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Update Hantavirus: Wie geht es weiter?

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sind weltweit Gesundheitsbehörden alarmiert. Insgesamt wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 11 Fälle gemeldet, davon neun laborbestätigt. Drei infizierte Personen starben bereits an den Folgen der Erkrankung. Besonders schwer betroffen ist eine französische Passagierin, die in einem Krankenhaus in Paris mit einer künstlichen Lunge behandelt wird. Ärzt:innen bezeichneten diese Maßnahme als letzte Stufe der unterstützenden Therapie.

Das Schiff war im Südatlantik von Argentinien in Richtung Kapverden unterwegs. Inzwischen wurden auch in anderen Ländern Vorsichtsmaßnahmen getroffen. In Spanien wurde ein weiterer Infizierter bestätigt, während Italien zwei Verdachtsfälle untersucht. Großbritannien bringt zehn Staatsbürger zurück und isoliert sie vorsorglich.

Die WHO hält das Risiko einer größeren internationalen Ausbreitung derzeit zwar für gering, rechnet aber damit, dass in den kommenden Wochen weitere Fälle auftreten könnten. Deshalb empfiehlt sie eine strenge Überwachung aller Kontaktpersonen bis zum 21. Juni. Die vier Passagiere, die am Montag nach Deutschland zurückgebracht wurden, zeigten zunächst keine Anzeichen einer Erkrankung. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sollen die Kontaktpersonen in den kommenden Wochen regelmäßig und sorgfältig auf mögliche Symptome kontrolliert werden. Zudem befindet sich eine weitere Person aus Niedersachsen derzeit im Ausland und wird dort von den zuständigen Gesundheitsbehörden überwacht. Hinweise auf eine Infektion gibt es bislang jedoch nicht.

Weitere Informationen rund um das Virus, Symptome und Maßnahmen können Sie hier nachlesen.

— Stand: 13.05.2026

Quellen: