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Frage der Woche, Rechtlich

Frage der Woche: Droht bei festgestellten Mängeln in der Praxisbegehung die Praxisschließung?

Praxisschließung

„Für meine Arztpraxis wurde ein Termin zur Praxisbegehung angekündigt. Es stellt sich mir die folgende Frage: Kann meine Praxis bei festgestellten Mängeln in der Praxisbegehung durchfallen und kann in der Folge eine Praxisschließung drohen?“

– Frage aus der Praxis eines meduplus Kunden

Bei Feststellung schwerwiegender Mängel ist eine Praxisschließung möglich.

Stellt der Sachbearbeiter in der Begehung fest, dass eindeutig fahrlässig gehandelt worden ist, so wäre dies ein Grund für eine Praxisschließung. Beispiele für fahrlässiges Handeln sind beispielsweise, wenn zum Zeitpunkt der Begehung kein Nachweis darüber erfolgen kann, dass die Aufbereitungsmaßnahmen bei kritisch eingestuften Medizinprodukten richtliniengemäß durchgeführt worden sind oder festgestellt wird, dass defekte Sterilisatoren zum Einsatz kommen. Dies wären Gründe, die eine Praxisschließung nach sich ziehen könnten. Das ist sicherlich die weitestgehende Maßnahme. Damit es aber nicht erst soweit kommt, dass eine Schließung Ihrer Praxis droht oder Sie Bußgelder zahlen müssen, geben wir Ihnen hier Einblicke in die häufigsten festgestellten Mängel.

Wir schulen Ihre Mitarbeiter, damit Sie gut durch die Praxisbegehung kommen.

Im Rahmen von stichprobenartigen Kontrollen durch Gesundheitsämter oder andere zuständige Behörden wird das Hygienemanagement und die Aufb­ereitung von Medizinprodukten überprüft. Werden dabei Mängel festgestellt, kann dies zu erheblichen Konsequenzen für die Praxis führen: Die Bandbreite der Maßnahmen reicht hierbei von Auflagen und Bußgeldern bis zur unmittelbaren Einschränkung der Praxistätigkeit oder gar Schließung der Praxis.

Damit Ihre Mitarbeiter gut auf eine anstehende Praxisbegehung vorbereitet sind, lohnt es sich das Basiswissen aller Mitarbeiter im Bereich Hygiene sowie Arbeitsschutz durch zeiteffektive E-Learning-Schulungen zu stärken.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Grundkurs Hygiene Med. Hilfspersonal Link
  • KBV Überwachung und Begehung von Arztpraxen durch Behörden Link

Frage der Woche und andere interessante Themen

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Unkategorisiert

Aktuelle Daten zu VRE in Deutschland

VRE in Deutschland

Aktuelle Daten zu Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VREF) der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI) wurden kürzlich für den Zeitraum 2012 bis 2017 ausgewertet. Die abgeleiteten Trends wurden auch aus den Analysen vom KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen) bestätigt. Die Ergebnisse der Analysen weisen auf einen Anstieg von VREF auf Intensiv- und Operativstationen deutscher Krankenhäuser hin. SARI-Daten zeigen, dass sich der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% erhöhte; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Daten aus ARS, KISS und SARI

Zur mikrobiologischen Diagnostik sind in den Laboren in Deutschland standardisierte Verfahren etabliert. Resistenzdaten, die aus der Routinediagnostik erhalten werden, fließen zu einem relevanten Anteil in die Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) am Robert Koch-Institut (RKI).

In der Analyse der ARS-Daten von 2012 bis 2017 wurden insgesamt 35.906 E.-faecium-Isolate aus 148 Krankenhäusern berücksichtigt. Die Daten zeigen, dass seit 2014 der Anteil von VREF von 11,2% auf 26,1%  im Jahr 2017 angestiegen ist. Dabei ist der Anstieg überwiegend im südwest- und südostdeutschen Raum auffällig. Die absolute Anzahl an E.-faecium-Isolaten, die eine Vancomycin-Resistenz aufzeigen, ist kontinuierlich über den analysierten Zeitraum angestiegen – von 631 im Jahr 2012 auf 1.634 im Jahr 2017 – was darauf hinweist, dass auch die Anzahl an Infektionen mit VREF in Krankenhäusern in Deutschland zugenommen hat.

Eine multivariable Regressionsanalyse der zugrundeliegenden Daten zeigt zudem, dass Patienten der Altersgruppe 40–59 Jahre einen höheren Anteil von VREF aufweisen als jüngere Patienten.

Ähnliche Trends resultierten aus einer Auswertung der Surveillancedaten aus KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) und SARI (Surveillance der Antibiotikaanwendung und Resistenzen auf Intensivstationen. Anhand der SARI Daten ist auf deutschen Intensivstationen der Anteil an VREF bei allen E. faecium zwischen 2001 und 2016 von 2,3% auf 13,3% angestiegen; eine Korrelation mit einem entsprechenden Antibiotikaeinsatz ist für VREF nicht eindeutig nachweisbar.

VRE in Deutschland: Status Quo und Ausblick

Momentan liegt die Vancomycin-Resistenzrate von isolierten E. faecium in Deutschland über dem europäischen Durchschnitt. Das rechtzeitige Erkennen von Resistenztrends gegen
„Reserveantibiotika“ ist eine wichtige Aufgabe eines NRZ (Frühwarnfunktion) und ein wichtiger erster Schritt, um den negativen Trend umzukehren. VRE stehen auf der globalen Prioritätenliste der WHO für Antibiotika-resistente Bakterien, für die dringend neue Antibiotika erforscht werden müssen, weit oben.

Aus individualmedizinischer Sicht, aus Sicht der Krankenhaushygiene und aus Public Health Sicht muss einer Ausbreitung von VRE entgegengewirkt werden.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Quellen und weiterführende Literatur

  • RKI; Epidemiologisches Bulletin Nr. 35 vom 29.08.2019 Link
  • RKI; Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE):Was ist aus Public Health Sicht notwendig, um die Verbreitung zu bekämpfen? Tim Eckmanns, Robert Koch-Institut; Fortbildung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst; Berlin, 12. April 2018; Link
  • RKI: Antibiotika-Resistenz-Surveillance Link
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Datenschutz, Frage der Woche

Frage der Woche: Anforderung von Patientenakten

Frage der Woche: Wie funktioniert ein Feuerlöscher?

„Ein Patient, den ich gut kenne, bittet darum, die im Rahmen seiner Behandlung bei uns notwendigen Fremdbefunde in Praxen aus der Umgebung einzufordern. Ist bei der Anforderung von Patientenakten etwas zu beachten?“

– Frage aus der Praxis eines Kunden

Es ist eine schriftliche Bestätigung zur Anforderung von Patientenakten notwendig.

Für diesen Fall muss der Patient eine schriftliche Bestätigung geben, dass er die Anforderung der Befunde erlaubt. Die Erlaubnis muss die konkreten Befunde und die Zweckbestimmung der Anforderung enthalten. Diese Erlaubnis ist situationsgebunden und kann nicht pauschal für Folgeanträge verwendet werden.

Bei der Anforderung in der Fremdpraxis muss das Dokument mit der Erlaubnis des Patienten bei elektronischem Versand verschlüsselt oder Passwort geschützt weitergeleitet werden. Wenn die Anfrage per Fax erfolgt, so muss vorher in der Fremdpraxis angerufen werden und sichergestellt sein, dass kein Dritter das Fax entgegennimmt. Der Postweg ist immer möglich, hier gilt das Postgeheimnis.

Gibt es Unklarheiten beim Datenschutz?

Seit dem 25.05.2018 gilt in der Europäischen Union die EU-Datenschutz-grundverordnung (EU-DSGVO) als neues und gegenüber dem nationalen Recht vorrangiges Datenschutzrecht.  Verstöße gegen den Datenschutz können seither schärfer geahndet werden und können erhöhte Sanktionsmaßnahmen nach sich ziehen.

Mit der folgenden Umfrage möchten wir erfahren, wie sich das Bewusstsein für die Thematik Datenschutz in der Arztpraxis seitdem entwickelt hat. Die Umfrage dient zudem als Selbstcheck, bei dem Sie den Stand Ihrer derzeitigen Datenschutzmaßnahmen überprüfen können.

Umfrage starten

Unsere Angebote für Praxen im Bereich Datenschutz finden Sie auf dieser Übersichtsseite:

Weitere Informationen

Weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns. Gerne stehen wir zu Fragen zu unseren Kursangeboten zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier. Oder hinterlassen Sie uns eine Nachricht in unserem Chat.

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Grundkurs Schweigepflicht, Dokumentation und Datenschutz für Ärzte Link
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Frage der Woche, Pflichtschulungen

Brand in Düsseldorfer Klinik – Brandschutz nicht ausreichend?

Brand in Düsseldorfer Klinik - Brandschutz nicht ausreichend?

Der Brand in einem Düsseldorfer Klinikum von letzter Woche ist weiterhin noch nicht aufgeklärt. Indizien sprechen für Brandstiftung, ein tatverdächtiger Patient im Alter von 83 Jahren ist zwischenzeitlich in die Psychiatrie eingewiesen worden. Ein technischer Defekt wurde nach Angaben der Ermittler ausgeschlossen. Bei dem Brand kam ein Patient im Alter von 77 Jahren ums Leben.

Brand in Düsseldorfer Klinik

Ausgebrochen war der Brand am 09. September 2019 in einem Patientenzimmer auf einer internistischen Station. Das Feuer griff auf die Sauerstoffleitung über, die den Brand weiter anheizte. Dadurch brannte das Zimmer vollständig aus. Über fünf Stockwerke der Klinik waren auf Grund der Rauchverteilung zeitweise nicht nutzbar und müssen nun teilweise renoviert werden. Die im Klinikum befindlichen Angestellten, Angehörigen und Patienten wurden durch das Treppenhaus und über Drehleitern evakuiert. Neben dem Toten gab es zahlreiche Verletzte. Mehrere Menschen schwebten zeitweise in Lebensgefahr.

Jede Woche ein Brand

Bald nach dem Vorfall wies die Stiftung Patientenschutz nach Angaben der DPA darauf hin, dass es jede Woche in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen brenne. In 2019 sind bislang 7 Personen bei Bränden in solchen Einrichtungen ums Leben gekommen. Vorstand der Stiftung Patientensicherheit Eugen Brysch übt schwere Kritik an den Verantwortlichen: „[…] weder die Bundesländer noch die Einrichtungen ziehen daraus Konsequenzen.“ Der Brandschutz in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sei „schlichtweg nicht ausreichend“, so Brysch weiter.

Schulung des Personals

Ob sich in Zukunft etwas ändert ist nicht abzusehen. Gewiss ist jedoch, dass eine Einrichtung dafür sorgen kann, dass das Personal im Brandfall weiß, was zu tun ist.

Wir bieten einen Brandschutzkurs, der speziell für Einrichtungen des Gesundheitswesens konzipiert wurde und alle wichtigen Informationen enthält. Als Einzelkurs oder im 10er Paket buchbar. Der Kurs ist zudem auch in unseren Paketen Pflichtschulungen und Pflichtschulungen Plus enthalten.

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Quellen und weiterführende Literatur

  • Klinikbrand Düsseldorf: Ruf nach mehr Brandschutz (Ärztezeitung, 10.09.2019) Link 
  • Düsseldorfer Klinik-Brand, 83 Jähriger in Psychatrie (Süddeutsche Zeitung, 18.09.2019) Link
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Impfung

Einwände gegen das Impfen: „Die Wirksamkeit von Impfungen wurde niemals belegt.“

Die Wirksamkeit von Impfungen wurde niemals belegt.

Impfgegner gibt es schon so lange wie die Impfungen selbst. Bereits vor 12 Jahren formulierte das Robert Koch-Institut Antworten auf die 20 häufigsten Einwände gegen das Impfen. Mit diesen Einwänden von Patienten sehen sich Ärzte besonders häufig konfrontiert. Der erste Einwand lautet: „Die Wirksamkeit von Impfungen wurde niemals belegt.“

„Die Wirksamkeit von Impfungen wurde niemals belegt.“

Diese Behauptung ist aus mehreren Gründen falsch. Die Wirksamkeit von Impfungen muss vor Einführung eines Impfstoffes belegt werden und wird in den meisten Fällen anschließend in weiteren Studien überprüft.

Ein Medikament muss nach geltendem europäischem und deutschem Arzneimittelrecht nachgewiesen wirksam und verträglich sein. Ohne diesen Nachweis erhält ein Impfstoff keine Zulassung. Auf europäischer Ebene ist dafür die Arzneimittelagentur European Medicines Agency (kurz EMA) zuständig. Auf Bundesebene liegt die Verantwortung beim Paul-Ehrlich-Institut.

Des Weiteren führen Hersteller, unabhängige Wissenschaftler an Universitäten sowie Forschungsinstitute Studien durch, die Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen fortlaufend untersuchen. Beim Masernimpfstoff führte dies zum Nachweis von Wirksamkeit und Sicherheit bei Millionen von Menschen. Dies ungeachtet davon, dass die Fallzahlen seit Einführung des Impfstoffes kontinuierlich sanken. Andere Beispiele für bekannte, erfolgreiche Impfstoffe stellen die Impfungen gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Haemophilus influenzae (Typ b) dar, deren Fallzahlen nach Einführung der Impfungen um 90-99% zurückgingen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Original-Text des Robert Koch-Institut Link
  • Kurs Hygienebeauftragter Arzt – Kapitel 10.1 Link

Kontaktaufnahme

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Frage der Woche, Pflichtschulungen

Frage der Woche: Wie funktioniert ein Feuerlöscher?

Frage der Woche: Wie funktioniert ein Feuerlöscher?

„In unserer Praxis hängen einige Feuerlöscher, aber ich weiß nicht, ob jeder Mitarbeiter weiß, wie sie funktionieren. Wie vermittel ich die Funktionsweise, ohne immer wieder am Objekt zu üben?“

– Frage zu unserem Brandschutz-Kurs

Idealerweise sollte das Bedienen eines Feuerlöschers immer wieder praktisch geübt werden.

Ist dies nicht möglich, muss die Einweisung zumindest einmal im Jahr theoretisch erfolgen. Wenige Personen überhaupt haben schon einmal einen Feuerlöscher im Ernstfall bedient, daher ist es unumgänglich, dies so oft wie möglich zu trainieren.

Jeder Mitarbeiter muss über den Standort und die Funktionsweise von Feuerlöschern und anderen Brandlöscheinrichtungen Bescheid wissen. Aus verschiedenen Gesetzen wie bspw. dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG § 10 & § 12) ergibt sich die Pflicht der jährlichen Unterweisung der Funktionsweise des Feuerlöschers sowie vielen anderen Brandschutzregeln. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die Schulung sicherzustellen.

Machen Sie doch einmal einen Test: Tragen Sie einem Mitarbeiter oder Kollegen auf, den nächsten Feuerlöscher zu suchen und stoppen Sie die Zeit.

Ist das Ergebnis nicht befriedigend, muss dringend nachgeschult werden.

Richtiges Einsetzen eines Feuerlöschers

Folgende Punkte müssen beim Einsetzen eines Feuerlöschers beachtet werden:

  • Feuer in Windrichtung angreifen
  • Flächenbrände von vorn beginnend ablöschen
  • Tropf- und Fließbrände von oben nach unten löschen
  • Genügend Löscher auf einmal einsetzen
  • Vorsicht vor Wiederentzündung
  • Eingesetzte Feuerlöscher neu füllen lassen

Für jede Brandart ein anderer Feuerlöscher

Wichtig ist auch, dass für jeden Brand der passende Löscher eingesetzt wird. Sonst kann der Löschangriff katastrophal enden.

 WasserlöscherCO2-LöscherSchaumlöscherPulverlöscher
Klassen
Löscht[A] brennbare feste Stoffe (außer Metalle), z.B. Holz, Kohle, Papier, Stroh, Textilien usw.[B] brennbare flüssige Stoffe, z.B. Benzin, Fett, Lack, Öl, Teer, Verdünnung usw.[A] brennbare feste Stoffe (außer Metalle), z.B. Holz, Kohle, Papier, Stroh, Textilien usw.

[B] brennbare flüssige Stoffe, z.B. Benzin, Fett, Lack, Öl, Teer, Verdünnung usw.
[A] brennbare feste Stoffe (außer Metalle), z.B. Holz, Kohle, Papier, Stroh, Textilien usw.

[B] brennbare flüssige Stoffe, z.B. Benzin, Fett, Lack, Öl, Teer, Verdünnung usw.

[C] brennbare gasförmige Stoffe, insbesondere unter Druck ausströmende Gase z.B. Azetylen, Butan, Methan, Propan, Wasserstoff, Erd- und Stadtgas usw.

Schulung dringend nötig?

Wir bieten einen Brandschutzkurs, der speziell für Einrichtungen des Gesundheitswesens konzipiert wurde und alle wichtigen Informationen enthält. Als Einzelkurs oder im 10er Paket buchbar. Der Kurs ist zudem auch in unseren Paketen Pflichtschulungen und Pflichtschulungen Plus enthalten.

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Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Grundkurs Brandschutz Link
  • Feuerlöscher richtig einsetzen (DGUV) Link

Frage der Woche und andere interessante Themen

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Berühmte Hygieniker

166. Geburtstag von Hans Christian Gram, Entdecker der Gram-Färbung

Hans Christian Gram Gram-Färbung

Hans Christian Gram, der Entdecker der Gram-Färbung wurde heute vor 166 Jahren, am 13. September 1853, in Kopenhagen geboren. Gram war ein dänischer Bakteriologe.

Gram studierte an der Universität Kopenhagen Botanik und Medizin bis zum Abschluss 1883. Ab 1891 arbeitete er dort als Dozent und erhielt im gleichen Jahr eine Professur für Pharmakologie. Ab 1900 erhielt er eine Professur für Medizin in Kopenhagen. Gram verstarb am 115. November 1938 in Kopenhagen.

Hans Christian Gram entdeckt die Gram-Färbung

Die berühmte nach ihm benannte Gram-Färbung, gelang im Zeitraum zwischen 1883 und 1885 im Berliner Städtischen Krankenhaus in Zusammenarbeit mit Carl Friedländer. Dort fand er einen Weg, Erreger der Lungenentzündung Streptococcus pneumoniae (grampositiv) und Klebsiella pneumoniae (gramnegativ) verschieden anzufärben.


Google-Doodle zu Ehren von Hans Christian Gram

Die Gram-Färbung basiert auf dem später erkannten Unterschied im Zellwandaufbau von Bakterien. Gram-positive Bakterien haben eine dicke Zellwand, die hauptsächlich aus einer vielschichtigen Lage Murein bestehend. Gram-negative Bakterien besitzen nur eine sehr dünne Wand aus einer ein- bis wenigschichtigen Lage Murein, außerdem haben sie eine zweite Lipidmembran ähnlich einer Cytoplasmamembran außerhalb der Zellwand.

In der Hellfeld-Mikroskopie waren Bakterien nur schlecht sichtbar, daher wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts intensiv nach Lösungen geforscht. Ohne Färbung wurde Bakterien erst 1930 nach Entwicklung des Phasenkontrasts in den 1930er Jahren.
 

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Händehygiene

Einmalhandschuhe in der Händehygiene

Einmalhandschuhe

Die Nutzung von medizinischen Einmalhandschuhen ist ein wesentlicher Teil der Händehygiene und fest im Gesundheitswesen verankert. Sie vermittelt dem Patienten ein Gefühl von Sicherheit und Professionalität. Doch wie wirkungsvoll ist das Tragen von Einmalhandschuhen wirklich und birgt es vielleicht sogar Risiken?

Medizinische Einmalhandschuhe

Mit dem Begriff des medizinischen Einmalhandschuhes ist in der Regel der pathogenfreie bzw. keimarme Einmalhandschuh zum Tragen bei speziellen medizinischen sowie pflegerischen Tätigkeiten gemeint.

Einmalhandschuhe dienen dazu das Kontaminationsrisiko der Hände zu verringern und somit das Risiko der Übertragung und Verbreitung von Krankheitserregern zu reduzieren.

Der Einsatz erfolgt unter Aspekten des Patientenschutzes und insbesondere des Arbeitsschutzes, wie sie in den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA250) aufgeführt und auch in der Empfehlung der KRINKO „Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens“ festgeschrieben sind.

Einmalhandschuhe erfüllen die 2 wesentlichen Funktionen:

  • Schutz des Personals vor Kontamination mit Blut, Sekreten und Exkreten einschließlich Pathogenen und somit indirekt die Unterbrechung von Infektionsketten
  • Schutz vor der Übertragung von Erregern, die gegen Alkohol-basierte Desinfektionsmittel unempfindlich sind (z.B. Clostridioides difficile)

Einmalhandschuhe und die hygienische Händedesinfektion

Die Nutzung von Einmalhandschuhen ersetzt zu keinem Zeitpunkt die hygienische Händedesinfektion. Vor Anlegen und nach Ablegen der Handschuhe ist jeweils die hygienische Händedesinfektion durchzuführen. Das Ablegen bzw. Wechseln der Einmalhandschuhe erfolgt zu den gleichen Indikationen der hygienischen Händedesinfektion, wie sie in den 5 Momenten der Händehygiene der WHO festgelegt sind.

Ein Risiko, das mit dem Gebrauch von Einmalhandschuhen einhergeht, besteht darin, dass dieser zur Vernachlässigung der hygienischen Händedesinfektion führen könnte. Es ist daher unbedingt auf eine regelmäßige Schulung des Personals zum richtigen Umgang mit Einmalhandschuhen zu achten. Meduplus bietet hierzu einen zeiteffizienten E-Learning-Kurs für Ihr Personal an.

Hier geht´s zum Kurs Händehygiene

Klicken Sie auf die für Sie passende Zielgruppe, um mehr zu unserem Kurs Händehygiene 2019 zu erfahren.

Händehygiene Med. Hilfspersonal 

HändehygienE Ärzte

Quellen und weiterführende Literatur

  • Meduplus Kurs Händehygiene 2019 Link
  • RKI Epidemiologisches Bulletin Nr. 19; 09.05.2019 Link

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Datenschutz

Umfrage: Wie sicher sind Sie beim Datenschutz in der Arztpraxis?

Datenschutz in der Arztpraxis

Seit dem 25.05.2018 gilt in der Europäischen Union die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) als neues und gegenüber dem nationalen Recht vorrangiges Datenschutzrecht. Verstöße gegen den Datenschutz können seither schärfer geahndet werden und können erhöhte Sanktionsmaßnahmen nach sich ziehen. Ein Jahr nach Einführung der EU-DSGVO sollte in Arztpraxen ein Bewusstsein für die Thematik Datenschutz entwickelt worden sein. Nehmen Sie jetzt an der Umfrage zum Thema Datenschutz in der Arztpraxis teil.

Machen Sie mit: Umfrage zum Thema Datenschutz in der Arztpraxis

Mit der folgenden Umfrage, die in Arztpraxen und MVZ in ganz Deutschland durchgeführt wird, soll der aktuelle Stand zur Umsetzung der erforderlichen Datenschutzmaßnahmen erfragt werden und so ein Überblick zum bundesweiten Datenschutz-Status in den Arztpraxen geschaffen werden. Zusätzlich dient die Umfrage aber auch Ihnen für Ihre ganz individuelle Statuserfassung. Die Abfrage wesentlicher Datenschutz-Maßnahmen in der Praxis soll Sie auf bestehende Lücken in Ihrer Praxis aufmerksam machen und Ihnen einen Leitfaden zur Umsetzung an die Hand geben.

Die Umfrage beleuchtet alle laut DSGVO erforderlichen Datenschutz-Maßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, von der Patienten- und Mitarbeiterinformation über die Webseite bis zu den Themenbereichen Datensicherung und Datenlöschung.

Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig und anonym.

Zur Umfrage

 

Wir helfen Ihnen bestehende Datenschutz-Lücken zu schließen

Meduplus bietet eine Reihe unterstützender Maßnahmen im Bereich Datenschutz für Arztpraxen an. Angefangen beim Grundkurs Schweigepflicht, Dokumentation und Datenschutz für Ärzte und Praxispersonal

Quellen und weiterführende Literatur

  • BVOU „Umfrage: Status von Datenschutz-Maßnahmen in Niederlassung & MVZ“ vom 08.07.2019 Link

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Frage der Woche

Frage der Woche: Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge?

Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge:

Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge:

„Einem Kind wurden beim Gipsaufschneiden mit einer Gipssäge mit Absaugvorrichtung zwei Schnittwunden zugefügt (Haut angeritzt mit leichter Blutung). Besteht durch die Gipssäge die Gefahr der Übertragung von Viren wie Hepatitis B/C oder HIV bzw. von Bakterien (z. B. MRSA)? Sollte bei der Verwendung von Gipssägen eine Hygieneprotokoll beachtet werden? “

– Frage in der Community

Ja, die Übertragung von MRSA und HIV durch Gipssäge ist möglich.

Sofern sich Blutreste eines zuvor beim Gipsaufschneiden mit einer Gipssäge Verletzten beim erneuten Einsatz an der Gipssäge befinden, ist eine Übertragung in Abhängigkeit von der Persistenz der Erreger und dem Abstand zur nächsten Benutzung möglich. Die Überlebensfähigkeit beträgt auf trockenen unbelebten Oberflächen z.B. für MRSA 7 d – 7 Monate, für HBV, HIV und für Papillomviren > 7 d. Selbst wenn sich die Persistenz in Blutresten befindlicher Erreger unterscheiden sollte, ist bei Blutkontamination in jedem Fall von einer Infektionsgefährdung auszugehen. Aus diesem Grund ist eine Reinigung mit nachfolgender Desinfektion der Säge für erforderlich anzusehen.

– Prof. Dr. med. Axel Kramer (Mitglied der KRINKO)

Quellen und weiterführende Literatur

  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt Kapitel 4.2 – NI: Entstehung und Übertragung Link
  • meduplus Kurs Hygienebeauftragter Arzt Kapitel 10.2 – Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionswegen Link

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Berühmte Hygieniker

Zum Todestag von Lillian Wald

Lillian Wald

Die amerikanische Krankenschwester Lillian Wald verstarb am 01. September 1940. Heute, fast 80 Jahre später, wird sie als Pionierin der Öffentlichen Gesundheit geehrt und gilt als eine der einflussreichsten Sozialreformerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie gründete das Sozialprojekt Henry Street Settlement und führte dort Programme zur Ausbildung von Krankenschwestern und insbesondere auch zur Hygiene ein.

Lillian Wald: Lebenswerk in der Hygieneausbildung von Immigrantinnen

Was haben amerikanisches Schulessen, New Yorker Spielplätze, der 8-Stunden-Arbeitstag sowie Gewerkschaften gemeinsam?

Die Antwort lautet: Sie sind alle auf Ideen der amerikanischen Krankenschwester Lillian Wald zurückzuführen, die vor einem Jahrhundert formuliert wurden.

Lillian Wald studierte ab 1883 an der Krankenpflegeschule des New York Hospital und war danach als Krankenschwester tätig. 1891 begann sie dann ein Medizinstudium am Women’s Medical College. Wald wurde von dem Ziel getrieben die Gesundheitsversorgung der Bewohner der New Yorker Lower East Side zu verbessern. 1893 hat Wald ihre Lebensaufgabe darin gefunden, Immigrantinnen in der dichtbesiedelten East Side von Manhattan in Hygiene und häuslicher Pflege zu unterrichten.

Gründung des Sozialprojektes Henry Street Settlement

Wald gründete 1893 das Sozialprojekt Henry Street Settlement, das zum Ziel hatte die Rolle der Pflege in der Gesundheitsförderung zu etablieren. Das Henry Street Settlement bietet noch heute eine große Bandbreite an sozialen Angeboten, die von Kunstprojekten bis zu Gesundheitsprogrammen reichen und jedes Jahr über 50.000 New Yorker erreichen.

Lillian Wald wurde 100 Jahre nach Gründung des Henry Street Settlement im Jahr 1993 in die National Women’s Hall of Fame aufgenommen. Weiterhin wurde sie  unter anderem auch durch die Aufnahme in die Hall of Fame for Great Americans in New York geehrt.

Quellen und weiterführende Literatur

    • „Lillian Wald“(britannica.com) Link
    • „Lillian Wald“ (henrystreet.org) Link

Weitere interessante Themen

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