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Antigen-Schnelltests – wichtige und sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung des Infektionsgeschehens

Corona Antikörper Schnelltest

Seit mittlerweile über einem Jahr befinden wir uns nun in einer äußerst angespannten Lage, die noch immer große Herausforderungen mit sich bringt und kluges sowie taktisches Handeln voraussetzt. Seit Anfang März 2021 existiert ein erweitertes Testkonzept mittels Antigen-Schnelltests, welche die breite Testung von symptomlosen Personen mit einbeziehen und somit einen weiteren wichtigen Baustein in der Pandemiebekämpfung darstellen.

Identifikation von Infizierten ohne Symptome

Solange sie lediglich als Ergänzung zu den bestehenden Maßnahmen: Kontaktreduktion, Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske und Lüften, gesehen werden, bieten Antigen-Schnelltests für symptomlose Personen im Falle einer hochfrequenten Testung und über einen längeren Zeitraum, eine sinnvolle Möglichkeit, um Infektionsketten früher und wirksamer zu unterbrechen.

Antigen-Schnelltests sind einfach durchzuführen und liefern innerhalb kürzester Zeit ein Ergebnis. Problematisch ist jedoch die im Vergleich zum PCR-Test geringere Sensitivität. Es zeigen sich zudem deutliche Unterschiede je nach Testfabrikat. Meta-Analysen konnten jedoch zeigen, dass bei SARS-CoV-2-Antigentests eine hohe Spezifität erreicht werden kann und zwar auch für die bisher bekannten Virusvarianten. Die Spezifität eines Antigentests bestimmt dabei in Abhängigkeit von der Vortestwahrscheinlichkeit die Anzahl der falsch positiven Ergebnisse. Eine unabhängige Prüfung ist dennoch wichtig. Das ist zum Beispiel über diesen Rechner möglich. Bei geeigneter Sensitivität und ausreichend hoher Spezifität kann somit, laut RKI davon ausgegangen werden, dass Antigen-Schnelltests maßgeblich zur Erkennung sonst nicht erkannter Fälle beitragen.

Antigen-Schnelltests ersetzen keineswegs den PCR-Test

Wichtig sind dennoch folgende Aspekte zu beachten:

  • Die positiv und falsch positiv getesteten Personen müssen in jedem Fall einer weiteren Diagnostik mittels PCR-Test unterzogen werden.
  • Die negativ getesteten Personen sind bis auf den verschwindend geringen Anteil der falsch negativ Getesteten auch wirklich zum Zeitpunkt des Tests nicht infiziert und können somit auch keine anderen Menschen anstecken. Allerdings kann ein negatives Antigentestergebnis die Ansteckungsfähigkeit niemals sicher ausschließen, insbesondere wenn eine niedrige Viruslast vorliegt. Deshalb ist die Einhaltung der AHA+L Regeln unbedingt weiterhin notwendig.

Eine Studie zeigte, dass 7 von 10.000 Getesteten bei einer umfassenden Teststrategie noch ein Risiko darstellen, weil sie nicht erkannt wurden.

Für die Berechnung zugrunde gelegt wurden die Sensitivität und Selektivität des NowCheck-Tests sowie eine 7-Tage-Inzidenz von 150 pro 100.000 Einwohnern. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 100 würden einer umfassenden Schnellteststrategie nur noch 5 von 10.000 Getesteten unerkannt bleiben. Diese Erkenntnis wurde in der nachfolgenden Grafik visualisiert.

Partizipation und Eigenverantwortung in der Bevölkerung notwendig

Die Partizipation der Bevölkerung, sowie die verantwortliche Umsetzung sind wesentliche Faktoren in Bezug auf die Effizienz der erweiterten Teststrategie. Hinzu muss eine Aufklärung der Bevölkerung sichergestellt werden, insbesondere zu den Verhaltensregeln im Falle (falsch) negativer Testergebnisse. In unseren meduplus Schulungen zur Anwendung von Antigen-Schnelltests erhalten Sie alle notwenigen Informationen.

Der präventive Effekt von anlasslosen Antigentests bei symptomlosen Personen ist nicht mit dem der Impfung vergleichbar, allerdings kann jeder zusätzlich erkannte Fall, der anderweitig einer Erkennung entgangen wäre, zur Senkung der Fallzahlen und des R-Wertes beitragen, vorausgesetzt, die entsprechend informierte Person isoliert sich rasch selbst und informiert idealerweise zeitnah alle Kontakte.“ (RKI, 2021)

Quellen und weiterführende Literatur

  • Original-Text des Robert Koch-Institut Link
  • meduplus Smart Learning® Kurse zur Anwendung der Corona Schnelltests Link

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