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Tag gegen den Schlaganfall: “Ich spüre was, was du nicht siehst”

Am kommenden Sonntag, am 10. Mai 2026, ist der Tag gegen den Schlaganfall. Viele Menschen denken bei einem Schlaganfall zunächst an körperliche Einschränkungen. Tatsächlich treten jedoch häufig vor allem „unsichtbare“ Folgen auf. Dazu zählen:

  • Schwierigkeiten mit der Konzentration und dem Gedächtnis
  • Störungen bei Planung und Organisation
  • Persönlichkeitsveränderungen wie Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen
  • schnelle geistige und körperliche Erschöpfung

80% von neuropsychologischen Einschränkungen betroffen

Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des bundesweiten Tags gegen den Schlaganfall unter dem Motto “Ich spüre was, was du nicht siehst” hin. Eine Befragung unter 1.000 Menschen in der häuslichen Nachsorge verdeutlicht die Belastungen im Alltag. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden berichtete über Konzentrations- und Gedächtnisprobleme seit dem Schlaganfall. Rund 28 Prozent gaben Schwierigkeiten beim Sprechen oder Lesen an. Besonders Sprach- und Verständigungsstörungen erschweren vielen Betroffenen die Kommunikation im täglichen Leben. Außerdem stoßen sie häufig auf Unverständnis. Nach außen wirken sie gesund, obwohl sie weiterhin mit erheblichen Einschränkungen kämpfen.

Auch lange Zeit nach einem Schlaganfall sind noch Verbesserungen möglich

Die Rehabilitation endet nicht nach wenigen Monaten. Die Neuropsychologin Dr. Caroline Kuhn erklärt, dass Fortschritte oft schrittweise über Jahre hinweg durch die Neuroplastizität des Gehirns entstehen. Entscheidend seien gezielte Übungen ebenso wie ausreichende Erholungsphasen.

Empfohlen werden unter anderem ambulante neuropsychologische Behandlungen, Ergotherapie und Logopädie. Zusätzlich können spezielle Trainings-Apps hilfreich sein. Feste Tagesabläufe, möglichst wenig Ablenkung sowie Hilfsmittel wie Checklisten oder Erinnerungsfunktionen am Handy können den Alltag erleichtern.

Angehörigen wird geraten, offen und respektvoll zu kommunizieren, Beobachtungen sachlich anzusprechen und Betroffene nicht zu überfordern. Außerdem helfen Geduld und Verständnis dafür, dass emotionale Veränderungen eine Folge der Erkrankung sein können.

Risikofaktoren frühzeitig erkennen und ernst nehmen

Einer der größten Risikofaktoren für einen Schlaganfall ist Bluthochdruck, ein Symptom, das oft lange unbemerkt bleibt. Als normal gilt ein Blutdruck von etwa 120/80 mmHg. Werte ab 130/80 mmHg gelten bereits als erhöht, ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck.

Die Ursachen für Bluthochdruck sind vielfältig. Neben einer familiären Veranlagung spielen vor allem Lebensgewohnheiten eine wichtige Rolle. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen:

  • unausgewogene Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Erkrankungen wie Diabetes mellitus

Puls und Blutdruck stehen dabei in engem Zusammenhang, liefern jedoch unterschiedliche Informationen. Während der Blutdruck den Druck in den Arterien misst, gibt der Puls Auskunft über die Schlagfrequenz des Herzens. Regelmäßige Kontrollen von Blutdruck und Puls können einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten.

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Quellen: