendes Ausbildungsmodell sah vor, dass die Ausbildung von Berufsanfängern durch erfahrene Pflegekräfte und nicht durch Ärzte erfolgen sollte. Dieses Modell wird heute als Nightingalesches System bezeichnete. Allerdings hielt sie theoretische Ausbildungsformen mit anschließenden Examen für nicht zielführend sondern legte Wert auf die praktische Ausbildung. Auch eine konfessionelle Bindung war nicht vorgesehen. Die Hygiene und Sauberkeit der Station war Nightingale ein besonderes Anliegen. Ihrer Ansicht nach, heilten Sauberkeit, korrekte Lüftung und angemessene Ernährung die meisten Krankheiten.

In den frühen 1850er Jahren nahm Nightingale eine Einstiegsposition im Harley Street Krankenhaus in London an, wo sie innerhalb eines Jahres zum Superintendent befördert wurde. Während eines Cholera-Ausbruchs arbeitete sie zusätzlich als Freiwillige im Middlesex Krankenhaus, wo sie die unhygienischen Zustände als Hauptgrund der schnellen Erregerverbreitung identifizierte. Sie setzte sich für die Verbesserung der Hygiene ein und konnte die Todesrate signifikant senken.

Während des Krimkrieges von 1853–1856 leitete sie eine Gruppe von Pflegerinnen im Militärkrankenhaus im türkischen Scutari an, die verwundete und erkrankte britische Soldaten betreuten. An der direkten Pflege von Verletzten und Erkrankten war Nightingale allerdings nur wenig beteiligt. Ihre wichtigste Leistung in Scutari bestand in der rudimentären Krankenhausleitung.

Aus dem Krimkrieg kehrte Nightingale chronisch krank nach Großbritannien zurück und führte von da an ein zurückgezogenes Leben als Invalide. Durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen und Korrespondenzen nahm sie jedoch Einfluss auf mehrere Gesundheitsreformen.

Da sie in Scutari nachts auf ihren Kontrollgängen die Patienten mit einer Lampe in der Hand besuchte, ging Nightingale als Lady with the Lamp in die britische Folklore ein.

Quellen und weiterführende Literatur

  • “Florence Nightingale” (History.com) Link
  • “Florence Nightingale” (Encyclopaedia Britannica) Link

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Ende der Übergangsfrist zur Schulung Hygienebeauftragter Ärzte am 31.12.2019

Evaluation

Der 31. Dezember diesen Jahres markiert das Ende der Übergangsfrist zur Schulung von Hygienefachkräften, Krankenhaushygienikern und Hygienebeauftragter Ärzte. Ab dem ersten Januar 2020 müssen Krankenhäuser, MVZ und Arztpraxen eine dem Infektionsschutzgesetz sowie den Hygieneverordnungen der Länder entsprechende Anzahl von Hygienepersonal vorhalten.

Ende der Übergangsfrist zur Schulung Hygienebeauftragter Ärzte am 31.12.2019

Im Juli 2011 wurde der §23 des Infektionsschutzgesetz von der Bundesregierung novelliert und erheblich verschärft. Grund dafür waren einige in der Öffentlichkeit stark diskutierte Hygieneskandale in Krankenhäusern. Den Bundesländern wurde bis Ende März 2012 Zeit gegeben entsprechende Hygieneverordnungen zu erlassen, die die Umsetzung des IfSG in Krankenhäusern, MVZ und Arztpraxen regeln sollten. Bei Niedergelassenen Ärzten waren besonders Ambulante Operationszentren (AOZ) von diesen Änderungen betroffen.

Bis zum Ablauf der Übergangsfrist, die erst bei Ende 2016 lag, mittlerweile bei Ende 2019 ist, muss in jeder Einrichtung für ambulante Operationen mindestens ein tätiger Arzt die Fortbildung zum hygienebeauftragten Arzt nachweisen.

Ist Ihre Einrichtung ausreichend geschult?

Die Bestellung von Hygienebeauftragten Ärzten ist nur für Krankenhäuser sowie für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen einheitlich festgelegt. Die Bundesländer haben in ihren Hygieneverordnungen eigene, teilweise stark voneinander abweichende, Regelungen zur Bestellung von hygienerelevanten Personal festgeschrieben. Wichtig bei der Entscheidung für oder gegen die Bestellung ist die eigene Risikoabschätzung. Die Regelungen der Bundesländer kommen nur bei Auseinandersetzungen mit Kontrollbehörden zum Tragen. Im Schadensfall gelten die übergeordneten Regelungen auf Bundesebene. Auch muss das Hygienewissen in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Lassen Sie sich von unserer jahrelangen Erfahrung unterstützen. Wir beraten Sie gerne zu ihrem Bedarf und haben Lösungen für interessante, inhaltlich exzellente und formell nachweisbare Schulungen für alle Einrichtungsgrößen. Von der Einzelpraxis bis zum Klinikkonzern. Für Ärzte, Pflegepersonal, MFA und Hilfspersonal.

Jetzt anfragen

Quellen und weiterführende Literatur

  • Hygienebeauftragter Arzt, “Gesetzliche und normative Regelungen zur Krankenhaushygiene” (Kapitel 2) Link
  • Infektionsschutzgesetz §23 Absatz 8 (3) Link
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Geburtstag von Françoise Barré-Sinoussi – Mitentdeckerin des HI-Virus

Heute, am 30. Juli 2019, wird die französische Virologin Françoise Barré-Sinoussi 72 Jahre alt. An ihrem Geburtstag möchten wir auf den Beitrag der Wissenschaftlerin zur Entdeckung des HI-Virus aufmerksam machen. Im Jahr 2008 erhielt Françoise Barré-Sinoussi zusammen mit Luc Montagnier eine Hälfte des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin „für die Entdeckung des HI-Virus“ verliehen. Die andere Hälfte ging an Harald zur Hausen.

Forschung von Françoise Barré-Sinoussi

Françoise Barré-Sinoussi wurde am 30. Juli 1947 in Paris geboren. Barré-Sinoussi studierte in Paris Biochemie und Virologie. Sie erhielt in den 1970er Jahren ein Stipendium, mit dem sie an das US-amerikanische Nationale Krebsinstitut (NCI) ging. 1975 fing sie an dem Französischen Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (INSERM) an zu arbeiten. Das Institut Pasteur ist der Ort, an dem Françoise Barré-Sinoussi ihre Arbeiten zu Retroviren begann. 1983 hat Françoise Barré-Sinoussi das HI-Virus erfolgreich isoliert. Seit 1988 leitet sie ein eigenes Labor am Pariser Grundlagenforschungszentrum Institut Pasteur. Als Direktorin der Forschungsabteilung „Regulierung von retroviralen Infektionen“ beschäftigt sie sich nach wie vor mit Studien zu HIV-Infektionen.

HI-Virus

HIV steht für die englische Abkürzung „Human Immunodeficiency Virus“. Das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr und macht den Körper anfällig für Erkrankungen, die bei nicht infizierten Menschen in der Regel unkritisch verlaufen. Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist ein lymphotropes Lentivirus aus der Familie der Retroviren. Das Viruspartikel enthält zwei RNA-Strän­ge, die von einem Capsid-Protein sowie einer Lipidmembran mit Hüll­pro­te­i­nen umhüllt sind. Die virale RNA wird durch eine viruseigene reverse Transkriptase in provirale DNA umgeschrieben, die nach dem Transport in den Zellkern integriert wird. Eine infizierte Zelle ist damit prinzipiell während ihrer gesamten Lebenszeit in der Lage, neues Virus zu produzieren.

Die aktuellen Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beinhalten kein eigenes Kapitel zur Prävention nosokomialer Infektionen speziell zu HIV oder anderen blutübertragbaren Infektionen, sondern verweisen hierzu primär auf die Einhaltung von Basishygienemaßnahmen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI-Ratgeber HIV Link
  • Bundesgesundheitsministerium Link
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Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

Die Prävalenz von Infektionen mit Carbapenem-resistenten gramnegativen Erregern (CPE) ist seit einigen Jahren auch in Deutschland steigend. Dies betrifft Enterobacteriaceae wie Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli sowie nicht fermentierende Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter baumannii. Eine deutliche Zunahme von CPE mit den Carbapenemase-Typen NDM-5 und OXA-244 ist seit 2017 in Deutschland festzustellen.

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE) – Steigende Prävalenz in Deutschland

Da Carbapeneme bis dato der Goldstandard zur systemischen Therapie schwerer Infektionen gramnegativer Keime waren, stellen Carbapenem-Resistenzen eine große Herausforderung dar und schränken die Therapieoptionen enorm ein. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Nationale Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger (NRZ) haben nun eine weiterführende Untersuchung eingeleitet. Diese umfasst die epidemiologische Analyse der Fälle und eine Erregertypisierung der Isolate. Erste Ergebnisse deuten auf eine Ausbreitung von genetisch sehr eng verwandten OXA-244-produzierenden Escherichia coli hin.

Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE) besitzen die Fähigkeit bestimmte Antibiotika zu spalten und somit unwirksam zu machen. Diese Fähigkeit verdanken sie dem Enzym Carbapenemase. Dieses ist in der Lage eine Vielzahl gut wirksamer Antibiotika zu spalten. In der Folge stehen häufig nur noch wenige Therapieoptionen zur Verfügung, die noch dazu weniger wirksam sind als Carbapeneme und zum Teil auch stärkere Nebenwirkungen aufweisen.

Zu den Erkrankungen, die prinzipiell durch CPE hervorgerufen werden können, zählen Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündungen (Peritonitis), Lungenentzündungen (Pneumonie), Blutvergiftungen (Sepsis) oder Wundinfektionen.

NRZ – Kostenlose Untersuchungen zur Abklärung

Das NRZ bietet Untersuchungen zur Abklärung des Verdachts auf Carbapenemasen bei EnterobacteralesAcinetobacter baumannii und Pseudomonas aeruginosa an.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Grundkurs Hygiene für Ärzte, Pflegekräfte und MFA Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin vom 18. Juli 2019/ Nr. 29 Link
  • NRZ für gramnegative Krankenhauserreger Link
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Smart Learning® – Evaluation zeigt Erfolge in der Fortbildung

Die Digitalisierung im Gesundheitssystem spielt sich nicht nur bei der Optimierung von Prozessen und der Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten ab. Auch in der medizinischen Fortbildung kann mit Hilfe digitaler Lernangebote die Effizienz gesteigert und der Lernerfolg optimiert werden. Die Evaluationsergebnisse der von fachärztlichen Berufsverbänden gemeinsam angebotenen Kurse zum Hygienebeauftragten Arzt (HBA) zeigen, wie sich mit Smart Learning® auch die Akzeptanz und das Nutzererlebnis bei der Vermittlung komplexer Themen steigern läßt. Im folgenden Beitrag möchten wir unsere Kursevaluation von knapp 3.000 Teilnehmern am Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ der letzten 5 Jahre mit Ihnen teilen.

Ergebnisse der Kursevaluation

Seit 2014 bieten auf Initiative des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC) eine Vielzahl fachärztlicher Berufsverbände gemeinsam Kurse zum Hygienebeauftragten Arzt (HBA) an. Grundlage ist das 40-stündige Curriculum zur strukturierten ärztlichen Fortbildung der Bundesärztekammer. Die Kurse sind im Blended-Learning-Format entwickelt worden und bestehen aus einem 20-stündigen E-Learning-Teil sowie einem 20-stündigen Präsenzteil, der in einem 2-tägigen Abschlußkolloquium bundesweit angeboten wird.

Bemerkenswert ist nicht nur die große Anzahl an bereits geschulten Ärzten, sondern vor allem auch der Vergleich zwischen der Smart Learning® Methode und dem anfänglichen klassischen E-Learning-Ansatz. In der Gesamtevaluation ebenso wie in den einzelnen Qualitätsindikatoren konnte die Nutzerzufriedenheit von knapp 50% auf 84% gesteigert werden. Das spricht eindeutig für das adaptive Lernsystem hinter der Smart Learning® Methode und für die inhaltliche und didaktische Qualität unserer Kurse.

Ergebnis der aktuellen Evaluation (vollständiger Bericht siehe Anhang) ist: Blended Learning ist ein geeigneter Ansatz für die Vermittlung komplexer Lerninhalte in der medizinischen Fortbildung. Die Kombination aus E-Learning und Präsenzseminar hebt Effizienzreserven, reduziert Abwesenheiten und hebt durch Harmonisierung von Vorwissen das Niveau der (verkürzten) Präsenzphase. Im Fall der curricularen ärztlichen Fortbildung zum Hygienebeauftragten Arzt (HBA) konnte so die Präsenzzeit halbiert werden und 20 der 40 Stunden als E-Learning absolviert werden.

Aufgrund der Evaluationsergebnisse des zunächst eingesetzten klassischen E-Learning-Systems wurde ein völlig neues elektronisches Lernangebot entwickelt, das im Kern aus einem adaptiven Lernsystem besteht. Diese Smart Learning® Methode zeichnet sich durch hohe Flexibilität und Aktualität aus, belohnt Vorwissen und vermittelt Freude am Lernen.

Der direkte Vergleich der Evaluationsergebnisse zwischen klassischem E-Learning und Smart Learning zeigt eine erhebliche Verbesserung der Nutzerzufriedenheit von 48 % auf 84 % (siehe Beitragsbild: Vergleich E-Learning vs. Smart Learning®-Evaluation auf www.meduplus.de). Gleichzeitig wird durch den Methodenmix aus E-Learning, kontinuierlicher Wissensabfrage in der Lernphase sowie der kontinuierlichen Updates ein nachhaltiger Lernerfolg sichergstellt.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel zu den Ergebnissen unserer Kursevaluation:

3 Jahre Smart Learning in der Med. Fortbildung

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Vancomycin resistente Enterokokken

In Deutschland ist seit einigen Jahren eine steigende Anzahl invasiver VRE-Infektionen zu beobachten. Dies zeigen unter anderem Daten des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Enterokokken. Forscher des Robert Koch-Instituts haben kürzlich den Effekt von VRE auf die Krankheitslast in Europa modelliert.

Untersuchung der Krankheitslast durch VRE und MRE

Als Indikator für die Abschätzung der Krankheitslast durch Vancomycin resistente Enterokokken (VRE) und multiresistente Erreger (MRE) wurde der Disability-Adjusted-Life-Years-Score (DALYS) verwendet. Der DALYS Score quantifiziert die infolge einer Infektion verlorenen Lebensjahre bzw. Lebensjahre mit eingeschränkter Lebensqualität (Years of Life Lost bzw. Years of Live Lived with Disability). Insgesamt zeigt die Modellierung, dass die durch VRE verursachte Krankheitslast geringer ist als durch MRE. Allerdings ist für VRE eine Tendenz zu steigenden Fallzahlen in Europa festzustellen, insbesondere in Deutschland.

Insgesamt weisen Enterokokken eine geringe intrinsische Virulenz auf. Jedoch sind Blutstrominfektionen mit VRE mit einer relevanten Letalität verbunden. Vor allem Infektionen mit E. faecium sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert.

Starke regionale Unterschiede in der Prävalenz

Daten aus dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) von 2007–2016 legen eine deutschlandweite Ausbreitung von VRE nahe. Während in den Jahren 2007 –2014 noch von einem sogenannten „VRE-Gürtel“ gesprochen wurde, der auf die erhöhte Prävalenz in Mitteldeutschland und Nordrhein-Westfalen zurückging, ist VRE in Deutschland mittlerweile als endemisch anzusehen. Dennoch sind die auftretenden Fallzahlen in Deutschland je nach Region sehr unterschiedlich. So ist insbesondere im Südwesten des Landes eine hohe Fallzahl von VRE zu verzeichnen, wohingegen die MRSA-Fallzahlen im Nordosten höher sind.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Epidemiologisches Bulletin Nr. 27 vom 04.07.2019; Link
  • Remschmidt C, Schroder C, Behnke M, Gastmeier P, Geffers C, Kramer TS: Continuous increase of vancomycin resistance in enterococci causing nosocomial infections in Germany – 10 years of surveillance. Antimicrob Resist Infect Control 2018; 7: 54  MEDLINEPubMed Central Link
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Neue KRINKO-Empfehlung zu Clostridioides difficile

Eine neue Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) des Robert Koch-Instituts wurde kürzlich veröffentlicht. Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigsten Hinweise informieren, die anhand von Ergebnissen internationaler Studien in der neuen Empfehlung zusammengetragen wurden.

Clostridioides difficile – Übertragung

Clostridioides difficile (C. difficile) Infektionen machen in Deutschland 10 % aller nosokomialer Infektionen aus. C. difficile ist ein grampositives, obligat anaerobes, fakultativ pathogenes Stäbchenbakterium. Als Sporenbildner ist C. difficile sehr umweltresistent. Die Sporen sind gegen Austrocknung, Hitze und Desinfektionsmittel resistent und spielen eine entscheidene Rolle bei der Übertragung. Gerade die Tatsache, dass die Sporen durch routinemäßig verwendete Desinfektionsmittel nicht sicher inaktiviert werden, stellt die Krankenhaushygiene vor große Herausforderungen.

Hygienemaßnahmen und Fortbildung

Zusätzlich zur Einhaltung der Basishygiene-Maßnahmen, die bei allen Patienten unabhängig von einer bekannten Infektion berücksichtigt werden müssen, sind bei Patienten mit C. difficile zur Vermeidung der Weiterverbreitung spezielle Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Die frühzeitige Erkennung und Isolierung von C. difficile Patienten (- selbt, wenn nur der Verdacht besteht -) ist hierbei von besonders großer Bedeutung.

Interventionsstudien mit multimodalen Strategien wurden durchgeführt, um den Effekt von Fortbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern auf die Inzidenz von C. difficile zu bewerten. Weiterhin wurden Studien mit Reinigungskräften durchgeführt. Es konnte eindeutig gezeigt werden, dass eine Fortbildung des Reinigungspersonals eine stark verbesserte Reinigungsleistung zur Folge hatte. Entscheidend ist ein kontinuierliches Training der Mitarbeiter. Dies wird beispielsweise durch unseren Grundkurs Hygiene und die dazu entwickelten Microlearning-Einheiten ermöglicht. Hier werden ihre Mitarbeiter optimal in der C.difficile Prävention geschult.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bundesgesundheitsblatt 2019; 62: 906-923; Link
  • Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) (2017). Deutsche nationale Punkt-Prävalenzerhebungzu nosokomialen Infektionen und Antibiotika-Anwendung 2016. Abschlussbericht. Zugegriffen: 21. Febr. 2019 Link
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Hitzewelle in Deutschland: Schätzung der Exzessmortalität für den Sommer 2018

Hitzetote

Eine Schätzung der Mortalität während der Hitzeperiode im Sommer 2018 für Berlin und Hessen zeigt, wie ernst die Folgen langanhaltender Hitze besonders für die ältere Bevölkerung sein können. Seit Anfang Juni herrschen in Deutschland nun wieder langanhaltend hohe Temperaturen von 30 Grad und höher. Daher ist es wichtig, die Bevölkerung über die Risiken langanhaltender Hitze aufzuklären.

Hitzetote im Sommer 2018

Zur Schätzung der Zahl der Hitzetoten im Sommer 2018 wurde ein generalisiertes additives Modell genutzt, das den Zusammenhang zwischen dem Mortalitätsverlauf und der durchschnittlichen Wochentemperatur quantifiziert. Ergebnisse der Modellierung zeigen, dass im Sommer 2018 allein in Berlin etwa 490 Menschen aufgrund der Hitzeeinwirkung verstarben. In Hessen lag die Zahl der Hitzetoten bei etwa 740.  Besonders groß waren 2018 die Hitzeauswirkungen in älteren Altersgruppen: In der Bevölkerungsgruppe der 75- bis 84-Jährigen lag die Mortalität bei etwa 60/100.000 und bei der Altersgruppe der > 84-Jährigen bei etwa 300/100.000 Einwohner.

Hitzewellen treten in Deutschland gehäuft seit der Jahrtausendwende auf. Sie gehören hierzulande zu den am stärksten zu spürenden Folgen des Klimawandels.

Das verwendete Modell zur Schätzung der Hitzetoten erlaubt die Schlussfolgerung, dass die Wochenmitteltemperatur und die Dauer einer Hitzewelle die zwei entscheidenden Faktoren sind, welche die Mortalitätsrate beeinflussen. Die größten Auswirkungen der Hitze zeigten sich in den Altersgruppen der 75- bis 84-Jährigen sowie bei den > 85-Jährigen. Allerdings sind auch Kinder, Schwangere, chronisch Kranke, körperlich oder mental eingeschränkte Menschen und Personen, die sich, z.B. aus beruflichen Gründen im Freien aufhalten und einen hohen Einsatz an körperlicher Betätigung aufbringen, gefährdet.

Die Auswirkungen der Hitze äußern sich neben einer erhöhten Mortalität in der Bevölkerung auch in einer verschlechterten Morbidität.

Richtiges Verhalten während Hitzeperioden

Einige europäische Länder verfügen bereits über nationale Hitzeschutzpläne, um der Exzess-Mortalität während auftretender Hitzewellen entgegenzuwirken. In Deutschland gibt es einen solchen Hitzeschutzplan noch nicht.

Daher ist es umso wichtiger, dass sich jeder Einzelne über die Gefahren von zu starker Hitzebelastung bewusst wird und vorbeugende Handlungsempfehlungen befolgt. Zu diesen gehört unter anderem:

  • Innentemperatur möglichst gering halten
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, aber Verzicht auf Alkohol und zu viel Koffein und Zucker
  • Ausweichen auf mehrere kleine Mahlzeit über den Tag verteilt, Vermeidung proteinreicher Lebensmittel
  • Medikamente sollten bei Temperaturen von unter  25 °C aufbewahrt werden, lesen Sie hierzu die Angaben auf der Arzneimittelverpackung

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin Nr. 23; 6.Juni.2019 Link
  • WHO: Information and public health advice: heat and health Link
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Bundeserhebung zu Hygienekosten in Arztpraxen

Hygienekosten

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) befragt im Auftrag aller Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) niedergelassene Ärzte zu den in ihren Praxen anfallenden Hygienekosten. Die Umfrage erfasst sowohl Daten zum finanziellen als auch zum zeitlichen Aufwand der Hygienetätigkeiten in Arztpraxen für das Jahr 2018. Mit einer Teilnahme an der Umfrage können Sie als niedergelassener Arzt die KBV sowie ihre Kassenärztliche Vereinigung bei den bevorstehenden Verhandlungen mit den Krankenkassen zur Berücksichtigung der Hygienekosten unterstützen.

Warum es sich lohnt mitzumachen

Die KBV ist der Ansicht, dass es für die Ärzteschaft nützlich ist über eine eigene fundierte Datengrundlage zu Hygienekosten zu verfügen. Ziel der Befragung ist es erstmals eine solche fundierte Datengrundlage zu schaffen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Repräsentation der neuen Anforderungen durch das Infektionsschutzgesetz sowie der Landeshygieneverordnungen.

Damit die Umfrage eine möglichst große Aussagekraft hat, ist es wichtig, dass eine repräsentative Zahl an Praxen an der Erhebung teilnimmt und möglichst vollständige Angaben macht. Je größer der Rücklauf, desto höher ist die Aussagekraft und Akzeptanz der Daten bei den Kostenträgern in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die während der Erhebung gesammelten Daten werden nach Abschluss allen partizipierenden Praxen zur Verfügung gestellt. Somit kann jede teilnehmende Praxis ihre eigenen Daten mit dem landes- und bundesweiten Durchschnitt vergleichen. Einzige Voraussetzung dabei ist eine ausreichende Teilnehmerzahl in der entsprechenden Region.

Desweiteren können die gewonnenen Informationen zur unterstützenden Vorbereitung auf Begehungen und für das Hygienemanagement genutzt werden.

Wie Sie ihre Hygienekosten minimieren können

Meduplus hat zeit- und kostensparende Hygienekurse im Smart Learning® entwickelt, die Sie und ihre Mitarbeiter effizient zu allen Hygienefragen schulen. Eine regelmäßige Schulung des Hygienepersonals sowie der nachgeordneten Mitarbeiter ist gesetzlich vorgeschrieben und spart mit meduplus zudem bares Geld. Mit unseren Kursen zur Schulung von Hygienebeauftragten Ärzten und MFAs sind Sie immer auf der sicheren Seite, wenn es um die Hygiene in ihrer Praxis geht. Unsere Grundkurse für die gesamte Belegschaft unterstützen zudem die Hygienebeauftagten bei ihrer Schulungspflicht gegenüber nachgeordneten Mitarbeitern.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Hygienekurse Link
  • Link zur Umfrage des Zi Link
  • KBV Praxisnachrichten vom 11.04.2019 Link