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Weltblutspendetag am 14.06.2026: Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf!

Blutspende

Am kommenden Sonntag, den 14. Juni, ist Weltblutspendetag, ein Tag, der weltweit auf die Bedeutung der Blutspende aufmerksam macht. Es ist der Geburtstag von Karl Landsteiner (1868–1943), dem Entdecker der Blutgruppen und Wegbereiter der modernen Transfusionsmedizin. In Deutschland steht der Weltblutspendetag in diesem Jahr wieder unter dem Motto der DRK-Kampagne #MissingType – Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf!

Wenn A, B und O fehlen

Die Idee hinter #MissingType ist die Folgende: Unternehmen, Organisationen uud Privtapersonen entfernen rund um den Weltblutspendetag die Buchstaben A, B und O aus ihren Logos, Namen oder Social-Media-Beiträgen. Die fehlenden Buchstaben stehen symbolisch für die Blutgruppen A, B, AB und 0.

Die Botschaft dahinter: Viele Menschen denken erst dann über Blutspenden nach, wenn sie selbst oder Angehörige darauf angewiesen sind. Genau wie die fehlenden Buchstaben wird auch die Bedeutung der Blutspende oft erst sichtbar, wenn etwas fehlt.

Blutspenden sind unverzichtbar für die medizinische Versorgung. Deutschland ist jedes Jahr auf mindestens 3,7 Millionen Spenden angewiesen. Seit 2020 liegt die Zahl der Spenden jedoch laut einem Beitrag der AOK konstant knapp unter diesem Bedarf.

Wofür werden Blutspenden benötigt?

Die DRK-Blutspendedienste sorgen dafür, dass Kliniken und medizinische Einrichtungen an 365 Tagen im Jahr zuverlässig mit Blut und Blutpräparaten versorgt werden. Der Bedarf an Blutprodukten ist vielfältig. Fast 20 Prozent aller Blutspenden werden für die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten benötigt. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen- und Darmkrankheiten oder schweren Verletzungen sind häufig auf Bluttransfusionen angewiesen.

Nach Sport- oder Verkehrsunfällen sind innerhalb kurzer Zeit mehrere Blutkonserven nötig. In schweren Fällen sind sogar bis zu 100 Transfusionen erforderlich. Manche Patientinnen und Patienten benötigen Vollblut, andere bestimmte Blutbestandteile wie Plasma oder Thrombozyten.

Wer kann Blut spenden?

Eine Blutspende ist die freiwillige Abgabe von etwa einem halben Liter Blut. Vor jeder Spende wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine sichere Spende erfüllt sind, es werden unter anderem Alter, Gewicht und Gesundheitszustand abgefragt. Grundsätzlich gilt:

  • Erstspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein
  • Das Körpergewicht muss mindestens 50 Kilogramm betragen
  • Der allgemeine Gesundheitszustand muss eine Blutspende zulassen
  • Das Höchstalter für die Erstspende liegt in der Regel bei 68 Jahren

Diese Kriterien dienen sowohl dem Schutz der spendenden Person als auch der Sicherheit der Empfängerinnen und Empfänger.

Der Weg der Blutspende

Mit der eigentlichen Blutspende beginnt erst der Weg zum Patienten, denn nach dem Spendetermin untersucht man das Blut, verarbeitet es und teilt es in seine einzelnen Bestandteile auf. Anschließend werden die Blutprodukte gelagert und bedarfsgerecht an Kliniken ausgeliefert. So entsteht aus einer einzigen Blutspende häufig Hilfe für mehrere Patientinnen und Patienten. Einen anschaulichen Überblick über die einzelnen Schritte bietet unsere Übersicht „Der Weg der Blutspende“.

E-Learning Grundkurs Transfusionsmedizin

Die sichere Anwendung von Blutprodukten erfordert fundiertes Fachwissen, deshalb ist eine Schulung in der Hämotherapie ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Für medizinisches Fachpersonal bieten wir unseren E-Learning-Grundkurs Transfusionsmedizin an. Der Kurs vermittelt kompakt und praxisnah die wichtigsten Grundlagen für den sicheren Umgang mit Blutprodukten und unterstützt bei den verpflichtenden Unterweisungen durch Transfusionsbeauftragte.

Mit einer Bearbeitungszeit von rund zwei Stunden lässt sich der Kurs flexibel in den Klinik- oder Praxisalltag integrieren und eignet sich sowohl als eigenständige Schulung als auch als Ergänzung zu internen Fortbildungen.

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Quellen: